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17. APRIL 2020 (Freitag)

17.04.2020 | Tageskommentar

Anja Silja wird heute 80!

Durch die Intensität ihrer Rollengestaltungen hat sie naturgemäß auch immer polarisiert, ihr weißes, sehr helles Timbre gefiel nicht allen. Anja Silja musste man immer auch spielen sehen, sonst war der Eindruck nicht komplett.

Sommereggers Klassikwelt 31: Happy Birthday, Anja Silja!
Heute, am 17. April 2020, feiert die weltberühmte Sopranistin Anja Silja ihren 80. Geburtstag. Man will gar nicht glauben, dass diese phänomenale Künstlerin den Jahren nach nun eine alte Frau ist. Wie gesagt, den Jahren nach. Ich hatte das Glück, vor einigen Wochen ein langes Gespräch mit der Sängerin führen zu können, ihre Präsenz, Konzentriertheit und ungebrochene Neugier straft ihr Lebensalter Lügen.
Peter Sommeregger berichtet aus Berlin
Klassik-begeistert

Silja heute auf BR-Klassik. Ein schöner Beitrag

https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/anja-silja-wird-80-geburtstag-portrait-100.html

Sendung: Allegro am 17. April 2020 ab 6.05 Uhr und in den Klassikstars am 17. April 2020 ab 18.05 Uhr auf BR-KLASSIK

Interview von Klaus Billand:  Anja SILJA – heute macht jede Klitsche den „Ring“

Auch Siegfried JERUSALEM wird heute 80!

 

SIEGFRIED JERUSALEM WIRD 80
Wir gratulieren Siegfried Jerusalem zu seinem Geburtstag, der sich am heutigen Freitag zum 80. Mal jährt. Jerusalem ist seinem Publikum insbesondere als Wagner-Tenor bekannt . In Bayreuth sang er – ausgenommen „Tannhäuser“ – alle großen Heldenpartien seines Faches. In unserer Klassithek finden Sie eine Themenreihe mit einigen seiner größten Auftritte in Bayreuth.

Zur Themenreihe

Salzburger Festspiele werden nicht Mitte Juli eröffnet
In Salzburg klammert man sich an die Hoffnung, zumindest im August ein Mini-Festival veranstalten zu können.
Kurier

Die Salzburger Festspiele werden vermutlich heuer gar nicht eröffnet, nicht einmal ein Wunder könnte sie retten. Jetzt, wo im Nachbarland Deutschland sämtliche Großveranstaltungen vorerst bis zum 31. August abgesagt sind, wird wohl auch in Salzburg niemand ein Wunder verantworten. Selbiges gilt übrigens auch für Bregenz. Ein ganz wichtiges Argument: Die zahlungskräftigen Gäste sind für heuer abzuschreiben, wozu dann ein „Pleite-Festival“ zum Jubiläum?

Nun ist wohl Zeit, auch beim Online-Merker über einen Strategiewechsel nachzudenken, die wichtigsten Meldungen spielen sich ohnedies bereits „Unter’m Strich“ ab.

Aber auch unter unseres Staatslenkern wird ein Strategiewechsel nötig sein. Sind wir etwa weltweit falsch abgebogen? Hat ein Staat den anderen kopiert?  Manche Nationen sind nicht ganz so weit gegangen wie die Vorzugsschüler bei uns. Der Weg zurück wird immer schwieriger, je weiter man bereits gegangen ist!

Kein Geld, keine Hoffnung: Die Kultur wird in der Corona-Krise schamlos im Stich gelassen
Für den Kulturbetrieb artet der Corona-Ausnahmezustand zunehmend in eine Katastrophe aus. Leider lässt die Politik einen Großteil der Branche links liegen und sendet auch keine Signale, dass sich daran bald etwas ändert.
Der Stern

Abgesagte Großveranstaltungen – das wäre das Ende der Kulturnation Deutschland, wie wir sie kennen
Die Welt.de

NEU

Wir sind viele und fordern Mitsprache! – Wolfgang Ablinger-Sperrhacke

ZUM VIDEO etwa 30 Minuten

Deutschland: Widerstand ist das Minimum

 

Was am 15. April in Berlin passiert ist, ist nichts weniger als ein Skandal. Da verkündet Bundeskanzlerin Angela Merkel quasi en passant, dass das Aufführungsverbot bis Ende August bestehen bleibt. Ein Nebensatz. Unter all den „wirklich wichtigen Problemen“. Die Kulturlandschaft wird lahmgelegt. Hier haben auf breiter Front alle versagt. Eine Polemik…

…Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht von einem „zerbrechlichen Zwischenerfolg“. Allmählich reicht es. Von 83 Millionen Deutschen sind rund 132.000 Menschen nach offiziellen Zahlen am 15. April am Virus erkrankt, mehr als die Hälfte ist inzwischen wieder genesen. Die Verdoppelungszeit ist inzwischen über einen Monat hinausgewachsen. Ein Monat! In Deutschlands Krankenhäusern stehen zehntausende Betten leer, die erste Klinikgruppe will Kurzarbeit anmelden, weil die Patienten ausbleiben. „Zerbrechlicher Zwischenerfolg“? Mag sein. Aber was in Sachen Kultur abläuft, ist eine Farce. Es gibt keinen, gar keinen Grund für Aufführungsverbote, die die Kultur gleich mal als Arbeitsverbote interpretiert hat…

Zu O-TON/ Michael S. Zerban

„Streams, Streams, überall Streams“. In unseren Kreisen wohl das Wort des Jahres – neben „Corona“

HEUTIGE STREAMS

Die Metropolitan Opera streamt heute jene MADAMA BUTTERFLY aus 2009, die uns an der Wiener Staatsoper – etwas „renoviert“  und frisch lackiert – als Neuproduktion angekündigt werden soll.

Da der Stream wegen der Zeitverschiebung erst gegen Mitternacht beginnt, schauen Sie besser morgen! (Heute ist Comte Ory)

www.metopera.org

HEUTE  Stream aus Sofia: PARSIFAL. Der Stream bleibt bis Samstag 15 h online! Dann folgen ab 16 h Cavalleria und Bajazzo

Starring: Kostadin Andreev, Radostina Nikolaeva, Angel Hristov, Atanas Mladenov, Biser Georgiev, Peter Buchkov, Hrisimir Damyanov, Stefan Vladimirov and others.
Conductor: Konstantin Trinks
Director: Plamen Kartaloff
Musical preparation: Richard Trimborn
https://m.youtube.com/watch?feature=share&v=OL_XCo2oAVo

Zur Kritik von Dr. Klaus Billand: https://onlinemerker.com/sofia-oper-parsifal-bulgarische-erstauffuehrung-detaillierter-bericht/

Online-Spielplan brachte Wiener Staatsoper 190.000 neue Kunden
Die Wiener Staatsoper hat in den vergangenen Jahren ein umfangreiches digitales Angebot aufgebaut, mit dem sie Opernfans in der ganzen Welt erreichte.
Verantwortlich dafür war der Kultur-und Musikmanager Christopher Widauer. Was er als Head of Digital Development initiierte und umsetzte, kommt in der Coronakrise dem Haus am Ring nun besonders zugute.
Volksblatt

Sind 190 000 nun relativ viel oder relativ wenig Besucher. Die Wiener Staatsoper ist es, die das Wort „weltweit“ verwendet. Mittlerweile sind wir wohl alle zu Stream-Experten geworden, die meisten der angebotenen Streams funktionieren tadellos. Jene der Wiener Staatsoper machen zeitweise „Mucken“, was viele unserer Leser bestätigen. Sie sind auch die am höchsten technologisierten. Vielleicht könnte man eine „Version Leicht“ und eine „Version High Tech“ anbieten. Es ist klar, ein Ferrari braucht mehr Wartung als eine normale Karre und steht viel öfter in der Box. Wissen Sie übrigens, dass die Mindestanforderung zu einem Ferrari-Mechaniker Diplomingenieur ist? Ich will aber keinen Ferrari, mir genügt ein Mitsubishi für die Fahrt von Wien nach Mauerbach und zurück, wie mir auch ein „Stream Leicht“ genügen würde.
Irgendwann in den nächsten Wochen werde ich ein Gespräch in der Staatsoper haben und dieses Thema ansprechen.

Millioneninteresse an Klassik-Videoangeboten im Netz
Ohne Livekonzerte weicht der Klassikfan derzeit auf Radio und Internet aus, um in den Genuss der Musik zu kommen. Vor allem Videoformate erfreuen sich großer Beliebtheit.
https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/musikuebertragungen-sehr

NEU IN UNSEREN INTERVIEWS
Interview mit Matthias Schorn, Soloklarinettist der  Wiener Philharmoniker und des Orchesters der Wiener Staatsoper

„5 Bälle gleichzeitig in der Luft halten“

Copyright: MuTh

Bedingt durch die Pandemiekrise muss unser Interview knapp nach Ostern  „von Home Office to Home Office“ stattfinden. Dank an die Pressesprecherin des „MuTh“ im Augarten, Katharina Schicht, welche die Mailverbindung hergestellt hat! Welche Vorstellung war Ihr letzter „Operndienst“ an der Wiener Staatsoper, was war Ihr letztes „Philharmonisches“ vor der Pandemiesperre?

ZUM INTERVIEW  Matthias Schorn / Karl Masek

ZWEI PODCAST

GÜNTHER GROISSBÖCK AM KLAVIER: TRISTAN UND ISOLDE

Günther Groissböck daheim.

Untenstehenden Link anklicken

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Anbei ein wirklich gutes Zeichen für alle Künstler von Julian Rachlin.   Wir müssen alle zusammen durchhalten.

Julian Rachlin

Video

Gut, bloß wie lange?

Tenor Piotr Beczala sieht Kulturszene durch Coronavirus bedroht
Der polnische Startenor Piotr Beczala sieht einen Teil der Kulturszene durch die Ausbreitung des Coronavirus bedroht. Beczala macht sich dabei weniger Sorgen um die großen Opernhäuser, an denen er singt. Doch wenn er an die vielen kleinen Festivals und Ensembles denkt, wird ihm bange.
Neue Musikzeitung/nmz.de

Max ist schuld • Sibylle Kuhne und Bernd Weikl im Dialog

„Max ist schuld oder: Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung“ ist eine autobiographisch inspirierte Novelle von Bernd Weikl. Entsprechend den öffentlichen Lesungen wird auch diese Aufnahme ergänzt durch musikalische Auszüge aus dem Liederzyklus „Winterreise“ von Franz Schubert.
Den Vortrag dazu hat Bernd Weikl im Mahlersaal der Staatsoper gehalten. Dr. Dänemark hat damals, im Juni 2018, mit ihm gelesen.
Hier ist es ein YouTube geworden. Eine bekannte Schauspielerin liest mit Bernd Weikl.

ZUM VIDEO

Österreich
24 Prozent der Betriebe vor Pleite

Ein Viertel der heimischen Unternehmen hat nur noch für vier Wochen Geld. Kurzarbeit ist größtes Sorgenkind, viele erkennen in der Krise die Bedeutung der Digitalisierung.
https://www.diepresse.com/5801247/24-prozent-der-betriebe-vor-pleite

Das macht mir im Moment große Sorgen, obwohl ich nicht direkt betroffen bin. Aber ich weiß, welch finanzieller Trapezakt so eine Firma sein kann. Ich habe geradezu immer unverschämtes Glück gehabt, immer, wenn ich es gebraucht habe. Aber das Glück ist ein Vogerl.

Sex im Fauteuil, mit und ohne Pandemie
Kein Möbelstück wird in der Coronakrise so beschworen wie das Sofa: Warum persischer Sitzkomfort nach Europa kam, das Lotterbett ausstarb und Freuds Couch keine war. Kleine Sprach- und Kulturgeschichte eines Sitzmöbels.
https://www.diepresse.com/5800920/sex-im-fauteuil-mit-und-ohne-pandemie

Fußball Österreich
Ex-Rapidler Dober: Auf Amateurfußball wird gesch…
https://www.krone.at/2137286

Der Fußball in unserer Bundesliga geht weiter – ohne Zuschauer. Mein Verein, Admira-Wacker, ist das ja gewöhnt. Aber Rapid zum Beispiel?

Zumindest wird der Meister, der Absteiger und die Teilnehmer an den Europäischen Pokalbewerben nicht auf dem grünen Tisch festgelegt!

Ganz arg trifft es den Amateurfußball. Die Meisterschaft wird österreichweit abgebrochen, es gibt keine Aufsteiger und auch keine Absteiger!

Das ist hart, auch ich habe früher in eine Meisterschaft Schilling-Millionen investiert. Eine Fehlinvestitionen hätte sowohl Verein als auch mich ruiniert.

Dabei hätte ich schon einen Weg einer sportlichen Lösung gewusst – aber ich habe meine Idee bewusst gut versteckt. Im Wiener Fußball-Unterhaus sympathisiere ich mit einem Verein, den ich quasi mitgegründet habe. Nun ist dieser Verein durch Fehlplanungen und wohl auch etwas Pech derzeit „Stockletzter“ einer Liga. Im Winter war ich bei einer Krisensitzung zwecks Rettung vor dem Abstieg. Meine Expertise: Hoffnungslos, jeder in diese verkorkste Saison investierte Euro ist hinausgeworfenes Geld.  Wir steigen ab, das ist die beste Lösung (obwohl ich noch nie im Fußball abgestiegen bin).

Nun kam Corona und der Abbruch der Meisterschaft. Um auch hier eine sportliche Entscheidung herbeizuführen, würde mein Vorschlag lauten, den jeweils aktuell Führenden einer Liga gegen den aktuell Letzen der nächsthöheren Liga Qualifikation (nur ein Spiel auf neutralem Boden) spielen zu lassen.

Gustav Gans

Da mir aber klar ist, dass „mein“ Verein gegen den Führenden der Klasse darunter nicht den Funken einer Chance hätte, habe ich meinen Mund gehalten! So hilft mir Corona, auch diesmal nicht abzusteigen. So etwas hat es noch nie gegeben, nicht einmal seinerzeit bei Tschernobyl. Freunde sagen „Gustav Gans“ zu mir – soferne sie Micky Mouse gelesen haben!

Viel Glück heute – und Erleuchtung für alle, die sie nötig haben!

A.C.

 

 

 

 

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