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15. SEPTEMBER 2021 – Mittwoch

15.09.2021 | Tageskommentar

 

Dominique Meyer war gestern in Wien und traf im „Sole“ auf eine erlesene Journalistenrunde. Foto: Renate Wagner

Renate Wagner war dabei!

DOMINIQUE MEYER
Es gibt wieder Lust auf die Musik

Nur für einen Tag kam Dominique Meyer nach Wien, um hier das Programm der Mailänder Scala vorzustellen. Renate Wagner hat mit ihm gesprochen

Herr Direktor Meyer – erstmals sprechen wir Sie nicht als Direktor der Wiener Staatsoper, sondern als jenen  der Mailänder Scala an -, was führt Sie nach Wien?

Ich bin auch in meiner Wiener Direktion immer mit André Comploi los gefahren, um in den Großstädten den Spielplan der Staatsoper vorzustellen. Das tun wir nun mit dem Saisonprogramm der Mailänder Scala für 2021/22. Wien ist da nur eine Station, und wir bleiben auch nur einen Tag.

Werden Sie am Abend in die Staatsoper gehen?

Nein. Ich habe das Haus auch nicht mehr betreten, seitdem ich es verlassen habe..

ZUM INTERVIEW

OPERNPREMIEREN DER MAILÄNDER SCALA
Saison 2021 / 22 (in unseren „Infos des Tages“

Scala-Direktor Meyer blickt auf schwierige Saison zurück
https://www.vol.at/scala-direktor-meyer-blickt-auf-schwierige-saison-zurueck/7123951

Saison-Vorschau Scala: Der „Weltmeister im Schließen“ eröffnet wieder
Dominique Meyer geht in seine zweite Saison als Mailänder Operndirektor.
Wiener Zeitung

Wiener Staatsoper: Würdevoller Carreras-Abschied!

Seit eineinhalb Jahren erstmals „volles Haus“ – zum Carreras-Abschied. Foto: Fritz Krammer

Fritz Krammer berichtet spontan aus der Staatsoper

Hallo Online-Merker, ich komme soeben vom „Familienfest“ in der Staatsoper, welche diese fabelhaft für Jose Carreras arrangierte. Der Direktor hielt vorweg einen respektvollen Haus – Karriere Rückblick (sprechen und präsentieren kann er), immer von Herrn Carreras sprechend, auf die 140 Abende an der Staatsoper die diversen Rollen, mit Beispielen u. a auch die legendäre  Boheme Karajan Boheme, 1977, mit Mirella Freni, dazu einem launigen Seitenhieb auf die Piratenaufnahmen, dieser Boheme Mitschnitt ist so ein Produkt und Piraten waren seinerzeit nicht Direktors Firmen- Freunde. Dazu die Carmen von 1991 mit der Baltsa, damals ist der ORF kurzfristig improvisiert nur in den 4. Akt eingestiegen.

Den Abschieds Abend per se wird sicher Ihr Merker vor Ort besprechen und analysieren, es gab an die 30 Minuten Beifall, ein halbes Dutzend Zugaben bevor sich Haus und Direktion mit einer sinnvollen „ Adieu und Danke“ Projektion von Jose Carreras verabschiedete.

Der Direktor hat wohl zum ersten Mal sein Haus so voll gesehen?

PS: Ich sende Ihnen vom Samsung kommentarlos die Vorhang Projektion, für den Fall. Vielleicht bekommen Sie ja auch eine bessere Aufnahme von der Staatsoper, ich fand die Idee sehr gelungen. Wie meist hatte ich meinem Lieblingsplatz Galerie Mitte.

Die sind wohl doch „ mitgefahren“ der Kamerateam Aufwand war groß im Haus. Die zwei Jungen Mitglieder aus dem Studio sind nicht genannt.

https://cape10.at/aktuelles/jose-carreras-abschiedskonzert-als-kinoerlebnis/

Fritz Krammer

Wien
José Carreras hat sich von der Staatsoper verabschiedet
„José Carreras ist ein Künstler, der dem Wort immer misstraut hat“, meinte Staatsoperndirektor Bogdan Roščić zum Auftakt des Abends. Und entsprechend verlief die feierliche Abschiedsgala für den 74-jährigen Publikumsliebling am Dienstagabend, der damit dem Haus am Ring endgültig Lebewohl sagte: Carreras übernahm das Singen und überließ dem eloquenten Hausherrn das Reden. Und der schlug den großen Bogen über eine enge Opernbeziehung, die nun endgültig endete.
https://volksblatt.at/jose-carreras-hat-sich-von-der-staatsoper-verabschiedet/

Hier der Bericht des „Online-Merker

Zum Bericht von Karlheinz Schöberl

Dir. Roscic überreicht José Carreras  das „Boheme“-Plakat aus 1977, durch das der „Durchbruch“ angekündigt wurde. . Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zürich
Opernhaus Zürich: Salomes Mondfahrt gipfelt in einer Vergewaltigung (Bezahlartikel)

Elena Stikhina als „Salome“. Foto: Paul Leclaire

Andreas Homoki verpflanzt zum Spielzeitauftakt den Opernschocker von Richard Strauss auf den Erdtrabanten. Aufschlussreicher als das surreale Setting ist das Geschlechterverhältnis zwischen den Protagonisten
Neue ZürcherZeitung

Das Klassik-Triell und die Stille in Afghanistan
Crescendo-KlassikWoche 37/2021

Crescendo: Ich hatte vorletzte Woche über die Einigung zwischen MET-Intendant Peter Gelb und seinem Orchester in New York berichtet, das zunächst aufgrund von Corona geschasst, dann doch wieder geholt wurde. Nun bekam ich Anrufe: „Ja, schon, aber…“ Und dieses „Aber“ ist schockierend: „…  die Einigung geht mit einem Stellenabbau einher. Das Orchester der größten US-Oper wird von 96 MusikerInnen auf 83 geschrumpft.“ Wie man diesen Operntanker mit so wenig Festangestellten durch das Jahr führen will? Keine Ahnung. 

https://crescendo.de/klassik-woche-37-2021-peter-gelb-maria-kalesnikava-1000083267/

LONDON: RIGOLETTO

Lisette Oropesa, Carlos Alvarez. Foto: Ellie Kurtz

Rigoletto, Royal Opera review – routine clouds the best in this season opener
https://theartsdesk.com/opera/rigoletto-royal-opera-review-routine-clouds-best-season-opener

Rigoletto review – Oropesa is a matchless Gilda in powerful new take on Verdi’s tragedy
TheGuardian

A striking Rigoletto opens Oliver Mears‘ account at The Royal Opera
bachtrack.com

Rigoletto review — thrilling new production opens the Royal Opera season (Subscription required)
thetimes.co.uk

Landestheater Linz: Compliance-Kommission prüft Vorwürfe gegen Tanzdirektorin


Vorwürfe gegen Mei Hong Lin. Foto: Linzer Landestheater

Im Februar dieses Jahres wurde die Intendanz des Landestheaters Linz darüber informiert, dass Mitglieder der Tanzkompanie Linz das Führungsverhalten der Tanzdirektorin und Chefchoreographin am Landestheater Linz, Frau Mei Hong Lin, kritisieren. Frau Mei Hong Lin hat die Vorwürfe schriftlich und in mehreren Gesprächen stets als falsch und unrichtig von sich gewiesen und von Mobbing einzelner Ensemblemitglieder gegen ihre Person gesprochen. Hermann Schneider, Intendant des Landestheaters Linz: „Bühnenkunst entsteht nur im Miteinander. Wir wollen am Landestheater Linz daher auch einen Umgang untereinander, der von Wertschätzung, gegenseitiger Achtung und Fairness getragen ist. Ein Führungsverhalten, das gegen diese Grundsätze verstößt, wird von uns ebenso wenig geduldet wie Mobbing.“

Das Landestheater Linz hat daher auch sofort eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, um die Konfliktsituation in der Sparte Tanz zu entspannen. „Es gab eine Neuverteilung der Kompetenzen in der Leitung der Tanzkompanie. Weiters haben wir den Arbeitspsychologischen Dienst Linz beigezogen und in vielen Gesprächen mit der Kompanie und der Tanzdirektorin versucht, die Situation für alle Beteiligten zu verbessern“, so Schneider.

Seit Ende August 2021 arbeitet die Tanzkompanie nun nach der Sommerpause wieder am neuen Programm der Saison 2021/2022. In diesen zwei Wochen seit Wiederaufnahme der Probenarbeit hat es leider erneut Vorwürfe gegen den Führungsstil von Frau Lin gegeben. Schneider: „Um die Vorwürfe ungestört und fair prüfen zu können, haben wir daher Frau Lin heute mitgeteilt, dass sie von Ihrer Funktion als Tanzdirektorin und Chefchoreographin freigestellt ist, bis alle, auch die jüngsten, gegen sie erhobenen Vorwürfe restlos aufgeklärt sind.“

Linz/ Brucknerhaus
Liederabend mit Pappano, Meier und Groissböck beim Brucknerfest
Sir Antonio Pappano kehrt zurück auf die Brucknerhaus-Bühne, am Mittwoch, 22. September, 19.30 Uhr. Im Rahmen des Brucknerfestes gibt’s gemeinsam mit Waltraud Meier und Günther Groissböck einen eindrucksvollen Liederabend.
Oberösterreichische Nachrichten

Brucknerhaus/ Kartenshop
https://ticket.liva.at/eventim.webshop/webticket/seatmap?eventId=9202

„Konzertgänger in Berlin“
Krebsspringend: Les Siècles spielen Strawinsky rückwärts.
Will man in einem Programm den kompletten Strawinsky repräsentieren, ist man fast zum Krebsgang gezwungen. Zu groß wäre sonst die antiklimaktische Wirkung vom frühen Russenknaller übers mittlere Neoklassikum bis zum (teils zu Unrecht) als karg geltenden späten Reihen-Igor!
https://hundert11.net/krebsspringend/

STUTTGART: Volle Besetzung auf der Bühne und im Orchestergraben

Die Staatsoper Stuttgart zeigt zu Saisonbeginn Tosca, Die Zauberflöte und Madama Butterfly in voller Orchester- und Chorbesetzung

Mit einem Klassiker des Opernrepertoires eröffnet die Staatsoper Stuttgart die Spielzeit 21/22: Am 18. September um 19.30 Uhr kehrt Giacomo Puccinis Tosca in der Regie von Willy Decker auf die Bühne des Littmann-Baus zurück. Die italienische Sopranistin Maria Agresta feiert ihr Stuttgarter Debüt mit der Titelpartie der Flora Tosca, mit der sie zuletzt u.a. an der Opéra National de Paris gastierte. Der deutsch-brasilianische Tenor Martin Muehle übernimmt die Partie des Mario Cavaradossi und feiert damit sowohl sein Rollen- wie sein Hausdebüt an der Staatsoper Stuttgart. Die Rolle des Baron Scarpia wird von Lucio Gallo gestaltet. In weiteren Rollen sind die Ensemblemitglieder Jasper Leever (Cesare Angelotti), Andrew Bogard (Mesner) und Heinz Göhrig (Spoletta) zu erleben. Giuliano Carella dirigiert das Staatsorchester Stuttgart. Darüber hinaus singen der Staatsopernchor sowie der Kinderchor der Staatsoper Stuttgart…

Mehr über das Programm in den heutigen „Infos des Tages“

Die erste Solistin des Stuttgarter Balletts initiiert ein interkulturelles Projekt zwischen dem Stuttgarter Ballett und der Escuela Superior de Música y Danza de Monterrey, Mexiko

Die Teilnehmer. Copyright: Roman Novitzky

Die erste Solistin des Stuttgarter Balletts Rocío Alemán hat ein interkulturelles Austauschprojekt zwischen ihrer ehemaligen Ballettschule – der Escuela Superior de Música y Danza de Monterrey in Mexiko – und dem Stuttgarter Ballett gestartet. Das Projekt ermöglicht der Abschlussklasse der ESMDM die Erfahrung, mit Choreograf*innen des Stuttgarter Balletts zusammenzuarbeiten und so ihre künstlerischen und technischen Fähigkeiten zu erweitern sowie die Arbeit im professionellen Umfeld einer weltweit renommierten Ballettkompanie kennenzulernen.

Zum Glück haben wir keine anderen Sorgen!

 

Buchbesprechung

 

Gert Weihsmann 
ISCHGLER SCHNEE
Kriminalroman
350 Seiten, Verlag Gmeiner, 2021 

Ein neuer Autorenname. Und ein Krimi, der von Anfang an sehr geschickt schon mit seinem Titel agiert. „Ischgl“ ist in Österreich ein Reizwort, das fast so zieht wie „Ibiza“. Debutautor Gert Weihsmann (im Hauptberuf On-Trade-Field-Manager eines großen Getränkekonzerns) überrascht in jeder Hinsicht. Denn er erzählt eigentlich keine zusammenhängende, fortlaufende Geschichte. Er bietet Brocken von Schicksalen.

Und das macht er dem Leser nicht leicht, denn er springt von einer Figur zur anderen, ohne immer genau zu definieren, wer da spricht (vieles ist in Ich-Form) und wo man sich gerade befindet. Manchmal in Ischgl, wo die Saison vorbereitet wird und das Personal langsam wieder eintrudelt. Keine armen, ausgebeuteten Leute, sondern Profis, die sich auskennen und die wissen, wie man die reichen Kunden nach allen Regeln der Kunst abzocken kann. Dafür steht die Kellnerin Lizzy, die sich auch noch in anderer Hinsicht betätigt und allem mit routiniertem Zynismus gegenüber steht…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

A.C.

  • US-Militärführung soll Trumps Zugriff auf Atomwaffen eingeschränkt haben: Nach der Erstürmung des Capitols am 6. Januar soll der höchste Offizier der USA, General Mark Milley, geheime Vorkehrungen getroffen haben, um die Befehlsgewalt des damaligen Präsidenten Donald Trump über Atomwaffen einzuschränken. Milley habe zudem zweimal heimlich seinen chinesischen Amtskollegen angerufen und ihm versichert, dass die Vereinigten Staaten keine Angriffe gegen China durchführen würden.
    Zu den neusten Entwicklungen
  • Macron will Vertrauen zwischen Bevölkerung und Polizei stärken: Beide Seiten bezichtigen sich gegenseitig immer wieder des vermehrten Einsatzes von Gewalt und des mangelnden Respekts. Mit einer parlamentarischen Kontrollinstanz für die Polizei soll nun das Fehlverhalten von Polizisten untersucht werden. Gleichzeitig sollen die Ausrüstung und die Arbeitsbedingungen der Polizisten verbessert werden.
    Zum Bericht
  • Kein zusätzliches Schmerzensgeld für Hinterbliebene nach Germanwings-Absturz: Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm wies die Berufungsklage von drei Klägern zurück, die von der Konzern-Mutter Lufthansa für sich und weitere Angehörige zusätzliches Schmerzensgeld in Höhe von je 30 000 Euro gefordert hatten. Im März 2015 hatte der wohl unter Depressionen leidende Co-Pilot das Flugzeug absichtlich gegen einen Berg gesteuert.
    Zum Bericht
  • Haitis Premierminister soll wegen Präsidentenmord angeklagt werden: Nach der Ermordung von Staatspräsident Jovenel Moïse hat die Staatsanwaltschaft eine Anklage des Interims-Premierministers Ariel Henry beantragt. Was ihm genau vorgeworfen wird, war zunächst unklar. Der 53 Jahre alte Moïse war in der Nacht zum 7. Juli in seiner Residenz von einer schwer bewaffneten Kommandotruppe erschossen worden.
    Zum Bericht
  • Apple stellt iPhone 13 und weitere Neuigkeiten vor: Eingefleischte Apple-Fans wurden dieses Mal eher enttäuscht. Das iPhone 13 bietet interessante neue Features, ist aber kein Quantensprung. Zudem wurde ein neues iPad und insbesondere zum ersten Mal seit Jahren ein neues iPad Mini vorgestellt. Und die Smartwatch bekommt in der neuen Generation 7 ein etwas grösseres Display.
    Zum Bericht
  • Roma-Clan nimmt 94-jährigem Witwer 150 000 Franken ab: Zwei junge mehrfache Mütter aus Rumänien, die einen Rentner mit Lügengeschichten schamlos ausnahmen, sind vom Bezirksgericht Bülach wegen gewerbsmässigen Betrugs und Geldwäscherei zu teilbedingten Freiheitsstrafen und je 7 Jahren Landesverweis verurteilt worden.
    Zum Bericht
  • Mehrheit für Ehe für alle, Ablehnung der 99-Prozent-Initiative: Endspurt im Abstimmungskampf vor dem 26. September: Die Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare in der Schweiz scheint nicht gefährdet. 63 Prozent signalisierten in der zweiten SRG-Trendumfrage Zustimmung zur Ehe für alle. Die 99-Prozent-Initiative der Jungsozialisten hat dagegen viel von ihrer anfänglichen Unterstützung eingebüsst und dürfte abgelehnt werden.
    Zum Bericht

Ich wünsche einen schönen Tag

 

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