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15. DEZEMBER 2021 – Mittwoch

15.12.2021 | Tageskommentar

#BSOLEBENSWERT – BAYERISCHE STAATSOPER SAMMELT STIMMEN FÜR MEHR LEBENSFREUDE // „GIUDITTAFoto: Bayerische Staatsoper

Die Premiere der Spieloper Giuditta, in einer Fassung von Christoph Marthaler und Malte Ubenauf und mit einem Bühnenbild von Anna Viebrock findet am 18.12.2021 im Nationaltheater statt. Anders als bei bisherigen Inszenierungen des Werkes fließen in dieser Fassung Lieder, Orchesterkompositionen sowie Dialoge von Franz Lehárs Zeitgenossen in die Inszenierung mit ein.
In den Titelpartien sind Daniel Behle (Octavio) und Vida Miknevičiūtė (Giuditta) zu erleben. Am Pult des Bayerischen Staatsorchesters gibt Titus Engel sein Hausdebüt.

 

Freunde, das Leben ist lebenswert.“ – Ein Aufruf der Bayerischen Staatsoper

Das Ziel von #LEBENSWERT ist es, besonders sich jetzt immer öfter der kleinen und großen schönen Momente des Lebens bewusst zu werden und diese wieder mehr zu zelebrieren.

PREMIERE
Sa, 18.12.2021, 18.00 Uhr

Weitere Vorstellungen
Mi, 22.12.2021, 19.00 Uhr, Mo, 27.12.2021, 19.00 Uhr, Fr, 31.12.2021, 19.00 Uhr, So, 2.1.2021, 18.00 Uhr, Do, 6.1.2021, 18.00 Uhr Nationaltheater

STREAM: So, 26.12.2021, 19.00 Uhr STAATSOPER.TV

Wiener Staatsoper: DON GIOVANNI – Premiere vor Publikum. Labung für die „Darbenden“

Philippe Sly, Kyle Ketelsen, Ain Anger. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Wien
„Don Giovanni“ in der Oper: Viel Applaus der Darbenden bei der Wiedereröffnung (Bezahlartikel)

In der Wiener Staatsoper wird wieder vor Publikum gespielt – halleluja! Hoffentlich bleibt das auch Omikron-mäßig lange so, denn ein vollbesetztes Opernhaus ist emotional doch eine andere Sache als eine (sehr lobenswerte) TV-Premiere. Am Ende von Mozarts „Don Giovanni“ gab es auch viel Applaus, für den Dirigenten und das Orchester, für Sängerinnen und Sänger…

Kurier.at

Wien/ Theater an der Wien: Auch in der Oper jagt der Boulevard die Royals (Bezahlartikel)
Regisseur Keith Warner zeigt ab 17. Dezember seine Interpretation von Georg Friedrich Händels Meisterwerk „Giulio Cesare in Egitto“.
Kurier.at

WIEN / Volksoper: Vor-Premiere von Kurt Weills LADY IN THE DARK
Vor-Premiere am 13. Dezember 2021


Foto: Petra Moser für Volksoper

Lady in the Dark von Kurt Weill ist vieles, unter anderem auch ein Musical, und wäre damit doch nur unzureichend beschrieben. In gewissem Sinn ist es wohl d a s Musical, das der große, kürzlich verstorbene Stephen Sondheim immer schreiben wollte, aber nie geschrieben hat. Weil es der große Kurt Weill schon geschrieben hat. 1941! Nicht nur eine kühne Vorwegnahme späterer Entwicklungen, sondern mitunter auch charmant gestrig. Und das macht den besonderen Reiz dieses Werks nach einem Buch von Moss Hart aus. Es gibt kräftige Spurenelemente aus Operette, Swing, Singspiel, Revue, Broadway-Show, und natürlich ist auch des unverwechselbare Weill-Sound allgegenwärtig. Sogar eine kräftige Portion Drama ist darin enthalten: Welcher andere Musicalkomponist hätte es gewagt, sein Werk mit einer langen Sprechtheater-Episode – dem ersten Besuch der Lady beim Psychoanalytiker – beginnen zu lassen und den Großteil der Musik in die Traumsequenzen hineinzupacken, in denen sich die Klientin auf der Couch auf eine Reise in ihre Vergangenheit, bis hin zur traumatisch erlebten frühen Kindheit, begibt? Richtig: Außer Weill wäre so etwas wohl nur noch Sondheim zuzutrauen. Und wie bei diesem ist es die großartige, treffsichere und fein instrumentierte Musik, die das, was auseinanderzustreben droht, schlüssig zusammenhält. Chor und Orchester der Volksoper leisten dabei, unter der schwungvollen Leitung von James Holmes, ganze Arbeit…

Kurt Weills komplexes, nicht leicht umzusetzendes Musical auf die Bühne der Volksoper zu bringen, ist ein Wagnis, das sich gelohnt hat. Das Haus ist vollbesetzt – gut, es gab reduzierte Preise – und die Stimmung blendend. Begeisterter, lange anhaltender Applaus.

Zum Bericht von Dr. Manfred A. Schmid

OPER GRAZ: „Rotkäppchen“ und „Der Wolf“ – heute Premiere

Am Mittwoch, 15. Dezember, geht die erste von vier Premieren in einer Woche über die Bühne – genau genommen, über die Studiobühne der Oper Graz: „Rotkäppchen“ ein Ballett für alle ab 5 Jahren nach dem allseits bekannten Märchen der Brüder Grimm, in der Choreographie von Sascha Pieper zur Musik von Dominic Faricier. In erzählender Form folgt diese Ballettproduktion dem vertrauten Märchenpfad.

Tags darauf, also am 16. Dezember, folgt „Der Wolf“, hervorgegangen aus demselben Märchen aber in einer Interpretation für Publikum ab 14 Jahren…

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Bern
Richard Wagners «Rheingold» in Bern: Göttervater Wotan trickst die rappenden Riesen aus
Tagblatt.ch

Giuseppe Verdi: Simon Boccanegra • Opernhaus Zürich • Wiederaufnahme: 12.12.2021

Simon Boccanegra im Palazzo Venezia

Nach dem coronabedingtem Stream der vergangenen Saison feiert Andreas Homokis Inszenierung von Verdis «Simon Boccanegra» mit der ersten Wiederaufnahme Premiere vor realem Publikum. Auf den Stream und das Entstehen der Produktion unter Einhaltung eines strengen Infektions-Schutzkonzepts wird in einem Avis im Programmheft hingewiesen…

Zum Bericht von Jan Krobot

HAMBURG/ Staatsoper: HÄNSEL UND GRETEL am 12.12. 2021 (Abendvorstellung)

An der Hamburgischen Staatsoper darf nach zwei Jahren Pause nun wieder eine lieb gewonnene Tradition zelebriert werden: Nämlich die Wiederaufnahme von Humperdincks Märchenoper “Hänsel und Gretel” in der Regie von Peter Beauvais, welche am Nikolaustag 1972 ihre Premiere feierte und damit mehr Jahre auf dem Buckel hat, als die meisten der Akteure heuer. Zugegeben, der Zahn der Zeit nagt auch am Bühnenbild, manche Kulissen haben schon die ein oder andere Patina angesetzt, einiges an Mobiliar hat deutliche Gebrauchsspuren und überhaupt wirken viele der Farben wenig frisch und angegraut. Dennoch: dem Zauber einer klassischen Inszenierung dieses Werkes zur Weihnachtszeit kann man sich nur schwer entziehen, auch, weil eben nicht tiefenpsychologisch gedeutet wird…

Zum Bericht von Sigrid E. Werner

Stuttgart/ Staatsoper: DAS RHEINGOLD. Neuinszenierung. Vorstellung am 12.12.

Die Staatsoper Stuttgart schmiedet einen neuen RING. Vor 20 Jahren hatte sie mit der Innovation eines ‚Rings des Nibelungen‘ mit vier verschiedenen Regisseuren für Schlagzeilen gesorgt. Dieses Stilmittel soll beibehalten werden, ja sogar in einem Ringteil die drei Aufzüge nochmals unter drei Regisseur*innen aufgeteilt werden. Nun, beim Vorabend des ‚Rheingolds‘ begnügte man sich noch mit einer Handschrift. Während der bereits vor der Pandemie angetretene neue Stuttgarter GMD Cornelius Meister in allen vier Ringteilen das Dirigat übernimmt, hat im ‚Rheingold‘ Stephan Kimmig die Regie inne. Für ihn stellt das Rheingold-Personal eine Circus-Crew dar…

Zum Bericht
von Friedeon Rosen

München
Marina Monzó Replaces Sabine Devieilhe in Bayerische Staatsoper’s “Die Zauberflöte’
Soprano Marina Monzó will perform the role of Die Königin der Nacht in the upcoming production of Mozart’s “Die Zauberflöte” at the Bayerische Staatsoper, replacing the originally scheduled Sabine Devieilhe.
https://operawire.com/marina-monzo-replaces-sabine-devieilhe-in-bayerische-staatsopers-die-zauberflote/

Unser musikalischer Adventkalender Nr. 11
zusammengestellt von TTT

Eric Clapton – (* 1945) britischer Gitarrist, Sänger, Songwriter, „Slowhand“
Clapton prägte die Entwicklung des Bluesrock seit den 1960ern, über 280 Millionen weltweit verkaufte Tonträger, einer der erfolgreichsten Künstler aller Zeiten!
Tears In Heaven, 1992
… nach dem Tod seines vierjährige Sohnes Conor , der aus dem 53. Stock …
„Da ist Frieden, da bin ich mir sicher. Und ich weiß, dass es keine Tränen im Himmel geben wird …“

http://www.youtube.com/watch?v=BLtnThtaET4

Wonderful Tonight, 1977/2007
„Fühlst du dich gut?“ „Ja, ich fühle mich heute Nacht wunderbar“ ich fühle mich wundervoll, weil ich das Licht der Liebe in deinen Augen sehe und das Wunder von allem … „

http://www.youtube.com/watch?v=KIzOxTCOc_0

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart:  17. Dezember 2021  : BENEDETTA
Frankreich  /  2021 
Drehbuch und Regie: Paul Verhoeven
Mit: Virginie Efira, Daphné Patakia, Charlotte Rampling, Lambert Wilson u.a.

Zuerst erklingen fromme Choräle, aber keine Angst, es wird kein besinnlicher Film aus dem Nonnenkloster. Dann sieht man einen Wagen durch die Landschaft rumpeln, Volksszenen, marodierende Banden reiten übers Land, man befindet sich im 17. Jahrhundert in Italien, und ein Historienfilm lässt grüßen. Ein kleines Mädchen sitzt im Wagen, sie ist altklug, aufgeweckt und interessiert, sie fürchtet sich nicht, als sie an der Schwelle eines Klosters in Pescia in der Toscana abgegeben wird (gesprochen wird in diesem Film allerdings ausschließlich Französisch) – Eltern halten es in diesen unsicheren Zeiten für eine gute Lösung für ihr frommes kleines Mädchen und zahlen entsprechend für das angeblich sichere Leben.

Schnitt, eineinhalb Jahrzehnte sind vergangen, und wir erleben Benedetta hinter Klostermauern, die nicht gar so verschlossen sind – immer wieder werden Nonnen, die sich hinaus begeben, von Soldatenhorden „gefangen“ und vergewaltig. Wir befinden uns, spätestens jetzt muss man das betonen, in einem Film von Regisseur Paul Verhoeven, nicht dem deutschen Senta-Berger-Schwiegervater, sondern jenem Niederländer, der schon einige Skandalfilme auf die Leinwand geworfen hat – am berühmtesten wohl „Basic Instinct“ (mit Sharon Stone), aber manches mehr, zuletzt so provokativ und brutal, wie es nur geht, mit „Elle“ (wo sich Isabelle Huppert gänsehaut-erzeugend für eine Vergewaltigung gerächt hat)…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Klugheit
… Urteilsfähigkeit auf das längerfristige Geschick von Absichten. Unterscheidet wenig zwischen moralisch guten, neutralen oder zweifelhaften Absichten. …auf die Unterscheidung von Schlauheit zu befragen.
TTT Psychosoziales: Psyche beeinflussend, theaterrelevant.
https://www.staatslexikon-online.de/Lexikon/Klugheit

INTERNATIONALE PLEYEL-GESELLSCHAFT RUPPERSTHAL/NÖ

Herzliche Einladung zum 501. Konzert der IPG mit dem JESS TRIO WIEN am So, dem 19.12.2021 um 17h im Pleyel Kulturzentrum! Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Ihr IPG

Innsbrucker Festwochen im Sommer unter dem Motto „Begegnungen“
Die 46. Festwochen der Alten Musik werden von 12. bis 28. August 2022 stattfinden. Insgesamt sind 53 Veranstaltungen geplant
Der Standard.at

Tanz/ Ballett: Getanzte Einsamkeit: Hans Zender interpretiert Franz Schuberts „Winterreise“ als Ballett
Tatsächlich ist es Christian Spuck gelungen, eine optische Umsetzung der Winterreise zu kreieren, die Schuberts und Zenders Werk kongenial ergänzt. Chapeau!
Von Peter Sommereder
Klassik-begeistert.de

LINZER LANDESTHEATER: MEPHISTO

nach dem gleichnamigen Roman von Klaus Mann in einer Fassung von Luise Rist und Birgit Funke
Premiere im Landestheater Linz am Samstag, 18. Dezember 2021 um 19.30 Uhr | Schauspielhaus

Erzählt wird die erstaunliche Karriere des Schauspielers Hendrik Höfgen, der sich in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts aus bescheidenen Anfängen in der deutschen Theaterszene emporarbeitet. Die politischen Ereignisse, die in dieser Zeit andere Karrieren beenden, können Höfgens Bahn nichts anhaben, im Gegenteil: Er versteht sie geschickt für sich zu nutzen.

Dabei sieht zu Anfang alles anders aus: Als Star einer Hamburger Provinzbühne ist Höfgen Freund von Intellektuellen und Kommunisten, die ihn für ihre Projekte zu gewinnen suchen. Immer erst im letzten Augenblick sieht er sich verhindert, in ihren linken Off-Theater-Stücken aufzutreten. Dass er das aus Vorsicht tut, gibt er nicht zu

Die nächsten Vorstellungstermine: 15., 29. Jänner, 17., 18., 22. Februar 2022

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Koalitionsvertrag in den Niederlanden nach 271 Tagen: Kein Land in Europa ist politisch so zersplittert wie die Niederlande. Nun haben sich neun Monate nach den Parlamentswahlen vier Parteien zusammengerauft. Der «Teflon-Premier» Mark Rutte dürfte also bald sein viertes Kabinett anführen – und das allen Affären zum Trotze.
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  • Trumps letztem Stabschef wird Missachtung des Kongresses vorgeworfen: Am Montagabend stimmte der Ausschuss zur Aufklärung des Sturms auf das Capitol einen entsprechenden Bericht gegen Mark Meadows zu. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass dem 62-jährigen Meadows dasselbe blüht wie Steve Bannon, dem ehemaligen Chefstrategen Trumps, der sich wegen der Missachtung einer Vorladung des Ausschusses in einem Strafverfahren befindet.
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  • Alibaba entlässt mutmassliches #MeToo-Opfer: Eine Angestellte der chinesischen Internetfirma Alibaba hatte nach Missbrauchsvorwürfen eine Debatte über sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz ausgelöst. Nun wurde sie wegen angeblicher Falschaussagen gefeuert.
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  • O.J. Simpson vorzeitig aus der Bewährung entlassen: Der 74-jährige ehemalige Football-Held und Schauspieler, der bis 2017 wegen bewaffneten Raubs und Körperverletzung eine Gefängnisstrafe verbüsste, ist vorzeitig aus der Bewährung entlassen worden. Voraussetzung für eine frühere Entlassung sind unter anderem gute Führung.
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  • Österreichs horrend teure Ferienimmobilien werden zum Politikum: Die Verkaufspreise für Feriendomizile brechen in Österreich derzeit Rekorde. Teilweise horrende Preise herrschen seit einiger Zeit in den westlichen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg, wo sich die grossen Skigebiete befinden. Die Tiroler Gemeinde Kitzbühel, die nur rund zwei Fahrstunden von der Grossstadt München entfernt ist, zählt laut einer Zusammenstellung der Bank UBS zu den luxuriösesten Zweitwohnungsmärkten in den Alpen. Die Entwicklung sollte nicht überraschen: Angesichts der niedrigen Zinsen und der hohen Aktienpreise suchen wohlhabende Sparer zunehmend nach soliden Sachwerten, um ihr Vermögen zu diversifizieren.
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Wohl auch bei Omikron: Pfizer-Studie bestätigt hohe Wirksamkeit von Covid-Pille
Das Medikament dürfte laut dem US-Pharmakonzern auch bei Omikron-Infektionen helfen.
Kurier.at

Vielleicht ist doch ein Medikament die Rettung aus unserer Krise, ein Pulverl ist den Menschen sicher weniger suspekt als eine Impfung!

„Geimpfte sind nicht bessre Leute“ – schrieb das wirklich Kurt Tucholsky?
„Und doch: Man soll sie nicht ermorden/Fürs erste reicht ja auch der Knast.“ – Original oder Fälschung eines Gedichts zur Impfdebatte?

Kurt Tucholsky traut man ja wirklich fast alles zu. Darauf hat wohl auch ein gewisser Cornelius W.M. Oettle spekuliert, der vor einigen Tagen auf Twitter ein Gedicht des großen Lyrikers . Ein Impf-Gedicht, das unfassbar zeitgemäß wirkt. Tucholsky, so informierte Oettle, habe es in Zusammenhang mit der Diphterie-Impfung geschrieben und 1928 in seiner Zeitschrift Die Weltbühne veröffentlicht. „Zur Versachlichung der Impfdebatte“ lautet der vielversprechende Titel.
BerlinerZeitung

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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