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16. FEBRUAR 2020 – Sonntag

16.02.2020 | Tageskommentar


Regula Mühlemann debütiert heute an der Wiener Staatsoper. Foto: Guido Werner

L’elisir d’amore an der Wiener Staatsoper
Donizettis L’elisir d’amore steht am 16. und 23. Februar 2020 auf dem Spielplan des Hauses am Ring. Mit dieser Vorstellungsserie gibt die junge international gefragte Schweizer Sopranistin Regula Mühlemann als Adina ihr Staatsoperndebüt und gleichzeitig ihr weltweites Rollendebüt in dieser Partie. Als Belcore gibt Rafael Fingerlos sein Rollendebüt am Haus; Jinxu Xiahou singt den Nemorino, Ambrogio Maestri den Dulcamara und Mariam Battistelli die Giannetta.

Es dirigiert: Evelino Pidò. Reprise: 23. Februar

Die Sopranistin Regula Mühlemann wuchs in Luzern auf und studierte dort bei Barbara Locher. Die Sopranistin erhielt zahlreiche Preise und Stipendien und war 2015 Finalistin des Wettbewerbs Cardiff Singer of the World. Ihr Filmdebüt gab sie als Ännchen in Hunter’s Bride, einem Film, der von Webers Der Freischütz inspiriert ist. Engagements führten sie u. a. an das Opernhaus Zürich una an die Mailänder Scala

Wien/ Staatsoper: Elektra am 15.2.

Garderobenselfie Christine Goerke. Foto: Instagram, gefunden von Fritz Krammer

Das Merker-Amt sieht sich bisweilen mit einer gewissen Befangenheit konfrontiert, immer dann nämlich, wenn zu unmittelbar zurückliegenden Vorstellungen aus dem Kollegenkreis bereits überaus positive, ja beinahe euphorische Kommentare vorliegen, und wenn trotzdem nach wenigen Minuten eigenen Erlebens klar wird, dass sich diese Euphorie bei einem selbst nicht vorbehaltlos einstellen wird.

Das wird zunächst an der musikalischen Auffassung von Semyon Bychkov gelegen haben, der den umfangreichen Apparat aus Orchester und Chor der Wiener Staatsoper (letzterer einstudiert von Martin Schebesta) sowie die Schar der Solisten über die Subtilität der Partitur hinweg, dynamisch wenig differenziert in einer Lautstärke, die niemals unter das Mezzoforte ging, durch den Abend führte…

…Am meisten durch den ungezähmten Einheitsklang in Bedrängnis gebracht wurde die Elektra von Christine Goerke, die trotz unüberhörbarem Kraftaufwand phasenweise unhörbar blieb. Überhaupt konnte die amerikanische Sopranistin die in sie gesetzten Erwartungen (zumindest an diesem Abend) nicht erfüllen. Denn selbst wenn man die Beeinträchtigung, welche ihre Bühnenerscheinung durch das unvorteilhafte Kostüm erfuhr, in Rechnung stellt, bleibt ihre Atriden-Tochter verhalten und auch im großen Ausbruch seltsam temperamentlos…

Zum Bericht von Valentino Hribernig-Körber

Biel/ Solthurn: Béla Bartók/Eberhard Kloke: Herzog Blaubarts Burg, TOBS, Stadttheater Biel, Uraufführung: 14.02.2020

Copyright: Theater Biel/ Solothurn

 „Regisseure müssen mehr ans Publikum denken.“

Mit der Uraufführung der Bearbeitung von Bela Bartoks «Herzog Blaubarts Burg» durch Eberhard Kloke (erst möglich, nachdem die Schutzfrist für Bartóks Oper Ende 2019 ausgelaufen ist) wird Theater Orchester Biel Solothurn seinem Ruf als innovatives Haus einmal mehr voll und ganz gerecht…

Zum Bericht
von Jan Krobot

Berlin/ Staatsoper: DER ROSENKAVALIER. Zweite Vorstellung

Michèle Losier, Günther Groissböck. Foto: Ruth Waltz

…Auch Regisseur André Heller, bekannt als Multitalent, weiß um den Wert der Zeit. In einem im Programmbuch zu lesendem Interview bezeichnet er die Zeit als das Kostbarste, „was wir außer unser Gesundheit im Leben besitzen“ und fragt sich, ob er „liebevoll und behutsam genug mit der Zeit des Publikums“…umgehe.

An der Staatsoper Berlin bleibt das Theorie. Es werden diesmal – einschließlich zweier Pausen – genau fünf Stunden, hat Heller doch die Langfassung gewählt. Darüber hinaus bringt er so ziemlich alles, was die Donaumetropole an Wichtigem zu bieten hat.

Personell sind das Xenia Hausner, Gestalterin des Bühnenbilds, und den neuen Modetrendsetter Arthur Arbesser, der inzwischen in Mailand lebt. Heller selbst hat einen Zweitwohnsitz in Marokko.

Sie alle sorgen für eine farbenträchtige Szenerie, zunächst mit Japan-Flair, gefolgt vom Jugendstil und einem schon angedeutetem Abstecher in den Orient. Bunt in der dunklen Jahreszeit wirkt positiv, und so schickt Heller den Baron, gekleidet in österreichischer Tracht, und sein Mariandl nicht in ein heimisches Beisl, sondern in solch ein sinnenfreudiges Ambiente…

Zum Bericht von Ursula Wiegand

Wien
Volksoper: Robert Meyer will weiter Direktor bleiben
„Ich verspüre große Lust, meine Arbeit mit meinem Team für unser Haus auch über das Jahr 2022 hinaus fortzusetzen“,
Kurier

GYPSY – Musical von Jule Styne und Stephen Sondheim – Wiener Volksoper, 15.2.2020

Heinrich Schramm-Schiessl:  Da ich seinerzeit bei der Premiere leider verhindert war, die Berichte darüber aber mehr als erfreulich waren, habe ich nun die letzte Vorstellung der heurigen Serie besucht und einen durchaus positiven Abend im Haus am Währinger Gürtel erlebt…

Zum Bericht von Heinrich Schramm-Schiessl

Magdeburg
5 vor 12 im Urwald: „Turandot“ extrem wild in Magdeburg
Neue Musikzeitung/nmz.de

LUZERN/ Theater:  DSCHUNGEL – Brassopera von Manuel Renglli- Uraufführung

Atlanta (Diana Schnürpel – rechts) umschlingt Brahma. Foto: Ingo Höhn

Am 8. Februar 2020 feierte die Uraufführung der Brassoper „Dschungel“ im Luzerner Theater ihre umjubelte Premiere und am 14. Februar gab es die zweite Vorstellung, die ich mir für die Beurteilung des Werkes noch unbedingt einmal anhören musste. In der Einführung wurde dem Publikum ein „Novum“ der ersten „Brassoper“ versprochen, dass dieser Klassifizierung nicht statthält. Braucht gute Musik zwingend ein einschnürendes Korsett? Für mich gibt es nur gute oder schlechte Musik! Schreckt nicht vielleicht auch die Bezeichnung einen Teil des potentiellen Publikums ab?..

Zum Bericht von Carl Osch

WIEN/MuTh: THE BENNY GOODMAN-STORY im Zyklus „Schorny in the Muth (15.2.). Ein weit gesteckter musikalischer Rahmen

Copyright: Moritz Schell

Benny Goodman (1909-1986) war ohne Zweifel einer der erfolg- und einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts. In Chicago als Sohn armer jüdischer Emigranten geboren, bestritt er seinen Lebensunterhalt bereits mit 12 Jahren als Jazzmusiker. Er gilt bis heute als Mitbegründer des Swing,  prägte früh mit seiner legendären Bigband die amerikanische Musikszene. Er eroberte als erster Jazzer 1938 die bis dahin den Größen der klassischen Musikszene vorbehaltene Carnegie Hall in New York. Perfektionist, zugleich ausgestattet mit  absoluter Hingabe an die Musik und dem Wissen um ihre emotionale Wirkung auf das Publikum, machte er rasch Weltkarriere. Sein Einsatz für die Gleichberechtigung schwarzer und weißer Musiker machte ihn gleichzeitig zu einem Vermittler zwischen Stilen und Kulturen. Komponisten der Klassikszene wie Aaron Copland und Béla Bartók sowie der Komponist zwischen beiden Welten, Morton Gould (1913-1996) widmeten Benny Goodman Kompositionen, die zum Schwierigsten zählen, was für Klarinette geschrieben wurde…

Zum Bericht von Karl Masek

Dirigent Reinbert de Leeuw gestorben.

Reinbert de Leeuw (* 8. September 1938 in Amsterdam; † 14. Februar 2020 ebenda ) war ein niederländischer Dirigent, Pianist und Komponist.

 

WIEN / Scala: DAS VERSPRECHEN
Requiem auf einen Kriminalroman von Friedrich Dürrenmatt
Für die Bühne adaptiert und inszeniert von Claus Tröger
Premiere: 13. Februar 2020

Foto: Bettina Frenzel
Das ist kein echter Krimi, das ist kein Psychothriller, das ist keine Schweizer Kleinstadttragödie und auch nicht die Geschichte eines besessenen Polizisten. Das ist nur Düsternis, die nichts von der schönen Unheimlichkeit des Films hat…

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

WIEN / Theater der Jugend / Renaissancetheater: AN DER ARCHE UM ACHT von Ulrich Hub
Premiere; 13. Februar 2020 nachmittags

 

Mit Pinguinen hat Autor Ulrich Hub stets Erfolg, „An der Arche um Acht“ ist sein drittes Stück mit den watschelnden Protagonisten und in der Welt der Kinderstücke zu Recht gefragt und beliebt. Denn ganz ohne Schwierigkeiten behandelt er Themen, die auch kleine Kinder nachvollziehen können…
Zum Premierenbericht von Renate Wagner

WIEN/ Veranstaltungstipp

 

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

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