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15. JULI 2019 – Montag

15.07.2019 | Tageskommentar

Ekaterina Gubanovas Bühnenunfall in Bayreuth. Was ist geschehen?. Foto: Agentur

Natürlich erfährt der Online-Merker, was in Bayreuth bei der „Tannhäuser“-Probe geschehen ist:

Ekaterina Gubanova ist auf der Bühne bei einer ihrer szenischen Aktivitäten gestürzt und hat sich schwer am Knie verletzt (Meniskus, Seitenband,…) also klassische Sportlerverletzungen. Das tut allen SEHR leid- Ekaterina ist eine sehr beliebte, nette Kollegin!

Bayreuth: Neugierig auf Siegfried Wagner?
Der Festspielcountdown läuft: Doch es ist nicht nur die Neuproduktion der Oper „Tannhäuser“, in der Regie von Tobias Kratzer, die Spannung hervorruft. Neugierig darf man auch auf das Auftragswerk der Bayreuther Festspiele zum 150. Geburtstag von Siegfried Wagner sein. Premiere ist am Dienstag, 13. August, in der Kulturbühne „Reichshof“ um 20 Uhr.
https://www.inbayreuth.de/neugierig-auf-siegfried-wagner/

VIDEO: KLASSIK AM ODEONSPLATZ IN MÜNCHEN: DAS VIDEO BR-SYMPHONIEORCHESTER/ ALAN GILBERT/ RENÉE FLEMING

 

Klassik am Odeonsplatz 2019 – BR-Symphonieorchester Alan Gilbert und Renée Fleming

Auch im Sommer 2019 spielt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks bei „Klassik am Odeonsplatz“ unter freiem Himmel. Mit Alan Gilbert am Pult erklingt als Hauptwerk Tschaikowskys Fünfte. Stargast des ersten Konzertteils ist Renée Fleming, die berühmte Briefszenen aus Opern von Tschaikowsky sowie Korngold singt.

ZUM VIDEO

NDR-KLASSIK-OPEN AIR HANNOVER: DER BAJAZZO/ CAVALLERIA RUSTICANA. SEHEN SIE HIER DIE GESAMTE AUFZEICHNUNG AUF VIDEO

Marco Berti (Canio), Aleksandra Kurzak (Nedda). Im Hintergrund die Dirigentin Kerri-Lynn Wilson. Foto: Youtube

Santuzza ist Liudmila Monastyrska, bei der Besetzung hat man nicht gespart.

Videoaufzeichnung der ganzen Veranstaltung

Zum Bericht von Christian Schütte

Für mich ist das natürlich sehr angenehm, wenn einem alles ins Haus geliefert wird – aber wohin soll das noch führen? Finanziert werden diese Streams/ Aufzeichnungen über Werbung – wobei ich als früherer Kaufmann kein wirkliches Geschäft dahinter vermute (der angesprochene Markt ist zu klein). Es ist also ein Prestigeprojekt und Image heißt das Wort der Zukunft!

Rigoletto in Bregenz: Blick ins Bühnenbild per Smartphone
Am Mittwoch feiert Verdis Rigoletto auf der Seebühne von Bregenz Premiere. Wer das Innenleben des Opern-Clowns unter die Lupe nehmen möchte, kann dies vorab mit ein paar Klicks tun. 112 Mitwirkende hat das Spektakel am Bodensee.
BR-Klassik

Mannheim: IL TROVATORE – Premiere am 13.7.


Irakli Kakhidze (Manrico), Miriam Clark (Leonore), Evez Abdulla (Luna). Copyright. Hans-Jörg Michel

Giuseppe Verdis „Il Trovatore“ erlebte 1997 szenisch und letztmals 2007 konzertant am Nationaltheater seine Aufführungen, als letzte Opern-Premiere der Spielzeit 2018/19 präsentierte man wiederum eine Neuinszenierung unter Roger Vontobel. Der Schweizer Regisseur fabrizierte hier am Hause bereits eine vom Publikum nicht freudig aufgenommene „Aida“, sodann entfachte sein „Fidelio“ Buh-Orkane der Entrüstung, nun vertraute man dem Regie-Künstler erneut „Il Trovatore“ an welcher vom Auditorium ohne Contra akzeptiert wurde. Vontobel bestückte die Handlung mit noch mehr rätselhafter Symbolik. Als „Trauma“ verband eine Tänzerin überflüssigerweise (Delphina Parenti) pantomimisch die Szenenfolge. Holzpaletten, abstrakte herabhängende Elemente schufen viel Bühnenfreiraum ((Claudia Rohner) für illustrive Schattenspiele und das interessante Lichtdesign (Frank Kraus), lediglich die penetrante Dauer-Bestrahlung greller Scheinwerfer reizten Zuschauer-Augen empfindlich, für evtl. weitere Besuche wäre eine Schlafmaske oder Sonnenbrille von Nöten. Die weniger attraktiven Kostüme kreierte Nina von Mechow…

Zum Bericht von Gerhard Hoffmann

...Den Graf Luna singt Evez Abdulla mit seinem markigen hell timbrierten und schlagkräftigen Bariton. Er ist der adäquate Gegenpart zum wieder überragenden Tenor des Manrico, Irakli Kakhidze. Seiner bis in höchste Höhen gleichschön durchgebildeten Stimme kann von Beginn an freiten Lauf lassen. Leonora ist Miriam Clark, auch sie punktet mit feiner eleganter Stimmgebung ihres angenehm gefärbten Soprans. Nur an wenigen Stellen erscheint ihre Höhe noch nicht ganz gefestigt. Die Azucena der Julia Faylenbogen wirkt in der Inszenierung eher jung und wie eine Indianerin auch mit Zöpfen. Die Stimme des sehr gut tragendes Mezzos setzt auch stilsicher leichte Drücker und Schluchzer ein, eine runde Leistung der vielseitigen Sängerin. Der Ferrando des Bartosz Urbanowicz singt einen eher hellen wohllautend sonoren Baß. Die Ines der Natalija Cantrak gibt einen ziemlich guten,fein perlenden Sopran zum Besten. Karol Güvener kommt als Knappe Manricos tenoral zum Einsatz, Xuscheng Zhang und Daniel Claus Schäfer komplettieren das Ensemble.  Heftiger Applaus im gut besetzten Nationaltheater.

Zum Premierenbericht von Friedeon Rosén

Baden-Baden: Liederabend Anna Netrebko (14.7.)

 

Slawische Melancholie und leidenschaftliche Aufschwünge beherrschten gleich zu Beginn Anna Netrebkos Interpretation der Lieder „Flieder“ op. 21/5, „Vor meinem Fenster“ op. 26/10 und „Hier ist es schön“ von Sergej Rachmaninow. Und man spürte dabei auch ganz unmittelbar, dass sich ihre Stimme hinsichtlich der voluminösen Fülle und der gesanglichen Reife weiter verändert hat.

Zum Bericht von Alexander Walther

Die Netrebko hat sich zu diesem Liederabend Elena Maximova „ins Boot geholt“. Klavierbegleiter der Damen war Malcom Martineau.

Regensburg: „TOSCA“ im Bayernhafen
Andächtig unter Kränen
Das Theater Regenburg zeigt Puccinis „Tosca“ in einer spektakulären Inszenierung im Bayernhafen
Sueddeutsche Zeitung
Scarpia, der Krake: Puccinis „Tosca“ im Regensburger Westhafen
Neue Musikzeitung/nmz.de

Causa Erl: Künstlerinnen nach Kommissionsbericht „erleichtert“
Die fünf Frauen fühlen sich „bestätigt und endlich rehabilitiert“.
Kurier

Die Gegenseite, also Gustav Kuhn und dessen Rechtsvertreter, erkennen das Erkenntnis der Gleichbehandlungskommission nicht an, zumal „das Verfahren nicht nach rechtsstaatlichen Grundsätzen geführt wurde“ (Auskunft Anwalt Krüger). 

Ab nächster Saison waltet in Erl ohnedies der Messias aus Frankfurt.

 

 

TIROLER FESTSPIELE ERL: HEUTE: Alm-Trieb: Ein Triptychon / Zweiter Teil: Mittag

Festspielhaus (20,00 €)

In der alpenländischen Tradition gibt der Almtrieb den Jahresrhythmus vor. Das Vieh wandert im Frühling auf die Alm, verbringt den Sommer dort und steigt im Herbst wieder ab. Drei Konzerte (Morgen, Mittag und Nacht) dienen als Projektionsfläche dieser Wanderung. Denn im Kleinen, wie im Großen zeichnet diese Reise parabelhaft die conditio humana nach.

/ INFOS

Zum Video

Erich Polz (musikalischer Leiter). Foto: Xiomara Bender/ Tiroler Festspiele

Der dritte Teil von „Almtrieb“ (Konzeption Valentin Lewisch) findet am 22.7. statt!

WIEN/ ImPulsTanz: MACBETH von Johann Kresnik


Macbeth (Teng Huang)© Dieter Wuschanski

Shakespeare’s blutige Tragödie aus dem frühen 17. Jahrhundert vom schottischen König Macbeth, der mit tyrannischer Herrschaft seine Macht zu erhalten suchte und schließlich fiel, verbindet Johann Kresnik in seinem 1988 uraufgeführten Stück mit der 32 Jahre alten und wohl ewig ungeklärt bleibenden Geschichte um den Tod des deutschen Politikers Uwe Barschel, der 1987 nach einer im Wahlkampf von ihm initiierten Verleumdungskampagne gegen seinen politischen Herausforderer Björn Engholm zurücktreten musste und letztlich in einer Hotelbadewanne in Genf tot aufgefunden wurde, zu einem Tanztheater über die ewig aktuelle skrupellose Gier nach Macht…
Andressa Miyazat & Pavel Povrazník © Dieter Wuschanski

Zum Bericht von Rando Hannemann

Stundenlanger Stromausfall in Manhattan
Lahmgelegte Aufzüge, stillstehende U-Bahnen: In New York waren mehr als 70.000 Menschen von einem Stromausfall betroffen. Inzwischen ist das Problem gelöst.
https://www.zeit.de/gesellschaft/2019-07/stromausfall-in-new-york
Die ServusTV-Doku ist noch nicht online, aber das kann man schon schauen.

https://youtu.be/UQR9xXNKojw

Angesichts dieser Gefahren, eigentlich absurd, dass wir uns trotzdem, scheinbar „alternativlos“( Angela Merkels berühmte Wortschöpfung) immer noch mehr von digitalen, elektronischen Technologien abhängig machen- siehe z.B. auch die schleichende Bargeldabschaffung.

Formel 1:Hamilton rast zu Heimrekord
Lewis Hamilton hat zum sechsten Mal sein Heimrennen gewonnen. Der Engländer setzte sich am Sonntag beim Grand Prix von Großbritannien sicher vor seinem Mercedes-Stallgefährten Valtteri Bottas und Ferrari-Pilot Charles Leclerc aus Monaco durch. Mit seinem siebenten Saisonerfolg erreichte Hamilton gleich mehrere Meilensteine.
https://sport.orf.at/stories/3051175

Ein echter Champion braucht eiserne Nerven. Sebastian Vettel scheint diese nicht mehr zu besitzen. Der junge Franzose Leclerc ist derzeit bei Ferrari die heimliche Nummer 1. Vettel muss fürchten, dass ihm sein Teamchef nächstens sagt: „Du fährst für Leclerc“! Dann wirft er voraussichtlich gänzlich die Nerven weg – und dann wird es gefährlich in der Formel 1.

Eine schöne Woche wünscht

A.C.

 

 

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