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15. MÄRZ 2020 – Sonntag

15.03.2020 | Tageskommentar

Nun auch „Fidelio“ – Kinoübertragung mit Davidsen/ Kaufmann aus London abgesagt

Achtung: nicht abgesagt, sondern in Österreich (und einigen anderen Ländern) nicht zu sehen. Das ist ein Unterschied! WB.

https://www.roh.org.uk/tickets-and-events/fidelio-by-tobias-kratzer-dates?event-type=opera-and-music
 
„Abgesagt“ ist neben „Corona“ das Wort der Stunde und womöglich auch des Jahres. Ich bin nur gespannt, ob am 3.4. der Vorhang der Wiener Staatsoper wieder hochgehen wird. Die Meinungen darüber gehen auseinander, wobei es Leute gibt, die diese Saison bereits als beendet betrachten. Ich bin nicht dieser Meinung, wobei ich betonen möchte, dass ich exakt der Zielgruppe der besonders Gefährdeten entspreche. Ich habe Respekt vor der Krankheit, aber keine Angst. Nur wegen mir und wohl auch meinesgleichen darf das Land nicht „vor die Hunde gehen“.  Also schütze ich mich selbst, wäge ab und brauche keine Verbote, zumal die „Verbieter“ über die Bedrohung derzeit vermutlich nicht mehr als ich wissen und nur Aktionen setzen, durch die sie selbst  „aus dem Schneider sind“. Es kommt sowieso, wie es kommt!

Mir geht es nun gar nicht um Oper und Theater, das ist in der Gesamtsituation wirklich zweitrangig. Für die wirtschaftliche Situation ist diese Lahmlegung des gesamten Landes  eine Katastrophe, auch wenn die Regierung „Rettungsschirme“ ankündigt. Die „Rettungsschirme“ kosten Geld – und dieses Geld muss von den Steuerzahlern erwirtschaftet werden. Je länger man auf das offenbar „Ersparte“ zurückgreift, desto schwieriger wird es nachher!

Wie eine Seuche die Gesellschaft infiziert
Pest, Typhus, Cholera: Die viel schlimmeren Plagen von einst haben wir besiegt. Aber auch heutige Epidemien verändern die Gesellschaft. Der Staat muss sich mit allen Mitteln bewähren, und als Sündenbock dient die Globalisierung.
https://www.diepresse.com/5784611/wie-eine-seuche-die-gesellschaft-infiziert


NEU/ AKTUELL
: DER SPIELPLAN DER BAYERISCHEN STAATSOPER FÜR 2020/2021

ZUM GESAMTSPIELPLAN

ZU DEN OPERNPREMIEREN

Schach dem Virus: Die Kulturbetriebe wehren sich, wo es möglich ist – die Gastronomie hat es da weit schwerer

Die Wiener Staatsoper beginnt heute mit der Serie alter Streams, sogar weitgehend passend zum geplanten Programm:

15. März 2020 um 19 h : Das Rheingold (Vorstellung vom 10. Jänner 2016)
Dirigent: Adam Fischer | Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf
u. a. mit Tomasz Konieczny (Wotan), Boaz Daniel (Donner), Jason Bridges (Froh), Norbert Ernst (Loge), Jochen Schmeckenbecher (Alberich), Herwig Pecoraro (Mime), Ain Anger (Fasolt), Sorin Coliban (Fafner), Michaela Schuster (Fricka), Caroline Wenborne (Freia), Anna Larsson (Erda)
Die Streams stehen jeweils 24 Stunden zur Verfügung!

Diese Initiative möchte ich besonders hervorheben: Selbst kleinste Theater entwickeln eigene Initiativen und trotzen damit der Situation

OperatTee <office@wieneroperette.at>. Heute gestreamte Premiere

Liebe Freunde!
Aufgrund der allbekannten Umstände, müssen auch wir alle Veranstaltungen vorläufig bis Ostern absagen. Darunter fällt auch die gesamte Aufführungsserie unserer Parodie-Operette „Fäustling und Margarethl“. Damit aber der letzte Probenmonat nicht komplett für die Fische war, haben wir in Zusammenarbeit mit TV21 und dem KUMST Strasshof beschlossen, die Premiere doch durchzuführen, in Form der ERSTEN LIVE GESTREAMTEN PARODIE-OPERETTEN-PREMIERE WELTWEIT – am 15.März ab 19h30 auf www.tv21.at. Halten Sie uns auch weiterhin die Treue und seien Sie online live dabei und erzählen Sie auch Ihren Bekannten und Verwandten, wie unser Fäustling sich auf gut wienerisch dem Teufelspakt entzieht – ganz ohne Risiko – damit das einzig Ansteckende die gute Laune bleibt!

 

Informationen zu den Veranstaltungen!

Die voraussichtlichen Ersatz Termine für die Operette „Fäustling und Margarethl“ lauten:

2.Mai, 18:30 im TAM Waidhofen/Thaya
3.Mai, 17:00 im TAM Waidhofen/Thaya
7.Juni, 17:00 im KUMST Strasshof/Nordbahn

Weitere Informationen dazu finden Sie wie gewohnt auf unserer Homepage www.wieneroperette.at. Bleiben Sie gesund, halten Sie die Ohren steif und wir freuen uns, Sie hoffentlich bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen.
Ihr Ensemble Oper@Tee

Aber auch das ist bemerkenswert: Krefelds erste Geisteraufführung
Das gab es noch nie am Krefelder Theater: Am Sonntag, 15. März, kommt Antonin Dvoraks Märchenoper „Rusalka“ auf die Bühne. Die Premiere läuft anders als geplant: vor leeren Rängen. Das Theater bleibt bis einschließlich 30. März geschlossen – als Vorsichtsmaßnahme wegen des sich ausbreitenden Corona-Virus. Die Aufführung ist live im Internet zu sehen.
rp-online

So geht es zur Oper im Netz
Vorstellungsbeginn Sonntag, 18 Uhr. Das Ensemble zeigt die Oper „Rusalka“ auf der Großen Bühne. Sehen können es alle Interessierten auf dem Youtube-Kanal des Theaters (https://www.youtube.com/watch?v=6fbOwMKP84Y)
Dauer: 2 Stunden 45 Minuten

Programmhefte unter www.theater-kr-mg.de auf der Seite „Rusalka“.So geht es zur Oper im Netz

Dortmund: „Stumme von Portici“: Wie sinnvoll sind „Geisterpremieren“?

Copyright: Jungbluth/BR

Zwanzig Kritiker und reichlich Platz: Die Oper Dortmund lud zur ersten Premiere ohne Publikum. Einige weitere sollen anderswo folgen. Bizarr oder künstlerisch wohlbegründet? Regisseur Peter Konwitschny hält es für einen „ganz schönen Hammer“.
BR-Klassik.de

Unser Mitarbeiter Sigi Brockmann war auch eingeladen, gehört aber auch der Risikogruppe an und will seinen Geburtstag diese Woche wenn möglich nicht unter Quarantäne verbringen!

Joyce di Donato und Piotr Beczala singen heute Ausschnitte aus Werther mit Klavier und Harfe

 

ZU FACEBOOK

Causa Erl: Keine Anklage gegen Kuhn wegen sexueller Belästigung
Das Ermittlungsverfahren gegen den früheren Leiter der Tiroler Festspiele Erl wurde eingestellt
Der Standard

Jetzt haben wir endlich wieder eine Meldung, die mit „Corona“ nicht einmal am Rande zu tun hat! Es wird also zu keiner Anklage und somit natürlich auch zu keiner Verurteilung gegen Gustav Kuhn kommen. Vielen mag das nicht gefallen, aber in einem Rechtsstaat ist das eben so! „Die Suppe ist zu dünn“ hat es einmal ein Justizminister treffend formuliert. Was ist, kann Gustav Kuhn nun wieder nach Erl zurückkehren. Ich bin gespannt, was Herr Haselsteiner, dem die Festspiele in der Praxis gehören,  macht!

Wien
Maria Großbauer zieht Bilanz
In MADONNA zieht die 39-Jährige Bilanz über vier Jahre als Society-Lady und gewährt einen Blick in ihre Zukunft.
Von 100 auf null – und das innerhalb weniger Stunden. Während sie vor dem 20. Februar inmitten des Rampenlichts stand, wurde es mit den Klängen von „Brüderlein fein“ als legendäres letztes Lied am Wiener Opernball still um Maria Großbauer. Nach vier „Bällen der Bälle“ machte sie – zeitgleich mit Opern­direktor Dominique Meyer – Schluss. ­MADONNA traf die ÖVP-Nationalratsabgeordnete, Ehefrau des ehemaligen Wiener Philharmoniker-Chefs Andreas Großbauer und Mutter eines 6-jährigen Sohnes, um mit ihr über harte Kritik, Abschiedsschmerz und Zukunft zu sprechen.
https://madonna.oe24.at/life/Maria-Grossbauer-zieht-Bilanz/421610372

AKTUELL IN UNSERER WEBSITE: DIE GEBURTSTAGE MÄRZ 2020 SIND ONLINE!

Walter Nowotny hat die erste Liste der Jubiläen zusammengestellt:

14.3. Adolf DALLAPOZZA wurde 80

 

In Bozen geboren, kam er bereits als Kind nach Wien. Er erlernte zuerst einen kaufmännischen Beruf und arbeitete in einer Buch- und Musikalienhandlung. Er wurde dann durch Frau Weißgerber, später durch Elisabeth Rado ausgebildet. Während der Studienzeit gehörte er vier Jahre lang dem Chor der Wiener Volksoper an. 1962 wurde er als Solist in das Ensemble übernommen und debütierte in der Partie des Ernesto in »Don Pasquale« von Donizetti. An der Wiener Volksoper wirkte er in 47 Premieren mit…

ZU DEN GEBURTSTAGEN MÄRZ 2020

Berlin: „Opera for Sale“Das Kapital-Monster in der Stadt
Die Immobilienpreise kennen nur eine Richtung – sie steigen und steigen. Doch was geschieht, wenn die Mieten selbst für Kultureinrichtungen zu hoch werden? Ein kleines Berliner Musiktheater spielt es durch: In der „Opera for Sale“ fällt das Kapital-Monster in die Stadt ein.
Deutschlandfunk.de

Lyric Opera of Chicago Cancels 2019-20 Ring Cycle Due to Coronavirus Precautions
https://operawire.com/lyric-opera-of-chicago-cancels-2019-20-ring-cycle-due

Wiener Neustadt:Bunkerstimmung beim Drama einer Königin
Das neue Kulturfestival Europa in Szene schaffte es in Wiener Neustadt nur bis zur Generalprobe von „Die Königin ist tot“ nach Olga Flors Roman. Dann schlug Corona zu. Die Compagnie hofft nun auf die Uraufführung spätestens im Herbst.
https://www.diepresse.com/5784592/bunkerstimmung-beim-drama-einer-konigin

Österreichs Kinos kündigen Schließungen an
Wiener Zeitung

Kunstmuseum, Basel: LICHTGESTALTEN – ZEICHNUNGEN UND GLASGEMÄLDE VON HOLBEIN BIS RINGLER, 01.02.2020 – 26.04.2020

Balthasar Han; Bannerträger der Basler Himmelszunft; 1554; Farbloses und farbiges Glas, Schwarzlot, Silbergelb; 89,9 × 55,7 cm © Historisches Museum Basel, Foto: N. Jansen

„gemalt fenster vnd Glasmaler im Schweizerland“

In einer höchst interessanten Schau zeigt das Kunstmuseum Basel unter dem Titel «Lichtgestalten» eine Ausstellung zu Schweizer Glasgemälden und ihren Vorzeichnungen im 16. Jahrhundert…

Zum Ausstellungsbericht von Jan Krobot

Das Ende von „Schau‘ ma mal“
Die Tiroler Après-Ski-Welt führt gerade vor, was passiert, wenn man die Pandemie auf die leichte Schulter nimmt. Wer Spitäler, Alte, Kranke und sich selbst schützen will, muss jetzt konsequent sein.
Die Presse

Angeblich sollen sich viele Schweden in Tirol mit dem Virus abgesteckt haben. Das ist eine Negativwerbung für Österreich. Zum Glück bin ich ein Urlaubsmuffel, aber ein Urlaub in dichtgedrängten Ski-Gebieten ist ein Risiko. Sollte unsere Regierung Auslandsurlaube verbieten, schaue ich mir die Reaktion und Solidarität unter den Österreichern einmal an!

Makabere ARD-Satire: „Corona rafft die Alten dahin. Das ist nur gerecht“
Ein Satireformat der ARD-Jugendwelle Funk bezeichnet das Coronavirus als „schönen und sinnvollen Reflex der Natur“. Dass vor allem Ältere daran sterben, sei „nur gerecht“. Schließlich habe diese Generation den „Planeten voll gegen die Wand gefahren“.
Die Welt.de

Dazu passend schreibt ein Leser: Ich habe mit Interesse Ihren heutigen Kommentar zur aktuellen Lage gelesen. Und mich dabei einer Grafik erinnert, die auf orf.at veröffentlicht wurde: https://orf.at/stories/3157892/
Haben Sie (oder kennen Sie jemanden), der diese Grafik schon einmal interpretiert hat? Sehen Sie sie sich doch einmal genauer an: Ohne Gegenmaßnahmen ist hier von einem Höhepunkt mit ca. 2 Mio Krankheitsfällen in Österreich Ende Mai die Rede (die rote Kurve). Mit Gegenmaßnahmen (also das, was ab Montag geplant ist — die grüne Kurve) wird ein Erreichen des Höhepunkts der Erkrankungen rund 100 Tage später prognostiziert. Aber selbstverständlich nur, wenn diese Maßnahmen entsprechend lange in Kraft bleiben. 100 Tage sind aber drei Monate, der Höhepunkt der 360.000 Infizierten wird also Ende August erreicht.
Bin es nur ich, der daraus folgert, daß es heuer keine Sommer-Saison in Österreich geben wird, keine Festspiele, keine offenen Bäder, keine Schanigärten vor den Lokalen, keine offenen Geschäfte? Oder wird man sich der Verantwortung gegenüber der Mehrheit der Bevölkerung entsinnen und eine höhere Sterblichkeitsrate, etwa ab Anfang Juni, bewußt in Kauf nehmen?
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Nun, wenn diese Frage an mich gerichtet ist, beantworte ich sie gerne: Ich bin 73 (also die gefährdetste Gruppe) und habe mein Leben sehr intensiv gelebt. Ich würde zwar gerne noch ein Weilchen leben, aber nicht um den Preis, dass alles um mich herum nur deswegen den Bach runtergeht, auch das, was ich für meine Nachkommen geschaffen habe. Wir können keine „Leben retten“ – nur den Tod hinauszögern. Ob der jetzt ein oder zwei oder vielleicht fünf Jahre früher kommt, liegt ohnedies nicht nur in unserer Hand. So gesehen hätte ich Verständnis dafür, wenn eine höhere Sterblichkeitsrate im Interesse der Gesamtbevölkerung in Kauf genommen würde!

Wem kann man noch vertrauen?
Es hat offensichtlich eines asiatischen Fledermausvirus bedurft, um in der öffentlichen Debatte ein paar Dinge klarzustellen. Zum Beispiel die Erkenntnis, dass dubiose News-Seiten möglicherweise keine glaubwürdige Quelle sind. Und dass man sich besser nicht darauf verlassen sollte, was manche angeblich wohlmeinenden Nachrichten, die per WhatsApp oder Messenger eintrudeln, einem so ins ohnehin ängstliche Ohr einflüstern.
Wiener Zeitung

Österreich/ Fußball
Rapid schlägt Alarm: 6 Millionen Euro Schaden
Deshalb appelliert der grün-weiße Wirtschafts-Geschäftsführer auch an die Regierung und die Stadt Wien: „Wir alle erleiden einen enormen kurzfristigen und auch mittelfristigen wirtschaftlichen Schaden. Rapid wurde gegründet, um Fußball zu spielen – wenn dies nicht der Fall ist, fehlt uns unsere Grundlage.“
https://www.heute.at/s/rapid-schlagt-alarm-6-millionen-euro-schaden-58264996

Wen will die Regierung mit unserem Steuergeld noch aller entschädigen? Allein deshalb glaube ich, dass sie im April auf die Bremse steigen wird!

Gespenstische Szenerie vor Schloss-Schönbrunn

ich bin um etwa 10,3h – wie jeden Sonntag – von Mauerbach in die Redaktion in Wien-Meidling gefahren und komme dabei direkt am Haupteingang von Schloss Schönbrunn vorbei. Im Normalfall ist dort alles mit Autobussen verrammmelt, Menschenmassen bewegen sich zum geschichtsträchtigen Ort. Heute herrscht dort Leere – nur einige Unentwegte sind unterwegs – die Parkplätze sind unbesetzt! Soll das wirklich so weitergehen?

Genießen Sie einen schönen Sonntag, bleiben Sie in der Wohnung, schauen Sie sich die Parlamentsdebatte an  (das Fernsehen überträgt die Sondersitzung heute), lesen Sie den Online-Merker, schauen Sie sich einen Stream an, diskutieren Sie mit dem Partner (ob Mann oder Frau) und seien Sie dabei friedlich.

A.C.

 

 

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