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17. Dezember 2021 – Freitag

17.12.2021 | Tageskommentar

Erstausgabe von Bezaleel Creake, 1724
WIEN/ Theater an der Wien: Heute Premiere „Giulio Cesare in Egitt0“

Wien/ Theater an der Wien
Oper „Giulio Cesare“: „Wir erschaffen diese Oper neu, als Remake“
https://www.diepresse.com/6074642/wir-erschaffen-diese-oper-neu-als-remake

Renate Wagner besucht die Premiere und wird berichten!

WIENER STAATSOPER: „PREMIERE VOR ZUSCHAUER“ – PARSIFAL am 15.12.2021)

Brandon Jovanovich, Anja Kampe, Nikoley Sidorenko. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Weihnachten ist der Anfang von Ostern – aber soviel theologische Gewitztheit würde ich hinter der Programmplanung der Wiener Staatsoper doch nicht vermuten. Jedenfalls kam der neue „Parsifal“ jetzt auch zu seiner Premiere vor Publikum – und das Haus war sehr schlecht besucht.

Ob der „Parsifal“ zu Ostern gehört wie Schinken und Ei, so man vor Jahren in der Rezension einer Tageszeitung lesen konnte*, soll hier nicht weiter verfolgt werden. Eine leichte Ironie wird bei diesem Vergleich sicher mitgeschwungen haben. Immerhin ist der Karfreitag ein nicht unwesentlicher Bestandteil des „Parsifal“, und es ist schwer, einen direkten Bezug zu Weihnachten herzustellen. Kundry bringt im ersten Aufzug dem leidenden Amfortas bekanntlich keine Vanillekipferl vorbei.

Wie eingangs erwähnt, war das Haus sehr schlecht besucht, etwa zur Hälfte gefüllt – und das ohne besondere pandemische Einschränkungen, die meines Wissens nur die maximale Besucheranzahl auf 2.000 festlegen. Auf der Galerie waren großzügig geschätzt keine 200 Plätze belegt, auch im Parterre und auf dem Balkon – soweit ich es einsehen konnte – wies die Platzbelegung zum Teil erhebliche Lücken auf, sogar einige Logen waren ganz leer geblieben. Die Gründe?..

Weiterlesen in der Besprechung von Mag. Dominik Troger (www.operinwien.at)

Die Gründe? Ja, über diese sollten jene Leute nachdenken, deren Aufgabe es ist, ihnen nachzugehen!

Auch das Ausland berichtet:

Last night, the Vienna Opera was near empty
We have received these pictures of the Vienna State Opera, a few seconds before the curtain rose on Act 3 of Parsifal.
https://slippedisc.com/2021/12/last-night-the-vienna-opera-was-near-empty/

Das haben wir notwendig gehabt! Wir haben gerade in den letzten Wochen gesehen, dass es sehr wohl möglich ist, in einem gut besetzten Haus eine dementsprechende Stimmung zu erzeugen. Auch in der Wiener Staatsoper war „Don Giovanni“ ganz gut besucht, wie die Situation beim gestrigen „Don Carlo“ war, weiß ich nicht. Die Tage vor Weihnachten sind keine guten Tage für die Theater, wir können das auch mittels unserer Google-Analysen verfolgen. Die Menschen sind gestresst, wollen noch Einkäufe erledigen, wer setzt sich da fast sechs Stunden in ein Opernhaus? 

Das ist der eher wohlwollendere Teil meiner Analyse. Dass sich jedoch gerade vor dem 3. Akt ein Massen-Exodus ereignete, mögen andere begründen.

Um nicht missverstanden zu werden: Wir vom Online-Merker kämpfen für die Wiener Staatsoper allein aus Eigennutz (die Marke „Wien“ ist für ein Opernmagazin (über)lebenswichtig, wobei uns völlig egal ist, wer da gerade Direktor spielt). Wir haben vor unserer Online-Galerie (Ecke Vivenotgasse/Zeleborgasse  nahe der Meidlinger Fußgängerzone) einen Schaukasten hängen, in dem die Spielpläne der Staats- und manchmal auch der  Volksoper  angebracht sind. Eine ablehnende Haltung – wie uns angedichtet wird, ist daher blühender Unsinn (Zitat aus den „Meistersingern, 3. Akt: „Ich macht Euch Schuh in später Nacht, hat man je so einen Feind bedacht?“ – Sachs zu Beckmesser). Wir machen nur von unserem Recht Gebrauch, das zu tun, was der überwiegende Teil unserer Leserschaft von uns erwartet,- nämlich das zu sagen, was wir über das Erlebte denken, unbeeinflusst von diversen Nebenfaktoren.

Publikumspremiere von Serebrennikows „Parsifal“ an der Staatsoper
Am Mittwochabend erlebte die Deutung des Wagner-Stoffs in einem schütter besetzten Haus seine Premiere vor Publikum
Der Standard.at

Diese Wunde schließt sich nicht
An der Staatsoper verstrickt sich der neue „Parsifal“ in starken tristen Bildern – und klingt dafür allzu schön.
WienerZeitung.at

Gefahr droht!

Österreich
Eva Blimlinger: „Kann mir vorstellen, Theater zuzusperren“
Was tun angesichts des Publikumsschwunds in Theatern und Museen? Die Kultursprecherin der Grünen, Eva Blimlinger, über Strukturdebatten und Kulturbaustellen
DerStandard.at

Die Frau Bliemlinger wäre eigentlich die logische Besetzung der Grüninnen für das Kulturstaatssekretariat gewesen, angeblich verhinderten persönliche Vorbehalte diese Besetzung. Den Job bekam die glücklose Frau Lunacek, nun verwaltet ihn „die beste Freundin“!  Sollen wir jubeln?

WIEN / Kammeroper des Theaters an der Wien:  THÉRÈSE RAQUIN von Tobias Picker
Libretto von Gene Scheer nach dem gleichnamigen Roman von Emile Zola
Österreichische Erstaufführung
Premiere: 16. Dezember 2021 

Foto: Herwig Prammer/Theater an der Wien

Starker Tobak in der Kammeroper. Gewiß, man ist sozusagen daran „gewöhnt“, dass Othello Desdemona auf der Opernbühne erwürgt, dass Sparafucile Gilda ersticht und was der Morde coram publico mehr sind. Aber einen ungewünschten Ehegatten in der Badewanne ersticken? Und am Ende noch eine letale Messerattacke? Und dazwischen jede Menge wilder Sex?

So stellt sich der amerikanische Komponist Tobias Picker, von dem man in Wien noch nichts gehört hat, mit seiner Oper „Thérèse Raquin“ vor, womit die Kammeroper des Theaters an der Wien wieder einmal ihrer sinnvollsten Aufgabe nachkommt, nämlich Werke, die man nicht kennt, zu präsentieren (statt „Klassiker“ einzudampfen, zu überschreiben oder mit Puppen zu bestücken).

Nun ist „Thérèse Raquin“ schon beim Lesen ein Problem, denn Emile Zola hat damals, 1867, seinem Publikum  rücksichtslosen Naturalismus zugemutet, ein ärmliches, enges, repressives Milieu, starke, aber letztlich negative Gefühle – und Mord. Man liest es nicht gern, denn das ist kein unterhaltsamer Krimi, da scheint kein Licht in der Finsternis, nicht ein Mensch, nicht ein Handlungselement, das positiv die Düsternis durchbrechen würde. Und das Libretto, das Gene Scher für Picker nach Zolas Roman geschrieben hat, hält es genau so. Und die Inszenierung erst recht…

Jonathan Palmer Lakeland entfesselte mit dem Wiener KammerOrchester einen wirkungsvollen Klangrausch. Das Publikum, nicht vollständig, aber doch zahlreich erschienen, klatschte beeindruckt. Starke Nerven braucht man für diese hässliche Geschichte schon.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

 

Tiroler Landestheater Innsbruck: „Werther“ in den USA der 1960er

Donnerstag Abend fand unter der Leitung des GMD des Tiroler Landestheaters, Lukas Beikircher, Jules Massenets meistgespielte Oper „Werther“ in einer Neuinszenierung des US-amerikanischen Regisseurs Thaddeus Strassberger statt. Ich hatte den jungen dynamischen Theatermann schon bei drei Werken in westsibirischen Ekaterinburg kennengelernt, wo er gleich drei Opern inszenierte, „Satyagraha“, „Die Griechische Passion“ und „Die Passagierin“, die übrigens am 21. Mai 2022 in der Regie des Intendanten Reitmeier ihre Premiere in Innsbruck erleben wird. Nach einem Interview mit Strassberger in Ekaterinburg war ich also erst echt gespannt, wie er die auf dem Briefroman Goethes beruhende Oper des Franzosen Massenet inszenieren würde…

 

Zum Premierenbericht von Dr. Klaus Billand (Kurzbericht, wie immer bei Dr. Billand folgt demnächst Ausführlicheres)

Ball der Wiener Philharmoniker 2022 findet nicht statt
Die Veranstalter hoffen auf eine 80. Ausgabe 2023.
WienerZeitung.at

INSTAGRAM – gefunden von Fritz Krammer

Tenor Jonas Kaufmann: Addio Napoli! 🇮🇹

ZU INSTAGRAM

London/ ROH
„Standing Ovations“ für neuen Star-Tenor Freddie de Tommaso an der Royal Opera
Der junge britisch-italienische Tenor Freddie de Tommaso – sein Name lässt eher an die Rock’n“Roll – Szene der 50er Jahre denken als an die Opernbühne – ist der neue aufsteigende Stern der der renommiertesten Royal Opera (ROH) in Covent Garden.
Klassik-begeistert.de

London
The Royal Opera House Announces Opera And Ballet Cultural Highlights For 2022
Season includes world premieres and classic revivals from The Royal Opera and The Royal Ballet.
broadwayworld.com

Kiel: Paminas Traumspuk – eine etwas andere „Zauberflöte“
unserluebeck.de

Paminas Traumspuk – eine etwas andere, umgewürzte „Zauberflöte“ am Theater Kiel
NeueMusikzeitung/nmz.de

Zürich: Die Fledermaus: Eine liebenswerte Abrechnung mit Johann Strauss • Bernhard Theater, Zürich

  Eine Koproduktion mit dem Casinotheater Winterthur und dem Opernhaus Zürich

 7 Fledermäuse Abstand

Pünktlich zum Jahreswechsel ist die Fledermaus am Opernhaus Zürich gelandet. Bereits vor der Pandemie entstanden, wurde die «liebevolle Abrechnung» nun angepasst und so fordert Frosch die 7 Fledermäuse Abstand…

Zum Bericht von Jan Krobot

Unser musikalischer Adventkalender Nr. 13
zusammengestellt von TTT
AVE MARIA – Aretha Franklin adaptiert von Kenny Gorelick, Walter Afanasieff
(* 1942 † 2018) Live at New Bethel Baptist Church, Detroit, July 1987, Queen of Soul

 

https://www.youtube.com/watch?v=QnoGrUK7sDc

TTT Psychosoziales: Psyche beeinflussend, theaterrelevant
Moral und Ethik
Unterschied, Moralfähigkeit, Moral und Ethik werden oft durcheinander gebracht, Ethik ist das Nachdenken über die Moral bzw. die Wissenschaft von der Moral.
+ Video: Coronakrise 20/21 · Philosophie zur Pandemie
https://dajolens.de/blog/moral-und-ethik/

27. José Carreras Gala sammelt 3.801.772 Euro Spenden

Mit 3.801.722 Euro Spenden wurde auf der 27. José Carreras Gala, die gestern Abend live aus Leipzig vom MDR übertragen wurde, das Vorjahresergebnis sogar noch übertroffen.

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Modekonzern Chanel versucht Kulturwechsel mit neuer Chefin: Die in Indien geborene Leena Nair soll das französische Modeunternehmen ab Januar als CEO führen. Chanel hat die 52-Jährige vom Konsumgüter-Hersteller Unilever abgeworben, wo sie fast ihre gesamte Karriere absolviert hatte. Unter Nair schaffte es Unilever, dass weltweit auf Führungspositionen gleich viele Frauen wie Männer arbeiten. Ebenfalls soll sie sich für soziale Verbesserungen eingesetzt haben.
    Zum Bericht
  • Unregelmässigkeiten im Finanzressort bei Ermittlungen um Österreichs Ex-Kanzler Kurz festgestellt: Unter anderem seien nicht nachvollziehbare Zahlungen an eine Meinungsforscherin von mehr als 120 000 Euro zutage gekommen, teilte das Ministerium am Donnerstag in Wien mit. Der neue Finanzminister Magnus Brunner sprach von einem «Strukturversagen».
    Zu den neusten Entwicklungen
  • Bis zu 50 000 Konten ausspioniert – Facebook verbannt sieben Firmen: In über 100 Ländern sollen Nutzerinnen und Nutzer von sozialen Netzwerken des Meta-Konzerns ausgespäht worden sein. Deshalb hat der Konzern nun sieben Firmen verbannt, welche mit 1500 gefälschten Konten Spionageaktivitäten ausgeführt haben sollen. Facebook fordert die Behörden auf, aktiv zu werden, verzichtet aber auf Klagen.
    Zum Bericht
  • Dutzende von Opfern bei Hochhausbrand in Japan befürchtet: In der japanischen Grossstadt Osaka ist am Freitag ein Feuer in einem Hochhaus ausgebrochen. Feuerwehr- und Krankenwagen waren im Grosseinsatz. Derzeit gehen die Behörden von mindestens 27 Toten aus. Es handelt sich um eine der schwersten Brandkatastrophen in Japan in den vergangenen 20 Jahren.
    Zum Bericht
  • So hat die russische Justiz ein Staatsgeheimnis verraten: Seit Jahren bestreitet Russland seine Beteiligung am Krieg in der Ostukraine. Akten aus einem Korruptionsprozess um einen gierigen Militärarzt belegen nun jedoch offiziell das Gegenteil – bis hin zu Details darüber, was und wie viel die russischen Truppen zu essen bekommen.
    Zum Bericht

 

 

FBI veröffentlicht die Akten zu JFK-Mord nach 58 Jahren
Trotz der Veröffentlichung von 1.500 Dokumenten bleibt vieles im berühmten Fall im Dunkeln. Erneut kursieren dutzende Verschwörungstheorien.
Heute.at

Die Veröffentlichung trägt mehr zur Verwirrung als zur Aufklärung bei. Besser bleibenlassen!

Corona-kritischer Professor von MedUni Wien gefeuert
Der durch Kritik an Maßnahmen und Impfungen aufgefallene Andreas Sönnichsen wurde nun laut Medien von seinen Aufgaben an der Med-Uni Wien entbunden.
Heute.at

Entzug des Vertrags droht: ÖGK will gegen Ärzte als Impfgegner vorgehen
Die Impfung sei der einzige Weg aus der Pandemie. Wenn Ärzte dagegen auftreten, werde das Konsequenzen haben, heißt es von der Österreichischen Gesundheitskasse. Auch werde hart vorgegangen, wenn Ärzte durch ihre Verhalten Patienten gefährden.
Tiroler Tageszeitung

Vorweg, ich bin dreimal geimpft, wahrscheinlich steht noch ein vierter und fünfter Stich ins Haus. Es kommt wohl darauf an, wie lange ich noch lebe, vielleicht muss ich mir noch ein Stich-Abo zulegen. Meine Hausärztin, mit der ich gut Schmähführen kann, habe ich nicht gefragt, obwohl ich der mehr vertraue als „Mücke“ und Lauterbach zusammen. Ich möchte die Dame ja nicht in Probleme bringen. Gestandene Ärzte werden künftig allein daran gemessen, ob sie begeisterte Impfer sind!  Rumms!  Es wird Zeit, dass der Horror aufhört. Nein, mit Horror ist nicht der Ärztekammerpräsident gemeint, obwohl es mich beruhigen würde, wenn auch der aufhört !

Feiern trotz Omikron: Zu Weihnachten fällt auch Lockdown für Ungeimpfte
Wie die „Krone“ Freitagvormittag vorab erfuhr, öffnen sich zu Weihnachten wohl die letzten Lockdown-Schranken: Geht es nach den jüngsten Plänen der Bundesregierung, sollen sich auch Ungeimpfte dann wieder frei bewegen dürfen bzw. die Feiertage auch mit so vielen Menschen genießen, wie es ihnen beliebt. Das Pressestatement der Regierung läuft – oben im krone.tv-Livestream.
http://www.krone.at/2583451

Ohne Worte – ich bin sowieso sprachlos ob der konsequenten Haltung! Hat man mit dem Virus schon gesprochen? Bringt nun der Lockdown für Ungeimpfte etwas oder doch nicht?

Nach WM-Titel meint Verstappen: „Bin noch immer der gleiche Typ“
Wenige Tage nachdem er sich den WM-Titel geschnappt hat, gibt sich Max Verstappen bescheiden. Der Formel-1-Weltmeister sei trotz des Erfolges immer noch „der gleiche Typ“ – auch wenn der Red-Bull-Pilot sein „Lebensziel“ erreicht hat.
http://www.krone.at/2583516

Mercedes hat seine Berufung zurückgezogen, Verstappen ist also fix Weltmeister

Genießen Sie einen schönen Tag

A.C.

 

 

 

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