Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

15. NOVEMBER 2018

15.11.2018 | Tageskommentar

Salzburger Festspiele 2019: Antike Mythen

„Haben Mythen in unserer Welt überhaupt noch Bestand?“, räsoniert Markus Hinterhäuser, Intendant der Salzburger Festspiele. Diese Frage wird das Programm von 20. Juli bis 31. August 2019 umkreisen. Für die Versuchsanordnung rund um die Relevanz antiker Mythen werden fünf Opern- und vier Schauspielpremieren über die Bühne gehen… (Quelle: Wiener Zeitung“)

Mit unseren Prognosen im Forum lagen wir nicht schlecht (danke F.K.). Diese betrafen nur in einem Fall die Mythen. Dass Salzburg Simone Boccanegra spielt, obwohl Baden-Baden zuvor dieses Werk mit Placido Domingo zeigt, wollte ich zuerst gar nicht glauben. Schon gar nicht, dass der Simone in Salzburg an PD vorbeigeht und mit Luca Salsi besetzt ist. Nun ist klar, warum das so ist; Domingo singt den „alten Miller“ („Luisa Miller“ an der Seite von Nino Machaidze und Piotr Beczala). Netrebko hält mit Tenor-Gatten Yusif Eyvazov mit einer konzertanten Adriana Lecouvreur in Salzburg Hof.
Das Programm wird bei uns sicher noch analysiert werden!

Salzburger Festspiele 2019: Antike Mythen und neue Buhlschaft.
Wiener Zeitung
Ödipus und Medea
Salzburger Festspiele wollen antike Mythen befragen
Hamburger Abendblatt
Thema Mythos: Was und wen die Salzburger Festspiele 2019 zeigen
Die Festspiele nehmen antike Mythen in den Fokus, am Programm stehen etwa Mozarts „Idomeneo“ oder Offenbachs „Orphee aux enfers“. Die neue Buhlschaft: Valery Tscheplanowa.
Die Presse
Neue Buhlschaft und viele Mythen: Das kommt bei den Salzburger Festspielen 2019
Kurier
Lernen von der Antike
Bei der Jahrespressekonferenz stellte das Direktorium der Salzburger Festspiele die Pläne für den kommenden Sommer vor. Mit einem Budget von 61,8 Millionen Euro werden neun Opern und über achtzig Konzerte, sowie Schauspiel und Jugendprojekte auf die Beine gestellt. Insgesamt gibt es ab morgen, 15. November 2018, 237.000 Karten zu kaufen.
BR-Klassik

Salzburger Sommerfestspiele 2019
https://www.salzburgerfestspiele.at/cms/wp-content/uploads/2018/11/2018-11-14
Die Salzburger Festspiele 2019 setzen auf die alten Griechen
Um die «Macht des Mythos» geht es bei den Salzburger Sommerfestspielen 2019 – mit dezidierten Gegenwartsbezügen. So soll etwa Peter Sellars’ Eröffnungsinszenierung von Mozarts «Idomeneo» auf die Folgen der globalen Erwärmung Bezug nehmen.
Neue Zürcher Zeitung

Wenn wir schon bei Programmen sind: Neujahrskonzert 2019

Neujahrskonzert 2019 unter Thielemann: So wird das Programm
Christian Thielemann dirigiert erstmals, es gibt sechs Novitäten im Programm der Wiener Philharmoniker.
Kurier
Thielemann und sechs Novitäten
Christian Thielemann wird das Traditionskonzert zum ersten Mal dirigieren. Er hat sechs Novitäten auf das Programm gesetzt.
Die Presse

WIEN / Theater an der Wien: TESEO von Georg Friedrich Händel
Premiere: 14. November 2018

Szene aus „Teseo“ im Theater an der Wien. Copyright: Herwig Prammer

Entdecken ist etwas Schönes. Was aber, wenn man erkennen muss, dass es nichts zu entdecken gab? Dass eine unbekannte Oper zu Recht unbekannt geblieben ist? Das Theater an der Wien hat zwar viel getan, um G.F. Händels „Teseo“ für die Bühne „aufzumischen“, aber es blieb trotzdem das, was man auf Wienerisch als „verhatschtes Werk“ bezeichnen könnte…

Bleiben wir bei Medea, bei Gaëlle Arquez (die man als Glucks „Armide“ an der Wiener Staatsoper gehört hat). Sie ist Zentrum und Motor des Abends, in zwei bestrickenden 50er Jahre Abendkleidern (das zweite, rote, noch toller als das erste blaue), eine schwarzhaarige Schönheit, die mit Kraft durch ihre hochemotionale Rolle braust und alles um sich herum niedermäht...

…„Teseo“ bietet nicht genug große Musik für einen mitreißenden Opernabend, der übrigens schon am Premierenabend mäßiges Interesse fand – auf der rechten Seite der Galerie-Stehplätze standen einsame vier (!) Interessenten. Das Publikum klatschte den ganzen Abend hindurch nicht ein einziges Mal in die Vorstellung herein, war aber nachher sehr freundlich. Der Applaus für Medea allerdings erreichte die Stärke eines mittleren Orkans. Zu Recht. An diesem Abend hätte die Oper „Medea“ heißen müssen.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

WIEN / Konzerthaus: „THE OUTCAST“ von Olga Neuwirth hätte der monumentale Höhepunkt bei WIEN MODERN sein können, wenn …

Olga Neuwirth. Copyright: Lukas Beck

Das Auftragswerk „THE OUTCAST“ (Die Ausgestoßenen)  wurde 2012 am Nationaltheater Mannheim uraufgeführt, allerdings nicht im Sinne der Komponistin und ihrer Librettisten Anna Mitgutsch und Barry Gifford, was zu einem Eklat und nach der Generalprobe  zum Rückzug Neuwirths von der Produktion führte. Als „Musik-Installationstheater mit Video“ wird von Wien Modern „The Outcast“ nun als Uraufführung der revidierten Fassung auf das Podium des Großen Konzerthaus-Saales, gebracht. Weitere Kooperationspartner:  ORF Radiosymphonieorchester und die Elbphilharmonie Hamburg. Die dortige Aufführung wird im März 2019 stattfinden. Video, Bühne und Kostümdesign liegen in der Verantwortung der britischen Regisseurin Netia Jones…

Der Abend hätte der monumentale Höhepunkt von ‚Wien Modern 31‘ sein können, wenn man sich entschlossen hätte, dem Publikum die Gelegenheit zu geben, wenigstens den Text (in englischer Sprache) im Programmheft mitlesen zu lassen. Dazu war es aber im Auditorium zu „kinohaft“ finster (man sollte ja die Videozuspielungen auch sehen!). Schade, dass man sich nicht zu Übertiteln durchringen konnte (oder wollte). So blieb für alle (Nicht-Muttersprachler) zu vieles schlecht verständlich. Das Argument: „In der Oper versteht man den Text auch nicht“ (allen Ernstes im Programmheft gedruckt!) ist zu billig, das lasse ich nicht gelten. Eben wegen der Übertitel vielerorts oder der Textanlage in der Staatsoper.

Man hat sich damit etwas fahrlässig um einen größeren (undverdienten!) Erfolg gebracht. Die Publikumsreaktion am Schluss: Die Uraufführung wurde freundlich, aber nicht eben enthusiastisch akklamiert…

Zum Bericht von Karl Masek

Ab heute: Dvoraks „RUSALKA“ an der Wiener Staatsoper

Dvořáks Rusalka kehrt heute, Donnerstag, 15. November 2018, zurück auf die Staatsopernbühne. In der Titelpartie ist wieder Camilla Nylund zu erleben, erstmals verkörpern im Haus am Ring Brandon Jovanovich – der Enée der kürzlich zu Ende gegangenen Premierenserie von Les Troyens – den Prinzen, Nadia Krasteva die Fremde Fürstin, Maria Nazarova die 1. Elfe, Szilvia Vörös die 2. Elfe und Wolfram Igor Derntl den Jäger. Jongmin Park singt den Wassermann und Monika Bohinec die Ježibaba.
Eivind Gullberg Jensen dirigiert erstmals Rusalka an der Wiener Staatsoper.

Reprisen: 19. und 22. November

HEUTE: CASTING-AUFRUF WIENER FESTWOCHEN 2019

 

Haben Sie Freude am Theater und trifft eine der unten angeführten Beschreibungen auf Sie zu? Der argentinische Filmemacher und Regisseur Federico León sucht für sein Theaterprojekt 2019 noch männliche Darsteller aus Wien mit unterschiedlichen Fähigkeiten.
 
– Cartoonist, der schnell zeichnen und während der Performance 15 Cartoons produzieren kann. 

– Saxophonist, der Tenor-Saxophon spielen und Skateboard fahren kann (oder bereit ist, Skateboard fahren zu lernen). Bitte zum Casting eigenes Saxophon und Skateboard mitbringen.

– „Hütchenspieler“, der geschickt Hütchen spielen und die Zuschauer*innen austricksen kann. (Pokerface von Vorteil)

Skateboarder, 40-45 Jahre alt. Bitte zum Casting eigenes Skateboard mitbringen.

Bei Interesse schreiben Sie bitte bis 15. November um 12 Uhr an Lenneke Willemsen: 
 l.willemsen@festwochen.at

Das Casting findet am 16. November ab 14 Uhr statt. 

MEHR INFO

Streit um Subventionen in Linz: Wer bezahlt für das Landestheater?
Stadt-SP und Landes-VP im Clinch über einen Fördervertrag aus den 1970ern-Jahren Linz – Fehlende Bürgernähe kann man dem Linzer Landestheater nicht unterstellen. So können sich die Bewohner der Stahlstadt neuerdings etwa Schauspieler für private Lesungen zu sich ins Wohnzimmer einladen. Einzig für Bewirtung muss gesorgt sein, sonst ist alles gratis. Wobei „gratis“ bei öffentlich finanzierten Kulturbetrieben immer relativ zu betrachten ist: –
Der Standard

Salzburg/ Mozarteum: Mozarteum kämpft gegen die Krätze
Die Hautkrankheit ist kürzlich bei einigen Studenten aufgetreten. Als Folge wurde ein Haus desinfiziert. Die Inkubationszeit läuft aber noch.
Salzburger Nachrichten

HEUTE PREMIERE IM THEATER IN DER JOSEFSTADT: DER EINSAME WEG

Alma Hasun, Bernhard Schir, Ulrich Reinthaller. Copyright: Barbara Zeininger

Dieses Stück ist der Herbst einer Jugend. Herbst eines Genießers, der traurig ist (im Grunde nicht, weil das Sündenleben ein Unrecht war, sondern weil es zu Ende geht).

Dieses Stück ist der Aschermittwoch nach einem holden, eigentlich schon früher melancholischen Karneval: Katzenjammer der Seele; Entsagen; Alter; Schuldgefühl; Einsamkeit; sinkende Hüllen…
(Alfred Kerr, entnommen dem Programmheft des Theater in der Josefstadt)

MERKER-KUNSTSALON: RARITÄT VON MASCAGNI AM DIENSTAG,  20.11.

 

Wien/ Causa Burgtheater: Burgtheater: Anwalt Vogl bleibt bei Vorwürfen gegen Drozda
 Zwei Tage nachdem Ex-Geschäftsführer Thomas Drozda Vorwürfe des früheren Direktors Matthias Hartmann zurückgewiesen hat, zeigt sich Hartmann-Anwalt Peter Vogl in einem Statement „überrascht, dass Herr Drozda meinem Mandanten vorwirft, er stelle (…) tatsachenwidrige Behauptungen auf“. Die Aussagen Hartmanns seien „alle korrekt“ gewesen.
Salzburger Nachrichten

Jetzt wird die Sache natürlich politisch interessant, weil Herr Drozda in der größten Oppositionspartei eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Rolle einnimmt. Wer angenommen hat, dass sich Matthias Hartmann nach der erzielten „Einvernehmlichen“ zurückhält, irrt offenbar gewaltig. Hat ihn Dr. Drozda gereizt? Wenn ja, dann war das höchst unvorsichtig und vor allem unnotwendig.

Interessante Aussagen des Anwalts (entnommen der SN:

Und dabei hat sich gezeigt, dass Bilanzen, die Herr Drozda als kaufmännischer Geschäftsführer unterschrieben hat, bereits deshalb falsch waren, weil in seiner Ära Steuern in Millionenhöhe hinterzogen wurden…

Bumm! Das darf Drozda nicht auf sich sitzen lassen! Wenn er es tut, darf angenommen werden, dass er aus guten Grund eine Klage scheut!

…“Die Offenlegung der Abgabenhinterziehung in der Burg unter Drozda hätte bereits unter seiner kaufmännischen Geschäftsführung für Millionenverluste gesorgt. Deshalb gab es auch bei seinem Abgang natürlich kein Eigenkapital in der Höhe von 15 Mio. wie Herr Drozda behauptet. Wenn sich Herr Drozda auf den Rechnungshof beruft: Der bekam natürlich nur die falschen Bilanzen zu sehen. Und der Rechnungshof hat auch nicht geprüft, ob Steuern hinterzogen werden oder die Burg-Bilanzen stimmen.“

Quelle: https://www.sn.at/kultur/theater/burgtheater-anwalt-vogl-bleibt-bei-vorwuerfen-gegen-drozda-60874981 © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2018
Das ist stark. Herr Dr. Drozda, reagieren Sie – wenn Sie sich im Recht fühlen!

Österreichischer Milliardär Benko: Der Herr über Wolkenkratzer, Kaufhäuser – und jetzt auch Zeitungen
René Benko ist mit Immobilien und Handelsfirmen zum Milliardär aufgestiegen. Jetzt kauft er sich beim „Kurier“ und der „Kronen Zeitung“ ein – und wird zum Verleger. Welches Ziel verfolgt der Tiroler Unternehmer?
Der Spiegel
Ganze Republik kam zur Benko-Show
Neuer Kaiser. Seit Jahren ist die Einladung zu René Benkos Törggelen-Fest in Wien heiß begehrt. Dieses Jahr wohl noch viel mehr. Denn der Immo-Tycoon avancierte in den vergangenen Monaten zum heimischen Wirtschafts-Kaiser: Er kaufte Kika/Leiner, schaffte die Mega-Fusion der zwei größten deutschen Kaufhaus-Ketten Karstadt und Kaufhof und ließ diese Woche mit seinem Einstieg bei der Kronen Zeitung auch eine Medien-Bombe platzen. Dementsprechend gab sich gestern Abend das Who’s who aus Politik, Wirtschaft & Society ein Stelldichein in Benkos Hotel Park Hyatt.
https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Ganze-Republik-kam-zur-Benko-Show/356022386

Viele haben Herrn Benko hofiert, quer durch die Parteien! Ist René Benko Österreichs neuer Kaiser?

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

Diese Seite drucken