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15. AUGUST 2021 – Sonntag

15.08.2021 | Tageskommentar

 

 

SALZBURGER FESTSPIELE: HEUTE PREMIERE: INTOLLERANZA 1960 (Luigi Nono (1924 – 1990)

Azione scenica in zwei Teilen (1961) nach einer Idee von Angelo Maria Ripellino

Libretto von Luigi Nono unter Verwendung von Texten von Henri Alleg, Bertolt Brecht, Paul Éluard, Julius Fučík, Wladimir Majakowski, Angelo Maria Ripellino und Jean-Paul Sartre
Neuinszenierung
So 15. August – So 29. August
4 Vorstellungen

Im TV am 21.8.

Ingo Metzmacher Musikalische Leitung
Jan Lauwers Regie, Bühne und Video
Jan Lauwers, Paul Blackman Choreografie

Sean Panikkar Un emigrante
Sarah Maria Sun La sua compagna
Anna Maria Chiuri Una donna
Antonio Yang Un algerino
Musa Ngqungwana Un torturato
Sung-Im Her, Misha Downey, Victor Lauwers, Yonier Camilo Mejia (Needcompany) Schauspiel und Solotanz
In Zusammenarbeit mit Needcompany

Salzburg
Intolleranza-Regisseur Lauwers: „Ich inszeniere, weil ich zornig bin“
Mit der Produktion von Luigi Nonos Opern-Anklage „Intolleranza 1960“ gehen die Festspiele ein Wagnis ein. Der Regisseur über politische Kunst heute
Der Standard.at

Luigi Nonos „Intolleranza 1960“ in Salzburg: Ein Aufschrei gegen Ungerechtigkeit
Am 15. August 2021 also wird es passieren. Bei den Salzburger Festspielen. Wir alle werden angeklagt: lautstark, brutal, gnadenlos. Es gibt Luigi Nonos vor gut 60 Jahren in Venedig uraufgeführte azione teatrale „Intolleranza 1960“. Hintergrund damals war der Algerienkrieg, im Zentrum steht das Schicksal eines Emigranten, der durch eine zerstörte Welt irrt. Er erlebt Inhaftierung, Folter, begegnet aber auch einer Frau, die ihm zur Seite steht, wenngleich auch nicht ganz konfliktfrei.
https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/salzburger-festspiele-2021-intolleranza-1960-luigi-nono-jan-lauwers-vorbericht-100.html

 SALZBURG: „MISSA SOLEMNIS – Erste Vorstellung am 13.8.. HEUTE um 11 h zweites Konzert, Montag drittes

HEUTE/ Salzburger Festspiele 2021 – Matinee live
Wiener Philharmoniker, Dirigent: Riccardo Muti; Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor; Rosa Feola, Sopran; Alisa Kolosova, Alt; Dmitry Korchak, Tenor; Ildar Abdrazakov, Bass. Ludwig van Beethoven: Messe für vier Solostimmen, Chor und Orchester D-Dur op. 123, „Missa solemnis“ (Übertragung aus dem Großen Festspielhaus Salzburg in 5.1 Surround Sound). Präsentation: Philipp Weismann

Mehr dazu in oe1.ORF.at – 5.1

Foto: Salzburger Festspiele/ Marco Borelli

Auf ARTE zu ehen ab 19,30 h

Muti dirigiert Beethovens „Missa solemnis“. Mit Macht und viel Pathos
Riccardo Muti hat gerade viel zu feiern: Im Juli wurde er 80 Jahre alt. 1971 hatte Herbert von Karajan Muti erstmals zu den Salzburger Festspielen eingeladen. Das war damals auch sein Debüt bei den Wiener Philharmonikern, mit denen ihn seither eine enge Freundschaft verbindet. Zu seinem 50-jährigen Bühnenjubiläum konnte Muti zwar „sein“ Chicago Symphony Orchestra wegen der Pandemie nicht nach Salzburg mitbringen. Aber an seinen traditionellen Konzerten mit den Wienern hält Muti fest. Dreimal dirigiert er jetzt in Salzburg die „Missa solemnis“, zum ersten Mal in seinem 80-jährigen Musikerleben!
BR-Klassik.de

 

KONZERT „Music Aeterna“ unter Theodore Currentzis (Samstag 14.8.) zu sehen in der 3 SAT-Mediathek)

Auf dem Programm von Teodor Currentzis und dem internationalen Ensemble MusicAeterna stehen die Sinfonien in g-Moll und C-Dur, Mozarts finale Beiträge zur Königsklasse der Orchestermusik.

Teodor Currentzis. Foto: Salzburger Festspiele

Salzburg
Canto Lirico: Große Oper im Kammerformat

Sonya Yoncheva. Foto: Javier del Real

Sonya Yoncheva beleuchtet das Liedschaffen von Verdi und Puccini.
Salzburger Nachrichten

Salzburg/ Nachfolge Rabl-Stadler

Info aus Salzburg (privat): Whaben uns gestern mit Salzburger Freunden getroffen. Fix ist, dass es eine Frau werden soll. Laut Haslauer  muss es eine Frau mit enger  Beziehung zu Salzburg werden. In den Salzburger Nachrichten wurde gestern Frau Brigitta Pallauf, Landtagspräsidentin hoch  gehandelt.

ORF/ Heute Sondersendung: Taliban vor Kabul: Verlängerte „ZIB 2“ und danach „Runder Tisch“
Heute, am 15. August, ab 21.50 Uhr in ORF 2

Zu den dramatischen Entwicklungen in Afghanistan ändert ORF 2 heute, am Sonntag, dem 15. August sein Programm und zeigt um 21.50 Uhr eine verlängerte „ZIB 2“ mit Martin Thür. Um 22.30 Uhr lädt Andreas Pfeifer unter dem Titel „Afghanistan in der Hand der Taliban – was bedeutet das für das Land, die Region und die Welt“ zu einem „Runden Tisch“.

Die nachfolgenden Programme beginnen entsprechend später.

Interview mit Asmik Grigorian aus Bayreuth

https://www.facebook.com/asmikgrigorianopera/videos/872889780293302/

Innsbruck: Bernardo Pasquini: L’Idalma overo Chi la dura la vince • 45. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

Wer durchhält, der gewinnt, lautet die Moral der Geschichte, das Fazit der Oper. Das gilt für die Liebe eines anderen, aber auch ganz simpel für den Opernabend. Denn mit ihrer diesjährigen Ausgrabung, Bernardo Pasquinis «L’Idalma overo Chi la dura la vince», ist den Festwochen der Alten Musik einmal mehr ein grosser Wurf gelungen.

Zum Bericht von Jan Krobot

Grafenegg
Jubiläumsfestival in Grafenegg eröffnet mit chorlosem Verdi-Requien

Foto: ORF

Das 15. Grafenegg Festival ist Freitagabend mit einer adaptierten Version des Verdi Requiems eröffnet worden. Wegen eines CoV-Falls konnte der Wiener Singverein nicht auftreten, das Requiem wurde gekürzt gespielt.
https://noe.orf.at/stories/3115904/

Die Sopranistin Anna Malesza-Kutny singt am 15. August 2021 beim Glyndebourne Festival die Fiordiligi.

Anna Malesza-Kutny. Copyright: Malesza

Die polnische Sopranistin gab am 12. Juli 2021 ihr Glyndebourne-Debut – ebenfalls als Fiordiligi. Diese Partie sang sie bereits 2020 an der Oper in Stettin und in den Spielzeiten 2018/2019 sowie 2019/2020 an der Kammeroper München.

www.glyndebourne.com/events/cosi-fan-tutte/
www.artistainternational.com/sopran/anna-malesza

LEHÁR FESTIVAL BAD ISCHL

 

Mit der dritten Produktion im Jubiläumsjahr DEIN WAR MEIN GANZES HERZ präsentierte das Lehár Festival in halbszenischer Form ein Werk des Bad Ischler Ehrenbürgers Franz Lehár, das noch nie bei den Festspielen zu erleben war. In der Uraufführung DEIN WAR MEIN GANZES HERZ von Jenny W. Gregor verschmelzen die spannende Lebensgeschichte des Komponisten und seine unsterbliche Musik zu einem neuen, bewegenden Stück.

WEITERE TERMINE LEHÁR FESTIVAL BAD ISCHL:
GALA 60 JAHRE LEHÁR FESTIVAL: 25. August 2021
IM KONTEXT LEHÁR 2020/2021: 28. August 2021

Spielplan Lehár Festival Bad Ischl: http://www.leharfestival.at/spielplan/

POYSDORF / Kellergstetten-Bühne: ARIADNE AUF NAXOS konzertant am 13. August 2021

Die „Kellergstetten-Bühne. Foto: Gesine Görlich-Fletzberger

Eine Woche nach dem musikalisch gelungenen Auftakt mit Mahlers Das Lied von der Erde steht im Weinviertler Sommerfestival Klassik am Platz im Kellergassenviertel von Poysdorf eine konzertante Wiedergabe der Strauss-Oper Ariadne auf Naxos auf dem Programm. Vorangestellt ist eine Suite von Richard Strauss, die mit der Oper entstehungsmäßig eng verknüpft ist. Damit wird das Festival seinem Namen Klassik am Platz mehr als gerecht. Und dass das anspruchsvolle Konzept auch sein Publikum finden wird, zeichnet sich schon beim zweiten, diesmal schon recht gut besuchten Konzert ab.

„Wir sind da um zu bleiben“, versichert denn auch Matthias Fletzberger, Intendant und musikalischer Leiter des Unternehmens…

Camilla Nylund, Matthias Fletzberger, Anton Saris. Foto: Martina Schmid-Kammerlander

…Das Ensemble am Platz erweist sich trotz der sparsamen Besetzung auch als gut funktionierendes Opernorchester. Erstaunlich, wie es unter der Stabführung von Matthias Fletzberger gegen Schluss der Oper plötzlich mit so großer Klanggewalt aufspielt, als ob es darum ginge, Wagners Götterdämmerung Konkurrenz zu machen, was aber der Partitur durchaus entspricht. Für viele in der Zuhörerschaft könnte dieser Klassikabend der erste Besuch einer Oper gewesen sein. Dass hier der bei einigen der Funken übergesprungen sein mag, ist nicht ausgeschlossen. Der kräftige Applaus und viele Bravorufe legen das jedenfalls nahe. Eine guter Anfang ist gemacht. Klassik am Platz ist hier richtig am Platz und mit seinem anspruchsvollen und anregend zusammengestellten Programm, abseits von Donizetti und Rossini, eine echte Bereicherung der niederösterreichischen Festspielszene im Umkreis von Wien. Man möchte sie im nächsten Jahr nicht missen müssen.

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

Berlin/ Berliner Ensemble: „Dreigroschenoper“ am Berliner Ensemble. Bordelle zu Indoorspielplätzen!
Die Welt.de

Berlin
„Dreigroschenoper“ am Berliner Ensemble: Kassenschlager mit Gassenhauern
https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2021/08/kritik-dreigroschenoper

„Dreigroschenoper“ am Berliner Ensemble: Die Meisterswinger von Berlin
Tagesspiegel

Buchbesprechung

 

Claudia Rossbacher: DREHSCHLUSS
Thriller
294 Seiten, Gmeiner Verlag, 2021 

Vor rund eineinhalb Jahrzehnten hat Claudia Rossbacher, mittlerweile seit zehn Jahren im Gmeiner Verlag für die „Regionalia“-Krimis aus der Steiermark zuständig, den Roman „Drehschluß“ veröffentlicht. Vielleicht, um die Wartezeit auf den nächsten (dann schon zwölften!) Steirer-Krimi zu überbrücken, hat ihr nunmehriger Verlag den alten Krimi „Drehschluß“, der in Berlin und auf Mallorca spielt, wieder hervor geholt.

Kein Buch, das sich fest auf realem Boden bewegt, sondern eher ein Klischee an das andere reiht, aber der Roman spielt schließlich in der Welt der „Bunten Blätter“, des Skandaljournalismus, einer Society von Filmschauspielern (selbstverständlich alle mit Geheimnissen) – kurz, er bedient das, was er schildert, mit einer Geschichte, die man als „juicy“ bezeichnen kann, pralle Figuren, Haß und Liebe, Sex, Skrupellosigkeit und Manipulation, und natürlich Mord und am Ende wilde Perversitäten…

Im Zentrum steht Clara Bodenstein, anfangs als skrupellos geschildert, später durch die Liebe weich werdend und ihr Gewissen entdeckend. Sie ist Chefredakteurin der Society-Illustrierten „UP“ („Unsere Promis“ – das muss einem einfallen, aber parodistisch ist die Geschichte nicht) und immer auf der Jagd nach einer sensationellen Story, auch wenn sie dafür den Ruf eines Promis killen muss…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Film/ TV

Stefanie Sargnagel: „Es gibt immer Leute, die’s nicht verstehen“
Autorin, Künstlerin und jetzt auch Schauspielerin – ab 20. August ist die 35-Jährige in „Sargnagel – Der Film“ im Kino zu sehen. Ein Gespräch über den Kulturbetrieb, Shitstorms und Verwirrung.
Kurier.at

Medien/ ORF: Kratky als Ö3-Chef?
Die Gerüchteküche um Ö3-Moderator Robert Kratky brodelt wieder. Auf Instagram wurde der 48-Jährige erst kürzlich gefragt, ob er sich als ORF-Generaldirektor bewerben will. „Ähhhhh…NEIN“, lacht Kratky herzhaft und fügt mit einem Augenzwinkern und breitem Grinsen dazu: „Ich werde Bundespräsident.“ Das sagt der Moderator dazu
Heute.at

Taliban rücken näher an Kabul. Wie der Afghanistan-Krieg der USA so fundamental scheitern konnte
Die Taliban kehren die Machtverhältnisse, die die Nato in Afghanistan durchsetzen wollte, innerhalb weniger Tage um. Diese Schmach haben die USA einer Reihe strategischer Fehler zu verdanken. Ob der Einsatz wirklich vorbei ist, bleibt offen.
Kleine Zeitung

Über diesen Präsidenten wird noch viel zu sagen sein, aber alles zu seiner Zeit.

So verbleibt mir nur, Ihnen ein schönen Tag zu wünschen. Heute ist nicht nur Sonntag, sondern auch Feiertag. Freuen Sie sich – oder ärgern Sie sich darüber, dass der Feiertag in diesem Jahr nicht auf einen Montag fällt.

A.C.

 

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