Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

16. OKTOBER 2021 – Samstag

16.10.2021 | Tageskommentar

HEUTE „Peter Grimes“ im Theater an der Wien. Foto: Monika Rittershaus für Theater an der Wien

Christof Loy: Seelenstrip statt Seemannsgarn
Mit seinem „Peter Grimes“ am Theater an der Wien blickt Christof Loy tief in die Psyche eines Außenseiters.
https://www.diepresse.com/6046698/christof-loy-seelenstrip-statt-seemannsgarn

WIENER STAATSBALLETT: Premiere am 14. November auch als STREAM

im siebten himmel
Martin Schläpfer / Marco Goecke (Uraufführung) / George Balanchine

Copyright: Peter Mayr

Premiere 14. November 2021, 19 Uhr, Wiener Staatsoper
Weitere Vorstellungen 18., 20., 25., 27., 29. November, 4., 9. Dezember 2021
Werkeinführung jeweils eine ½ Stunde vor Vorstellungsbeginn im Gustav Mahler-Saal

Die Vorstellung ist auch als Stream zu erleben. So erfahren wir „zizerlweise“, was als Stream geplant ist. Viel ist es nicht. Bei Dominique Meyer wurde mit den Streams vielleicht etwas übertrieben (wobei das mir persönlich wirklich gelegen kam, denn abends ist die Redaktionsarbeit auf dem Höhepunkt und da kann ich keine Zeit für Opernbesuche erübrigen), aber die derzeit auferlegte Bescheidenheit ist in anderer Richtung zu viel.

INSTAG(K)RAMEREIEN -gefunden von Fritz Krammer

MOSKAU: TOSCA. Moderne Bühne, gute Kostüme


Murat Karahan, Anna Netrebko.

ZU INSTAGRAM mit einigen Szenenfotos

ZU INSTAGRAM – weitere Tosca-Fotos

MOSKAU: TOSCA. Netrebko kann auch TOSCA – wenn das Ambiente stimmt

ZU INSTAGRAM mit Video – Schluss-Szene

Gestern gelungene Operettenpremiere in Linz: DER GRAF VON LUXEMBURG

Matjaz Stopinsek und Ensemble. Foto: Barbara Palffy für Landestheater

...Die Inszenierung des aktuellen Lehár-Festival-Chefs Thomas Enzinger beläßt das Werk in der ursprünglichen Zeit und am Schauplatz Paris. In der – wohl berechtigten – Annahme, daß die Grundidee mit dem notwendigen „ranggestuften Hochheiraten“ dem Großteil des heutigen Publikums nichts sagt, wurden kleine Änderungen in der sozialen bzw. beruflichen Position der Angèle eingeführt. Der zweite Akt wurde in dieser Intention noch etwas ausgebaut (durch zwei Einlagen aus Lehárs „Clo-Clo“ von 1924) und wird durch die Pause geteilt – wir sehen also eine bislang so nicht bekannte Version des Werkes. In diesem Sinne wurden auch, durchaus behutsame, Textänderungen vorgenommen – Dramaturgie Magdalena Hoisbauer und Anna Maria Jurisch. Einziger heftiger, wenn auch sehr witziger, Anachronismus ist ein „Polka-Rap“ (samt Falco-Anklängen) des Basil gegen Ende des 2. Aktes. Das Gesamtresultat ist jedenfalls sehr unterhaltsam und vermeidet Längen – obwohl die Aufführungsdauer incl. Pause 2 h 45 min beträgt…

Zum Premierenbericht von Petra und Helmut Huber

Wiener Opernsänger „sang“ Juwelier-Killer in die Flucht
Exakt vor einem Jahr wurde ein Juwelier in Wien hingerichtet. Stunden zuvor soll der Täter einen Sänger überfallen haben, der sang ihn in die Flucht.
Heute.at

Ich habe keine Ahnung, wer der angeblich auch an der Staatsoper tätig gewesene Barde ist, deshalb kann ich auch niemand beleidigen. Ganze  Opernhäuser leer zu singen, das haben Sänger bereits geschafft, einen tatsächlichen Mörder (natürlich gilt die Unschuldsvermutung) in die Flucht zu plärren, das ist schon eine andere Qualität!

Leser Martin K.: Zu dem heute im Merker angeschnittenen Thema, kann ich eine Begebenheit beisteuern. Meine schon verstorbene Tante Charlotte Hildebrandt war ausgebildete Opernsängerin und wurde im hohen Alter in ihrer Villa in Karlsruhe-Durlach überfallen. Der Täter kam in der Nacht über die Terrassentüre ins Wohnzimmer. Sie saß vor dem Fernseher. Er nahm das Kabel einer Tischlampe, näherte sich ihr von hinten. Als sie ihn bemerkte, schrie sie laut auf. Er lief davon. Ein Nachbar, der mit seinem Hund unterwegs war, sah den Mann über die Gartenhecke klettern, hielt ihn mit seinem Hund fest und rief die Polizei. Der Täter war ein gesuchter Vergewaltiger, der schon etliche Mal in Seniorinnenheime einbrach. Meine Tante wurde dann in eine TV-Talkshow geladen und beantwortete die Frage, wie es möglich war, dass sie so laut schrie, dass sie dadurch den Mann in die Flucht schlug, mit dem Satz „Ich bin ja ausgebildete Opernsängerin! Das war ein Walkürenschrei!“ Großes Auflachen beim Saalpublikum. Lerne: eine klassisch (!) ausgebildete Stimme ist nicht nur auf der Opernbühne vorteilhaft einsetzbar. 

Berlin
Ein Klavierabend der besonderen Art: Alessandro Deljavan begeistert in Berlin
Immer wieder kommt einem das Wort „Löwenpranke“ in den Sinn. Über eine solche hat Liszt zweifellos verfügt. Alessandro Deljavan nimmt diese Herausforderung an und kann mit hoch konzentriertem, auswendigem Spiel beeindrucken und überzeugen. Ein begeistertes Publikum spendet ihm reichlichen, verdienten Beifall.
Von Peter Sommeregger
Klassik.begeistert.de

Welch glückliche Fügung, erst gestern haben wir ein Interviev mit Alessandro Deljavan (geführt von Stefan Pieper) online gestellt.
ZUM INTERVIEW

Sechster Sinn – Mythos oder real?
Gefunden von TTT
Die fünf Sinne: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten bezeichnen die fünf Sinne des Menschen. Der sechste Sinn ist eine reale oder vermeintliche Fähigkeit, Dinge darüber hinaus wahrzunehmen, die mit diesen fünf Sinnen weder greifbar noch nachvollziehbar sind, sich aber scheinbar, angeblich oder wirklich als wahr heraus stellen.
Allerdings kommen zu den fünf Sinnen noch weitere hinzu: Der Sinn für Temperatur, der Gleichgewichtssinn, die Schmerzempfindung, und die Tiefenempfindung.
Der sechste Sinn
Zum „sechsten Sinn“ gehören Vorahnungen und ein Gespür für Stimmungen, die sich im nach hinein real oder vermeintlich als wahr heraus stellen. Zum Beispiel spüren manche Mütter, dass es ihrem Kind schlecht geht, obwohl sie räumlich weit von dem Kind entfernt sind.
https://www.heilpraxisnet.de/themen/sechser-sinn/

München
150 Jahre Wagner-Verband München
Blick nach vorne – und in die Nazi-Vergangenheit
BR-Klassik.de

WIENER TASCHENOPER: KINDEROPER „JORINDE“. Premiere am 10.11. im MuTh-Konzertsaal

JORINDE
Kinderoper von Maria Gstättner nach einem Märchen der Brüder Grimm
Premiere | Uraufführung
Termine/Aufführungsort/Partner:
Premiere: Mittwoch, 10.11.2021, 18:00 Uhr – Premiere
Weitere Aufführungen: Sonntag, 14.11.2021, 11:00 Uhr und 16:00 Uhr
Aufführungsort: MuTh-Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Koproduziert von LANDESTHEATER LINZ | In Kooperation mit WIEN MODERN

WIEN/ THEATERMUSEUM: Figurentheatertage

 

das Theatermuseum  öffnet vom 4. bis 10. November zum erstem Mal seit 2013 wieder seine Pforten für Figurentheatertage. Faszinierende Puppenspielkunst, Lichtprojektionen, Tanz, Schattentheater, Zauberei und Musik werden die Besucher*innen des einwöchigen Festivals Stimmungen von Horror und Poesie, von Traurigkeit und Liebe, von Lust und Freude durchleben lassen.

Teaser zu den Figurentheatertagen 2021

https://bit.ly/Theatermuseum_Figurentheatertage_Teaser

Das Programm
https://bit.ly/Theatermuseum_Figurentheatertage_Presse
https://shop.khm.at/figurentheatertage/

Buchbesprechung

 

Alexander Bartl:
WALZER IN ZEITEN DER CHOLERA – Eine Seuche verändert die Welt
352 Seiten, Verlag HarperCollins, 2021 

Als der Journalist Alexander Bartl seine Recherchen zum Thema Cholera in Wien begann, war von Covid noch nicht die Rede. Im Laufe der Arbeit erwies sich, was niemand je für möglich gehalten hätte, nämlich dass Seuchen kein überwundenes Problem sind.

 Dabei zeigten sich auch erstaunliche Parallelen zwischen dem 19. Jahrhundert und heute. Auch damals gab es „Cholera-Leugner“, auch damals wurde versucht, die Informationen über die Ereignisse zu manipulieren, auch damals schon äußerten sich anonyme Leserbriefschreiber in den Zeitungen gehässig in alle Richtungen. Alexander Bartl erklärt das damit, dass sich in hochemotionalen Zeiten der Verstand zurückzieht und Instinkte hervorbrechen…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Monica Klaus  SOPHIE VON ERLACH


Eine Schweizerin und Preußin
264 Seiten, Böhlau Verlag, 2021 

Die Schweiz und Preußen – das sind zwei Begriffe, die man nicht unbedingt nebeneinander denken würde. Aber tatsächlich hatte Preußen auch noch nach dem Wiener Kongreß einige Besitzungen am Bodensee, und die Hohenzollern holten sich die Erzieher ihrer Kinder gerne aus  der Schweiz. So wie Sophie von May, später verheiratete von Erlach (1819-1911), die zur Betreuung der Prinzessin Luise (1838-1929) nach Berlin kam.

Der Name Sophie von Erlach ist heute vergessen, bekannt geblieben ist allerdings ihr Enkel, der Romanist Ernst Robert Curtius. Sein Nachlaß befindet sich in der Universität Bonn, zusammen mit zahlreichen Dokumenten zu seiner Familiengeschichte. So, wie seine Großmutter Erzieherin der Prinzessin Luise war, so war sein Großvater Ernst Curtius (1814-1896) Erzieher von deren Bruder Friedrich (1831-1888). Die Kinder der beiden Erzieher haben später geheiratet…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Britischer Abgeordneter bei Messerangriff getötet: Der 69-jährige konservative Parlamentarier David Amess war bei einem Bürgergespräch angegriffen worden. Die Polizei stuft den tödlichen Angriff als Terrorakt ein. Der Fall erinnert an den Mord an der Labour-Abgeordneten Jo Cox im Jahr 2016 vor dem Brexit-Referendum.
    Zum Bericht
  • Der Finanzplatz London passt sich an den Brexit an: Der EU-Ausstieg hat die City durchgeschüttelt. Probleme bleiben, doch Grossbritannien sprüht vor Ideen, um die neue Freiheit zu nutzen. Im Februar haben London und Bern die Regulierung ihrer Börsenplätze als gleichwertig anerkannt. Das gab dem Handel an der Themse einen kleinen Schub.
    Zum Bericht
  • Tschechiens Regierungschef will Machtübergabe nicht blockieren: Vor einer Woche hat eine oppositionelle Koalition die Parlamentswahlen gewonnen. Der 67-jährige Multimilliardär und bisherige Ministerpräsident Andrej Babis will nun die Amtsgeschäfte übergeben und «hart, aber korrekt» in der Opposition agieren.
    Zum Bericht
  • Grösster Drogenfund Australiens in Schiffscontainer aus Malaysia: In ihrem bisher grössten Rauschgiftfund hat die australische Polizei 450 Kilogramm Heroin mit einem Strassenverkaufswert von rund 90 Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen. Bei der Polizeiaktion sei ein Mann aus Malaysia festgenommen worden.
    Zum Bericht

 

Vor 50 Jahren inszenierte der Schah von Persien die dekadenteste Party des Jahrhunderts – und die Schweiz sorgte für Verstimmung
Im Oktober 1971 richtete der Schah von Persien eine megalomane Feier mitten in der Wüste aus. Die Mächtigen der Welt waren begeistert. Die Schweiz haderte. Ein Blick zurück.
Neue Zürcher Zeitung

Israel erhöht Druck auf zweifach Geimpfte
Wegen hoher Infektionszahlen erhöht Israels Regierung in der Coronakrise den Druck auf zweifach geimpfte Personen.
Oberösterreichische Nachrichten

Aus der Geschichte kommen wir nicht so leicht raus, vor allem nicht ohne zuzugeben, dass wir auf viele Irrwege gedrängt wurden. Aber wer gibt schon gerne einen Fehler zu? Letztlich wird es sein wie beim Autoreifen-Dienst: Alle 6 Monate wird ein neuer Reifensatz aufgezogen, man muss zum Service bzw. in die Box.

. Fritz Krammer ergänzt: So ist es, mich hat die Stadt Wien für den 21.10.2021 – exakt nach 6 Monaten, zum 3. Stich „eingeladen“!

Beim Reifenservice ist das nicht gratis. Wird  das Impfservice gratis bleiben? Auch beim vierten, fünften und sechsten Stich?

Sketch über österreichische Innenpolitik: KULIS-KANZLER

Angeblich soll es auch unter Kurz-Fans vereinzelt Leute mit Humor geben. Auch an diese richtet sich die sehenswerte Parodie von Gernot Kulis

Wir können nicht einfach zur Seite treten…

Die Kurzschluss PK: Das Bundesministerium für Irreres mit einem offiziellen Statement zu den jüngsten Entwicklungen… 😊

Ihr Karl Schmähhammer

 

https://fb.watch/8F55ZVy-IR/

Haben Sie einen schönen Samstag. So ereignisreich wie der Samstag der vorigen Woche wird er wohl nicht sein! Aber warten wir ab! Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, aber auch nicht abhaken!

A.C.

 

Diese Seite drucken