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15. AUGUST 2020 – Samstag/ Kirchlicher Feiertag

15.08.2020 | Tageskommentar

 

Grafenegg: Eröffnungskonzert abgebrochen
Das Grafenegg Festival ist am Freitagabend in seine diesjährige Ausgabe gestartet. Allerdings musste das Eröffnungskonzert kurz nach Beginn aufgrund des Starkregens und Gewitters abgebrochen werden.
https://noe.orf.at/stories/3062383/

Zur Absage vom Donnerstag in Waidhofen/Ybbs: Glück im Unglück für die Veranstalter

 

Die Veranstalter in Waidhofen hatten Glück im Unglück. Hätte hier das Konzert bereits begonnen gehabt und plötzlich einsetzender Platzregen den Fußballplatz, auf dem 1250 Stühle standen, aufgeweicht, hätten die flüchtenden Besucher das Fußball-Rasenfeld zerstört – und die Regionalliga Ost beginnt demnächst ihre Meisterschaft. Gewiss, es gibt Rollrasen, aber erstens kostet der ein „Schweinegeld“ und braucht zweitens Zeit, um sich zu verfestigen.

Deshalb hätte es auch keinen Sinn gehabt, bis zum Nachlassen des Regens zuzuwarten. Die Absage war goldrichtig, hoffen wir auf besseres Wetter am kommenden Freitag!

Bei Absagen auf Fußballpätzen fällt mir da eine besondere Geschichte ein. Bei Fußballspielen muss auf den Rasen natürlich Rücksicht genommen werden, besonders bei kleineren, finanzschwächeren Clubs. Ist ein Verein auf einer Sportanlage bloß Untermieter, entscheidet in Wien der zuständige Platzwart über die Bespielbarkeit des Platzes. Einer der auffälligsten Platzwarte Wiens war ein gewisser Herr Rusa auf der ASVÖ-Sportanlage Linienamtsgasse/ Speisingerstrasse. Herr Rusa zelebrierte so eine Absage geradezu bühnenreif. Bevor er unter den Augen von Funktionären und Spielern zur Kommisionierung schritt, zog er sich demonstrativ weisse Socken an. Mit denen betrat er den Platz. Wurden die weissen Socken schmutzig (also in 95 % der Fälle), wurde das Spiel abgesagt!

Wer weiß, was gestern in Mikulov los war? Ein Grafenegg-Schicksal?

Gestern war in Mikulov die Premiere das Fliegenden Holländer angesetzt.

Frau L.T. beantwortet meine Frage, ob das Wetter auch in Mikulov Spielverber war, wie folgt: Die Vorstellungen hat verspätet, ca 20:30 begonnen, da vorher starker Regen fiel – danach blieb es  trocken.  Für mich war es eine große Freude und ich habe es sehr genossen. Die Veranstalter haben meine Hochachtung und Bewunderung, die Künstler ebenso. Mlg L. Tatzer

Merker Heft-Chefredakteurin Dr. Sieglinde Pfabigan ist zwar vor Ort, kann aber die Kritik aus technischen Gründen nicht an mich senden:

Der „Holländer“ hat gestern nach dem Unwetter stattfgefunden und war eine hervorragende Aufführung. Reprise morgen sehr empfehlenswert! Einen Bericht kann ich ohne Internetanscluss vom Laptop nicht schicken. Sieglinde

Auch in Deutschland verfolgt man das Geschehen – weil es ja dort keine vergleichbaren Festspiele gibt. Mitarbeiter Dirk Schauß aus dem Raum Hessen klärt mich auf: Servus Toni, im Facebook steht, dass der gestrige Holländer in Mikulov über die Bühne ging.

Danke. Zu Facebook habe ich ein gestörtes Verhältnis, deshalb konnte ich nicht selbst recherchieren!

WEINVIERTEL-FESTSPIELE: HEUTE PREMIERE „TRISTAN UND ISOLDE“. Beginn 19 h

Karten gibt es an der Abendkassa.

 

ELITE TOURS fährt um 17 h gegenüber der Staatsoper nach Mikulov ab!

Tickets & Bus-Shuttle

Heute ist es in Mikulov vormittags stark bewölkt. Am Nachmittag besteht Gefahr durch einzelne Gewitter. Die Temperatur beträgt aktuell (8 h) 16 Grad und steigt im Laufe des Tages auf 21 Grad an.
 
. Copyright: Turek
Tristan und Isolde: HEUTE um 19 h
„Ein Katzensprung“ – von Wien aus. Entschließen Sie sich kurzfristig.
Elite Tours fährt um 17 h gegenüber der Staatsoper ab!
 

Die Eröffnungs Opernvorstellung „Der fliegende Holländer“, mit Tomasz Konieczny, Anna Gabler, Franz Hawlata, Marisa Altmann-Althausen, Aleš Briscein, Michael Heim, Symfonieorchester Györ, Festspielchor der Weinviertler Festspiele, Regie Isao Takashima, Visualisierung Petr E. Hofmann geriet zum umjubelten Erfolg. 

„Holländer nochmals am Sonntag, 16.8. um 20 h . Karten an der Abendkassa!

Heute 19h Amfiteatr Mikulov : TRISTAN UND ISOLDE, Martina Serafin, Peter Svensson, Thomas Johannes Mayer, Günter Groissböck, Hermine May, Aleš Briscein, Ambassade Orchester, Matthias Fletzberger, Regie Edmund Emge, Visualisierung Marina Emge, Gesamtkonzept Sigwulf Turek

Die Weinviertler Festspiele locken mit großen Wagner-Stimmen
Wagner unter freiem Sternenhimmel. Wer das erleben möchte, dem sei ein Kurztrip ins Städtchen Mikulov ans Herz gelegt. Direkt an der tschechisch-österreichischen Grenze gelegen, finden dort in Kooperation mit Poysdorf die Weinviertler Festspiele statt – in dieser Saison zum ersten Mal. Auf dem Programm: „Der fliegende Holländer“ und „Tristan und Isolde“.
Jürgen Pathy berichtet aus Mikulov
Klassik-begeistert
 
100 % Refundierung bei Absage! Also offenbar keine Tricks (20 Minuten durchspielen und dann ab ohne Refundierung – alles schon erlebt). Seriosität muss man sich auch leisten können! Hoffentlich wird diese Zusage nicht auf die Probe gestellt!
Wiener Staatsoper: Die Covid 19-Stehplatzregel steht! Sie kommt überraschend und scheint vernünftig zu sein.
 
Die Stehplätze werden vorübergehend zu Sitzplätzen. Foto: Wiener Staatsoper

Neue Regelung für eine Wiener Institution

Thomas Prochazka (www.onlinemerker.com) hat folgende Information für uns: Anbei der Link zu den Informationen der Wiener Staatsoper für die Stehplätze ab September 2020: https://www.wiener-staatsoper.at/service/karten-abos-zyklen/covid-19-stehplatz/

Damit sollten die Forumsdiskussionen ein Ende haben.

Die Regelung scheint mir praktikabel zu sein! Jetzt warten wir diverse Stellungnahmen/ Begutachtungen in unserem Forum ab und diskutieren dann darüber.

Was mich betrifft: Auf die Schnelle fällt mir keine bessere Lösung ein!

Salzburger Festspiele/ Wiener Philharmoniker/ Muti
Krieg den Sternen, Friede den Menschen
 Mit dem Hochfest der Erscheinung Riccardo Mutis Mitte August in Salzburg nimmt das modifizierte Festspielprogramm kräftig Fahrt auf in Richtung eines beinah „normal“ dicht gedrängten Konzertwochenendes. Gleich dreimal dirigiert Riccardo Muti im Großen Festspielhaus die Wiener Philharmoniker, während Andris Nelsons, Christian Thielemann und Gustavo Dudamel nur zweimal „dürfen“.
DrehpunktKultur

Gesang, der schöne Götterfunken
Jubel für Beethovens Neunte mit den Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti im Festspielhaus.
Die Presse

Salzburg
Maskenpflicht für die Kultur
Die Salzburger Festspiele müssen diesmal ohne Glamour auskommen. Es herrscht Fächerverbot und eine Mini-Elefantenlänge Abstand. Dafür ist im Parkett nicht ein Husterer zu hören.
https://www.sueddeutsche.de/leben/salzburger-festspiele-corona-masken-1.4995032

Es geht also auch ohne Husten! Vielleicht ist das eine der positiven Randerscheinungen, die Covid 19 für uns bereithält!

Lieses Klassikwelt 48: Schlingensief
Demnächst kommt ein Dokumentarfilm über Christoph Schlingensief
in die Kinos. Meine Erwartungshaltung daran war ambivalent, da ich Schlingensief als Künstler für überschätzt halte. Seinen stark polarisierenden Bayreuther Parsifal, den ich 2004 im Premierenjahr miterlebte, habe ich wegen der optischen Überfrachtung mit Videos von verwesenden Hasen und allerhand undefinierbarem Gewürm in keiner guten Erinnerung. Mein Hamburger Opernfreund Curt, der 50 Jahre lang jeden Sommer in Bayreuth bei den Festspielen verbrachte, erzürnte sich sogar so sehr über die Produktion, dass er dem Grünen Hügel den Rücken kehrte und nicht wieder zurückkehrte.
Kirsten Liese berichtet aus ihrer Klassikwelt
https://klassik-begeistert.de/lieses-klassikwelt-48-schlingensief/

Anna Netrebko als „La Traviata“: Sensationsproduktion der Salzburger Festspiele 2005 am 17. August in ORF 2

In weiteren Partien des Verdi-Klassikers: Rolando Villazón und Thomas Hampson

Wien (OTS) – Im Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts anlässlich 100 Jahre Salzburger Festspiele stehen auch so manche Archivschätze auf dem Programm. So zeigt ORF 2 am Montag, dem 17. August 2020, um 22.30 Uhr mit der umjubelten „La Traviata“-Inszenierung von 2005 mit Anna Netrebko in der Titelpartie eine Sternstunde des Kulturfestivals – und den bislang größten Opernerfolg im ORF-Fernsehen. Der ORF bietet diesen außergewöhnlichen Opernabend noch einmal zum Wiedersehen.

Die vielen Gesichter des „Urlaubs in Österreich“ als Schwerpunkt im hdgö

 

Daheim bleiben ist das Motto 2020: Urlaub in Österreich ist heuer angesagt. Das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) begleitet den ungewöhnlichen Sommer 2020 seit Juli mit einem eigenen Themenschwerpunkt. Das Zeitgeschichte-Museum blickt dabei zurück auf die Entwicklung von der „Sommerfrische“ zum Urlaub und sammelt gleichzeitig aktuelle Sommer-Erlebnisse.

Als Zeitgeschichte-Haus ist das hdgö besonders an den heurigen Urlaubserfahrungen interessiert: Wie fühlt sich der Sommer in Österreich an? ….

Ideologische Sprachfälschung nicht rechtens
Seit geraumer Zeit ist in öffentlichen Texten eine vermehrte Verwendung von Asterisken zu bemerken, die allzu leichtsinnig als „Gendersternchen“ bezeichnet werden. Neuerdings versuchen sogar einige Ideologen, durch Sprechpausen ihre Hörer zu irritieren. Dabei wird von Politik, Medien und Kulturschaffenden der falsche Eindruck erweckt, es handele sich hier um eine sprachliche Weiterentwicklung. Das Gegenteil ist der Fall. Deshalb dürfte von besonderem Interesse sein, was im soeben erschienenen Duden dazu steht.
O-Ton

Crashkurs Oper. Geschichte – Komponisten – Werke – Spielstätten. Neuerscheinung bei Schott Music

 

Crashkurs Oper gibt einen Überblick über die faszinierende Welt der Oper – vor und hinter den Kulissen. Vorgestellt werden die berühmtesten Opern von der Barockzeit bis zur Gegenwart. Darüber hinaus vermittelt das Buch in kompakter Form Wissenswertes aus vielen Themenbereichen des Musiktheaters:
Wann und wo entstand die Oper?
Wie sehen Opernhäuser aus – früher und heute?
Wie ist eine Oper aufgebaut?
Wie werden Opern produziert?
Welche Aufgaben haben Bühnen- und Kostümbildner, Dramaturgen, Regisseure und Statisten?

Jasmin Solfaghari
Crashkurs Oper – Geschichte – Komponisten – Werke – Spielstätten
Ausgabe mit Online-Audiodatei, 116 Seiten
ED 23032, ISBN 978-3-7957-0069-0
€ 16,50

Im Würgegriff der Medienkrise
Kommerzielle Medien sind vulnerabel, wie man heute sagt. Sie leben davon, dass Unternehmen dort ihre Produkte bewerben. Tun diese das nicht, verlieren die Medien ihre Lebensgrundlage. Ein großer Teil des Journalismus ist also ganz direkt vom Wohlergehen der Wirtschaft abhängig, nicht im Einzelnen, aber sehr wohl im Großen und Ganzen. Kracht die Wirtschaft, krachen auch die Medien – so einfach ist das.
Wiener Zeitung

Natürlich sind die Zeitungen von der Werbung abhängig – auch von der Politwerbung, die Saga von der Unabhängigkeit der Journalisten eine fromme Mär.

Mich erheitert immer, wenn beim Online-Merker nach geheimen Financiers geforscht wird – immer dann, wenn sich Einflussreiche über uns ärgern und den Geldgeber unter Druck setzen wollen. Alles schon dagewesen!

Vergebliche Liebesmüh, glauben Sie mir! Bevor Sie recherchieren, versuchen Sie sich selbst zu bessern!

Österreich
Hass-im-Netz-Gesetz soll Zeitungs-Foren doch nicht betreffen
Mit dem neuen Gesetz will die Regierung große Konzerne mit Milliardenumsätze „an die Kandare“ nehmen. Zeitungen mit großen Online-Foren sollen nun doch nicht betroffen sein.
Die Presse

Dass diese Zeitungsforen auch einen Unterhaltungswert haben, ist wohl unbestritten. Im Vergleich zu anderen Foren geht es bei uns höchst gesittet zu. Auch weil der Moderator einen „schnellen Daumen“ hat.

Woher kommt die Wortschöpfung „Schneller Daumen“? Aus dem Sport und aus Zeiten der Stoppuhr. Da hatte man bei Ski-Rennen noch einen echten Heimvorteil – wenn die Stopper mit den schnellen Daumen Landsleute waren!

Fußball/Europa
Bayern demütigt Barcelona mit 8:2. Eine historische Pleite der stolzen Spanier
Der lange stilprägende Traumfußball des FC Barcelona ist im Viertelfinale der Champions League 2019/20 zu Grabe getragen worden. Am Freitag schoss der FC Bayern Barca mit einem 8:2 (4:1)-Sieg aus dem Finalturnier in Lissabon und wurde damit seiner Favoritenrolle mehr als gerecht. Nach einem Eigentor von David Alaba in der 7. Minute landete praktisch jeder Versuch der Deutschen im richtigen Tor.
Kurier

Dieses Resultat hat wohl kein Fußballfan in der gesamten Welt getippt. das ist keine Niederlage, das ist eine Hinrichtung. Wäre ich Barcelona-Chef, würde ich mich im eigenen Garten eingraben!

Haben Sie einen schönen Tag

A.C.

 

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