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17. FEBRUAR 2022 – Donnerstag

17.02.2022 | Tageskommentar
 

Proben-Foto: Werner Kmetitsch

WIEN/ Theater an der Wien: JENUFA. Erste Probenfotos auf Instagram – Gefunden von Fritz Krammer

Allerhöchste Zeit für die ersten Probeneindrücke aus #JENUFA
mit @svetlana_aksenova_artist_ in der Titelpartie und #NinaStemme als Küsterin in einer Inszenierung von #LottedeBeer

ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos

Auch das Theater an der Wien bleibt nicht von der Omikron-Welle verschont und daher muss die am 16.02. geplante Premiere Corona-bedingt auf den 19.02.2022 verschoben werden. Alle Tickets, die bereits für die Vorstellungen am 19., 21., 24., 26. und 28.02. erworben wurden, behalten ihre Gültigkeit. Karteninhaber*innen der Vorstellung am 16. Februar werden von unserem Kartenbüro persönlich für eine Umbuchung auf einen anderen Termin kontaktiert.

Neuer Premierentermin: Samstag, 19. Februar 2022, 19:00 Uhr bis ca. 21.30 Uhr (eine Pause)

Aufführungen: 21. | 24. | 26. | 28. Februar 2022 | 19.00 Uhr bis ca. 21.30 Uhr (eine Pause)

Ritterbands Klassikwelt 21: Sensationeller Fund in einem Keller in San Francisco – Uraufführung nach 89 Jahren

Am Theater Magdeburg ist am 13. Februar 2022 eine Oper uraufgeführt worden, deren Geschichte berührender und dramatischer ist als der Inhalt der Oper selbst: „Grete Minde“ wurde im Jahr 1933, nach der Machtergreifung Hitlers, vom Komponisten, dem deutsch-jüdischen Textilkaufmann und musikalischen Autodidakt Eugen Engel fertiggestellt. Das Werk konnte damals aus bekannten Gründen nicht aufgeführt werden. Die komplette handschriftliche Partitur reiste 1941 im Koffer der Tochter auf ihrer Flucht in die USA – und ging in einem Keller ihres Hauses in San Francisco vergessen.
Klassik-begeistert.de

Uraufführung von „Grete Minde“ in Magdeburg. Eine Stimme aus den Tiefen der Zeit
Keiner kennt Eugen Engel, doch er schrieb eine Oper: „Grete Minde“. Jetzt wurde sie vom Theater Magdeburg uraufgeführt. Ein Besuch an der Elbe.
Tagesspiegel.de

Heute in der Wiener Staatsoper: BALLETT: GISELLE

 

KARTEN KAUFEN

Wiener Staatsoper, 16.02.2022: ANNA BOLENA – Vorstellung vom 16.2.2022

Ekaterina Semenchuk. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Valentino Hribernig-Körber schreibt: Im 16. Jahrhundert war es eine Zeitlang für eine englische Königin quasi unmöglich, ein auch nur einigermaßen so gesegnetes Alter zu erreichen wie die derzeit amtierende Elizabeth II. Wie das kam, ist dieser Tage wieder einmal am Ring in der Fassung von Gaetano Donizetti zu erleben, wobei sich Erwin Schrott erstmals in der Rolle des Königs vorstellt, der für die kurze Lebenserwartung seiner Ehefrauen verantwortlich ist. Und er tut dies mit durchwegs dominantem Auftreten und forschem Einsatz seines dunklen Baritons – ein Alpha-„Tier“, das seine Eroberungen nicht mit romantischen Schmeicheleien macht.

So erreicht die Faszination, die von ihm ausgeht, wohl eher jene Damen, die es lieber „auf die harte Tour“ haben, und ein halbwegs ebenbürtiges energisches Temperament und stattliches Auftreten zeigt Ekaterina Semenchuk als Giovanna Seymour. Die Weißrussin bewältigt nach einem etwas wackeligen Beginn die Partie mit ihrem satten Mezzo souverän, obwohl diese eigentlich sehr hoch liegt…

…Am Pult stand der italienische Jungdirigent Giacomo Sagripanti und präsentierte eine eher konventionelle, bedächtige Lesart der Partitur, wobei es speziell mit Schrott auffallend häufig zu Auffassungsunterschieden in der Taktgebung kam, woran auch immer das gelegen haben mag.

Zum Bericht von Valentino Hribernig-Körber

Wien/ „Neue Oper“
„Die Realität ist brutal“: Regisseurin Shira Szabady will aufrütteln (Bezahlartikel)
Shira Szabady inszeniert Gerd Kührs Oper „Stallerhof“, ein Lehrstück über die Schattenseiten von Isolation.
Die Presse.com

Sommereggers Klassikwelt 126: Bruno Walter – Dirigent zwischen alter und neuer Welt
Als der Dirigent, Pianist und Komponist Bruno Walter am 17. Februar 1962 in seinem Haus im kalifornischen Beverly Hills starb, vollendete sich ein reiches Musikerleben. Anlässlich seines 60. Todestages lohnt sich ein Rückblick auf dieses Leben, das nicht zuletzt stark von den Brüchen und Katastrophen des 20. Jahrhunderts gezeichnet war.
Klassik-begeistert.de

TOURNEE Diana Damrau, Jonas Kaufmann und Helmut Deutsch: LIEBESLIEDER“

 

https://www.facebook.com/DianaDamrau/videos/1206459716551308

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Jonas Kaufmann: Luft schnappen

https://twitter.com/tenorkaufmann/status/1493950991351308288/photo/1

Österreich
Toni Stricker ist tot
Der Geigenvirtuose Toni Stricker ist tot. Der Ausnahmemusiker ist am Mittwochabend in Bad Sauerbrunn im 92. Lebensjahr im Kreise seiner Familie verstorben. Stricker war international bekannt für seine pannonische Musik, mit der er eine eigene Musikrichtung begründete.
https://burgenland.orf.at/stories/3143495/

Toni Stricker war eigentlich Meidlinger (Pohlgasse). Meine Mutter hat ihn angehimmelt, obwohl Stricker jünger als sie war. In „seiner Gegend“ war er der Mädchenschwarm.

Nürnberg
Der Neue in Nürnberg: Sänger Samuel Hasselhorn gibt Liederabend
Das Staatstheater Nürnberg hat ein neues Ensemblemitglied: Der junge Bariton Samuel Hasselhorn steht seit kurzem in Opernproduktionen auf der Bühne. Am 18. Februar gibt er in Nürnberg einen Liederabend. Wie er trotz Corona den Start in der neuen Heimatstadt meistert, hat er uns im Interview erzählt. Und: mit welchen Gefühlen er auf sein bevorstehendes Debüt an der Scala blickt.
BR-Klassik.de

Von TTT gefunden: „Großer Herr, o starker König“ – J. S. Bach (Samuel Hasselhorn)
Zum Youtube.Video

Kassel
„Freischütz“ in Kassel: Kettensägenmassaker in der Wolfsschlucht
Ersan Mondtag und sein Team, in dem Till Briegleb als Dramaturg, Textbastler und Tiefenbohrer eine zentrale Rolle spielt, versuchen es in Kassel mit einem knallbunten, postmodernen Mix. Max ist ein traumatisierter Soldat, der nicht – wie es in der Sage heißt – im Irrenhaus endet, sondern von Anfang an durch Pfleger in Schach gehalten wird, die seine Opiumräusche protokollieren….
FrankfurterAllgemeine

Deutsche Oper am Rhein: Premiere wird verschoben:
Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ in Barrie Koskys gefeierter Inszenierung kommt am Mittwoch, 23. Februar, erstmals im Opernhaus Düsseldorf auf die Bühne

Peter Bording (Jupiter) und Ensemble. Foto Hans-Jörg Michel

Wegen einer Corona-Infektion im Ensemble muss die für Samstag, 19. Februar, geplante Premiere von Jacques Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt“ verschoben werden. Der neue Premieren­termin ist Mittwoch, der 23. Februar, um 19.30 Uhr.

Sprechtheater

Salzburger Schauspielhaus zeigt Franzobels „Das Floß der Medusa“
Die Salzburger Mittelbühne bringt am 16.2. eine Bühnenfassung des Schiffsunglücksromans zur Premiere
Der Standard.at

WIEN / Unteres Belvedere:  VIVA VENEZIA!
DIE ERFINDUNG VENEDIGS IM 19, JAHRHUNDERT
Vom 17. Februar 2022 bis zum 4. September 2022

 

Als Venedig noch bei Österreich war…

Der „Zauber“ von Venedig kommt heute aus den Tourismus-Prospekten, Und mehr als „Gondeln am Canal Grande und Tauben am Markusplatz“ ist da nicht zu finden. Die „Serenissima“ in ihrer damals auch schon schwindenden Pracht ist 1797 untergegangen, als Napoleon die Republik Venedig okkupierte, ihrer Souveränität beraubte und gnadenlos plünderte. Als Venedig nach dem Wiener Kongress für ein halbes Jahrhundert zu Österreich kam, musste man den Mythos der Stadt quasi neu erfinden. Damit beschäftigt sich die Ausstellung „Viva Venezia!“ im Unteren Belvedere.

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

Ist Kryptokunsthandel ein Flop?
Das Belvedere Museum freut sich über 3,2 Mio. Euro aus ersten Verkäufen des auf dem Kryptowährungsmarkt gehandelten digitalen Klimt-Bilds. Der Handel mit derlei NFTs boomt. Aber Umweltschaden und Intransparenz werden kritisiert.
https://www.diepresse.com/6099729/ist-kryptokunsthandel-ein-flop

Film der Woche

Filmstart: 17. Februar 2022  
UNCHARTED
USA / 2022 
Regie: Ruben Fleischer
Mit: Tom Holland, Mark Wahlberg, Antonio Banderas, Tati Gabrielle, Sophia Ali u.a.

Besuchen Sie Renate Wagners Filmseite

Man kann – wie es kürzlich Roland Emmerich mit seinem seltsamen „Moonfall“-Spektakel gemacht hat – Klischees auf und ab spielen und dabei nur anöden. Man kann aber mit dergleichen, dem Spiel mit den Klischees nämlich, auch Spaß machen und Erfolg haben, wenn man es richtig anpackt. Dann merkt man auch als prinzipiell eher anspruchsvoller Kinobesucher,wie man  sich herzlich über Schatzkarten, Goldschätze und ein fliegendes Schiff  unterhält, das einst Ferdinand Magellan gehört hat… Warum es fliegt? Natürlich weil man es an einen Helikopter gehängt hat, wie sonst?

Warum das Ganze so simpel ist? Offenbar handelt sich dabei um ein zugrunde liegendes Videospiel (hoffentlich ist es nicht beschämend, darüber gar nichts zu wissen…)  Wie man liest, bastelt Hollywood an dem Projekt seit 2010, das ist selbst für dortige Verhältnisse lang (damals sollte Mark Wahlberg noch die Hauptrolle spielen, mittlerweile ist er infolge reiferen Alters auf die zweite Rolle gerutscht).

Egal, wie lange Freunde des Videospiels auf die Kinoversion gewartet haben, jetzt ist sie da und lohnt sich nicht zuletzt deshalb, weil Regisseur Ruben Fleischer das richtige Händchen dafür hatte, auch weil hier Unterhaltung pur angesagt ist, ohne jede schwurblerische Botschaft, wie man sie meist aufs Auge gedrückt bekommt, ohne sie zu brauchen…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung

  • Die Wall Street macht Boden gut: Nach dem mit Spannung erwarteten Protokoll der jüngsten Notenbank-Sitzung haben die US-Börsen am Mittwoch anfängliche Verluste grösstenteils wettgemacht. Der Dow Jones Industrial schloss am Ende nur noch 0,16 Prozent im Minus. Das Fed-Protokoll befeuerte die ohnehin hohen Erwartungen in puncto Zinserhöhungen nicht noch weiter. Die Notenbank steht vor ihrer ersten Anhebung in der Corona-Pandemie.
    Zu den neusten Entwicklungen in der Wirtschaft
  • Nach Erdrutschen bei Rio steigt die Zahl der Toten auf 104: Extremer Starkregen hat im Bergland von Rio de Janeiro zu Überschwemmungen geführt. Mittlerweile wird das ganze Ausmass der Zerstörung sichtbar. Die Zahl der Opfer könnte noch weiter steigen. In der Region hatte sich schon 2011 eine schlimme Unwetterkatastrophe ereignet.
    Zum Bericht
  • Honduras’ Ex-Präsident droht die Auslieferung: Ende Januar hatte Juan Orlando Hernández das höchste Staatsamt an seine Nachfolgerin übergeben. Nun wollen die USA ihm wegen Drogenhandels den Prozess machen. Sein Bruder sitzt dort bereits lebenslänglich.
    Zum Bericht
  • Schweiz: So geht es jetzt weiter im Tourismus: Bis wieder viele Gäste aus China und Japan in die Schweiz reisen, wird es gemäss Nicolo Paganini wohl noch bis 2025 dauern. Insgesamt ist der Präsident des Schweizer Tourismusverbandes aber zuversichtlich für die Branche. Am schwierigsten sei die Situation für Städte wie Zürich oder Genf, denn der Geschäftstourismus werde sich nicht so schnell vollständig erholen.
    Zum Interview

  • Das ist die Lage in Deutschland: Auch im Nachbarland kommt der «Freedom Day» – allerdings nur auf Samtpfoten. Nach schrittweisen Lockerungen sollen die meisten staatlichen Massnahmen erst ab 20. März entfallen.
    Zum Bericht

Ex-Muster-Coach Leitgeb verstorben
Ronald „Ronnie“ Leitgeb ist in der Nacht auf Mittwoch in Kitzbühel völlig unerwartet verstorben. Der einstige Präsident des Österreichischen Tennisverbands (ÖTV), Davis-Cup-Kapitän und Coach von Thomas Muster wurde nur 62 Jahre alt. Leitgeb hinterlässt seine Frau Bettina sowie seinen Sohn Florian. Der gebürtige Mödlinger verstarb plötzlich ohne bekannte Vorerkrankungen, wie sein Arzt und Freund der Familie, Harald Hertz, bestätigte. Mir sind keine Vorerkrankungen bekannt und auch seiner Frau nicht. Er war zwei Tage vorher noch Skitouren“, berichtete Hertz. „Wir waren gestern Abend noch gemeinsam abendessen, und da war alles in Ordnung.“ Die Todesursache ist noch nicht bekannt.
https://sport.orf.at/stories/3091595/

Österreich/ Riskante „Freiheit“
Schleusen auf: Nun alle Zeichen auf Durchseuchung
Ungeachtet der aktuell weiterhin hohen Neuinfektionszahlen hat sich die Regierung mit den Ländern auf umfangreiche Lockerungen verständigt. Ab 5. März dürfen auch Ungeimpfte sämtliche Bereiche betreten, die bisher den sogenannten G-Regeln unterlagen – und das dann ohne Test. Überhaupt muss dann niemand einen Nachweis mehr für Gastronomie, Hotellerie & Co. vorzeigen. Nach zwei Jahren Pandemie gehen also die Schleusen auf.
https://www.krone.at/2629884

Das Wort „Durchseuchung“ nimmt niemand in den Mund, es klingt zu negativ. Allerdings trifft es den Nagel auf den Kopf. Das hätten wir aber einige Milliarden früher auch haben können!

TTT dazu: Ich hab Verseuchung schon am 28.1. geschrieben. Politiker haben nun offensichtlich entschieden, dass ich mich gesundheitlich beschädigen lassen muss, durch Verseuchung! Ist das keine Körperverletzung, Beschädigung meiner Persönlichkeit? Ich will mich nicht verseuchen lassen – wie entscheiden denn da Richter, schlüssig erscheint das als Unrecht. Das ist die Meinung von TTT

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

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