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16. NOVEMBER 2020 – Montag

16.11.2020 | Tageskommentar

Wien: Verschiebung von Premieren während des Lockdowns

Ab Dienstag müssen auch die Galerien schließen. Burgtheater, Staatsoper und Volksoper müssen vier Premieren nachholen.

  • „Bunbury“ am 1.12. im Akademietheater
  • „Richard II:“ am 2.12. im Burgtheater
  • der Ballettabend „Mahler, Live“ am 4.12. in der Staatsoper
  • die Operette „Der Teufel auf Erden“ am 5.12. in der Volksoper.

Immerhin dürfen die Proben laut Verordnungsentwurf unter Einhaltung von Sicherheitskonzepten weiter stattfinden, so dass diese Premieren bald nach der Wieder-Freigabe von Veranstaltungen nachgeholt werden können. Bei den Bundestheater war laut Holding-Chef Christian Kircher der Vorverkauf für die erste Dezemberwoche vorsichtshalber nach Möglichkeit ohnedies bereits ausgesetzt gewesen.

Wien
Kultur-Lockdown: Diese Premieren müssen verschoben werden
Ab Dienstag müssen auch die Galerien schließen. Burgtheater, Staatsoper und Volksoper müssen vier Premieren nachholen.
Kurier

Die Situation für die Theaterleiter ist nicht einfach (allerdings wäre sie in ihren vorangegangenen Arbeitsstätten auch nicht einfach gewesen). Die Herrschaften haben Verträge und somit keinen finanziellen Schaden – wie sich übrigens auch jene glücklich schätzen dürfen, die in einem Ensemble Platz gefunden haben.

Der Unterschied vom Lockdown-light zum nunmehrigen harten Lockdown sind 6 Tage – das ist verkraftbar oder besser gesagt auch bereits egal. Ab 7. Dezember darf dann zumindest einige Wochen lang wieder gespielt werden. Die Frage ist, ob sich das Publikum eventuell langsam entwöhnt hat, gar so rosig wie in Zweckoptimismus verkündet war die Situation in den Wochen vor dem neuerlichen Lockdown ja auch nicht!

WIENER STAATSOPER NUN BIS EINSCHLIESSLICH 6. DEZEMBER GESCHLOSSEN. RÜCKABWICKLUNG DER FÜR DEN ZEITRAUM DES LOCKDOWNS GEKAUFTEN KARTEN

Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Aufgrund der aktuellen Verordnung der österreichischen Bundesregierung müssen alle Vorstellungen bis einschließlich 6. Dezember 2020 abgesagt werden.

Ihre Karten werden Ihnen selbstverständlich rückerstattet, sollten Sie Karten innerhalb eines Zyklus besitzen, werden Sie vom Abonnementbüro verständigt..

Sollten Sie Ihre Karten im Internet oder über das Bestellbüro der Wiener Staatsoper mit Kreditkarte oder Online-Überweisung bezahlt haben, erfolgt die Rückerstattung automatisch, Sie müssen uns nicht kontaktieren.

Für Fragen und Anliegen zu Rückerstattungen stehen Ihnen die Bundestheaterkassen, für Fragen zu den Themen Zyklus, Abonnement und Bestellungen das Service Center sowie für alle weiteren Fragen die Information der Wiener Staatsoper zur Verfügung.

Alle weiterführenden Informationen, sowie die exakten Öffnungszeiten und alle genauen Kontaktadressen erfahren Sie hier.

CULTURALL(ERLEI)

An Redaktion Online-Merker, Hallo Toni!

Elisabeth (Anm.d. Red.: Marksteiner) hat am 18. Oktober über Culturall  2 Karten für „Eugen Onegin“ am 6. November bestellt.  Als nach der Absage der Novembervorstellungen der Betrag von € 176,-  am 9.11. noch immer nicht abgebucht war, schrieb sie an Culturall, dass sie keine Rückerstattung der Karten benötigt, da sie ja noch nichts bezahlt hat.

Heute sieht sie bei Visaabrechnung, dass  Culturall  am 10.11. die €176,-   abgebucht hat!       Das heisst   4 Tage NACH  der nicht stattgefundenen Vorstellung!     Merkwürdig? Schlamperei?       Die arbeiten jetzt mit dem Geld, ich bin neugierig, wann sie das zurücküberweisen!

Cav. Michael Tanzler
AMICI DEL BELCANTO

PS (Anmerkung der Redaktion): So eine Rückabwicklung ist nicht einfach, viel und unnötige Arbeit für nichts und wieder nichts! Dieser Tage musste ich eine Blumensendung nach Armenien über Fleurop rückabwickeln lassen, nachdem durch äußere Umstände eine Lieferung nicht möglich war. Rückbezahlt (Angebot von Fleurop) sollten 50 % werden, weil ja durch die Administration Arbeit entstanden war. Das habe ich als ehemaliger Gewerbetreibender durchaus eingesehen. Wir haben dann allerdings eine andere Lösung gefunden – unkonventionell!

Im oben genannten Karten-Fall wurde freilich der Betrag lange nach der Absage (Nichtleistung) abgebucht!

Trotzdem, hoffentlich brauchen wir keine Rückabwicklungen mehr!

Leser melden sich bei mir und berichten, dass Culturall nach der Schließung der Theater noch Angebote für November erstellt hat! Offenbar ist Culturall nicht eben über den neuesten Stand der Situation informiert!

DIE WIENER PHILHARMONIKER IN JAPAN – FOTOSERIE

Gefunden von Dominik Troger

ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos

München/ Bayerische Staatsoper: Heute Montagsstück III – Zueignung
Kostenloser Stream
https://www.staatsoper.de/stueckinfo/montagsstueck-iii-zueignung/2020-11-16-20-15-1.html

Elīna Garanča: „Ich mache nichts Sinnloses“
In glücklicher familiärer Quarantäne bereitet sich die führende Mezzosopranistin Elīna Garanča auf ihr forderndes Wiener Wagner-Debüt vor. Ein Gespräch über den Hass zwischen den Religionen, die Hoffnung auf bessere Zeiten, Pläne für Wien und die neue CD
https://www.news.at/a/klassik-elina-garanca-ich-sinnloses-11743037

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Katia Ricciarelli lehrt den Hund Klavier spielen

 

ZU INSTAGRAM
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Martha Argerich gratuliert Daniel Barenboim zum 78er

ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos

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Anna Netrebko kocht – und postet das Sonntagsmenü

 

ZU INSTAGRAM mit weiteren Menü-Fotos

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Erinnerungen – gefunden von Christoph Karner

 

ZUM VIDEO

Georg Friedrich Händel: Giulio Cesare in Egitto, Theater St.Gallen, Vorstellung: 15.11.2020

Wer ein echter Operngeher ist, der reist dorthin, wo Vorstellungen stattfinden können. Jan Krobot aus Zürich hat den St. Gallener „Giulio Cesare“ bereits öfter als bloß einmal gesehen und berichtet.

 

 (4. Vorstellung seit der Premiere am 24.10.2020)

Fabio Ceresas quicklebendige Inszenierung von Händels 1724 in London aufgeführtem Meisterwerk bleibt auch bei wiederholtem Besuch absolut überzeugend. Massimo Cecchetto hat ihm dazu ein farbenfrohes, aus klassischen Kulissen bestehendes Bühnenbild geschaffen, das, in der Machart an die Appenzeller Scherenschnitte erinnernd, eine Art Zauberwald, hier wohl die Pflanzenwelt einer Oase zeigt. Das ist die Welt der Ägypter, deren wundervolle Kostüme von Giuseppe Palella an die Darstellungen auf den kürzlich in Ägypten entdeckten Sarkophagen erinnert…

Zum Bericht von Jan Krobot

Mir ist übrigens peinlich, dass durch die im Sommer bei uns eingeführte Strukturierung nun mindestens bin zum 8 Dezember die Rezension der letzten Staatsopern-Vorstellung vor der Theatersperre/Pause steht, so, als gäbe es keine Neuigkeiten.

Viele gibt es ja tatsächlich nicht, aber ich bemühe mich nach Kräften um ein Ersatzprogramm! Mehr Action bitte! Ein Ioan Holender mit griffigen Aussagen fehlt!

Rock/Pop: Andreas Gabalier rockt die Weihnachtszeit
Andreas Gabalier hat dieses Jahr genutzt, um ein Weihnachtsalbum zu produzieren, das neben internationalen Klassikern auch traditionelle Nummern bereithält. Die insgesamt 15 Songs gibt es auch in einer eigenen TV-Weihnachtsshow zu sehen.
https://steiermark.orf.at/stories/3075944/

Neue Frisur: Thomas Gottschalk hat sich von seinen blonden Locken getrennt
Ein Foto des früheren DSDS-Gewinners Alexander Klaws zeigt den Entertainer, wie man ihn noch nie zuvor gesehen hat.
Kurier

Der Glückliche! In den meisten Fällen trennen sich die Locken vom Besitzer!

Ausstellungen/Klaus Albrecht Schröder: „Corona ist in der Geschichte ein Wimpernschlag“
Der Expansionskurs der Wiener Albertina kam durch Corona an ein jähes Ende. Was bedeutet das für ihren Direktor?
Der Standard

Wien: Chefin der Nationalbibliothek kritisiert Verordnungstext, Bibliotheken schließen
„Dass Bibliotheken in der Verordnung als Orte der Unterhaltung, der Erholung und Belustigung angeführt werden, muss wohl der Fantasie eines Witzbolds entsprungen sein“.
Kurier

Buchbesprechung

Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Thomas Hofmann : ABENTEUER WISSENSCHAFT
Forschungsreisende zwischen Alpen, Orient
288 Seiten, Verlag Böhlau, 2020

Thomas Hofmann, der sich für sein Studium das seltene Fach der Erdwissenschaften erwählt hat, leitet heute Bibliothek, Verlag und Archiv der Geologischen Bundesanstalt in Wien. Als solcher ist er der Hüter von Schätzen, die er nun unter dem Aspekt der wissenschaftlichen Forschungsreisen zugänglich macht.

Es geht da nicht um einzelne Forscherpersönlichkeiten und –leistungen, wie es sonst üblich ist, sondern fragt quasi querschnitthaft, welchen Problemen und Abenteuer die Reisenden in unbekannte Welten gegenüber standen.

Es ist ein sehr persönliches Buch, der Autor bringt sich selbst stets ein, gleich zu Beginn zuerst ein klassischer Fall, wie Wissenschaftler ihn erträumen. Dass nämlich jemand auf sie zukommt und ihnen Unterlagen eines Verstorbenen anbietet – und dass diese es wert sind, sich damit zu beschaffen. Auch wenn einem auf Anhieb der Name „Pillewitzer“ nichts sagt. Doch dann stellt sich heraus, dass der gebürtige Oberösterreicher Wolfgang Pillewizer (1911-1999) etwa 1954 er die wissenschaftliche Gruppe der deutsch-österreichischen Himalaja-Karakorum-Expedition geleitet hat. Das Material aus seinem Nachlaß erweist sich als wahre Kostbarkeit…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Österreich. „Harter“ Lockdown: Die Maßnahmen im Überblick
Oberösterreichische Nachrichten

Nach Vorbild Slowakei: Wege aus dem Lockdown – Kurz kündigt Massentests an
https://www.krone.at/2276448

Suchtexperte Musalek: „Lockdown erhöht Alkoholkonsum um 15 Prozent“
Durch die Corona-Pandemie sind viele einem enormen Druck ausgesetzt. Michael Musalek über die dramatischen Folgen der Krise und positive Motivation.
Kurier

Deutschland/Lockdown: Vor Corona-Beratungen: Altmaier spricht von fünf Monaten Lockdown
Vor den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder am Montag deuten sich keine Lockerungen des Teil-Lockdowns an – auch wenn eine Mehrheit der Deutschen das befürworten würde. Hier eine Zusammenfassung der Lage durch dpa.
http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/vor-corona-beratungen-kaum-chancen-fuer-lockerungen-a3381027.html

Der Schlauberger 25: Das hat Stil! Heute – so werden böse Buben und Mädel verwöhnt…
Wenn das kein Service ist! Der Einbrecher muss nur seiner Berufsbeschreibung folgen und einbrechen. Mehr nicht. Der Rest erledigt sich wie von selbst. Der freundliche Hausherr händigt ihm oder ihr, dem oder der Einbrechenden, höflich die Beute aus und kommt dem Unhold – oder von mir aus auch der Unholdin – sogar entgegen. Ich finde: Das hat Stil.e…
von Reinhard Berger
Klassik-begeistert

Beim Schlauberger habe ich folgenden Spruch von Kurt Tucholsky gefunden: „Der Vorteil der Klugheit ist, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.“

Ich behaupte nicht, dass ich klug bin.  Im Dummstellen bin ich allerdings ein Meister. Es ist so herrlich, unterschätzt zu werden, man erzielt damit nicht für möglich gehaltene Erfolge. Das will ich meinen Enkeln noch mitgeben, bevor sie zu Klugscheißern abdriften und sich das Leben unnötig erschweren!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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