Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

17. AUGUST 2020 – Montag

17.08.2020 | Tageskommentar

 


Interview Bogdan Roscic auf Ö3″ (Tom Walek spaziert mit Bogdan Roscic durch den Wienerwald)

Am Ende des Artikels ist der link zum podcast –
https://oe3.orf.at/sendungen/stories/oe3walekwandert

Staatsopern-Direktor Bogdan Roščić: „Opernball 2021 ist besondere Herausforderung“
Seit Juli lenkt Roščić die Geschicke der Wiener Staatsoper. Im Interview mit Ö3 spricht er über seine Pläne in Zeiten von Corona – und ob Richard Lugner nun zum Opernball kommen darf, oder nicht.
Kurier
Dr. Ulrike Messer-Krol hat in Erfahrung gebracht: Am 5. September ist die Generalprobe der für Wien neuen Butterfly. Neuerdings können dafür Menschen unter 27 jahren bis zu 2 Karten pro Person  kaufen, meiner Ansicht eine sehr gute Einführung. Die Scala macht das schon lange so. Bis jetzt war es ja sehr unergründlich, wer dafür wie Gratiskarten bekam. (Quelle: Ulrike Messer-Krol)

  Aber an diesem Tag  (7.9.)  verschwindet die bisher älteste spielbare Inszenierung an der Wiener Staatsoper  –  an ihre Stelle tritt dann die Wallmann- Tosca. Die ist dann aber 20/21 sehr oft geplant.

 Noch zu Margarethe Wallmann: Heute,am Montag 17.8.,  werden in Salzburg vor dem Haus für Mozart 28 Stolpersteine zur Erinnerung an verfolgte und vertriebene Künstler und Künstlerinnen verlegt. Spät aber immerhin.

»Ich verliere den Boden, den ich jahrelang bebaut habe ...« Einladung zur Verlegung von 28 Stolpersteinen vor dem Salzburger Festspielhaus

»Ich verliere den Boden, den ich jahrelang bebaut habe und in dem ich selbst gewachsen bin. Ich verliere meine Heimat.« (Max Reinhardt)

Das Personenkomitee Stolpersteine Salzburg mit seinen 405 Mitgliedern lädt zur Verlegung von 28 Erinnerungssteinen für Opfer der nationalsozialistischen Diktatur ein:

Mo, 17. August 2020, 18:00
Max-Reinhardt-Platz
5020 Salzburg

Franz Welser-Möst: Gegen die „Dezibelisierung“ der Gesellschaft
Dirigent Franz Welser-Möst wurde am Sonntag 60, in einem spannenden Buch hält er philosophierend und offen Rückschau
Der Standard

Mikulov/ Weiviertler Festspiele
Tomasz Konieczny strahlt als Retter in der Not

Tomasz Konieczny (Holländer), Anna Gabler (Senta). Foto: Gesine Görlich Fletzberger/Weinviertler Festspiele

Das große Abenteuer – nicht nur auf der Freiluft-Bühne von Mikulov, auch drumherum. Dass das nicht ins Wasser gefallen ist, verdanken die Weinviertler Festspiele dem großen Engagement aller Beteiligten. Trotz aller Widrigkeiten, die sich im Vorfeld schon angebahnt hatten, haben sich Intendant Peter Svensson und seine ganze Crew voll ins Ruder gelegt. Ihrem Engagement und Idealismus ist es zu verdanken, dass selbst heftige Regenschauer und ein ungewisser Blick in die Zukunft, die Landung des Holländers  nicht verhindern konnten.
Jürgen Pathy berichtet von den Weinviertler Festspielen in Mikulov…

Tomasz Konieczny, 48. Der gebürtige Pole, der weltweit zu den profiliertesten Bassbaritonen zählt, rockte mal wieder die Bühne. Intensiv und eindrucksvoll, wie gewohnt. Dort, wo sonst Blues–, Rock– und Techno-Klänge aus den Lautsprechern dröhnen, mimte Konieczny einen Holländer, der schwer gezeichnet, mehr tot als lebendig, sich schweren Schritts über die Bühne schleppte. Nur, wenn er dabei war zu seinen Worten anzusetzen, lebte und bebte die See. Denn neben Ausstrahlung und Präsenz, verfügt Konieczny über eine weitere Qualität: eine große Stimme. Eine Stimme, deren dunkles Timbre nicht nur etwas Geheimnisvolles verbirgt, sondern vor Intensität, Vitalität und Energie nur so strotzt. Daraus formte Konieczny eine ruhelose Seele, die das Prädikat Weltklasse mehr als nur verdient hat – ebenso die Erlösung, die ihm nur durch die Treue bis in den Tod geschenkt werden kann…
Klassik-begeistert

Das scheint ja recht abenteurlich zugegangen sein. Dennoch, meine Hochachtung, das hat sich niemand außer dieser Crew getraut. Das zu ambitionierte Programm musste noch rechtzeitig redimensioniert werden, als Kaufmann fürchte ich etwas um die Finanzen (ich habe keine Ahnung, wie sich das Projekt rechnet).  Aber zwei nicht nur den Umständen entsprechenden guten Inszenierungen mit teilweise Sängern der Weltklasse auf die Bühne zu hieven, war schon eine gewaltige Leistung. Besonderer Dank gilt den Künstler, für die es sicher nicht einfach war und die durch Situationen mussten, die Ihnen ansonsten zum Glück fremd bleiben. 

Der Intendant hatte einerseits Corona-Glück, denn die Pandemie und der fast totale Stillstand in der Branche bescherten ihm Stars, die er wohl nie wieder unter normalen Voraussetzungen bekommen wird.  Anderseits hatte er aber mit der Corona-Angst seiner Kundschaft zu kämpfen. Die  Presse verschaffte ihm auch nicht eben gebührendes Interesse, ich habe mich nach Kräften bemüht – und musste mich dafür noch kritisieren lassen. Den Kritikern ins Stammbuch: Die Salzburger Festspiele brauchen mich wirklich nicht, dort steigen die eingeladenen Presseleute einander auf die Zehen!

Anna Gabler als Senta. Foto: Gesine Görlich-Fletzberger/ Wienviertler Festspiele

Egal, Wagemutigen gilt immer meine Unterstützung. Wenn nun noch der zweite „Tristan“ am Mittwoch halbwegs problemlos über die Bühne geht, haben die Weinviertler Festspiele etwas geschafft, das in dieser Zeit weltweit kaum Vergleichbares aufweist: Wagner-Festspiele in Privatinititive, ohne Sicherheitsnetz aus Steuergeld!

Mittwoch um 19 h in Mikulov: Tristan und Isolde. Es gibt noch genügend Karten – und Mikulov ist von Wien aus nicht weit entfernt!

Thomas Markus (Melot), Peter Svensson (Tristan), Thomas J. Mayer (Kurwenal), Martina Serafin (Isolde), Günther Groissböck (Marke), Hermine May (Brangäne). Foto: Gesine Görlich-Fletzberger/Weinvierteler Festspiele

St. Petersburg: Ein weltberühmtes Theater kracht zusammen
Das legendäre Mariinski-Theater in St. Petersburg war eine der ersten Bühnen Russlands, die nach Corona-Schließung wieder öffneten. Nun sind schon wieder Veranstaltungen verschoben. Der eine Grund sind neue Covid-19-Fälle. Der andere ist weitaus spektakulärer.
Die Welt.de

METROPOLITAN-OPERA – STREAMS 17. August – 23. August 2020)

 

Monday, August 17
Puccini’s Tosca
Starring Patricia Racette, Roberto Alagna, and George Gagnidze, conducted by Riccardo Frizza. From November 9, 2013.

Tuesday, August 18
Zandonai’s Francesca da Rimini 
Starring Renata Scotto, Plácido Domingo, and Cornell MacNeil, conducted by James Levine. From April 7, 1984.

Wednesday, August 19
Tchaikovsky’s Eugene Onegin
Starring Anna Netrebko, Elena Maximova, Alexey Dolgov, Peter Mattei, and Štefan Kocán, conducted by Robin Ticciati. From April 22, 2017.

Weiteres Programm in unseren „Infos des Tages“

Philharmoniker-Vorstand Daniel Froschauer und -Geschäftsführer Michael Bladerer im Gespräch: »Wir wollen, daß dieser Albtraum vorbei ist«

Anläßlich der Pressekonferenz zum Neujahrskonzert 2018 ließ Riccardo Muti wissen, daß er in Hinkunft den Jahreswechsel mit seiner Familie verbringen wolle. Und er schlug vor, die Wiener Philharmoniker sollten das Neujahrskonzert ohne Dirigenten spielen. Wie haben Sie Maestro Muti denn überzeugt, für die Konzerte zum Jahreswechsel 2020/21 noch einmal ans Pult zu treten?
Daniel Froschauer: Wir feiern 2021, wenn ich so sagen darf, als großes »Muti-Jahr«. Erstens begeht er seinen 80. Geburtstag, und zweitens arbeitet er 50 Jahre mit den Wiener Philharmonikern. Er hat uns 1971 bei den Salzburger Festspielen zum ersten Mal in Don Pasquale dirigiert. Wir wünschten uns von ihm, ein Jahr lang mit ihm zu arbeiten: eine große China-Reise, eine große Japan-Reise; eine Opern-Reise ist bis jetzt auch vorgesehen. Wir wollen viel mit ihm musizieren, denn es ist uns ein großes Anliegen, daß auch unsere jungen Kollegen einmal mit ihm so eine intensive Phase erleben…

http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=B47A79C0-D9A8-11EA-8DEE005056A64872

Thomas Prochazka/www.dermerker.com

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz!
Haben Sie sich auch schon geärgert über Quizfragen, die entweder über Trash und Triviales nicht hinauskommen oder aber viel zu leicht zu lösen sind („Wer komponierte die Zauberflöte?“). Wollen Sie immer noch ein bisschen mehr wissen über Komponisten, Werke und Interpreten?
Guido Marquardt testet Ihr Klassikwissen
https://klassik-begeistert.de/das-klassik-quiz-folge-1/

Jedermann-Renaissance
„Jedermann“-Neuauflage in Salzburg: Letzte Fragen
Milo Raus „Everywoman“ ist Weltuntergangsharmonie und Dialog mit Krebspatientin.
Wiener Zeitung

ORF III am Montag: Dreiteiliger „ORF III Themenmontag“ zum „Mythos Monaco“

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information bietet am Montag, dem 17. August 2020, ein facettenreiches Programm, das Peter Wecks 90. Geburtstag feiert, ins glamouröse Leben Monacos eintaucht und außerdem in einer neuen Ausgabe der „Sommer(nach)gespräche“ und einer Doku zu Lukaschenko das aktuelle politische Geschehen in Österreich und Europa bespricht.

Bereits ab 16.10 Uhr setzt ORF III seinen umfangreichen Schwerpunkt zum 90. Geburtstag von Peter Weck fort und zeigt drei Folgen von „Wenn der Vater mit dem Sohne“. Bei der 13-teiligen Fernsehserie aus dem Jahr 1971 führte Hermann Kugelstadt Regie, das Drehbuch schrieb Fritz Eckhardt, der auch die Rolle des Vaters Eduard Haslinger spielte. Weck ist in der Rolle des Sohns Fredy Haslinger zu sehen.

Filme der Woche

 

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Wir wissen, dass die Migranten unter uns leben, wir erkennen sie an Hautfarbe, fremdländischem Aussehen, oft auch an ihrem Akzent. Aber haben wir eine Ahnung, wie sie sich fühlen, auch wenn sie einer normalen Arbeit nachgehen und vielleicht mit Einheimischen verheiratet sind, womit man zufrieden die „Integration“ feststellen könnte. Was wissen wir schon von ihnen und ihren Befindlichkeiten? Was wir persönlich vor allem medial erfahren, ist die Beschuldigungs-Hysterie, in der wir leben – und die sich auf Einzelne ganz schlimm auswirken kann.

Der Film „Exil“ will uns das Problem näher bringen. Wir lernen Xhafer (Mišel Matičević) kennen, der aus dem Kosovo stammt (und von dessen Hintergrund uns der Film viel zu wenig erzählt), aber offenbar einen durchaus guten Job in einem Pharmaunternehmen hat. Dazu eine deutsche Frau, zwei Kinder und die Belastung im Privaten, wenn die Gattin auch arbeitet. Vor allem aber erlebt man Xhafer den ganzen Film hindurch in einem Gefühl der Hochspannung. Mit scharfem, mißtrauischem, hektischem Blick schaut er herum. Wer diskriminiert ihn? Wer schikaniert ihn? Wer will ihm Böses? Und er findet bei seinen Kollegen reichlich Verdächtige – bei allen sozusagen. Schließlich ist der Unrat, den er in seinem Briefkasten findet, Realität. Aber ist darum die ganze Welt verschworen sein Feind?…

Zur Filmbesprechungvon Renate Wagner

Der Schlauberger 13: Lasst mir das Strichlein!
Ziemlich bescheuert: Die Kunst des Weglassens
Ach was. Rächtschreibung ist nicht so mein Ding. Das ist doch nichts Neues. Vor einiger Zeit las ich über die Rechtschreibkrise in den Schulen: Mehr als jeder fünfte Viertklässler erfülle die Mindeststandards nicht.
Kuriositäten der Deutschen Sprache von Reinhard Berger
Klassik-begeistert

Marge Simpsons kontert Trump-Beraterin
Eine Beraterin des US-Präsidentin hatte Marge Simpson mit der demokratischen Vize-Kandidatin Kamala Harris verglichen. Die Zeichentrickfigur wehrt sich in einem Video.
Die Presse

Fußball
Zwar nur ein Testspiel, aber Dortmund schoss Austria Wien mit 11:2 ab
Borussia Dortmund hat sein Trainingslager in Bad Ragaz (Schweiz) am Sonntag mit einem weiteren Kantersieg abgeschlossen.
Oberösterreichische Nachrichten

 

Austria-Fan und Opernsänger G.G. hat Borussia Dortmunds Mannschaftsbus gestern auf der Schweizer Autobahn überholt. Leichte Genugtuung – immerhin. Wenngleich, das 2:11  bleibt bestehen!

Es geht also noch ärger als 2:8. Die Wiener Austria toppt das locker: 2:11 gegen Borussia Dortmund. Gewiss, es war nur ein Traingsspiel – aber eine Blamage ist es trotzdem! Und das Traurige an der Sache: Für die österreichische Gurkenliga reicht eine derartige Truppe allemal!

Starten Sie gut in die Woche!

A.C.

 

 

Diese Seite drucken