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15. DEZEMBER 2019 – Sonntag

15.12.2019 | Tageskommentar

 

MAILAND: Ein weiterer Besuch bei der „Tosca-Mannschaft“. Placido Domingo singt heute eine Gala an der Scala! Foto: Instagram

Zu Instagram

HEUTE PREMIERE IM THEATER AN DER WIEN: HALKA

Es gibt keine Karten mehr (Warteliste möglich), lediglich für die Silvestervorstellung sind noch ganz wenige Karten verfügbar

Wer heute unbedingt Halka hören und sehen will und krin glücklicher Kartebesitzer ist, der sei auf die Produktion der Theater in Breslau (Wroclaw) bzw. in Poznan verwiesen, die hier auf Video vorliegen

 

Dauer des Videos: 2 Stunden und 2 Minuten

ZUM VIDEO HALKA /Opéra Wroclaw (Premiere 14.12.2018

Halka ist eine tragische Oper in vier Akten, die 1858 im Teatr Wielki in Warschau uraufgeführt wurde. Das Libretto stammt von Wlodzimierz Wolski (1824–1882), die Musik komponierte Stanisław Moniuszko. Sie ist eine polnische Nationaloper und neben Straszny Dwór die bekannteste des Komponisten.

Die Oper erzählt die Geschichte des armen Bauernmädchens Halka und seiner tragisch endenden Liebe zu dem reichen Edelmann Janusz.

NOCH EIN VIDEO: OPÉRA POZNAN (Oktober 2019): ZUM VIDEO

Beide Produktionen sind relativ neu, jene in Wroclaw eher konventionell, die in Poznan etwas eigenartig – und damit die richtige für mich. Diese Version habe ich mir gestern neben der Abendarbeit angesehen!

HALKA spielte die Volksoper bereits Mitte der 60er-Jahre (Sorell, Gutstein, Buzea)

https://www.degruyter.com/view/j/omz.1966.21.issue-1/omz.1966.21.1.35b/omz.1966.21.1.35b.xml

https://theadok.at/en/ensemble/58095?page=7 (F.K.)

WIENER STAATSOPER: HEUTE UMBESETZUNG: BRYONY DWYER SINGT DIE „PAMINA IN „DIE ZAUBERFLÖTE“

Bryony Dwyer. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Bryony Dwyer übernimmt am 15. Dezember anstelle der erkrankten Andrea Carroll die Partie der Pamina in Mozarts Zauberflöte.

Erst gestern stellten wir ein Interview mit ihr dieser Stelle vor (https://onlinemerker.com/bryony-dwyer-ich-bin-die-prinzessin-des-hauses/), erwähnten die bedauerliche Tatsache, dass die Australierin offenbar nicht in das Konzept des neuen Opernchefs Bogdan Roscic passt und die Staatsoper verlassen muss. Nun darf sie heute die Pamina singen. Auch keine schlechte Referenz für künftige Engagements!

Zur Staatsopernpremiere „Persinette“ (21.12.) hat Renate Wagner ein Interview mit dem Komponisten Albin Fries  (eigentlich ein Pseudonym) bereits online gestellt. Ich werde an dieser Stelle zeitnäher der Premiere ausfürlicher eingehen!

Berlin/ Staatsoper: Zubin Mehta dirigiert Giuseppe Verdis FALSTAFF im Januar und Februar 2020

Die Staatsoper Unter den Linden schätzt sich außerordentlich glücklich, den Ehrendirigenten der Staatskapelle Berlin, Zubin Mehta, der für die Neuproduktion von Richard Strauss‘ DER ROSENKAVALIER (Premiere: 9. Februar) am Haus sein wird, im selben Zeitraum als Dirigent für die Wiederaufnahme-Serie von Giuseppe Verdis FALSTAFF gewonnen zu haben.

Vorstellungen am 26. und 29. Januar sowie am 2., 6. und 14. Februar 2020
Staatsoper Unter den Linden

Tickets sowie weitere Informationen unter Telefon 030 20 35 45 55 und www.staatsoper-berlin.de

Schenken Sie zu Weihnachten einen unvergesslichen Abend in der Oper Burg Gars

 

Von 16. Juli bis 8. August 2020 steht mit „Carmen“ eines der meistgespielten Werke der Opernliteratur auf dem Programm. Die dramatische Geschichte der freiheitsliebenden Schmugglerin Carmen, in deren Welt es für das bürgerliche Ideal von Liebe keinen Platz gibt, fasziniert bis heute! Georges Bizets Meisterwerk wird in der atemberaubenden Naturkulisse der Burg Gars mit ihren tausend Jahre alten Mauern garantiert zu einem besonderen Opernabend!

Frühbucherbonus 10% bis 31.12.2019

NEW YORK/ Metropolitan Opera: DER ROSENKAVALIER (Rattle; Nylund, Kozena, Schultz; Groissböck)


„Der Rosenkavalier“ in New York. Günther Groissböck wird den „Ochs“ auch in Berlin singen, wo André Heller seine erste Opernregie abliefert.
Foto: Karen Almond

Metropolitan Opera 2019-20 Review: Der Rosenkavalier
Sir Simon Rattle & Company Concoct Chamber-like Intimacy in Strauss’ Most Versatile Score
0perawire

Met’s satisfying “Rosenkavalier” reboot is more than the sum of its parts
…Stealing the show was Austrian bass Günther Groissböck, reprising his revelatory interpretation of Baron Ochs. No tubby old lech, this Ochs is a muscular bully, inspiring the loyalty of his men with brutish charisma...
https://newyorkclassicalreview.com/2019/12/mets-satisfying-rosenkavalier

Mit dabei auch Thomas Ebenstein aus dem Wiener Ensemble als Valzacchi, der von Bogdan Roscic weiterverpflichtet wird.

Zwar nicht zur aktuellen Produktion, aber passend, weil Camilla Nylund die Marschallin singt
Interview Camilla Nylund
„In Finnland stehen die Musikliebhaber sehr auf Wagner“
Camilla Nylund ist eine finnische Opernsängerin, die sich auf Rollen in Werken von Richard Wagner, Ludwig van Beethoven, Giuseppe Verdi und Richard Strauss spezialisiert hat. Ihr breites Repertoire umfasst auch die Partien in den Opern Mozarts, Tschaikowskys und Dvoraks. Unter den Dirigenten, mit denen Camilla Nylund zusammen arbeitet, befinden sich Daniel Barenboim, Marek Janowski, Fabio Luisi, Yakov Kreizberg, Ingo Metzmacher, Kent Nagano, Andris Nelsons, Sir Simon Rattle und Christian Thielemann. Sie ist mit dem holländischen Tenor Anton Saris verheiratet.
Jolanta Lada-Zielke im Gespräch mit der Sopranistin Camilla Nylund
https://klassik-begeistert.de/interview-mit-camilla-nylund-klassik-begeistert-de/

Römische Oper eröffnet mit der Sizilianischen Vesper

Roberto Frontali (Montfort) and John Osborn (Henri). © Yasuko Kageyama | Opera di Roma

Verdi’s Vêpres siciliennes opens the operatic season in Rome
bachtrack

Luzern/ „Salome“. Kult-Theaterregisseur Fritsch: «Diese Frau ist ein Wunder!»
Herbert Fritsch inszeniert erstmals am Luzerner Theater die Oper «Salome» von Richard Strauss. Ein Gespräch über die Aktualität alter Stoffe, Femme-fatale-Klischees und den Umgang mit jugendlichen Delinquenten wie Fritsch einst selber einer war.
https://www.luzernerzeitung.ch/kultur/diese-frau-ist-ein-wunder-ld.1177415

Für TTT (Tim Theo Tinn) sind die Aussagen von Herbert Fritsch geradezu ein Credo. „Wenn das doch auch alle Intendanten begriffen hätten. Da fängt der Tag ja schon ganz gut an“

Herbert Fritsch:  … Aktualisierungen interessieren mich als Regisseur generell nicht. Aktualisierung bedeutet ja, dass man ein Werk auf etwas bezieht, das momentan jeder versteht, weil es dauernd in der Zeitung und in den Medien behandelt wird. Aber Zeitungen sind das Gegenteil von Poesie, weil sie bloss Informationen und Meinungen verbreiten.

ich will die Vielfalt an Möglichkeiten bei den Zuschauern nicht einschränken, indem ich Wegweiser aufstelle und Filter einbaue. Diese würden den Blick auf das Werk genau so reduzieren wie eine vordergründige Aktualisierung

… Deshalb möchte ich die Vielschichtigkeit eines solchen Werks dem hippen Getue entgegenhalten…

…. nichts mit dem Vulgärrealismus zu tun, den sich das Theater heute vom TV-Realismus und nicht aus der Wirklichkeit entlehnt.


Wiederentdeckte Oper in Hamburg: Was die Wellen uns bringen

Auf der Suche nach Frauen im Opernbetrieb stieß Kerstin Steeb auf die vergessene britische Komponistin Ethel Smyth und ihre Oper „Strandrecht“.
https://taz.de/Wiederentdeckte-Oper-in-Hamburg/!5646846/

„Konzertgänger in Berlin“ und seine Begegnungen in Teheran: Mein Artikel in der FAS
Avantgarde-Musik im Iran, ja gibts denn sowas? Klar, und wie. Und noch viel mehr Spannendes, Überraschendes, Verwirrendes habe ich im vergangenen Monat auf meiner Reise nach Teheran gesehen: vegane Restaurants, blauhaarige Mädchen, verlorene Seelen, unglaublich liebenswerte Menschen und diese brutalen Motorradmilizen des Regimes. Über all das schreibe ich in der heutigen FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG unter dem Titel: Die Welt hinter dem Knick. Eine ganze dieser riesengroßen FAS-Seiten durfte ich füllen – und hätte doch noch viel mehr zu erzählen gehabt. Jedenfalls, heute überall, wo es Zeitungen gibt. (Link folgt, wenn/falls der Artikel online geht.)
Zum Konzertgänger

klassik-begeistert.de exklusiv: Ein Nachmittag mit Jessye Norman im Jahr 2000. Ein bisher noch nicht veröffentlichtes Interview
Der in Hamburg lebende Journalist und Publizist Harald N. Stazol liebt klassische Musik, Oper und Ballett. Er hatte die Ehre und das große Vergnügen, eine der bedeutendsten Sopranistinnen des 20. und 21. Jahrhunderts zu treffen und zu interviewen: Jessye Norman,
* 15. September 1945 in Augusta (Georgia); † 30. September 2019 in New York City. Harald sagt: „Ich war früh ein großer Fan des Opernstars Jessye Norman, und war sehr jung und aufgeregt, als ich sie 2000 für das Magazin STERN in London treffen durfte – sie nahm mir mein Lampenfieber sofort, nahm sich eine Stunde Zeit – und sang tatsächlich nur für mich, ganz allein in ihrer Suite. Veröffentlicht wird dieses Portrait hier zum ersten Mal. Der STERN konnte es sich sich damals noch leisten, aufwändige und teure große Geschichten in Auftrag zu geben und nicht zu drucken.
Klassik-begeistert

Wien/ NÖ: NEUJAHRSKONZERTE Mit dem „Salonorchester Neue Streicher“ und Thomas Weinhappel/ Gezim Berisha

 

Schauspieler Gerd Baltus im Alter von 87 Jahren gestorben
er Wahl-Hamburger galt als einer der meistbeschäftigten Schauspieler der TV-Branche. Er wirkte in zahlreichen Fernsehproduktionen mit.
Die Presse

Europa: Vom Klimanotstand zum Intelligenznotstand
Unter dem Vorwand des Klimaschutzes entsteht in Europa eine bürokratische Planwirtschaft. Bisher haben wir ja eigentlich geglaubt, es sei die wichtigste Aufgabe einer Notenbank – wie etwa der Europäischen Zentralbank -, den Geldwert stabil zu halten und damit eine wichtige Voraussetzung für eine funktionierende Ökonomie zu schaffen. Doch der neuen EZB-Präsidentin Christine Lagarde verdanken wir die doch eher erstaunliche Erkenntnis, dass neuerdings auch die Regulierung der Lufttemperatur dieses Planeten in die Kompetenzen der Zentralbank fällt.
Wiener Zeitung

PARIS: OPER MUSSTE WEGEN DES STREIKS SCHON 15 VORSTELLUNGEN ABSAGEN.

Unser Redakteur Waldemar Kamer berichtet aus Paris: Seit dem 5. Dezember hat die Pariser Oper schon über 15 Vorstellungen absagen müssen und damit schon über 2,5 Millionen Euro verloren – Eine Katastrophe in einem Haus, das 60 % seines Budgets selbst verdienen muss und schon letztes Jahr ein Minus von 8 Millionen hatte : https://www.operadeparis.fr/message-aux-spectateurs-decembre-2019

Die Tänzer sind direkt durch die geplante Pensions-Reform betroffen – sie haben das älteste „régime spécial“ Frankreichs – und laufen mit in den Demonstrationen (über 100 Tänzer)

Was macht die Politik? Sie lässt die Polizei mit Gummigeschoßen auf die Zivilbevölkerung los. Monsieur Macron ist bereits unbeliebter als Hollande und Sarkozy zusammen, das muss man erst einmal schaffen!

Polizei: Neue Gummigeschoße sind schon bestellt
Frankreichs Polizei geht mit Härte gegen die Demonstrierenden vor. Dahinter steckt offenbar eine neue Strategie: Man will nicht noch einmal die Kontrolle verlieren.
Die Zeit.de

Und was machen unsere Zeitungen? Schweigen im Blätterwald! Nachdem die Kampagne gegen Boris Johnson total in die Hose gegangen ist, schießt man sich nun auf das vermeintlich lohnendere Ziel Trump ein. Es ist ja ganz wichtig, was unsere medialen Geisterfahrer meinen. Nur nicht an einem der EU-Säulenheiligen kratzen!

Niederösterreich: Grazer Hotelier Weitzer übernimmt Kurhaus Semmering
Das Kurhaus Semmering soll wieder zu einem Hotel werden, teilte ein Sprecher von ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich in einer Aussendung mit. Der Grazer Hotelier Florian Weitzer habe das traditionsreiche Haus gekauft und wolle das denkmalgeschützte Gebäude unter Berücksichtigung der historischen Substanz revitalisieren und als Hotel betreiben.
Salzburger Nachrichten

Diese Info hat mit Kultur insoferne zu tun, als das leerstehende Hotel im Sommer für Kulturevents verwendet wurde. Ob und wie das weitergeht bzw. wie lange es noch weitergehen kann, wissen die Sterne und vielleicht auch schon der Hotelier!

Verbringen Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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