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15. MÄRZ 2021 – Montag

15.03.2021 | Tageskommentar

 

juros
MÜNCHEN/ BAYERISCHE STAATSOPER: MATINEE ZUR PREMIERE  „DER ROSENKAVALIER“

Zur Matinee mit den wichtigsten Beteiligten (etwa 50 Minuten)

Salzburger  Osterfestspiele auf „Allerheiligen“ verschoben“
Zu Ostern spielt sich nichts ab. Nächster Versuch: Verschiebung auf Allerheiligen (29.10 -1.11)

WIENER STAATSOPER: ZUR „PARSIFAL-PREMIERE“: DREI FRAGEN AN KIRILL SEREBRENNIKOV (Entnommen dem Internetauftritt der Wiener Staatsoper)


Kirill Serebrennikov. Foto: Werner Kmetitsch

Im April hebt sich der Vorhang für die Neuproduktion von Richard Wagners Parsifal. Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme gestaltet Kirill Serebrennikov, der sich als Theater-, Film- und Opernregisseur gleichermaßen einen Namen machte. Als Musiktheaterregisseur beeindruckte er u.a. mit Der goldene Hahn (Bolschoi Theater Moskau), Salome (Staatsoper Stuttgart), Così fan tutte (Opernhaus Zürich) und Nabucco (Hamburgische Staatsoper). Im Kurzinterview gibt er einen Einblick in seine Sicht auf Wagners komplexes Musiktheaterwerk.

Wie sah Ihre Annäherung an Parsifal aus? Gab es einen spontanen Grundgedanken, ein exemplarisches Bild, eine Keimzelle, von der aus Sie Ihre Arbeit entwickelten?

KIRILL SEREBRENNIKOV: Ich sage manchmal, dass ich mir Inszenierungen nicht ausdenke, sondern sie erinnere. Das heißt, mich beschleicht das Gefühl, dass ich das irgendwo bereits gesehen habe – ich meine, tief in mir drin – und sofort entsteht ein Bild. Es hat aber einige Lücken. Und diese Lücken, diese weißen Flecken, schattiere und male ich im Zuge der Arbeit aus. Das ist mit Besonderheiten meiner Arbeit, meines Gedächtnisses und meiner Wahrnehmung verbunden. Ich habe auch das Gefühl, dass ich eine irgendwie festgelegte Anzahl an Geschichten erzählen werde, wie sie wahrscheinlich jedem Regisseur oder Autor zu erzählen gegeben ist. Und danach schreibe ich meine Memoiren. Ich denke, dass es zwischen Schauspiel und Oper weniger Ähnlichkeit gibt als zwischen den Dreharbeiten zu einem Film und der Inszenierung einer Oper, weil im Schauspiel im Grunde genommen ein Stück aus dem Nichts geschaffen wird. Ein Theaterstück ist nichts anderes als schwarze Buchstaben auf weißem Papier. Du betrittst die Probebühne, du führst nichts mit dir und musst ein Theaterstück aus der Luft gebären. Aber bei einer Operninszenierung beginnst du immer mit einem großen Brocken, der Musik heißt. Und du arbeitest mit dieser Musik, die alles Mögliche, jede beliebige Leerstelle ausfüllen kann…

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Martin Kušej’s PLÄDOYER AN DIE POLITIK:

Europa im Diskurs Jan 2020 | Burgtheater

Am gestrigigen Vormittag, den 14. März, fand die Matinee EUROPA IM DISKURS: Die Impfung – Ein knappes Gut? auf der Burgtheaterbühne statt, zu erleben als YouTube-Live-Stream über die Website des Burgtheaters sowie zum Nachschauen auf dem YouTube-Kanal des Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM).

Die Begrüßung der Zuseherinnen und Zuseher nutzte Hausherr Martin Kušej für ein Plädoyer an die Politik:

„Ich möchte mich an dieser Stelle nicht in die Riege der Expertinnen und Experten und schon gar nicht der vermeintlichen Expertinnen und Experten einreihen. Es wurden in den letzten Monaten viele Erkenntnisse über das SARS-CoV-2-Virus gewonnen, viele Dinge sind noch ungeklärt und selbstverständlich wollen wir die Einschätzung darüber den jeweiligen Wissenschaften überlassen.

Sehr wohl möchte ich diesen Moment jedoch nutzen, um auf Ergebnisse wissenschaftlicher Studien hinzuweisen, die zwar vorliegen, in den Planungskonzepten und Entscheidungsprozessen unserer Regierung aber bisher keinerlei Berücksichtigung finden:

Das sind wissenschaftliche Erkenntnisse, welche die Effektivität der Präventionskonzepte von Kulturveranstaltern wie dem Burgtheater belegen. Verwiesen sei hier auf die Aerosol-Studien des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts sowie der TU Berlin. Demnach gibt es mit Mund-Nasenschutz sowie ausreichender Frischluftzufuhr praktisch keine Beeinflussung durch Aerosole eines Zuschauers auf den Nachbarplätzen. Der Zuschauerraum ist ein sicherer Ort.

Um es für das Burgtheater plastisch zu machen: Bei einer Belegung des Burgtheaters mit einer reduzierten Besucherinnen- und Besucheranzahl von 500 Personen sind 35 m³ Frischluft pro Stunde und Person vorgeschrieben, unsere Lüftungsanlage führt 180 m³ Frischluft pro Stunde und Person zu. Das sind in Summe 90.000 m³, das entspricht schon fast dem Innenraumvolumen des Stephansdoms.

Sobald ein Öffnungsschritt vollzogen wird, der gesellschaftliches Leben an den Abenden ermöglicht, müssen auch die Theater wieder geöffnet werden!

Wien
Regisseurin Breth: „Im Sprachgebrauch der Regierung gibt es das Wort Kultur nicht Bezahlartikel
Andrea Breth über ihre Inszenierung der Oper „Der feurige Engel“, den Burgtheaterdirektor und die Auswirkungen der Pandemie
Kurier.at

Kassensturz: Wie soll die Kulturfinanzierung der Zukunft aussehen?
Kunst und Kultur werden in Europa mit viel Steuergeld gefördert. Zwei Milliarden pumpen Bund, Länder und Gemeinden in Österreich jährlich in den Bereich. Reicht das?
Der Standard.at

Berlin
Gelungene Premiere Deutsche Oper Berlin: Francesca da Rimini


Sara Jakubiak . Foto: Stream/Schlatz

Endlich wieder eine Premiere an der DO. Christof Loy inszeniert Zandonais Meisterwerk in klaren, kühlen Bildern. Leisacker entwirft einen lichtdurchflutet großbürgerlichen Raum. Die Personenführung ist klar. Das gibt den Sängern den gebührenden Raum. Sara Jakubiak überzeugt in dem düsteren Mittelalterstück als leidenschaftliche Frau zwischen drei Brüdern. Auch John Tetelman als Schönling Paolo brilliert mit klarem Tenor. Aus dem Orchester holt Carlo Rizzi die nötigen Farben, Zuspitzungen und Spannungsbögen. Auch das Ensemble überzeugt.  Eine rundum gelungene Premiere an der Bismarckstraße.   
https://konzertkritikopernkritikberlin.wordpress.com/2021/03/15/deutsche-oper-premiere-francesca-da-rimini/

BERLIN/ Deutsche Oper:  „Francesca da Rimini“ von Zandonai
Licht und Schatten
Premiere im Live-Stream: „Francesca da Rimini“ von Riccardo Zandonai am 14. März 2021 in der Deutschen Oper/BERLIN

In der subtilen Inszenierung von Christof Loy werden Dunkelheit, Schatten und Licht bei diesem im Jahre 1914 in Turin uraufgeführten Werk voll ausgekostet. Er verlegt die mittelalterliche Handlung in eine moderne Welt. Gleich zu Beginn erscheint der Spielmann als imaginärer Geiger, der den Fortgang der tragischen Ereignisse beschleunigt, sobald der erste Vorhang gefallen ist.  Er  wird gleichzeitig von heiteren Blumenmädchen empfangen. Blumen überlagern überhaupt das seltsame Ambiente, sie täuschen zunächst über das tragische Geschehen hinweg. Dies verleiht der Inszenierung eine gewisse Doppelbödigkeit. Francesca soll mit einem Sohn der Familie Malatesta verheiratet werden. Statt Giovanni wird jedoch dessen jüngerer Bruder Paolo geschickt, um Francesca zu täuschen. Hier setzt die packende Personenführung von Christof Loy im eher bürgerlichen Bühnenbild von Johannes Leiacker (Kostüme: Klaus Bruns) ein. Dieses bürgerliche Ambiente wird bei der Inszenierung immer beibehalten, die Burgen der Polenta und Malatesta bleiben ganz in einem imaginären Hintergrund. Eine idyllische Landschaft behauptet sich statt dessen hinter den großen Glasfenstern…

Zum Bericht von Alexander Walther

METROPOLITAN OPERA STREAM-PROGRAMM VOM 15. BIS 21. MÄRZ 2021

meert

Week 53
Viewers’ Choice

Monday, March 15
Offenbach’s Les Contes d’Hoffmann
Starring Anna Netrebko, Kathleen Kim, Ekaterina Gubanova, Kate Lindsey, Joseph Calleja, and Alan Held, conducted by James Levine. Production by Bartlett Sher. From December 19, 2009.

Tuesday, March 16
Puccini’s La Fanciulla del West
Starring Eva-Maria Westbroek, Jonas Kaufmann, and Željko Lučić, conducted by Marco Armiliato. Production by Giancarlo Del Monaco. From October 27, 2018.

Die komplette Wochenvorschau finden Sie in unseren „Infos des Tages“

München/ Gärtnerplatz: Der Quiz zum Stream (entnommen der Website des Staatstheaters am Gärntnerplatz)

Live-Stream-Premiere am 13.3.2021

Zum Premierenbericht von Michael Koling

Zum Premierenbericht von Alexander Walther

Gärtnerplatztheater (@Gaertnertheater) | Twitter

1. Warum begann die berühmte Sopranistin Adelina Patti eine »Traviata«-Vorstellung in Boston im Kostüm, aber ohne Schuhe?

a) Sie hatte, nachdem sie wegen eines Streiks zu Fuß in die Oper hatte laufen müssen, Blasen an den Füßen.
b) Sie hatte nicht ihre volle Gage erhalten.
c) Aufgrund eines Missverständnisses wegen amerikanischer und europäischer Größen wa-ren die bestellten Schuhe zu klein.

2. Was tat das Pariser Publikum, als Wilhelmine Schröder-Devrient dort als Beethovens Fidelio auf-trat?

a) Man warf Eier und Tomaten auf die Bühne, weil man die deutsche Oper nicht mochte.
b) Man warf Blumenbouquets auf die Bühne, eine damals neue Huldigungsform.
c) Man sang vor Begeisterung im Anschluss an das Jubelfinale die Marseillaise.

Weitere 18 Fragen und die dazugehörenden Antworten finden Sie in der Website des Staatstheaters am Gärtnerplatz (und in unseren „Infos des Tages)

Frankfurt / Bockenheimer Depot: „LIEDERABEND IM STREAM – KONSTANTIN KRIMMEL“  – 12.03.2021

Liederabend im Stream: Konstantin Krimmel und Daniel Heide - YouTube
Daniel Heide, Konstantin Krimmel. Foto: Oper Frankfurt/ Stream

Unerschöpflich in ihrem Ideenreichtum erscheint immer wieder die Oper Frankfurt und präsentierte erneut einen exzellenten Liederabend im vortrefflich illuminierten Bockenheimer Depot mit seiner zumindest für ein derartiges Event ausgezeichneten Akustik.

Geladen war der Bariton Konstantin Krimmel in Begleitung des Pianisten Daniel Heide, die beiden absolvierten eine Sternstunde elitären Liedgesangs.
Zum Bericht von Gerhard Hoffmann

Frankfurt: Die Liebe und der Tod
Konstantin Krimmel und Daniel Heide beim Liederabend aus dem Bockenheimer Depot
https://www.fr.de/kultur/musik/die-liebe-und-der-tod-90241283.html

Bayreuth
Jonathan Meese: „Bayreuth kann ich noch als Leiche inszenieren!“
Der deutsche Künstler bösewichtelt gerade in der Wiener Galerie Krinzinger. Warum er sich nichts verbieten lässt, erzählt der Kind gebliebene Provokateur im Gespräch

…Sie denken aber, dass Sie zensiert wurden. Als Sie in Bayreuth als „Parsifal“-Regisseur gehen mussten.

Meese: Ja, das war reine Zensur, das kam politisch von ganz oben. Aber da ist noch nicht aller Tage Abend, ich werde irgendwann dort inszenieren, das weiß jeder. Wenn es sein muss, kann ich auch noch als Leiche Bayreuth inszenieren. Wagner hat quasi angerufen und befohlen, dass ich das machen muss. Der würde doch kotzen, wenn er das dort sehen würde. Die hassen den da alle, die unterscheiden gar nicht zwischen Richard Wagner als Real- und Kunstperson. Ich privat bin ja auch nicht der Kunst-Meese, und ein Schauspieler ist nicht seine Rolle…

Der Standard.at

Wien/ Donnerstagabend im Museum. Verbringen Sie mit uns einen Abend im Kunsthistorischen Museum.

kuh

Jeden Donnerstag gibt es eine Führung, einen Vortrag, ein Gespräch oder eine Diskussion. Dabei soll die ganze Bandbreite der Museumsarbeit zur Sprache kommen. So auch das Restaurieren, die Architektur, das Archivieren und das Forschen. Internationale Expert*innen kommen ebenso zu Wort wie zeitgenössische Künstler*innen, um das Museum der Alten Meister an die Gegenwart anknüpfen zu lassen.

DATUM: Donnerstag, 18. März 2021, 18 Uhr

ANMELDUNG
Anmeldung zur Zoom-Führung unter talks@khm.at. Bitte geben Sie im Betreff »Frühlingserwachen« an. Sie erhalten anschließend die Zugangsdaten per E-Mail.

Auch die Niederlande setzen AstraZeneca-Impfstoff für zwei Wochen aus
Österreichs EU-Kommissar Hahn dementiert Kurz-Vorwürfe. ÖVP fordert Suspendierung von Beamten des Gesundheitsministeriums. Die Corona-News im Überblick
Der Standard

Mittlerweile ist der Impfstoffkoordinator zurückhetreten – und das war es wohl. Beim Schach nennt man es ein Bauernopfer.

AstraZeneca bleibt im Programm und am kommenden Samstag um 16,30 h wird eben dieser Impfstoff, der von vielen Ländern zumindest vorsichtshalber und vermutlich zeitlich befristet abgesetzt wird, an mich in der Rotes-Kreuz Station Purkersdorf“ verimpft. Soll sein, ich habe keine Angst vor dem Virus und auch nicht vor Astra Zeneca. Angst habe ich vor denen, die keinen Fehler zugeben!

Was auf den Tisch kommt: Gastronomie und Corona
Wie geht es den heimischen Gasthäusern und Restaurants nach einem Jahr Corona? Und wie geht es nun weiter? Was werden wir essen? Wohin geht die Spitzenküche, wie überlebt das Eckwirtshaus? Und was hat es mit Geisterküchen auf sich? Teil 1 einer profil-Serie über unser Leben nach Corona. [
Profil.at

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

 Auch Irland und die Niederlande setzen Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca vorübergehend aus: Mehrere weitere Länder hatten wegen Berichten über Blutgerinnsel bereits am Freitag vorübergehend Abstand von dem Vakzin genommen. Der britisch-schwedische Pharmakonzern wies am Sonntag Sorgen über die Sicherheit erneut zurück. Eine sorgfältige Analyse der Daten von mehr als 17 Millionen Geimpften in der EU und Grossbritannien habe keine Belege für ein höheres Risiko geliefert.
Zu den neusten Entwicklungen weltweit

 Die Pandemie nagt am Selbstverständnis der wohlorganisierten Niederländer: Die Regierung hat die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zwar gut abgefedert. Doch die Impfkampagne ist ein Debakel. Am Mittwoch wird ein neues Parlament gewählt.
Zum Bericht

Harry und Meghan in England so unbeliebt wie noch nie
Nach ihrem aufsehenerregenden Fernsehinterview sind der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan bei den Briten unbeliebt wie noch nie.
https://www.heute.at/s/harry-und-meghan-in-england-so-unbeliebt-wie-noch-nie-100132458

Unverständlich das Vorgehen von „Harry“. Das Verhätnis zwischen meinem Bruder und mir war nie gut, obwohl wir in der Firma Seite an Seite gearbeitet haben, haben wir bis zu seinem Unfalltod privat kaum ein Wort miteinander gewechselt. Mein Bruder hatte mehr als 10 Jahre eine Freundin aus dem Kundenkreis, die oft in der Firma angetanzt ist – und ich habe das nicht bemerkt. Vielmehr, es hat mich gar nicht interessiert! Erfahren habe ich es (wie auch seine Frau) bei der Testamentsöffnung beim Notar. 

Aber wenn es um die Firma ging, da haben wir eisern zusammengehalten. Über uns – die Firma! Daran hätte keine Frau der Welt etwas ändern können. Eben dehalb verstehe ich Prinz Harry keine Sekunde lang.

Zum Glück ist das nicht meine Sorge. Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

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