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16. JULI 2021 – Freitag

16.07.2021 | Tageskommentar

Morgen geht es in Salzburg los!

Die Salzburger Festspiele können aufatmen: Bei voller Auslastung der Sitzplätze kann die diesjährige Ausgabe des traditionsreichen Festivals an der Salzach fast normal über die Bühne gehen. Dank einer hohen erwarteten Impfrate beim Publikum sowie leicht gemachtem Testen vor Ort.

Vorstellungen mit voller Auslastung
BR-Klassik.de

Interview mit Salzburger Festspiel-Intendanten Markus Hinterhäuser: „Sie ist wichtig, die Welt“
Kleine Zeitung

 

Seht her! Ich! Ich! Ich!

Die Dame ist entrüstet. In den Sozialen Medien gibt es nicht nur überschwängliches Lob, sondern auch Beschimpfungen, weil sie die Buhlschaft als Transgender-Geschöpf mit Stoppelhaar-Frisur (falls man das Frisur nennen kann) darstellt.

Sollen wir ihr das glauben? Oder steckt hinter all dem nicht ganz gezieltes Kalkül? Ehrlich, wer hat denn Verena Altenberger in der Unmasse junger Schauspielerinnen, die sich heute in Fernseh-Krimis vor die Kameras drängen, schon wahrgenommen, bevor sie – aus welchen Gründen auch immer – als Buhlschaft im diesjährigen Salzburger „Jedermann“ besetzt wurde? Kaum jemand…

Zum Apropos von Renate Wagner

–Renate Wagner beschäftigt sich in ihrem Apropos nicht nur mit der Jungmimin, sondern auch mit einem anderen Mimen – und letztlich mit der Krone der Schauspielkunst, der Politik! Politiker als Schauspieler sollte man keinesfalls unterschätzen! Ihre Auftritte bei den großen Festspielen haben sie auch!

ST. MARGARETHEN: FOTOS VON DER UND RUND UM DIE PREMIERE „TURANDOT“ (14.7.)

Fulminante Premiere mit asiatischem Flair
Unter großem Zuschauerandrang und mit vielen Prominenten im Publikum feierte Mittwoch Abend, am 14. Juli 2021, in der Oper im Steinbruch Giacomo Puccinis „Turandot“ Premiere

Martina Serafin. Copyright: Esterhazy/ Jerzy Bin

Martina Serafin, Daniel Serafin. Copyright: Esterhazy/ Andreas Tischler

Daniel Serafin, Ministerin Claudia Tanner, Ministerin Elisabeth Köstlinger, Stefan Ottrubay (Esterhazy), Minister Martin Kocher. Copyright: Esterhazy/ Andreas Tischler

In zumindest einer der nachfolgenden Pressebericht sind Interviews mit den Hauptdarstellern des Premierenabends eingebettet. Ich meine nicht Serafin und Co. ich meine unsere Premieren-Adabeis. Es ist sagenhaft, was da an Unsinn zusammengetragen wurde. „Turandot“ ist doch eine der meistgespielten Opern, also gehe ich davon aus, dass die Handlung bekannt ist. Wenn nun ein älterer Mime „gespannt ist, wie die Oper ausgeht“, frage ich mich, wie sich der seine Texte gemerkt hat bzw. ob er weiß, wie er nach Ende des Spektakels von St. Margarethen in sein Wiener Dominzil findet. Frau Sarata hingegen ist fasziniert von den drei Fragen und bringt das so rüber, als ob sie erstmals davon gehört hätte. Diese drei Fragen hat wiederum eine Talkmasterin ziemlich missverstanden und schildert uns, welche drei Eigenschaften sie bei einem Mann gerne haben würde. Thema glatt verfeht!

Zum Glück ließen sich Politikern nicht so solchen Expertisen hinreissen, vor allem bei unserer Verteidigungsministerin („sie werden mich noch kennenlernen“), hätte ich da meine ärgsten Befürchtungen gehabt.

Oper im Steinbruch: Premiere in St. Margarethen
Endlich ist es wieder soweit! Bei der Premiere in St. Margarethen hat man nur in freudige, erwartungsvolle Gesichter geblickt – verständlich nach der langen Abstinenz. Auch zahlreiche Promis aus verschiedensten Bereichen haben sich das Spektakel bei optimalen Wetterverhältnissen nicht entgehen lassen.
https://www.krone.at/2462637

Opernfestspiele St. Margareten: Die Prinzessin siegt in Naturfarben
Nur die unzulängliche Tonanlage beeinträchtigt die Neuproduktion von Puccinis Spätwerk „Turandot“ im Steinbruch empfindlich.
Die Presse.com

St. Margarethen
Opulente Premiere in St. Margarethen
https://burgenland.orf.at/stories/3112771/

Ein Bühnenbildspektakel in St. Margarethen
St. Margarethen zeigt Giacomo Puccinis „Turandot“ mit Martina Serafin in der Titelrolle.
Wiener Zeitung

„Turandot“ in St. Margarethen: Game of Thrones im Burgenland
Giacomo Puccinis: „Turandot“ im Römersteinbruch von St. Margarethen als überdimensioniertes Spektakel mit hohem Schauwert, aber an der Grenze zur optischen Überforderung.
Kurier.at

Turandot im Steinbruch
Bühnen-Show und Inszenierung begeisterte
bvz-eisenstadt

„Turandot“ im Steinbruch Margarethen als visuelles Spektakel
https://amp.kleinezeitung.at/6008344

Premiere: Viele Promis bei Turandot
https://burgenland.orf.at/stories/3112793/

In St. Margarethen verzichtet man auf ein Feuerwerk. Begründet wurde das mit der Aufnahme des Steinbruchs in das Weltkulturerbe. Keine schlechte Idee, zumal die Bühne ohnehin sehr überladen war.

Anders hingegen in Mörbisch, dort wird draus los geballert: Grüne fordern Aus für das Feuerwerk
Feuerwerk bei Seefestspielen Mörbisch in Kritik

Mit Beginn der Festspielsaison ist auch die Diskussion um die Feuerwerke neu entflammt. Während in St. Margarethen keine Pyrotechnik mehr den Nachthimmel erhellt, wird in Mörbisch (vorerst) weiter geschossen. Dafür hagelt es Kritik von den Grünen, sie fordern ein Aus.
https://www.krone.at/2462269

SOFIA/Lake Pancharevo: Kurzbericht LA DONNA DEL LAGO – NI am 15. Juli 2021

Foto: Klaus Billand

 Das Sommer-Wagner-Festival der Sofia Opera and Ballet unter der Leitung von Prof. Plamen Kartaloff, „Die Musen des Wassers“ geht in diesem Jahr auf dem Lanke Pancharevo mit der Rossini-Oper „La donna del lago“ – also see- bzw. wassergerecht – weiter. Kartaloff hat hier in seiner schier unbegrenzten Phantasie, ständig neue open air-Spielstätten für seine Opern-Neuinszenierungen und das Repertoire zu entdecken, eine ganz formidable neue Bühne gefunden. Der Hauptsponsor hat seit dem ohnehin schon beachtlichen „Rheingold“ des Vorjahres (Bericht in merker online) die Spielstätte auf dem Ponton am Ufer des Sees Pancharevo durch erhebliche Umbauten in eine feste Seebühne umgestalten lassen, mit einer bequemen Zuschauertribüne, die während der ersten vier Aufführungen der „Donna del lago“ und auch heute Abend praktisch ausverkauft war.

Zum Kurzbericht von Klaus Billand

„operklosterneuburg“: „La forza del destino“ kommt weiterhin gut beim Publikum an:

 … Ein sehr stimmungsvoller Abend, großes Publikumsinteresse , am 28. Juli wird sogar noch eine Vorstellung eingeschoben. Achtung an Interessierte:   obwohl pressemäßig von „restlos ausverkauft“ getrommelt wird, sind davon nur die „Hauskarten“ ( also bei Schlechtwetter auch in der Babenbergerhalle gültig ) betroffen. „Schönwetterkarten“ gibt es an der Abendkasse genug – fast hätte ich mich auch abschrecken lassen , es wäre sehr schade gewesen..!

 Zum Bericht von Michael Tanzler

Ich verstehe schon, dass ein schlechter Geschäftsgang in keiner Branche an die große Glocke gehängt gehört, aber ins eigene Fleisch sollte man sich auch nicht schneiden – zumal in Klosterneuburg von schlechtem Geschäftsgang keine Rede sein kann. Aber „Ausverhauft“ schreiben, wenn es noch genügend Karten gibt, halte ich für nicht sehr klug. Wenn ich „ausverkauft“ lese, gehe ich doch gar nicht mehr hin, oder vermuten die Veranstalter, dass ich auf Gut Glück auf ein Brosamen warte! Ich sicher nicht!

Gestern eröffnete OPER BURG GARS. Die Burg Gars als schillerndes Serail
Intendant Dr. Johannes Wildner zeigt Mozarts „Entführung aus dem Serail“ bis 7. August in einer einzigartigen Fassung.

 Ausgerechnet im Vorjahr, dem Jahr des 30-Jahr-Jubiläums des Garser Opernfestivals, konnte in der Babenbergerburg im Kamptal keine Oper gezeigt werden. Umso größer war am 15. Juli die Freude im Team von Intendant Johannes Wildner über die Rückkehr der Oper in die ehrwürdige Burg. Diese wurde mit W. A. Mozarts Geniestreich „Die Entführung aus dem Serail“ zelebriert. Die Oper Burg Gars zeigt das 1782 uraufgeführte Stück in einer von Tristan Schulze eigens geschaffenen Fassung für Kammerensemble unter der Regie der aufstrebenden Regisseurin Lisa Padouvas. Der international renommierte Dirigent Johannes Wildner leitet das Ensemble dieser einzigartigen Garser „Entführung“ ausnahmsweise höchstpersönlich an der ersten Geige. Bis 7. August ist die Produktion im „Opernhaus des Waldviertels“ zu erleben.

WIEN: VLADIMIR CHERNOV MIT SEINEN SCHÜLERN HEUTE IN DER GALITZINSTRASSE

 

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

FREDDIE DE TOMMASO UNTERRICHTET IN DER SOLTI-AKADEMIE

Facebook: Our friend an Solti alumnus @freddiedetommaso returned to become our first ever Alumni Faculty member on our bel cantocourse of singers

 

Ich habe bisher geglaubt, dass ältere, erfahrene Sänger – und das auch nur nach einer beachtlichen Karriere – ihr Wissen an jüngere Kollegen weitergeben. Freddie deTommaso ist auch noch nicht lange der Solti-Akademie entsprungen – und tritt bereits als Lehrer auf!

Michael Volle freut sich, wieder in Bayreuth zu sein

 

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Neapel: LUCA SALSI singt sich für den Trovatore ein

 

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Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

NEBENAN
Deutschland / 2021
Regie: Daniel Brühl, Drehbuch: Daniel Kehlmann
Mit Daniel Brühl, Peter Kurth, Aenne Schwarz, Rike Eckermann u.a.
Prädikat: wertvoll

Anfangs erlebt man einen selbstgefälligen Star in seinem Berliner Loft. Mondän elegant hinter meterhohen Fenstern, wie es eben üblich ist. Gut, die Aussicht ist nicht berauschend, man befindet sich in einem alten Wohnblock Berlin-Ost, aber ein eigener, in den Hof gebauter Lift, der nur für den Star in die Höhe und hinab führt, sorgt schon dafür, dass man mit der Mitwelt nicht in Berührung kommt. Dass man für sein Luxusdomizil einst einen einfachen Mann, der „ewig“ dort gewohnt hat, aus seiner Dachwohnung gedrängt hat – das weiß der Star nicht, wirklich nicht, ehrlich.

Und er ist ja auch nicht „so“ – wenn er vor einem Flug nach London (ein Vorsprechen für einen Sci-Fi-Film) noch ein bisschen Zeit hat, geht er wohl auch in die Kneipe ums Eck und mischt sich ein wenig unter die „Normalos“. Die echt Berliner Mama hinter der Theke macht da schließlich noch Filterkaffee. Ihre Spezialität für Einheimische, Sülzchen, hat er allerdings nie kennen gelernt. Und dass sie Hilde heißt, weiß er auch nicht…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

IOC-Chef möchte bei verbesserter Lage Fans bei Olympia: Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, hat die japanische Regierung gebeten, den erst vor einer Woche beschlossenen Ausschluss von Zuschauern bei den Olympischen Spielen im Falle einer Verbesserung der Corona-Infektionslage zu überdenken.
Zu den neusten Entwicklungen weltweit
Nordeuropas Forstindustrie wehrt sich gegen «Fit for 55»:
Die Forstwirtschafts-Grossmächte Schweden und Finnland sehen Brüssel mit seiner Klima-Initiative «Fit for 55» auf dem Holzweg. Die Forstindustrie, ein wichtiges wirtschaftliches Standbein, wehrt sich gegen drohendes Brüsseler Mikromanagement.
Zum Bericht
Erdogan gibt im Streit um Elite-Universität nach: Während Monaten haben Studenten und Professoren gegen die Ernennung eines neuen Rektors für die traditionsreiche Bogazici-Universität protestiert. Die liberal geprägte, selbstbewusste und regierungskritische Universität ist seit langem ein Feindbild religiös-konservativer Kreise. Nun hat der türkische Präsident Erdogan den von ihm ernannten Wissenschafter wieder abgesetzt.
Zum Bericht
Biden will keine Truppen nach Haiti schicken: Haiti hatte wegen der angespannten Lage im Land um militärische Hilfe bei den USA und den Vereinten Nationen gebeten. Der 53 Jahre alte Staatschef von Haiti, Jovenel Moïse, war vor etwas mehr als einer Woche in seiner Residenz überfallen und erschossen worden.
Zum Bericht

Zitat Ende

Washington
Merkel erntet viel Lob bei Abschiedsbesuch in Washington
Die deutsche Kanzlerin erhielt die Ehrendoktorwürde der Johns-Hopkins-Universität und traf US-Vizepräsidentin Harris. Im Mittelpunkt der Reise stehen aber Gespräche mit Präsident Biden – auch über Nord Stream 2
https://www.derstandard.at/story/2000128222945/merkel-erntet-viel-lob-bei-abschiedsbesuch-in-washington

Die „Normalität“

Die Nachtgastronomie kann ab 22. Juli nur noch genutzt werden, wenn ein negativer PCR-Test vorliegt oder eine Impfung vorgewiesen werden kann. Darauf hat sich die Regierung am Donnerstag verständigt. Zudem ist der „Grüne Pass“ künftig erst auszustellen, wenn die zweite Immunisierung vollzogen ist. Schließlich bleibt die Registrierungspflicht bei Veranstaltungen und in der Gastronomie entgegen ursprünglichen Planungen aufrecht.

Soviel zur Normalität.

Wir werden mit dem Virus leben müssen, das haben wir bereits vor eineinhalb Jahren gewusst. Na ja, nicht alle – aber die wissen es jetzt!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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