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16. FEBRUAR 2022 – Mittwoch

16.02.2022 | Tageskommentar

GESTERN IN NEAPEL: ANNA NETREBKO ALS AIDA
ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos

WIEN Staatsoper: 14.02.2022: DIE TOTE STADT – Vorstellung mit großen Hindernissen

Adrian Eröd. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Der Dirigent und der Hauptrollensänger musste nebst weiteren Sängerdarstellern ersetzt werden, die Vorstellung stand an der Kippe. Der geplante Live-Stream wurde verständlicherweise abgesagt werden. Zuerst kam ein Dirigent Yoel Gamzou zu seinem Staatsoperdebüt,  der Abendspielleiter mimte den Paul, während Tenor Norbert Ernst von der Seite sang. Die Vorstellung konnte mit einigen Abstrichen, aber doch auf Staatsopern-Niveau über die Bühne gegen.

Valentino Hribernig-Körber war für uns dabei:

„Ich bin wirklich nicht zu beneiden“ – lautet der Standard-Satz von Peter Weck in einer Komödie von Ulli Bree. Er wäre derzeit nur zu geeignet als Motto für Direktoren von Theatern und Opernhäusern, die schon an fast jedem Abend den berüchtigten Schritt vor den Vorhang tun müssen, um dem Publikum die aktuellen Umbesetzungen und Absagen zu kommunizieren.

Dem Herrn am Ringe hat man an diesem Abend eine gewisse Erleichterung angemerkt, war er angesichts des Ausfalls des Dirigenten und des Hauptdarstellers in einer nicht gerade häufig aufgeführten Oper wohl knapp an einer Total-Absage vorbei geschrammt. Natürlich wird auch Genugtuung dabei sein, einem Haus vorzustehen, das in der Lage ist, nicht nur diese, sondern auch noch zwei weitere Partien nach zu besetzen. Die Arbeit des Rezensenten verschiebt sich natürlich angesichts der Häufung von „Rettern“, die für das Zustandekommen einer Vorstellung aufgeboten werden, von der Kultur- zur Sensationsberichterstattung und enthält sich diesen gegenüber einer wertenden Beschreibung der künstlerischen Leistungen…

…Das Publikum war trotzdem froh, dank der Einsatzbereitschaft aller nicht nach Hause geschickt worden zu sein. Doch zumindest – wie der Hausherr bei seiner Ansage launig bemerkte – „ist ja der Komponist des Werkes jedenfalls unverändert geblieben“.

Zum Bericht von Valentino Hribernig-Körber

Wiener Staatsoper: Donizettis „Anna Bolena“ mit Diana Damrau
https://www.news.at/a/anna-bolena-diana-damrau-12430898
Wien
Lotte de Beer: „Ich schrieb ganz oben auf den Zettel: Operette“ (Bezahlartikel)
Lotte de Beer, designierte Direktorin der Wiener Volksoper, inszeniert im Theater an der Wien „Jenůfa“ von Janáček. Mit der „Presse“ sprach sie darüber – und über ihre Pläne für die Volksoper. Mit „Lulu“ wird sie jedenfalls nicht beginnen.
Die Presse.com

GRAZ/ Opernhaus: MORGEN UND ABEND von Georg Friedrich Haas

Es gibt eine lebenslange Verbindung des heute 68-jährigen Georg Friedrich Haas mit Graz. Hier wurde er geboren und hierher kam er nach Kindheit und Schulzeit in Vorarlberg zurück, um hier Klavier, Komposition und Musikpädagogik zu studieren. Er unterrichtete an der Kunstuniversität in Graz (zuletzt als  Universitätsprofessor) und an der Musikakademie in Basel. 2013 wurde er als Professor of Music an die Columbia University in New York berufen und lehrt seitdem dort Komposition. Alle Details seines künstlerischen und pädagogischen Lebenswegs finden sich in der erst jüngst aktualisierten Musikdatenbank von mica – music austria  

Georg Friedrich Haas „ist heute einer der wenigen hiesigen zeitgenössischen Musiker, die es tatsächlich zu internationalem Ansehen gebracht haben und nicht nur im Inland weltberühmt sind“, wie die Wiener Tageszeitung Der Standard pointiert zur Einbegleitung der österreichischen Erstaufführung seiner etwa 90-minütigen Oper Morgen und Abend an der Oper Graz schrieb…

 

https://www.deropernfreund.de/graz-12.html;

Dr. Hermann Becke /www.deropernfreund.de

Berlin/ Staatsoper: „DIE SACHE MAKROPULOS“ von Leoš Janáček, Premiere, 13.02.2022


Marlis Petersen (Emilia Marty) und Ludovit Ludha (Albert Gregor). Foto: Monika Rittershaus

„Die Sache Makropulos“ an der Staatsoper Berlin ist eine echt tolle Sache geworden, die großes Lob verdient. Bei diesem Dreiakter von Leoš Janáček, der nur knapp zwei Stunden braucht, um in Ton und Text eine geheimnisvoll spannende Story zu erzählen, stimmt hier wirklich alles.

Die Oper, die auf einem Text  von Carel Ĉapek basiert, wird hier auf Tschechisch gesungen. Bei einer Oper von Janáček ist das wichtig, da er alle nach der heimatlichen Sprachmelodie komponiert hat.

Für die Sängerinnen und Sänger, die diese schwierige Sprache erst lernen mussten, war das sicherlich eine harte Arbeit. Doch niemand von ihnen kommt bei der Premiere – auch dank der Souffleuse – in Nöte. Das Publikum liest den Text auf Übertiteln in Deutsch und Englisch…

…Angesagt sind nun aber der Jubel des Publikums in der voll besetzten Staatsoper und die hoch verdienten Bravi für die großartige Marlis Petersen, die diese schwierige Oper zum Erfolg geführt hat. Auch Simon Rattles Dirigat hat alle begeistert. Selbst dem Regieteam wird kräftig applaudiert. „Die Sache Makropulos“ ist durch den spürbaren Einsatz aller Mitwirkenden zu einer ermpfehlenswerten Sache gediehen. 

Zum Bericht von Ursula Wiegand

Das Opfer Elina: Intensive „Makropulos“-Premiere an der Berliner Lindenoper
NeueMusikzeitung/nmz.de

Verfluchte Unsterblichkeit
Zwischen Leidenschaft und impressionistischem Oberflächenglanz: Leoš Janáčeks Oper „Die Sache Makropulos“ in der Berliner Staatsoper unter den Linden.
SueddeutscheZeitung.de

Basel: Rätselhafte Fassung von «Don Carlos»
Bei der Premiere der Verdi-Oper am Sonntagabend erhob sich das Publikum zögerlich für Standing Ovations – vielleicht weil Regisseur Vincent Huguet viel Raum für Interpretation lässt.
https://www.bazonline.ch/raetselhafte-fassung-von-don-carlos-815555034883

Basel
Spannungsverluste im Halbdunkel – „Don Carlos“ am Theater Basel
NeueMusikzeitung/nmz.de

Elisabeth Kulman: I verkauf mei G’wand!

Elisabeth Kulman. Foto Copyright: Julia Wesely

Für alle, die schöne Sachen lieben!
An Damen, die das Einzigartige suchen, und Herren, die Damen zum Strahlen bringen wollen!

Der Countdown läuft!
Ab Mittwoch, 16.2., um 20 Uhr, gibt es exklusive Teile meiner Bühnengarderobe aus den letzten 25 Jahren in meinem Webshop zu erstehen!

HIER GEHT’S ZUM SHOP

I verkauf mei G’wand
Frei nach Johann Strauss‘ Wiener Blut-G’stanzl „Gehts und verkaufts mei G’wand, i fahr in Himmel“ wünsche ich allen, die ein oder mehrere Stücke erwerben, ganz viel Freude damit! Jedes einzelne Teil hat mir viel bedeutet. Jetzt ist es für mich Zeit loszulassen, die Staffel weiterzureichen und neue Wege und Stile zu finden. Alles ist im Wandel – panta rhei!

Viel Spaß beim Gustieren und Auswählen! Am Mittwoch, 20 Uhr, geht’s los! Weitersagen!

EINKAUFEN

Mehr darüber in den Infos des Tages

Elīna Garanča & Maestro Karel Mark Chichon suchen die ZukunftsStimme 2022!

Nach dem großen Erfolg der vergangenen Jahre suchen Kämmersängerin Elīna Garanča und Maestro Karel Mark Chichon im Rahmen ihrer eigenen Nachwuchsinitiative „ZukunftsStimmen“ wieder neue Talente.

Die Gewinnerin oder der Gewinner hat die einzigartige Möglichkeit, im Zuge der Klassik-Open-Air-Konzerte in Stift Göttweig (6. Juli 2022) und Kitzbühel (9. Juli 2022) gemeinsam mit Elīna Garanča und Karel Mark Chichon auf der Bühne zu stehen und ihren nächsten Karriereschritt zu machen.

Neben diesen beiden Auftritten warten auf die „ZukunftsStimme“ ein persönliches Coaching mit Elīna Garanča sowie ein attraktiver Förderbeitrag. Für die bestplatzierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden im Jahr 2022 weitere attraktive Auftrittsmöglichkeiten im Umfeld der beiden Klassik-Open-Air-Konzerte geschaffen.

Darüber hinaus bietet der Wettbewerb eine einzigartige mediale Plattform, um die jungen Künstlerinnen und Künstler einem breiten Publikum vorzustellen. Neben umfangreicher Berichterstattung in Tageszeitungen berichtet auch der ORF ausführlich in verschiedenen Formaten über die Nachwuchsinitiative ZukunftsStimmen.

Die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter www.zukunftsstimmen.at/bewerbung

Das MuTh : DIE REISE DES KLEINEN PRINZENKinderoper von Gerald Wirth nach Antoine de Saint-Exupéry (6+)

ab 25.2. im MuTh: Familien- & Schulvorstellungen sowie Streaming in die Klassenzimmer Ö

Foto: Lukas Beck

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ hat nichts an Kraft eingebüßt. Der Kinderopernerfolg von Gerald Wirth mit Chören der Wiener Sängerknaben-Familie und Kammersänger Michael Schade als Erzähler kehrt auf die Bühne des MuTh zurück (Regie: Philipp M. Krenn): Live ist „Die Reise des kleinen Prinzen“ ab 25. Februar 2022 in drei Familienvorstellungen sowie in Schulaufführungen zu erleben

Details in den „Infos des Tages“

TTT Vinylschätze 6 – Tempi passati – „Wohlgefallen“
nach 79 Jahren:  G
iuseppe Verdi: Macbeth, deutsche Gesamtaufnahme Wien 1943     
Elisabeth Höngen, Mathieu Ahlersmeyer, Herbert Alsen, Orchester Wiener Staatsoper, Wiener Staatsopernchor, Dirigent Karl Böhm

 

 Akt I Duett, Ahlersmeyer, Höngen (Macbeth/Lady) „Geh melde meiner Gattin“  11.43 Min.

https://www.youtube.com/watch?v=tKwMtqJhsT8

TTT: Wem gehört die Moral?
Wer andere selbstgerecht darüber belehrt, wie sie sich moralisch zu verhalten hätten, und sich selbst stets auf der Seite der Guten wähnt, verwechselt Moral mit Moralismus.
https://www.nzz.ch/meinung/wem-gehoert-die-moral-ld.1640704

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Weitere Entwicklungen in der Ukraine-Krise:

  • Scholz und Putin plädieren für den diplomatischen Weg – aber die Positionen sind schwer miteinander vereinbar: Der deutsche Kanzler Olaf Scholz hat am Dienstag in Moskau einen entschlossenen russischen Präsidenten getroffen. Wladimir Putin will keinen Krieg – aber von seinen Forderungen an den Westen rückt er nicht ab. Die Duma hat ihm noch ein zusätzliches Druckmittel in die Hand gegeben.
    Zum Bericht
  • Ein Krieg in der Ukraine könnte die nächste grosse Flüchtlingskrise in Europa auslösen: Ukrainer und ausländische Akteure rüsten sich für eine Fluchtwelle im Falle einer russischen Invasion. Polen wäre wohl der Hotspot, aber auch zahlreiche weitere EU-Staaten könnten betroffen sein.
    Zum Bericht
  • Die Ukraine hat viel mehr Potenzial, als man im Westen denkt: Im Westen stellen sich viele die Ukraine als graue, dumpfe Ex-Sowjetrepublik vor. Doch wer nach Kiew, Lwiw oder Odessa reist, findet dort lebendige Städte mit reicher Kultur und weltoffenen Menschen vor. Die Ukraine – auch als «Lohnparadies» an der EU-Ostgrenze bezeichnet – ist ein Land mit viel Offenheit und wirtschaftlichen Chancen. Aber auch mit viel Korruption.
    Zum Bericht

  • Prinz Andrew einigt sich im Missbrauchsverfahren mit der Klägerin Virginia Giuffre auf einen Vergleich: Der zweite Sohn der Queen wird eine «beträchtliche Spende» an Giuffres Hilfsorganisation für die Rechte von Opfern von Gewalt leisten. «Prinz Andrew hatte nie die Absicht, den Charakter von Frau Giuffre zu verunglimpfen», heisst es in einer Erklärung. Er akzeptiere, dass Giuffre als Ergebnis unfairer öffentlicher Angriffe gelitten habe. Die 38-Jährige hatte den Prinzen beschuldigt, sie im Alter von 17 Jahren sexuell missbraucht zu haben.
    Zu den neusten Entwicklungen
  • Mehrere Tote nach Kentern eines spanischen Schiffes vor der Küste Kanadas: Spanien trauert um sieben Fischer – und zittert um das Leben von 14 weiteren Männern, die nach dem Untergang eines Fangschiffes im eiskalten Wasser des Nordwestatlantiks vorerst spurlos verschwanden. Die Hoffnungen schwinden.
    Zum Bericht

 

Scholz bei Putin: Eine Reise mit Abstrichen
Scholz lehnt einen russischen PCR-Test ab. Was aber könnte Putin mit der DNA von Kanzlern anfangen? Ein Historiker vom Deutschen Spionagemuseum sagt: ziemlich viel.
https://www.sueddeutsche.de/panorama/dna-pcr-test-russland-putin-scholz-macron-1.5529479

Novak Djokovic: „Lieber Wimbledon-Verzicht als Corona-Impfung“
Novak Djokovic will lieber auf weitere Chancen auf große Tennis-Erfolge verzichten, als sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das sagte der 20-fache Grand-Slam-Turniersieger in einem BBC-Interview. Der 34-Jährige wurde gefragt, ob er die Teilnahme an Grand-Slam-Turnieren wie den French Open oder Wimbledon wegen seiner Haltung zum Impfen opfern würde. „Ja, das ist der Preis, den ich bereit bin zu zahlen“, sagte der Serbe.
WienerZeitung.at

Vor 50 Jahren: Als Eiskunstläuferin Trixi Schuba Sportgeschichte schrieb
Ungeachtet des sporthistorischen Erfolges redeten in Wien im Februar 1972 aber alle über den Ausschluss von Ski-Legende Karl Schranz
Kurier.at

HEUTE ORF – Corona-Gipfel – Die Öffnungsschritte: „Runder Tisch“ mit Simone Stribl

Heute, am 16. Februar, um 22.25 Uhr in ORF 2 mit u.a. Reich, Klimek und Bergthaler
 Die Regierung hebt im März die meisten Corona-Beschränkungen auf. Mit wenigen Ausnahmen fallen die G-Regeln, die Sperrstunde wird aufgehoben, die Nachtgastronomie kann wieder öffnen. Die FFP2-Maskenpflicht bleibt in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Supermarkt, im Spital, in Bank und Post bestehen. An der Impfpflicht will die Bundesregierung festhalten. Die Stadt Wien bleibt insgesamt strenger als der Bund. Wie sehr stützt sich dieser Öffnungsplan auf wissenschaftliche Erkenntnisse? Wie weit musste die Regierung dem Druck von Landeshauptleuten und aus der Wirtschaft Rechnung tragen? Darüber diskutieren heute, am 16. Februar, um 22.25 Uhr in ORF 2 bei Simone Stribl am „Runden Tisch“:

Katharina Reich Generaldirektorin für die Öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium
Peter Klimek Komplexitätsforscher
Andreas Bergthaler Forschungszentrum für Molekulare Medizin, Meduni Wien
Martina Salomon „Kurier“
Petra Stuiber „Der Standard“

 

In eigener Sache: Die Beisetzung  unseres Rezensenten und Forumsmoderators Heinrich Schramm-Schiessl fand gestern nach einer in der Kirche am Bischof Faber-Platz in Wien-Gersthof zelebrierten Auferstehungsmesse im engsten Kreis statt. Das war der ausdrückliche Wunsch des Verstorbenen. Dennoch fand sich eine große Zahl von Trauernden ein, viele von seiner Studentenverbindung. Die für Blumenspenden vorgesehene Summe wurde für die Tiger im Schönbrunner Tiergarten gesammelt! Der Weg zur letzten Ruhestätte wurde von den Klängen des Trauermarsches aus „Götterdämmerung“ begleitet!

Heinrich Schramm-Schiessl hinterlässt beim Online-Merker eine Lücke, die nicht zu schließen ist. Heinz, wir danken Dir!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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