Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

16. MAI 2018

16.05.2018 | Tageskommentar

Die Wiener Staatsoper nimmt Kinder in die „Opernschule“ auf. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Die Opernschule für Kinder an der Wiener Staatsoper veranstaltet am Mittwoch, 6. Juni 2018, 15.00 Uhr, eine Aufnahmeprüfung für das Schuljahr 2018/2019. Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren, die Freude am Singen haben, sind herzlich eingeladen, sich für diese Aufnahmeprüfung für den Eintritt in den Basischor der Opernschule der Wiener Staatsoper ab September 2018 anzumelden: Vorzubereiten ist ein einfaches Lied, Anmeldeschluss ist der 4. Juni 2018.
Weitere Informationen und Anmeldeformular für die Aufnahmeprüfung:

http://www.wiener-staatsoper.at/die-staatsoper/junge-staatsoper/opernschule/

Wiener Staatsoper: Berichte über die zweite Vorstellung der neuen „Samson et Dalila“-Produktion

Roberto Alagna, Carlos Alvarez. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Renate Wagner war bei der Premiere noch auf Auslandsreise und beschreibt daher die zweite Vorstellung:

Die Inszenierung von Alexandra Liedtke beweist, wie leicht es ist, sich Konzepte auszudenken, und wie schwer, diese auch sinnfällig zu realisieren. „Samson et Dalila“, die berühmte Bibelgeschichte des Hebräer-Helden und der Philister-Priesterin-Verführerin, nur als die Geschichte zweier Menschen, die für einander bestimmt sein könnten, aber ihre Liebe opfern müssen? Szenisch in einen entweder luftleeren oder (noch schlimmer) albernen Raum gestellt (Bühnenbild: Raimund Orfeo Voigt), kommt der klassische Fall einer Null-Nummer-Inszenierung dabei heraus, die sich um alles zu drücken scheint…

Zum Bericht von Renate Wagner

Johannes Marksteiner war ebenfalls in dieser zweiten Vorstellung:

...Musikalisch kann sich diese neue Produktion aber hören lassen. Da spielte das Orchester makellos und mit tollem, effektvollem Klang, was der Dirigent, Marco Armiliato mit seinem Temperament kräftigst unterstützte. Armiliato zeigte mit seiner Routine, wie man die Klangmassen zwischen Orchestergraben und Bühne tadellos koordiniert. Auch der Chor war bestens disponiert, die fast ständig präsenten Sänger boten besten Background...

Zum Bericht von Johannes Marksteiner

Auch Kurt Vlach wollte „Samson et Dalila“ nicht versäumen. Kürzestbericht:

Meiner Meinung nach war Alagna unglaublich gut, Garanca hat Probleme mit der Tiefe, ist aber technisch nach wie vor hervorragend, Alvarez könnte etwas „schwärzer“ sein.

Die Regie war nicht SO schlimm wie in den meisten Rezensionen beschrieben – nur die Wasserspiele mit Badewanne waren so was von unnötig! Ganz toll war die Beleuchtung im letzten Aufzug…

Mailand: Francesca da Rimini von Riccardo Zandonai (13.5)

David Pountny hat sich für seine Regie von Leslie Travers diese tolle Szenerie auf die Bühne der Scala stellen lassen. Dazu Kostüme in mittelalterlicher Seide bei den Damen, mit schwarzem Leder behelmte und beschiente Kämpfer der Malatestas für die Kampfszenen oder für so eine Art Geheimpolizei faschistischer Nähe in heutigem Zuschnitt. Alles aus dem Salon der Marie-Jeanne Lecca

Peter Skorepa hat ein Jubiläum bewogen, sich in die heiligen Hallen der Mailänder Scala zu begeben. Lesen Sie seine Eindrücke

Zum Bericht von Peter Skorepa

Oper Frankfurt: „DIE LUSTIGE WITWE

 

Der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Neuinszenierung von Franz Lehárs Die lustige Witwe (Musikalische Leitung: Joana Mallwitz; Inszenierung: Claus Guth) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet: 

https://www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=154

Oper Frankfurt: Das ist der Zwiebel Kern
Und wieder hat die Oper Frankfurt eine meisterhafte „Lustige Witwe“ im Programm
Frankfurter Rundschau

Wiener Festwochen: Ein heikler Anlauf auf der Suche nach einer neuen Geistigkeit

 

Ist es eine seriöse Suche nach einer neuen Geistigkeit oder doch nur eine unglückliche politische Rochade? Die vorjährigen Wiener Festwochen unter der neuen Leitung von Tomas Zierhofer-Kin sind wegen missglückt eingekaufter Produktionen wie ihrer Belanglosigkeit schwer in die Kritik geraten. Bei der Presse wie beim früheren Festwochen-Stammpublikum, an dem die derzeitige Programmierung gleichsam unbemerkt vorbei zielt. Der Auftrag des inzwischen resignierend zurückgetretenen Kulturstadtrates Andreas Mailath-Pokorny für den damals frisch gebackenen Intendanten lautet nach wie vor: Die Suche nach einem neuen Publikum, nach noch nicht kulturell belasteten jüngeren Menschen für die Festwochen! So hat es für den überraschend in diese Position gerutschten Zierhofer-Kin geheissen: Vielleicht kann es gelingen, den in Wien durch übermäßige und unkontrollierte Zuwanderung mehr und mehr auseinander driftenden Parallelgesellschaften eine aktuelle kulturelle Schiene vorzugeben… (Meinhard Rüdenauer)

Weiterlesen in unseren Tagesinfos! 

Neues aus Erl/Tirol Es wird munter geklagt!

Liebe Freunde, lasst Euch noch etwas Zeit. Das große Sommerloch kommt garantiert, dann werden wir aufmerksamst verfolgen, wie es mit der Erl-MeToo-Geschichte weitergeht.

Dieser Tage hat der Blogger Wilhelm seinen Blog vorübergehend eingestellt, weil er von Strabag-Chef und Erl-Mäzen Hans-Peter Haselsteiner mit einer 100 000 Euro-Klage eingedeckt wurde.

Dazu der Blogger:  „Dem vom Steuerzahler mäzensierten Mäzen von Erl gefällt es ganz offenbar nicht, dass man auf dietiwag.org offen über die unterirdischen Zustände bei den Festspielen diskutieren und ihn und seinen Günstling Kuhn kritisieren darf.“

.

Kurios ist der Umstand, dass ein ehemaliger FPÖ-Justizminister Herr Haselsteiner vertritt, obwohl der Über-Mäzen sogar Kampagnen gegen diese Partei finanziert. Der Wiener Anwalt Michael Krüger ist der kurzlebigste Minister der österreichischen Nachkriegsgeschichte. Krüger fungierte lange als Kultur- und Mediensprecher der FPÖ, bevor er am 4. Februar 2000 als Justizminister angelobt wurde.  Genau 15 Tage später trat er als Justizminister aber wieder zurück – aus gesundheitlichen Gründen. Mittlerweile ist er auch nicht mehr Mitglied der FPÖ.
 
Dazu muss aber gesagt werden, dass Herr Krüger auf Medienrecht spezialisiert und auch gegen den Online-Merker bereits vorgegangen ist. Über diverse Probleme einer Theaterwebsite, die die Dinge beim Namen nennen will, wissen unsere Leser natürlich nichts.
Ich habe mich mit Herrn Krüger damals zusammengesetzt und geredet. Wer mit mir nicht reden kann, kann mit niemand reden. Reden kann man auch mit Herrn Krüger. Abwehren konnte ich die Forderung nicht, abmildern aber schon.
.
Derzeit laufen die Gerichtsverfahren, angeblich sollen sechs Frauen bereit sein, gegen Maestro Kuhn auszusagen. : Während der Einvernahme kam es zudem zu einem Zwischenfall. Denn die Zeugin berichtete von mehrfachen Anrufen eines engen Kuhn-Freundes im Vorfeld der Verhandlung. Der Mann versuchte die Künstlerin zu bewegen von ihrer Aussage im Verfahren abzusehen. Zudem versuchte er einen direkten telefonischen Kontakt zwischen der Zeugin und Kuhn herzustellen.
Damit aber steht die Frage einer möglichen Zeugenbeeinflussung im Raum. 
.
Richterin Martina Kahn hat den dritten Verhandlungstag für den 22. Mai angesetzt. An diesem Tag soll per Videokonferenz die dritte Zeugin der Verteidigung angehört werden. Es handelt sich um eine weltbekannte deutsche Mezzosopranistin, eine Wagner-Spezialistin, die in zahlreichen Opernhäusern überall auf der Welt auftritt und auch selbst Opernchorgesang unterrichtet.
.
Aber natürlich kommen auch Entlastungszeugen zu Wort, unter anderem die Sänger Oskar Hillebrandt und Michael Kupfer. Dass sich denen Herr Kuhn genähert haben soll, wird ohnedies niemand ernsthaft behaupten wollen.
Unerwartete Zeuginnen. Allmählich wird es eng
Der Prozess, den Gustav Kuhn gegen den Tiroler Publizisten Markus Wilhelm anstrengt, könnte für den Maestro zum Bumerang werden. Der Zwischenstand.
https://www.salto.bz/de/article/02052018/unerwartete-zeuginnen
 
Bleiben wir bei Rechtsfragen. Ab 25.5. tritt die neue Datenschutzverordnung in Kraft
Wir werden Sie darüber noch aufzuklären versuchen, im Moment tappen wir selbst im Dunklen. Klar ist, dass wir keine privaten Mailadressen weitergeben dürfen (von veröffentlichen ist sowieso keine Rede). Fragen Sie mich also bitte nicht nach einer Mailadresse, ich darf diese gar nicht weitergeben.
 
Weiters dürfen wir bei Fotos von unseren Künstlergesprächen, die das Publikum zeigen und auf denen Besucher klar erkennbar sind,  nur jene zeigen, bei denen die Besucher schriftlich ihr Einverständnis erteilen. Also dürfen wir die Besucher nur mehr „unscharf “ (pixeln können wir nicht) oder von hinten zeigen.
Künstlergespräch mit Aleksandra Kurzak am 14.5. Copyright: Barbara Zeininger
Die drei Herren, die das Geschehen von oben betrachten, haben ihr Einverständnis erteilt. Das mussten sie wohl, sonst wären sie aus unserer Galerie rausgeflogen. Die sind in etwa so unabhängig wie die Entlastungszeugen in einem anderen hier erwähnten Fall.
 
Sopranistin Nina Stemme erhält Birgit-Nilsson-Preis
Der Birgit-Nilsson-Preis geht in diesem Jahr an die schwedische Sopranistin Nina Stemme (55). Das teilte der Präsident der Birgit-Nilsson-Stiftung, Rutbert Reisch, am Dienstag in Stockholm mit. Die mit einer Million US-Dollar (etwa 837.000 Euro) dotierte Auszeichnung werde der Sängerin am 11. Oktober 2018 von Schwedens König Carl XVI. Gustaf im Royal Opera House Stockholm überreicht
Musik heute
Bumm! Das ist auch nicht schwach. 837 ooo Euronen! Um Frau Stemme brauchen wir uns wohl keine Sorgen mehr machen!
HEUTE IM FESTSAAL BRIGITTENAU / Amtshaus Brigittaplatz
 
 
Wenn Maryna Lopez singt, bin ich dabei, obwohl ich durch ganz Wien anreisen muss! Der Eintritt ist übrigens frei. Wenn Sie also noch kein Abendprogramm haben…
 
Wien: Mega-Wirbel um Renate Brauners neuen Job
Die scheidende Finanzstadträtin hat bereits einen neuen Posten und der sorgt für Empörung. Die Noch-Finanzstadträtin Renate Brauner wird „Bevollmächtigte der Stadt Wien für Daseinsvorsorge und Kommunalwirtschaft“.
http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Mega-Wirbel-um-Brauners-neuen-Job/333697072
 
Es darf gelacht werden. Wenn Sie der politischen Heimat von Renate Brauner nahestehen, sind Sie vom Lachen natürlich befreit. Es genügt, wenn Sie schmunzeln!
 
Einen schönen Tag wünscht
A.C.

 

Diese Seite drucken