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16. SEPTEMBER 2020 – Mittwoch

16.09.2020 | Tageskommentar

Wien/ Staatsoper: Das Debüt von Pretty Yende wurde nicht zuletzt durch die Corona-Fälle etwas gebremst. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

…Die Attraktion war ohne Zweifel die Adina der Pretty Yende: In Wien sorgte vor zehn Jahren der Gewinn des Belvedere – Wettbewerb für einen wesentlichen Karriereschub, der danach gewonnene Operalia-Wettbewerb sorgte für den Rest, seitdem brummt das Geschäft. Je höher die Phrase oder die Koloratur, desto mehr blitzt es stimmlich auf bei der attraktiven, schwarzen Mittdreißigerin aus Südafrika.

Trotz guter Einzelleistungen: Der Abend blieb unter den Erwartungen, erst der Schlussapplaus war herzlicher, die Sitzreihen wiesen – unabhängig von der schon verminderten Corona-Bestuhlung – teilweise erhebliche Lücken auf und die Stehplätze vor den Seitenwänden der Galerie sind bestenfalls als Hörplätze zu bezeichnen.

Zum Bericht von Peter Skorepa

Wien/ Staatsoper
Corona-Feuer am Operndach
Cluster rund um private Musik-Uni weitete sich aus, sieben Personen an der Staatsoper betroffen.
Wiener Zeitung

Wien/ Staatsoper: „Liebestrank mit Corona-Spuren
Zu Umbesetzungen aufgrund einer Corona-Erkrankung und der Isolierung von Kontaktpersonen kam es bei der Staatsopern-Aufführung von „L’elisir d’amore“.
http://www.diepresse.com/5867491/staatsoper-liebestrank-mit-corona-spuren

Gestern bei Domingo war die Staatsoper etwas besser besucht. Foto: Fritz Krammer

Kritik „Simon Boccanegra“ (12.9.) online. Musiktheater der Konvention – noch zukunftsfähig?!

Klaus Billand hat seine Kritik online gestellt

Zum Bericht von Klaus Billand

Zum Corona-Fall und dessen Folgen

Gestern warf ich die Frage auf, wie denn die Autodafe-Szene in „Don Carlos“ demnächst gelöst wird (der König zieht ja im Konwitschny-Original mit Gefolge durch das Foyer und den Zuschauerraum zur Ketzerverbrennung). Unser Leser Hubert Partl ist diesbezüglich fündig geworden: Ich habe bereits irgendwo gelesen (sorry, ich weiß nicht mehr wo, es war aber ein Interview oder ein Bericht aus der Staatsoper), dass – im Einvernehmen mit Konwitschny – der Ketzerzug durch die Foyers der Staatsoper bereits an einem Vormittag auf Video aufgenommen wurde und dass in den Aufführungen dann während der Pause nur dieses Video (ich vermute, auf der Bühne und/oder vielleicht auch auf Monitoren) gezeigt werden wird, weil ein Kontakt zwischen den Komparsen der roten Gruppe (wöchentlich getestet) und dem Publikum (ungetestet) nicht erlaubt ist.

Wie aber kam es zu der für die Wiener Staatsoper heiklen und gefährlichen Situation?

Mein Argument, dass sich in Theatern kaum wer infiziert und die beamteten Coronajäger am Donaukanal und in den Fußgängerzonen walten sollten, kann ich mir vorerst  an den Hut stecken. Ich habe nicht mit der Dummheit von „Freundeskreisen“ gerechnet. Tatsächlich waren unter den 61 Besuchern der „Lustigen Witwe“ in der Gumpendorferstraße fast auschließlich Freunde und Familienmitglieder des Bühnenpersonals und diese waren der Meinung, mit den Bühnenmenschen in Kontakt treten zu müssen – wohl auch als Beweis, dass sie der Einladung auch Folge geleistet haben. Die peinliche „Abschleckerei“ in Künstlerkreisen ging diesmal voll ins Auge und wird sich zumindest argumentiv noch als Bärendienst an der Sache erweisen.

Zu beobachten wäre noch das Geschehen vor dem Bühnentürl der Staatsoper. In Zeiten wie diesen sollte man auf derart unnötige Kontakte verzichten.  Die Sänger können sich meist vor Zudringlichkeiten nicht wehren – oder müssen sie Leibwächter engagieren? Angeblich ist das aber ohnedies nur in Wien ein Problem.

Corona trifft die Opernszene
Eine Operettenpremiere von Musikstudenten zieht 46 Infektionen nach sich – auch in der Staatsoper. Das Virus wurde vermutlich beim Plaudern vor und nach der Aufführung übertragen.
https://www.diepresse.com/5867791/corona-trifft-die-opernszene

Covid-Cluster an Wiener Privatuniversität für Musik und Kunst
Eine Opernproduktion Studierender sorgte für 46 Covid-Fälle in Wien – Theater bleiben trotz Ampelfarbe Orange geöffnet
Der Standard

Österreich: Sieben Regionen ab Mittwoch orange, trotzdem keine neuen Einschränkungen
Wien, Innsbruck, Bludenz, Dornbirn, Neunkirchen, Mödling und Kufstein steigen um eine Sicherheitsstufe. Was das bedeutet.
Kurier

Angeblich soll der Kanzler aber bereits auf die Bremse steigen und die Entscheidungen zur Regierungssache (somit eigentlich zur Chefsache) machen.

Kurz dreht die Corona-Ampel de facto ab
Nach Chaos um Ampelreglement zog der Bundeskanzler die Reißleine: Die Ampel hat künftig nur noch Orientierungsfunktion.
Kurier

Das bestreitet zwar der Gesundheitsminister, bestätigt aber, dass es gar nicht anders geht, als Politiker und nicht aus gutem Grund anonym bleiben wollende Experten entscheiden zu lassen. Also ist die „Ampel“ eine Empfehlung.

WIEN/ THEATER IM PARK: „Hauser, Jaus, Niavarani & Swobodas Philharmonisches Quartett: Das kenn ich – was ist das? oder: Wozu die ganze Kunst?“ im Theater im Park

Das kenn ich – was ist das? oder Wozu die ganze Kunst? Eine komödiantisch-theatralisch-philharmonische Suche nach dem Trost der Kunst.

Sigrid Hauser. Foto: Jan Frankl

am Sa, 19.9. um 19:30 und So, 20.9. um 15:30 statt

KARTEN KAUFEN

Edita Gruberova: Doch noch zwei Auftritte

Unser Leser Hubert Partl hat  eine Meldung gefunden, dass Gruberova doch noch zwei Mal singen will: Einmal die slowakische Hymne bei einer privaten Feier, und einmal Roberto Devereux im kleinen Stadttheater von Kosice.

https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/edita-gruberova-beendet-zum-jahresende-karriere-100.html

Mailand
Scala-Intendant Meyer macht Druck für mehr Zuschauer
Salzburger Nachrichten

Frankfurt
Wahre Liebe auf der Bühne

Liviu Holender. Foto: Youtube

Liviu Holender
und Adriana Gonzalez sind nicht nur in der „Hochzeit des Figaro“ ein Paar, sondern auch privat – und dürfen an der Frankfurter Oper eine Nähe zeigen, die sonst strikt untersagt ist.
Frankfurter Rundschau

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Asmik Grigorian präsentiert das „SALOME“-Video

 

ZU FACEBOOK

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JONAS KAUFMANN: Sein neues Auto?

 

Nein, das Foto ist 4 Wochen alt und ein PR-Foto für BMW in Budapest.

ZU INSTAGRAM

Berlin/ Hamburg
HH: Unentschieden im Ariadne-Derby zwischen der Lindenoper und der Staatsoper Hamburg
Na also, geht doch: Oper trotz Corona. Ein großartiger Saisonstart in der Lindenoper! Wozu braucht man eine Premiere zur Saisoneröffnung, wenn man diese wunderbare Aufführung mit diesem genialen Dirigenten haben kann? Non molto agitato, ma eccellente, diese Vorstellung.
Von Johannes Fischer
Klassik-begeistert

Deutschland
DOV fordert – 50 Prozent der Plätze in Konzertsälen belegen
Planungssicherheit für Veranstalter
BR-Klassik.de

Berlin
Rechtsstreit um Grundstück an der Komischen Oper
Jetzt muss Karlsruhe entscheiden
Tagesspiegel

Schau dir „Giuseppe GIACOMINI – Nessun dorma (Moscow. 1989) + bis after 5 minute storm of applause“ auf YouTube an

Viele werden Giacomini noch live gehört haben.. Ein Sänger, der sich nie in den Vordergrund gedrängt hat.

 

ZUM VIDEO

7.9. Giuseppe GIACOMINI wird 80

 

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Kriegsfilme sind ein Genre, das aus dem amerikanischen Kino nicht wegzudenken ist. Wenngleich die Heldenepen, in denen John Wayne oder Sylvester Stallone den Eindruck erweckten, den Vietnam-Krieg gewonnen zu haben, längst aussortiert wurden, scheint es Themen zu geben, die den Amerikanern unter den Fingernägeln brennen. An Kriegsschauplätzen fehlt es nicht, besonders lange haben sie sich zuletzt in Afghanistan umgetan. Und da begab sich am 3. Oktober 2009 etwas, was als „die Schlacht von Kamdesh“ in die Annalen der amerikanischen Kriegsgeschichte eingegangen ist.

Basierend auf dem Originalbericht „The Outpost: An Untold Story of American Valor“ von Jake Tapper hat Regisseur Rod Lurie diese Geschichte nacherzählt, er selbst ist ein Absolvent des legendären Militärakademie von West Point, weiß also, wovon er redet bzw. was er zeigt.. Der Zuschauer kommt zu Beginn mit vier Soldaten – Clint Romesha (Scott Eastwood), Justin Gallegos (Jacob Scipio), Michael Scusa (Scott Alda Coffey) und Josh Kirk (Jack Kesy) – in dem von Captain Keating (Orlando Bloom) geführten Militärcamp „Combat Outpost Keating“ im Hindukusch an. Das Lager könnte nicht schlechter liegen – am Ende sagt einer der Verantwortlichen das Richtige, nämlich dass es von Anfang an „a shithole“ war, in Nuristan, dem Nordosten des Landes, nahe der pakistanischen Grenze, eingekreist von drei Bergmassiven, mitten im Taliban-Gebiet.

Ob der Auftrag der im Endeffekt 54 hier stationierten Soldaten wirklich nur in der „Operation Enduring Freedom“ bestand, der heimischen Bevölkerung das Glück amerikanischer Entwicklungshilfe zu geben – man sieht genügend Szenen zwischen den Amerikanern und den einheimischen Männern, die auch dann höchst misstrauisch sind, wenn man ihnen Dollarbündel hinhält, mit denen sie eine Schule bauen sollen (andererseits wollen sie noch mehr Geld lukrieren, indem sie den Soldaten ein totes Mädchen hinlegen, behaupten, die Amerikaner wären an deren Tod schuld und finanzielle Ablöse verlangen…)…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Österreich: NESTROY Preis 2020: Die Nominierungen

Die NESTROY-Verleihung 2020 findet am 4. Oktober 2020, ab 21.25 Uhr in ORF III als großes TV-Event statt. 35 Nominierte und zwei bereits fixierte PreisträgerInnen in 13 Kategorien stehen im Mittelpunkt des vorab aufgezeichneten 21. NESTROY-Abends. Erstmals wird der BÜHNE-Sonderpreis Nestroy 2020 überreicht. Durchs Programm führen Stefanie Reinsperger, Philipp Hochmair und Peter Fässlacher.

 

 

Wien (OTS) – Lebenswerk: Christoph Marthaler

Bestes Stück – Autorenpreis: Elfriede Jelinek für „Schwarzwasser“, Uraufführung, Akademietheater 

Die Liste der Nominierten finden Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“

Vorwürfe gegen ÖFB-Ass
Wilder Vertragspoker: Alaba-Image bekommt Kratzer

Piranha
https://www.krone.at/2230365

Als David Alaba als Nachwuchskicker noch bei Aspern gespielt hat, traf ich als Schiedsrichter auf George Alaba. George Alaba ist der Vater von David  und hat bereits damals für seine Versorgung gekämpft wie ein Löwe. Er war damals als Zuschauer zumindest ebenso auffällig wie sein Spross auf dem Spielfeld, mit den Unterschied freilich, dass der Junior positiv aufgefallen ist. Bei jedem Zweikampf, an dem sein Sohn beteiligt war, vermutete Herr George eine Attacke gegen Leib und Leben. Das machen zwar so ziemlich alle Fußball-Väter und natürlich auch die Mütter) , nur werden die Söhne zu 99,9 % nicht zur Alterversorgung. George Alaba ist seit vielen Jahren auch der Manager seines Sohnes (nun hat er sich Verstärkung an Bord geholt) und Bayern-Legende Ulli Hoeness vergleicht die Alaba-Berater mit Piranhas.

Nachdem ich damals den Herrn George kennengelernt habe, bin ich geneigt, Herrn Hoeness zu glauben!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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