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16. AUGUST 2021 – MONTAG

16.08.2021 | Tageskommentar

Copyright: SF / Maarten Vanden Abeele

SALZBURGER FESTSPIELE: ERSTE EINDRÜCKE VON DER LETZTEN MUSIKTHEATERPREMIERE

Nachtkritik Salzburger Festspiele: „Intolleranza 1960“: Wimmelbild der Grausamkeiten
Die letzte neue Musiktheaterproduktion der Festspiele 2021 bringt einen Paukenschlag der Moderne nach Salzburg: Luigi Nonos „Intolleranza 1960“, in Szene gesetzt von Jan Lauwers, dirigiert von Ingo Metzmacher…

…Für das Szenische in der weitläufigen Felsenreitschule sorgt Jan Lauwers, der dieses Werk über politische Verfolgung, Ausbeutung, Staatsterror und Folter sowie eine metaphorische Naturkatastrophe streckenweise sehr beim Wort nimmt. Die Folterszenen sind quälend lang und die Tänzerinnen und Tänzer von Bodhi Project und der Salzburg Experimental Academy of Dance dürfen bei diesen Brutalitäten nur wenig stilisieren. Sonst setzt Lauwers aber zum Glück nicht auf plumpen Naturalismus, einige aktuelle Anspielungen (etwa auf den Foltertod George Floyds) ausgenommen, findet Lauwers sehr eigene, sehr eindringliche und nicht unbedingt erwartbare Bilder zur Illustration…
https://www.kleinezeitung.at/kultur/6021471/Nachtkritik-Salzburger-Festspiele_Intolleranza-1960_Paukenschlag

Copyright: SF / Maarten Vanden Abeele

Nachtkritik „Intolleranza 1960“ oder: Ist die Hoffnung ausgeträumt?
Kein Theater und kein Festival hat dies realisiert: alle drei Bühnenwerke Luigi Nonos in exemplarischen Aufführungen zu zeigen. So beweisen die Salzburger Festspiele Einzigartigkeit. ..

…Rassismus, Unterdrückung, Intoleranz, Verlust der Menschenwürde, Heimatsuche in der Heimatlosigkeit, zuletzt noch eine Flutkatastrophe: Das alles sind Begriffe, die heute, mehr denn je, direkt in unsere Lebenswirklichkeit eingreifen…
https://www.sn.at/salzburger-festspiele/nachtkritik-intolleranza-1960-oder-ist-die-hoffnung-ausgetraeumt-108077485

Das Publikum reagierte begeistert, das war zu erwarten. Wer wird schon Kritik äußern, wenn rundherum alles vor Begeisterung tobt, weil man damit Aufgeschlossenheit, Verständnis, Toleranz demonstriert, auch sich selbst.

Übrigens, mitten in die Premiere fiel die Info von der Übernahme Kabuls durch die Taliban (praktisch kampflos). Deshalb ging es aber nach der Premiere trotzdem bei bestem Appetit zum Krimpelstätter!

Samstag können wir uns im Fernsehen alle selbst von Intolleranza schocken lassen!

SALZBURG/ Festspiele: FOTOS, INFO ZU SCHILLERS SCHAUSPIEL „MARIA STUART“ AUF DEN PERNER-INSELN

Birgit Minichmayr. Foto: Matthias Horn/ Salzburger Festspiele

Martin Kušej Regie
Annette Murschetz Bühne
Heide Kastler Kostüme

TERMINE UND KARTEN

Menschen entwickeln sich weiter. Martin Kusej war vor Jahren als „Unterwäsche-Kusej“ unterwegs (das ist in zahlreichen Inszenierungen dokumentiert )- nun ging er einen Schritt weiter – zu 30 nackten Männerärschen

Nackte Tatsachen. Foto: Matthias Horn

Salzburg/ Festspiele/ Perner-Inseln
Salzburger Festspiele: Jubel für Schiller und 25 Nackte
Erfolg für Martin Kusejs zu Bildern gefrorener Inszenierung von „Maria Stuart“.
Kurier.at

Menschlicher Skulpturenpark: „Maria Stuart“ bei den Festspielen
In Martin Kušejs hart choreografierter, bildmächtiger Inszenierung auf der Perner Insel triumphieren die Schauspielerinnen
Der Standard.at

Dreißig Männerärsche
Das allererste, das man zu sehen bekommt, sind die einzigen und wesentlichen „Ausstattungsstücke“ – dreißig splitternackte Mannsbilder in Reih und Glied. Über ihnen pendelt an langem Seil das abgeschlagene Haupt der Maria Stuart, mit wallendem roten Haar.
http://www.drehpunktkultur.at/index.php/festspiele/15342-dreissg-maenneraersche

HEUTE IN SALZBURG: LIEDERABEND GERALD FINLEY/ JULIUS DRAKE

Gerald Finley. Foto: Sim Canetty-Clark/ Salzburger Festspiele

ROGRAMM
FRANZ SCHUBERT
Bei dir allein D 866/2
Herbst D 945
Der Winterabend D 938
Schwanengesang D 957 – 13 Lieder nach Gedichten vonLudwig Rellstab und Heinrich Heine
Die Taubenpost D 965a

INTERPRETEN
Gerald Finley Bariton / Julius Drake Klavier

Salzburg: Riccardo Muti dirigiert „Missa Solemnis“ zum 80er
Salzburger Festspiele: Zum ersten Mal dirigiert der italienische Maestro Beethovens „Missa Solemnis“
Der Standard.at

Salzburg
Neither – und es ist doch Musiktheater pur
Selten waren sich zwei so einig: Samuel Beckett konnte sich fürs Genre Oper ebenso wenig erwärmen wie Morton Feldman. Der eine hegte ebenso Misstrauen gegen vertonte Worte wie der andere. Das Ergebnis war Neither. Kein nacherzählbarer Inhalt, eine mehr als vage Botschaft, Bühnentauglichkeit null – aber packendes Musiktheater!
DrehpunktKultur

Salzburg
Sänger rettete Zuschauer auf Festspielen das Leben
Ein Staatsopern-Tenor schlüpfte bei den Salzburger Festspielen in die Heldenrolle. Als sein Sitznachbar kollabierte, rettete er dem Mann das Leben.
https://www.heute.at/s/saenger-rettete-zuschauer-auf-festspielen-das-leben-100157572

Etwas melodramatisch diese Schilderung, der Barde hat lediglich einen Arzt verständigt. Aber soll sein, ein Junger Künstler braucht jede Art von Aufmerksamkeit.

ORF / Bregenzer Festspiele 2021 im ORF: Wiederaufnahme der spektakulären „Rigoletto“-Inszenierung von Philipp Stölzl heute im „Kulturmontag“

Am 16. August im „kulturMontag“ um 22.30 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) – Alle zwei Jahre gibt es bei den Bregenzer Festspielen traditionellerweise ein neues „Spiel auf dem See“ zu erleben. Zum 75-Jahr-Jubiläum hätte das Festival heuer die Premiere von Puccinis „Madame Butterfly“ als Seebühnenproduktion gefeiert, jedoch steht nach der coronabedingten Absage der Festspiele 2020 nun in diesem Sommer die zweite Spielzeit des 2019 präsentierten schaurig-schönen Verdi-Klassikers „Rigoletto“ auf dem Spielplan. Anlässlich der Wiederaufnahme der spektakulären, von Publikum und Kritik gefeierten Inszenierung von Regisseur und Bühnenbildner Philipp Stölzl in atemberaubender, technisch aufwendiger Bühnenkulisse samt 14 Meter hohem Clownskopf zeigt der ORF im „kulturMontag“ am 16. August um 22.30 Uhr in ORF 2 die preisgekrönte TV-Aufzeichnung von 2019. Die von Felix Breisach mit insgesamt zwölf Kameras eindrucksvoll in Szene gesetzte TV-Koproduktion von ORF, Unitel und SRF erhielt 2020 den „Venice TV Award“ in Gold in der Kategorie „Best of Technology and Innovation“.

Ruhrtriennale
Laschet packt Entsetzen: Ruhrtriennale-Start mit Edgar Allan Poe
Zum Auftakt des renommierten Festivals an der Ruhr setzte sich die neue Intendantin Barbara Frey mit dem düsteren „Untergang des Hauses Usher“ auseinander. Auch der Unions-Kanzlerkandidat gönnte sich mitten im Wahlkampf diesen „Horror-Trip“.
BR-Klassik.de

Deutschand
Quo vadis, Oper?
Vielerorts stehen kostenaufwändige Sanierungen von Opernhäusern an. Die Frage ist, ob sich das überhaupt lohnt.

...Es mehren sich die Zeichen, dass es schwieriger wird mit dem Zusammensetzen der Scherben. Das hat vordergründig sicher auch etwas mit der weltweiten Zäsur zu tun, die die Pandemie dem Opernbetrieb gesetzt hat. Aber wie so oft beschleunigen Krisen nur Entwicklungen, die längst im Gange waren, aber wegen ihrer langsamen Prozesse nicht wahrgenommen wurden. Wenn die Zeichen nicht trügen, steuert die Oper auf die wohl größte Krise in ihrer Geschichte zu. Und die hat etwas mit der Gesellschaft zu tun…
https://www.badische-zeitung.de/quo-vadis-oper-x1x–204081121.html

Jazz

Jazzfestival Saalfelden: Lukas Kranzelbinder: „Ich glaube, Kühe sind ganz große Jazzfans“
Der Kontrabassist tritt beim Saalfelden-Festival in gehobener Position auf – im Rahmen zweier Bergwanderungen.
Wiener Zeitung

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart: 19. August 2021 
SUPERINTELLIGENCE
USA  /  2020  . Regie: Ben Falcone
Mit: Melissa McCarthy, James Corden, Bobby Cannavale u.a.

Melissa McCarthy, Jahrgang 1970, ist eine Komikerin eigener Prägung, die sich nie scheut, ihre amerikanische Durchschnittlichkeit – das an sich nichtssagende Gesicht und die vielen Kilo, die auch dazu gehören, da ein guter Teil der dortigen Bevölkerung zu Übergewicht neigt – strahlend auszustellen. Samt Großmäuligkeit und überzogenem Selbstbewusstsein. So hat sie als Komikerin groben Zuschnitts eine Menge nichtssagender Komödien abgeliefert und, wenn man sich recht erinnert, nur einmal gezeigt, dass auch als Schauspielerin etwas in ihr steckt (als sie in „Can You Ever Forgive Me?“ eine vielschichtige Betrügerin spielte und dafür sogar eine „Oscar“-Nominierung einheimste).

So anspruchsvoll ist „Superintelligence“, gedreht unter der Regie ihres Gatten Ben Falcone, bei weitem nicht. Obwohl  auch wieder etwas von der McCarthy’schen Selbstironie dahinter steckt, wenn in dem Film ausgesprochen „a mediium example of humanity“ gesucht wird, also der Durchschnittsmensch schlechthin, den sie durch ihre Persönlichkeit verkörpert. Sie und noch ein paar Hundert Millionen. Kein Wunder, dass am Ende genau diese Menschen als die echten, wahren und guten gefeiert werden…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Mitten in der politischen Krise trifft Haiti ein verheerendes Erdbeben: Die Katastrophe mit mehr als 1200 Todesopfern weckt Erinnerungen an das Jahr 2010. Bis heute hat sich Haiti von dem damaligen Beben nicht erholt. Immer wieder werfen politisches Chaos und Naturkatastrophen den Karibikstaat zurück.
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Côte’d Ivoire meldet seinen ersten Ebola-Fall seit über 25 Jahren: Das westafrikanische Land war – anders als seine Nachbarn – zwischen 2014 und 2016 vom bisher schwersten Ausbruch verschont geblieben. Nun nennt die WHO es enorm beunruhigend, dass eine erkrankte Frau in die Stadt Abidjan mit mehr als vier Millionen Menschen gereist ist. Zum ersten Mal seit dem grossen Ausbruch gibt es wieder einen Ebola-Fall in einer Millionenmetropole.
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Zwischen Polen und Israel gibt es eine diplomatische Krise: Weil es durch ein «antisemitisches und unethisches» neues Gesetz die Ansprüche von Holocaustüberlebenden bedroht sieht, ruft Israel seinen Botschafter aus Warschau zurück. Es geht darum, dass Verwaltungsentscheidungen künftig nach 30 Jahren nicht mehr gerichtlich angefochten werden können. Polen reagiert empört.
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Die Sportwelt trauert: Gerd Müller ist 75jährig gestorben


Gerd Müller litt in den letzten Jahren an Alzheimer

Er war ein Phänomen, Gerd Müller war der Beherrscher des gegnerischen Strafraums, nur wenige Tore erzielte er aus größerer Entfernung, von außerhalb des Strafraums. Er hatte die äußerst seltene Gabe, Situationen vorausahnen zu können und eben dort zu sein, wo es „was zu erben galt“. Dass solch ein „Blitzgneisser“ später mit Alzheimer stirbt, ist eine besondere Tragik.

 

Das war das Tor seines Lebens, der Siegtreffer zum 2:1 für Deutschland im WM-Finale gegen die Niederlande 1974.

m Alter von 75: Bayern-Legende Gerd Müller ist tot
Der deutsche Fußball trauert um Gerd Müller. Der als „Bomber der Nation“ gepriesene ehemalige Torjäger ist tot. Wie sein langjähriger Club FC Bayern München mitteilte, ist Müller am Sonntag in der Früh im Alter von 75 Jahren gestorben. „Heute ist ein trauriger, schwarzer Tag für den FC Bayern und all seine Fans. Gerd Müller war der größte Stürmer, den es je gegeben hat – und ein feiner Mensch, eine Persönlichkeit des Weltfußballs.“, schrieb FCB-Präsident Herbert Hainer.
https://www.krone.at/2485470

EIN VIDEO – GERD MÜLLER, der Torjäger der Nation

Stürmerlegende Gerd Müller gestorben
Der Welt-Fußball trauert um Gerd Müller. Der frühere Weltklassestürmer ist am Sonntagmorgen im Alter von 75 Jahren gestorben. Das gab sein langjähriger Club FC Bayern München bekannt. Müller ging als einer der besten Angreifer in die Geschichte ein.
https://sport.orf.at/stories/3083479/

Obama- Geburtstagsfeier zum 60. mit bis zu 400 Leuten. 74 Corona-Infektionen
Wegen Obama-Party? Offenbar 74 Corona-Infektionen auf US-Insel
https://www.rtl.de/cms/wegen-obama-geburtstag-offenbar-74-corona-infektionen-auf-party-insel-4814219.html

Afghanistan-Einsatz: Der Westen ist gescheitert, aber nicht allein schuld
USA und Nato hätten nicht so überstürzt abziehen dürfen. Doch im Stich gelassen wurde das afghanische Volk von der eigenen Armee und der korrupten Regierung.
Die Welt.de

Afghanistan wird uns noch lange beschäftigen.

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C

 

 

 

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