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16. JULI 2020 – Donnerstag

16.07.2020 | Tageskommentar

Katharina Wagner bereitet sich auf ihre Rückkehr als Bayreuther Festspielleiterin vor

So erfreulich diese Nachricht ist, so wenig verstehe ich das Procedere um die vorübergehende und zum Glück offenbar kurzfristige Rücklegung der Festspielleitung. Da die Festspiele heuer dem Virus zum Opfer gefallen sind, hätten wohl nur Insider die Absenz der Festspielleiterin bemerkt. Wozu die Presseaussendungen, die zu den wildesten Spekulationen geführt haben und noch immer führen. War das wirklich notwendig?

Festspiele hoffen: Katharina Wagner im Herbst wieder fit?
Die schwer erkrankte Chefin der Bayreuther Festspiele ist nach Angaben des Verwaltungsrats-Vorsitzenden Georg Freiherr von Waldenfels inzwischen auf dem „Weg der Besserung“ und könnte nach der Sommerpause wieder die künstlerische Leitung übernehmen.
BR-Klassik.de

Katharina Wagner will im Herbst wieder arbeiten
Tagesspiegel

Katharina Wagner kehrt zurück
Gute Nachrichten vom Grünen Hügel: Katharina Wagner, Leiterin der Bayreuther Festspiele, will ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Urenkelin Richard Wagners war längere Zeit erkrankt.
Der Spiegel

Salzburger Festspiele in Pandemie-Zeiten

Foto: ORF

„Covid fan tutte?“
Salzburger Festspiele in Pandemie-Zeiten
In prekären Zeiten feiern die Salzburger Festspiele mit einem verkürzten und modifizierten Programm ihr 100-jähriges Bestehen. Strenge Hygieneregeln sollen dafür sorgen, dass Corona nicht die Hauptrolle spielt.
Frankfurter Rundschau

Zum Kartenverkauf: Heuer ist ein Sonderjahr, da müssen wir alle zusammenhalten. Deshalb lege ich für diese Saison meine Differenzen mit dem Salzburger Pressebüro zur Seite. Diese Rückabwicklung des Kartenverkaufs war eine Meisterleistung, das erkenne ich an. Dass es beim neuerlichen Verkauf in dieser verrückten Situation, in der wir uns gerade befinden, zu „Holprigkeiten“ gekommen ist, ist zwar verständlich, musste aber nicht unbedingt sein. Ein Leser, der gleichzeitig Förderer der Festspiele und somit ein bevorzugter Kartenkäufer ist, berichtet: Ich bekam einen Ersatzvorschlag, in dem Sachen enthalten waren, die ich ursprünglich nicht bestellt habe. Außerdem waren die Termine auf einen längeren Zeitraum verteilt und man beschied mir, ich müsse alles nehmen oder alles ablehnen. Diesen Vorschlag konnte ich allein schon aus terminlichen Gründen nicht akzeptieren.  Daraufhin hat man mir telefonisch mitgeteilt, dass ich auch einzelne Sachen aus dem Vorschlag nehmen könne. Insgesamt gesehen brechen heuer die so geliebten Amerikaner, Japaner etc. weg und es rächt sich, dass wir Österreicher immer Festspielgäste zweiter Klasse waren, weil wir einfach zu wenig Geld – Stichwort Umwegrentabilität – in der Stadt gelassen haben. Salzburg lebt von den Touristen, nach Abendaufführungen waren die Bus-Kolonnen an der Kreuzung Hofstallgasse-Philharmonikergasse schier endlos!

RETZ/ NÖ: FESTIVAL „OFFENE GRENZEN“

Bernarda Bobro. Copyright: Festival Retz

Von 6. bis 16. August ist Retz auch in diesem Jahr Schauplatz des international angesehenen Festivals „Offene Grenzen“. Im Mittelpunkt des neu gestalteten Programmes steht ein Konzertpfad. Premiere ist am 6.8.

Das Publikum wird sich in kleinen Gruppen auf einen Konzertpfad zu vier unterschiedlichen Spielorten (Innenhof Schloss Gatterburg, K & K Weinprüfstelle, Innenhof Dominikaner-kloster, Dominikanerkirche) begeben, an denen jeweils kammermusikalische Preziosen erklingen werden.

Dargeboten werden u. a. Johann Sebastian Bachs„Kaffeekantate“, Georg Friedrich Händels „Süße Stille, sanfte Quelle“ und „Flammende Rose, Zierde der Erden“ aus „Neun Deutschen Arien“, Giovanni Gabrieli Orgelwerk „O Domine Jesu Christe“, Arcangelo Corellis Sonata für Violine und B.c. op. 5/3 C-Dur, Jean-Philippe Rameaus Suite in G-Dur, aus: „Les Indes Galantes“ sowie Werke von Adam und Johann Krieger, François Francoeur, Elisabeth Jacquet de la Guerrem, Felix Mendelssohn Bartholdy und Heinrich Schütz. Es finden zeitgleich Vorstellungen des Zyklus A und B mit jeweils unterschiedlichem Programm statt.

Unter der musikalischen Leitung von Andreas Schüller singen Bernarda Bobro, Ursula LangmayrMonika SchwabeggerJan PetrykaMatthias Helm. Es begleitet das Ensemble Continuum, Orgel: Thomas Fritzsche und Andreas Schüller.

WEITERE VORSTELLUNGEN 9./14./16. August 2020 jeweils 19:30 Uhr oder 20:30 Uhr

MEHR INFOS

WIEN/ THEATER IM PARK AM BELVEDERE – 24. AUGUST

 

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ORF III präsentiert „André Hellers Hauskonzerte“ mit Opernstars Camilla Nylund und Günther Groissböck

 TV-Premiere der zwei Konzerte im Herbst

 

ZUM VIDEO/ ORF-Mediathek

Wien (OTS) – In der Tradition des Wiener Salons des 18. und 19. Jahrhunderts lädt Tausendsassa André Heller zu zwei Hauskonzerten der besonderen Art. Im privaten Ambiente seiner eigenen vier Wände geben die finnische Sopranistin Camilla Nylund und der österreichische Bass Günther Groissböck vor ausgewähltem Publikum jeweils ein stimmungsvolles Konzert u. a. aus den Genres Chanson und Wienerlied, begleitet von einigen wenigen Musikerinnen und Musikern. Die zweiteilige Koproduktion von ORF III und Interspot, gefördert von Filmfonds Wien und Land NÖ, feiert im Herbst in ORF III Kultur und Information Premiere. Für die Regie zeichnen Robert Neumüller und André Heller verantwortlich.

André Heller lädt zu „Hauskonzerten“ in seine Wohnung
Die Opernstars Camilla Nylund und Günther Groissböck singen im privaten Ambiente. Die TV-Premiere der zwei Konzerte auf ORF III ist für Herbst geplant.
Salzburger Nachrichten

Darmstadt: „DICHTERLIEBE(Christian Jost) als filmisches Musiktheaterprojekt  UA 11.7.2020

 Zu den Theatern, die noch im Juni ihren Spielbetrieb wieder aufgenommen haben, zählt das Hessische Staatstheater Darmstadt. Im Interview mit der Regionalausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gab Intendant Karsten Wiegand Mitte Mai das Motto aus: „Wir schauen, was gerade geht“ und fügte den schönen Satz hinzu: „Wir sagen doch immer, das Theater handelt von Spontanität und Phantasie. Da können wir doch jetzt nicht sagen, wir hatten schon einen Spielplan und kriegen den Tanker nicht gewendet!“ Ein Resultat dieser Flexibilität war das Vorziehen einer erst für die Spielzeit 2020/21 geplanten Premiere. „Dichterliebe“ von Christian Jost (Jg. 1963) ist in musikalischer Hinsicht, um Wiegands Formulierung zu zitieren, eine „Übermalung (…) nach“ Robert Schumanns gleichnamigem Liederzyklus auf Gedichte von Heinrich Heine.

Zum Bericht von Andreas Hauff

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 16. – 22. JULI 2020

16.7. LA BOHEME (aus London, Aufnahme v, 11.9.2017) BBC 3-15 Uhr
18.7. ARABELLA (aus Wien, Aufnahme v. 21.6.1964) Radio 4Hilversum-19 Uhr
THE FAIRY QUEEN (aus Beaune, Aufnahme v. 27.7.2019) Bayern 4-19.05 Uhr
L’ILE DU RÉVE (aus München, Aufnahme v. 26.1.) Deutschlandradio-19.05 Uhr
DON GIOVANNI (Collage v. Salzburger Festspielaufführungen v. 1935-200) ORF Ö1- 19.30 Uhr
LEONORE (aus London, Aufnahme v. 16.8.1996) BBC 3-19.30 Uhr
ZAIS DE JEAN (aus Beaune, Aufnahme v. 5.7.2014) France Musique-20 Uhr
FALSTAFF (aus New York, Aufnahme v. 16.3.2019) RAI 3-20 Uhr
CARMEN (aus Berlin, Aufnahme v. 12..3.) HR 2-20.04

Theater: Visionen und zerfetzte Sprache

Von TTT

Vom Beginn des heutigen Theatersystem, der Ernsthaftigkeit behandelter Themen und Interpretationen versus heutiger Selbstverzwergung im Niedergang der Themen zu Boulevard und Revolverpresse etc. Nicht Hofnarr oder Revoluzzer aber nachhaltiger Impulsgeber … es war einmal!

Wehmütige Adaption mit F. Wunderlich: Wohin, wohin …  https://www.youtube.com/watch?v=vsn-sJ8jPis

Theater: Visionen und zerfetzte Sprache

Mit dem Ersten Weltkrieg sahen viele Zeitgenossen den Untergang der Menschheit heraufziehen. Theatermacher nahmen die Katastrophe bereits 1913 vorweg, spiegelten sie und verarbeiteten sie in bedrückenden Stücken.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/theater-visionen-und-zerfetzte-sprache.2156.de.html?dram:article_id=293846

Sommereggers Klassikwelt 44 : Schwesterliche Doppelbegabungen
Schwestern teilen oft vieles, auch Talente. Schließlich besitzen sie die gleichen Gene. Auch und gerade in der Musik finden sich immer wieder Fälle von parallelen, aber auch gegensätzlichen Karrieren. Ein historisches Beispiel sind die Schwestern Weber, Konstanze, Josepha und Aloysia, erstere Mozarts spätere Gattin, die anderen in ihrer Zeit hoch berühmte Sängerinnen. Die Beispiele sind so zahlreich, dass man sich besser auf besonders prominente Beispiele beschränkt.
Der absolute Superstar unter den Primadonnen des späten 19. Jahrhunderts war Adelina Patti. Ihr glamouröses Leben, ihre drei Ehen und die Faszination, die sie auf ihr Publikum ausübte, sind legendär. Bereits in fortgeschrittenem Alter nahm sie noch eine Reihe von Schallplatten auf, die uns die Brillanz ihrer Stimme zumindest in Teilen erhalten haben. Ihre Eltern waren beide selbst Opernsänger gewesen, da verwundert es nicht, das Pattis Schwestern Carlotta und Amelia ebenfalls die Bühnenlaufbahn einschlugen, und das durchaus mit Erfolg.
Von Peter Sommeregger/ Berlin
https://klassik-begeistert.de/sommereggers-klassikwelt-44-schwesterliche

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Man weiß, was dem – nun schon greisen – Filmemacher Clint Eastwood seit Jahr und Tag am Herzen liegt. Die Missstände in seiner Heimat USA, die er thematisch in weitem Bogen umkreist. Aber selten ist eine Geschichte so gnadenlos unter die Haut gegangen wie jene von Richard Jewell. Eastwood musste nur einen realen Fall nachzeichnen, um den Wahnsinn und die Gewissenlosigkeit sowohl der amerikanischen Medienlandschaft wie auch des FBI dazustellen – eine Geschichte, die für sich selbst spricht.

Es war 1996 während der Olympischen Spiele in Atlanta. Außer der Polizei waren noch private Wachgesellschaften mit dem Schutz vor Anschlägen befasst. Richard Jewell war als Wachmann im Centennial Olympic Park abgestellt. Da entdeckte er unter einer Bank einen grünen Rucksack, den er sofort den Behörden übergab – es war eine Bombe, die dann auch explodierte, aber als sie bereits in den Händen der Fachleute war. Die Zahl der Todesopfer, die sonst vermutlich in die Tausende gegangen wäre, konnte so auf zwei Todesopfer reduziert werden. Und man feierte Richard Jewell als Helden…

Und dann schlug die Stimmung um, es begab sich das, was Clint Eastwood zu Recht als „amerikanische Tragödie“ bezeichnet – und die er als solche in aller Intensität darstellt. Denn erstens brauchte das FBI einen Täter (und hat den wahren erst viel später gefunden). Und zweitens eignete sich der dickliche, langsame, schüchterne, aber durch und durch honette Jewell, der es im Leben zu nichts gebracht hatte und mehr oder minder in die Kategorie „White Trash“ fiel, weit weniger zum Helden als zum möglichen Bombenleger. Genau dessen wurde er beschuldigt – und nun setzte die Hexenjagd ein. Die smarten, gnadenlosen Agenten des FBI (wie Tom Shaw , gespielt von Jon Hamm) sahen die Möglichkeit, mit diesem „Sündenbock“ den Fall rasch zu erledigen und ihre eigene Unfähigkeit zu verschleiern, den Täter zu finden (der sie Bombe per Telefon angekündigt hatte) …

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Fußball Österreich
Bank-Sperre: Mattersburg vor Bundesliga-Aus?
Nach dem möglichen Ende der burgenländischen Commerzialbank und dem Rücktritt ihres Direktors Martin Pucher droht auch der Mattersburger Fußball schwere Schäden davonzutragen. Es gibt sogar Befürchtungen, dass fortan kein Bundesliga-Betrieb mehr bei den Grün-Weißen möglich sein wird.
https://www.krone.at/2192144

Das ist ein ganz heikles Thema, über das ich Bescheid weiß wie kaum ein anderer. Ich war nämlich exakt in derselben Situation – nur habe eben zum Glück anders, nämlich viel berechnender, mit weniger Emotion reagiert. Herr Pucher ist mit seiner Begeisterung und auch mit seinem Geschick mit einem Kleinstadtverein (Mattersburg ist ein größeres Dorf) bis in die höchste Spielklasse gekommen, war Ligavorstand und hätte während seiner schweren Erkrankung vor einigen Jahren die Zeit zum Absprung nützen sollen. Er hat nach der Genesung nicht loslassen können – das erweist sich nun als Fehler.

Ich bin mit meinem Club nur in die dritthöchste Spielklasse gekommen, wo aber auch bereits Millionen (in meinem Fall waren es noch Schillinge, heute ist auch das anders )nötig sind – und ich bin zum exakt richtigen Zeitpunkt auf die Notbremse gestiegen – sonst wäre ich „im Kriminal“ gelandet – was Herrn Pucher nun blüht.  Es ist nicht leicht, in einer Erfolgssituation loszulassen, aber man muss es tun, selbst wenn einen Mitstreiter und Fans für ein Arschloch halten. Aber beim Geld hört sich jeder Spaß auf.

Es ist ein ganz gefährlicher Mix, einer Firma – im Fall Pucher sogar einer Bank – vorzustehen und gleichzeitig mit einem Fußballclub erfolgreich sein zu wollen. Die Versuchung, mit dem Geld zwischen Firma und Fußballclub zu jonglieren, ist gewaltig und nur ein emotionsarmer und berechnender Mensch kann diversen Versuchungen widerstehen. Meist bleibt das Geld dann beim „Fass ohne Boden“, dem Fußball – man „frisiert“ – wenn nötig – Bilanzen und die eigene Existenz ist kaputt.   Sagen wir mal so: in dieser Konstellation sollte man – wenn man nicht widerstehen kann – eine geladene Pistole in der Schreibtischlade liegen haben, um sie gegen sich selbst zu richten. Ich habe die Pistole nicht gebraucht, aber Konkurrenten und Kollegen von mir schon!

Wie der Fall Commerzbank/ SV. Mattersburg ausgeht, weiß ich nicht. Die Anlagen der kleinen Sparer sind bis zu 100 000 Euro „staatlich“ gesichert, aber die Bank verwaltete auch Einlagen von 40 Millionen und mehr!

Ich bleibe dran, denn der Fall erinnert mich an die Situation, in der sich überehrgeizige Sportfunktionäre befinden. Diesbezüglich hören Sie von mir, denn das ist ein Lehrstück!

Haben Sie einen schönen Tag

A.C

 

 

 

 

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