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16. JÄNNER 2022 – Sonntag

16.01.2022 | Tageskommentar

Ensemble: Foto: Herwig Prammer

Linz: „LE NOZZE DI FIGARO“ – Premiere am Musiktheater des Landestheaters, Großer Saal, 15. 01.2022

Corona ist, nicht nur, was die Theaterwelt betrifft, eine im eigentlichen Sinne diabolische Seuche – denn „Diabolos“ bedeutet wortwörtlich im Altgriechischen (διάβολος) „Durcheinanderwerfer“. Durcheinandergeworfen wurden nämlich die Spielpläne so gut wie aller Bühnen weltweit, nicht anders Linz. Eigentlich hätte die erste der da-Ponte-Opern Mozarts ja schon vor einem Jahr ihre Premiere im neuen Musiktheater haben sollen – aber immerhin kann sie heute zum anfangs der aktuellen Spielzeit geplanten Datum über die Bühne gehen, wenn auch mit früherer Beginnzeit, von wegen Sperrstunde…

…Was zeitlich wie räumlich davor abläuft, ist auf Ebene der Personenführung textlich wie psychologisch feinst ausgearbeitet und bis ins winzigste Detail lebendig, engagiert und emotionell überzeugend gespielt, bis hin zu Chorsolistenrollen. Z. B. haben wir zum ersten Mal die Verkleidungen im vierten Akt szenisch wirklich plausibel erlebt (nur die zwei Pavillons wurden zu einem einzigen hohlen Baum). Der Abend beginnt auch mit dem nachgerade schon ungewöhnlichen musikalisch-kontemplativen Luxus einer Ouverture mit geschlossenem Vorhang. In Hinblick auf den „Klassik-Treffpunkt“ mit Martin Kušej, früher am selben Tag, könnte man durchaus sagen: das Regieteam hat so ziemlich das Gegenteil der Dinge gemacht, die der Burgtheaterdirektor als seine Maximen verkündet hat – und Carpentries und Co. haben damit zu 100 % ins Schwarze getroffen! Da brauchts keine plumpen #MeToo-Implantate ins Jahr 1789, da genügt der Hinweis auf den gleitenden Übergang vom ius primae noctis in die gewöhnliche männliche Übergriffigkeit; in dem Zusammenhang sind wohl mehrere Schwangerschaften und Kleinkinder im Chor zu erklären…

…Fazit: Tosender Applaus, Jubel, standing ovation – ausdrücklich das Produktionsteam eingeschlossen, mit Betonung für Graf, Gräfin, Susanna und Cherubino!

Zum Premierenbericht von Petra und Helmut Huber

Theater an der Wien: Umbesetzung in „Tosca“/ Dirigat

In Folge einer Erkrankung muss Ingo Metzmacher das Dirigat der Neuproduktion von Puccinis „Tosca“ leider kurzfristig abgeben. Der renommierte und mehrfach international ausgezeichnete Dirigent Marc Albrecht übernimmt die musikalische Leitung für die mit Spannung erwartete Premiere am 18. Jänner 2022. In der Inszenierung von Martin Kušej ist mit Kristine Opolais als Floria Tosca, Jonathan Tetelman als Mario Cavaradossi und Gábor Bretz als Scarpia eine exquisite Sängerbesetzung am Theater an der Wien zu erleben. Es spielt das ORF Radio-Symphonieorchester Wien und singt der Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner).

Wiener Staatsballett: Das Rad um einige Jahrzehnte zurück gedreht  (14.1.2022)  

Elena Bottaini, Denys Cherevychko. Foto: Ashley Taylor/Wiener Staatsballett

Der „Liebeslieder“-Titel des neuen Programms des Wiener Staatsballetts mag verführerisch klingen. Das Ensemble hat für diese Abende in der Staatsoper das Rad einige Jahrzehnte zurück gedreht. Mit Blickrichtung New York. Der perfekt einstudierte und getanzte Dreiteiler führt in die schöpferisch so innovativen Jahre der damals vielschichtig aufgeblühten US-Tanzszene. Versetzen wir uns somit ein bisschen mehr als ein halbes Jahrhundert oder zumindest drei Jahrzehnte in der Ballettgeschichte zurück. Keine der damals berühmt gewordenen Choreographien ist zwar zu sehen, kein sinnlich aufwühlendes Erlebnis wird geboten, doch es ist der choreographischen Sublimitäten wegen wohl ein schöner Abend für Kenner des Genres und gestandene Romantiker.  ..

Zum Bericht von Meinhard Rüdenauer

WIENER STAATSOPER: GUTE NACHRICHTEN FÜR JUGENDLICHE VON 12-15 JAHREN
 
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Publikum,

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass es durch eine Änderung in der Verordnung ab sofort auch für Jugendliche von 12-15 Jahren möglich ist, trotz der »Booster-Plus« –  Regelung Vorstellungen der Wiener Staatsoper zu besuchen.
Für den Einlass wird in diesen Fällen ein negativer PCR-Test, nicht älter als 48 Stunden, oder ein gültiger Ninja-Pass benötigt.

Alle weitere Informationen zu den gültigen Corona-Regeln finden Sie hier.

Man freut sich bereits über den kleinsten Fortschritt!

WIEN / Volksoper: BORIS GODUNOW von Modest Petrowitch Mussorgski konzertant
Premiere der konzertanten Aufführungsserie am 15.Jänner 2022

Albert Pesendorfer als „Boris“.  Foto: Volksoper/ Johannes Ifkovits

Der Rezensent hat es gerade noch rechtzeitig geschafft ins Theater zu kommen, da der Covid-Test wieder mit Verspätung kam und ein Antigentest im Notfall auch akzeptiert wird. Die nächste Überraschung ist dann der schwach besetzte Zuschauerraum, wie er in der Volksoper bei einer Premiere wohl noch nicht zu erleben war.

Eigentlich ist Boris Godunow ein Volksdrama nach Alexander Puschkin, das sich für die Volksoper ausgezeichnet eignet. Zuletzt gab es 1998 eine Aufführungsserie unter Harry Kupfer. Dennoch ist diese Oper, schon wegen ihrer Massenszenen, eine Herausforderung für jedes Theater.  Auf Grund von Covid 19 hat man sich zu einer kpnzertanten Aufführung der Erstfassung, oft auch Originalfassung genannt, entschieden. Mit einer Reduzierung der Chorszenen und dem Verzicht auf den Zusatzchor. Die Krönungsszene wird aufgeführt, die Revolutionsszene und der Kinderchor sind jedoch gänzlich gestrichen…

…Boris Godunow ist Albert Pesendorfer, der stimmlich wie darstellerisch überzeugt und es dem Publikum sichtlich leicht macht, die Tragik, Angst, Trauer und Hoffnungslosigkeit des Zaren nachzuvollziehen.  Pesendorfer erfreut durch eine in allen Lagen wohltönende Stimme, die auch das für die Volksoper geeignete Volumen besitzt. Es ist also nicht immer nötig, die großen russischen Stars zu rufen.

Einen sehr erfreulichen Eindruck macht Yasushi Hirano als Eremit Pimen, dessen große Erzählung von den Geschehnissen am Grab des Dimitri zum Höhepunkt des Abends wird. Er besitzt eine prachtvolle, lyrische Bassstimme mit sicherer Höhe, singt wortdeutlich und weiß auch den Zuhörer in seinen Bann zu ziehen.

Grigori oder der falsche Dimitri, hier hat infolge der Kürzungen keine großen Entfaltungsmöglichkeiten. Was Vincent Schirrmacher zu singen hat, macht er gekonnt, aber durch den Wegfall des Polenaktes verliert auch er den schönsten Teil seiner Rolle…

Zum Premierenbericht von Karlheinz Schöberl

Berlin/ Deutsche Oper
Kontroverse um die Putzfrau im Ring des Nibelungen
Regisseur Stefan Herheim stellte sich in der Deutschen Oper den Fragen von Kritikern und Publikum und brachte einiges Licht ins Dunkel.
BerlinerMorgenpost.de

OPER ZÜRICH: CAVALLERIA RUSTICANA (natürlich gekoppelt mit „Pagliacci“, ab 18.1.)

Gefunden von Fritz Krammer

Svetlina Stoyanova, Irene Friedli, Marcelo Alvarez, Elina Garanca

ZU INSTAGRAM

Teatro alla Scala Milano: Pressekonferenz zu „I Capuleti e i Montecchi“. Premiere ist am 18.1.

Si è tenuta oggi in Teatro la conferenza stampa di presentazione della nuova produzione de I Capuleti e i Montecchi, in scena dal 18 gennaio al 2 febbraio e ricca di debutti. Quelli della direttrice @speranzascappucci e del regista Adrian Noble alla Scala, e quelli delle protagoniste @lisetteoropesa e @mariannecrebassa nei rispettivi ruoli di Giulietta e Romeo.

ZU INSTAGRAM mit drei Fotos

OPER FRANKFURT: “ VON HEUTE AUF MORGEN“ – Premiere heute, 16. Januar 2022

Von heute auf morgen
Oper in einem Akt von Arnold Schönberg
Text von Max Blonda (Pseudonym für Gertrud Schönberg)

Begleitmusik zu einer Lichtspielszene
von Arnold Schönberg

Sechs Monologe aus „Jedermann“
Liederzyklus für Bariton und Orchester von Frank Martin
Text nach Hugo von Hofmannsthal

Johannes Martin Kränzle, Camilla Nylund. Foto: Barbara Aumüller

Asmik Griorian in Berlin: Jolanthe unter Kirill Petrenko

 

https://dumpor.com/c/9827888522181990572

HEUTE: ZWEI MITSING-MUSICALS von und mit GERNOT KRANNER

HEUTE (Sonntag, 16. Jänner) gibt es ZWEI MÖGLICHKEITEN,  MITSING-MUSICALS von und mit GERNOT KRANNER zu erleben:

11 Uhr DER GESTIEFELTE KATER! Im Haus der Musik, Seilerstätte 30, Karten unter 01 – 513 48 50
14 Uhr PETER PAN! Im Kulturzentrum Wüste, U2 Hausfeldstraße, Eintritt frei

Beim GESTIEFELTEN KATER lernen Kids ab 3 Jahren, dass man sich auf seine Hinterbeine stellen muss, wenn einem jemand ans Fell gehen will.
Bei PETER PAN erfahren wir, dass man, wenn man nicht zu träumen verlernt hat, nie zu alt ist, um fliegen zu können.

UNTERHALTUNG MIT HALTUNG für Kids ab 3 – und für alle, die im Herzen jung geblieben sind

Gernot Kranner. Foto: Barbara Palffy

Sprechtheater

Moliere: Lasst die Komödianten ein!
Molière war ein Star seiner Zeit und der Esprit seiner Stücke glänzt bis heute. Zum 400. Geburtstag am 15. Jänner.
WienerZeitung.at

Hamburg
„Freiheit kommt von innen“
Regisseur Kirill Serebrennikov wurde 2017 in Moskau verhaftet und nach einem Schauprozess 2020 verurteilt. Nach vier Jahren mit Hausarrest durfte er überraschend nach Hamburg reisen, um „Der schwarze Mönch“ nach Tschechow zu inszenieren. Ein Gespräch.
Die Welt.de

Kirill Serebrennikov hat offenbar eine gute PR-Agentur, deren Reichweite aber über Deutschland und Umgebung – die Umgebung residiert in der Wiener Staatsoper –  nicht hinausreicht. Aber  „Die Welt“ schreibt von einem „Schauprozess“. Wozu ein Schauprozess, wenn in Russland mit Ausnahme einer kleinen Künstlerblase niemand den „Starregisseur“ kennt? Das wäre vergebliche Liebesmüh gewesen, aber Serebrennikov hat der „Schauprozess“  offenbar nicht geschadet. Jetzt möge er in Deutschland bleiben und zeigen, was er drauf hat! Theaterkasse braucht man ihm aber nicht anvertrauen.

WIEN / Volkstheater:  HUMANISTÄÄ!
„eine abschaffung der sparten“ nach Ernst Jandl
Premiere: 15. Jänner 2022
 

Foto: Volkstheater

Er „zog“ zwar nicht ganz so wie die „Sisi“ drei Tage davor, aber in Anbetracht dessen, dass die Josefstadt am gleichen Abend eine Jelinek-Premiere bot (wenn auch kein neues Stück), so war die Premiere des Ernst-Jandl-Abends im Volkstheater doch gut besucht.

Wie auch nicht? Mag Jandl auch seit mehr als zwei Jahrzehnten tot sein, Qualität wie die seine vergeht nicht. Und obwohl er in erster Linie „Lyriker“ (wenn auch einer der ganz anderen Art) war, so sind in Wien in den achtziger Jahren seine Stücke, vor allem „Aus der Fremde“ (sogar mehrmals), aber auch „Die Humanisten“ gespielt worden.

Ernst Jandl (1925-2000), das war das Spiel mit der Sprache auf unglaublich hohem – und spezifisch österreichischem – Niveau. So sehr auch das Wienerische in seine Sprache einfloß, war er doch alles andere als ein „Mundartdichter“ (von denen es, siehe Artmann, ja auch hochkarätige gab). Jandl war ein Sprachkünstler, ein Sprachanalytiker, ein Sprachphilosoph, ein Sprachdadaist. Seine Zerrspiegeleien führen immer wieder, wenn man sie mitdenkt, zu verblüffenden Erkenntnissen. Im Volkstheater versucht nun Regisseurin Claudia Bauer unter dem Titel „humanistää!“ (was die Humanisten ausreichend verballhornt), für Jandls Sprache Bilder zu finden…

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Wien/ Volkstheater
Intendant Kay Voges: „Das Neue hat es schwer“
Der Chef des Wiener Volkstheaters Voges über die Schwierigkeiten, in der Pandemie einen Neustart zu lancieren.
Wiener Zeitung.at

Unter’m Strich
Infektiologe: Vierte Impfung jetzt schon vorbereiten
Für mich wäre eine Viertimpfung vier bis sechs Monate nach der dritten Impfung eine adäquate Maßnahme“, sagte der Münchner Chefarzt Clemens Wendtner.
Die Presse.com

Der Münchner tritt ohnedies bescheiden auf, andere sich als Experten gebende sprechen schon von der zehnten Impfung!

Wenn es für jeden Stich einen Tausender gibt, wird Impfen in Österreich nocht zum Volkssport!

Djokovic muss Australien verlassen!
Besseres hätte ihm nicht passieren können. Jetzt auf in die Märtyrerrolle
https://sport.orf.at/stories/3089381/

WINE NEWS – MARIAGE VIENNOIS Ed. 02. Unser Mitarbeiter Kurt Vlach ist gemeinsam mit seiner Frau Tomo auch als Weinproduzent höchst erfolgreich!

Liebe Freunde,

Ich freue mich sehr, Euch mitteilen zu können, dass wir nach dem großen Erfolg des „Wiener Gemischten Satzes DAC 2020“ nun mit der Reservierung des neuen Jahrgangs 2021 beginnen.

2021 war ein sehr gutes Jahr und wir haben hohe Erwartungen an den neuen Wein (nachdem er letztes Jahr mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde).

Außerdem konnten Tomo und ich ein größeres Kontingent dieses Weines ergattern – also könnt ihr ruhig großzügig bestellen 😉 .

Wir verschicken unseren Wein auch innerhalb der Europäischen Union (und je nach den örtlichen Bestimmungen auch in andere Länder).

Dieses Jahr haben wir ein anderes Etikett – entworfen von unserer lieben Freundin, der wunderbaren Künstlerin Wessi (wir haben Werke von ihr in unserer Wohnung) – das wird einen Extra-Kick geben und die Flasche vielleicht sogar zu einem Sammlerstück machen…

Wie auch immer, bitte bestellt schnell (und zögert nicht, größere Mengen zu bestellen) – ihr werdet es nicht bereuen 🙂

Ich füge das Bestellformular hinzu

 

Vielen Dank im Voraus,

Kurt Vlach

Meine Bestellung bekommst Du heute!

ORF : „IM ZENTRUM“: Impfpflicht auf Österreichisch – Ausweg oder Sackgasse?

Am 16. Jänner um 22.10 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Morgen, Montag, soll der Gesetzesentwurf zur Allgemeinen Impfpflicht im Nationalrat diskutiert und am Donnerstag beschlossen werden, damit er am 1. Februar in Kraft treten kann. Hinter den Kulissen des Parlaments wird heftig um den finalen Entwurf verhandelt. Expertinnen und Experten werden gehört und die Klubs zeigen auch untereinander großen Diskussionsbedarf. Was wird korrigiert und was bleibt? Kommen zusätzliche Impfanreize? Wer soll die Pflicht exekutieren bzw. kontrollieren? Wird die Justiz durch den Verwaltungsaufwand lahmgelegt? Wird das Gesetz vor dem Verfassungsgerichtshof halten? Wird es am Ende eine „Impfpflicht light“? Und ist die Impfpflicht wirklich der Ausweg aus der Pandemie oder führt sie in eine Sackgasse?

Was ist eine „Impfpflicht light“? Eine „Freiwillige Pflicht“?

Verbringen Sie einen schönen Sonntag!

A.C.

 

 

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