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14. OKTOBER 2021 – Donnerstag

14.10.2021 | Tageskommentar


Kulturbudget steigt um 60 Millionen: Wohin die Summen fließen

Zwar ist der Löwenanteil für die großen Staatsbetriebe reserviert, aber auch freie Initiativen erhalten ein „Fair Pay“-Plus von zehn Millionen Euro

Dass die Kultur zu den von der Pandemie am meisten gebeutelten Branchen gehört, scheint sich nunmehr auch im Budgetplan des Bundes für 2022 niederzuschlagen, der gestern präsentiert wurde: Das Kulturbudget steigt kräftig von 496,1 Millionen Euro im Jahr 2021 auf 557,1 Millionen. Das bedeutet eine Erhöhung um 61,1 Millionen bzw. um zwölf Prozent zum Vorjahr. Im Budgetrahmen war diese nun durchaus überraschende, aber durch die Pandemiebelastung erhoffte Erhöhung ursprünglich nicht vorgesehen.
Der Standard.at

Für die Kulturschafffenden in unserem Land ist das eine gute Meldung. Am Geld wird es also – zumindest in den Bundestheater, nicht scheitern. Die müssen nun ihren Teil erbringen und das Publikum wieder zurückholen. Dass die „freien Initiativen“ um ihre Existenz kämpfen müssen – wie jede andere Firma auch – ist nicht vermeidbar und spornt den Wettbewerb an.

Wiener Staatsoper: Besetzungsänderung in Adriana Lecouvreur. Dirigent Asher Fisch ersetzt Omer Meir-Wellber

 

Omer Meir Wellber musste leider die kommende Vorstellungsserie von Adriana Lecouvreur aufgrund einer Verletzung absagen. An seiner Stelle wird Asher Fisch die Aufführungen dirigieren (22., 25., 29. Oktober, 2. und 5. November 2021).

In der Inszenierung von David McVicar ist Ermonela Jaho in der Titelrolle zu erleben sowie Elina Garanca als Principessa di Bouillon. Brian Jagde singt den Maurizio und Nicola Alaimo den Michonnet.

Weitere Informationen zur Produktion finden Sie hier

OPERNSCHULE DER WIENER STAATSOPER: Jubiläumswochenende vom 15. bis 17. Oktober 2021

Foto: Peter Mayr
Die Opernschule der Wiener Staatsoper feiert ihr 20jähriges Bestehen: Seit nunmehr zwei Jahrzehnten werden Kinder und Jugendliche Teil der Staatsopernfamilie und haben die Möglichkeit, nicht nur auf der großen Bühne aufzutreten, sondern auch zu erleben, wie viele Glücksmomente und Freundschaften Musik vermitteln kann.
Der Pädagoge, Chorleiter und Dirigent Johannes Mertl ist seit elf Jahren Leiter der Opernschule. Gemeinsam mit den Schüler*innen richtet er ein mehrtägiges Fest aus, zu dem auch zahlreiche internationale Gäste eingeladen sind: Kinder- und Jugendchöre der Grazer Oper, der Staatsoper Unter den Linden (Berlin) sowie des Teatro Real Madrid treffen sich, um gemeinsam zu musizieren und um sich auszutauschen.

Das erste Konzert findet am 15. Oktober im Stephansdom statt (20.30 Uhr, weitere Informationen und Karten hier), am 16. Oktober steht ein Konzert im Gustav Mahler-Saal der Wiener Staatsoper auf dem Programm (15.00 Uhr, Restkarten zu EUR 13,- erhältlich hier).

Ausführlicheres lesen Sie in den heutigen „Infos des Tages“

Wien/ Musikverein
Daniel Behles verspielter Liederabend
Der deutsche Tenor sang im Musikverein Lieder von Franz Schubert und Richard Strauss.
Wiener Zeitung.at

MILANO/ Teatro alle Scala: Premiere In Turco in Italia. Erste Fotos

ZU INSTAGRAM mit mehreren (6) Fotos

Die Scala dürfte wirklich ein Problem mit der Stromversorgung haben, das ist schon die zweite Produktion einer heiteren Oper, die sich im Dunklen abspielt

IL TURCO IN ITALIA: Fasolis; Feola, Siragusa, Arduini, Mastrototaro, Schrott (13./18./20./22./25.10.)

HEUTE IN DER „Albert-Hall“ (Albertgass35, 1080 Wien). „KONZERTE IM ACHTEN“

 

  1. Oktober 2021 um 20:00 Uhr | Albert Hall – Albertgasse 35, 1080 Wien

SOLO KLAVIERABEND – Anna Volovitch, Klavier (Einlass: 19 Uhr) mit Werken von Brahms, Schumann, Chopin und Prokofjew

Die Albert Hall im Herzen des 8. Bezirks ist ein wunderschöner, neobarocker Prunkraum mit exzellenter Akustik, der eine imposante und zugleich intime Atmosphäre in sich vereint.

Anna Volovitch. Copyright: „Konzerte im Achten“

Klavierkonzert im Rahmen von „Konzerte im Achten“. Die Konzertpianistin Anna Volovitch startet die Konzertreihe „Konzerte im Achten“ persönlich. Sie lädt am Donnerstag, 14. Oktober, und Freitag, 15. Oktober, zu einem Solo-Klavierkonzert. Gestartet wird ab 20 Uhr, Einlass ist um 19 Uhr. Sie wird Stücke von Brahms, Schumann, Chopin und Prokofjew zum Besten geben.

Tickets sind online unter www.konzerteimachten.at, telefonisch unter 0664/99293933 oder per Mail info@konzerteimachten.at sowie an der Abendkasse direkt in der Albert Hall erhältlich.

Deutschland
Theater in Zeiten von Immer-noch-Corona: Die Angst schaut mit
2 G, 3 G und 3 G plus: Wie das Publikum auf die verwirrenden Hygienekonzepte im Theater reagiert.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/theater-corona-hygienekonzepte-1.5438708

Zeitgenössische Musik – Ästhetiken und Strömungen
Missverstandene Wirklichkeiten, Quantenenergien – Möglichkeiten im Leben bzw. Musik-Theater.
Von Tim Theo Tinn
https://onlinemerker.com/zeitgenoessische-musik-aesthetiken-und-stroemungen-missverstandene-wirklichkeiten-quantenenergien-moeglichkeiten-im-leben-bzw-musik-theater/

Film
Neue Musik-Doku „Wagner, Bayreuth und der Rest der Welt“
BR-Klassik.de

Bonn
LEONORE 40/45 von Rolf Liebermann
Premierenkritik
Wiederentdeckung, nach mehr als 60 Jahren, an der Oper Bonn
https://www.freitag.de/autoren/andre-sokolowski/leonore-40-45-von-rolf-liebermann

New York
Superstar Tenor Jonas Kaufmann Performs at Carnegie Hall
Only after the ninth Liszt song did Kaufmann and Deutsch leave stage for a short break.
https://observer.com/2021/10/jonas-kaufmann-carnegie-hall-review/

Atlanta
A Female Conductor Joins the Ranks of Top U.S. Orchestras
Nathalie Stutzmann will be the only woman leading a major American ensemble when she takes the Atlanta Symphony’s podium next year.
The New York Times

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 14. – 20. OKTOBER 2021

 

16.10. PETER GRIMES (Live aus Wien) ORF Ö1-19 Uhr
LEAR (aus München, Aufnahme v. 1.6.) Radio 4Hilversum-19 Uhr
PARSIFAL (aus Wien, Aufnahme v. 11.4.) Bayern 4-19.05 Uhr
DER TRAUMGÖRGE (aus Berlin, Aufnahme v. 16.6.2007) Deutschlandradio-19.05 Uhr
MITRIDATE,RE DI PONTO (aus London, Aufnahme v. 26.6.2017) BBC 3-19.30 Uhr
LE NOZZE DI FIGARO (aus Aix, Aufnahme v. 5.7.) HR 2-20 Uhr
20.10. FIRE SHUT UP IN MY BONES (Live aus New York) MET-Stream-0.55 Uhr

Jubiläum
Yves Montand zum 100. Geburtstag. Verführer mit schwebender Stimme

BR-Klassik.de

Martin Kušej: „In diesem Land geht es nur mehr bergab“
Es hat einige Zeit gedauert, bis er in die Rolle des Burgtheater-Direktors hineingewachsen ist: Martin Kušej über die jüngsten politischen Verwerfungen
Der Standard.at

Burgtheater-Schauspieler und -Schauspielerinnen lesen Chatprotokolle zur Causa Kurz

Korruption und Betrug – gegen Sebastian Kurz und weitere Beschuldigte ermittelt die Staatsanwaltschaft. Sie gründet ihre Vorwürfe auf Chatnachrichten. Wir lesen diese vor! Gemeinsam mit dem Burgtheater setzen wir die Chats in den Kontext, damit Sie sich selbst ein Bild von all den Vorgängen machen können.

Die Ensemblemitglieder des Burgtheaters Regina Fritsch, Christoph Luser, Dörte Lyssewski, Robert Reinagl und Nils Strunk schlüpfen unter anderem in die Rollen von Sebastian Kurz und Thomas Schmid. Das Video: am Samstag auf burgtheater.at und derStandard.at

Linz
„Nibelungen“ in Linz: Auf ihn mit Gebrüll
Susanne Lietzow inszeniert Hebbels „Nibelungen“ am Linzer Landestheater als eklekizistisches Melodram.
Wiener Zeitung

WIEN / WIEN MUSEUM im MUSA: AUF LINIE
NS-KUNSTPOLITIK IN WIEN
Vom 14. Oktober 2021 bis zum 24. April 2022

 

Die ungeliebte Vergangenheit

Man weiß, wie totalitäre Staaten verfahren. Hierzulande endete der Spuk 1945. Was in den Jahren davor nach dem „Anschluß“ bis zum Kriegsende geschah, ruht in den Museen, speziell im Wien Museum, das nun auf einen Schatz alter Dokumente gestoßen ist. Was Akten erzählen können, sieht man in der darüber hinaus reich bebilderten Schau „Auf Linie“, die sich mit der NS-Kunstpolitik in Wien befasst. Da das Haupthaus am Karlsplatz noch immer restauriert wird, findet die Ausstellung erneut im Ausweichquartier MUSA neben dem Rathaus statt.

Wien Museum m MUSA : AUF LINIE
NS-Kunstpolitik in Wien
1010 Wien, Felderstraße 6–8
Bis 24. April 2022, Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 10 bis 18 Uhr

Foto: Renate Wagner

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Die amerikanische Inflation ist auf dem höchsten Stand seit 13 Jahren: Der Auftrieb der Konsumentenpreise in den USA hat sich im September beschleunigt. Das überrascht Ökonomen, die zuletzt argumentiert hatten, der Spuk sei nach dem Auslaufen sogenannter Basiseffekte bald wieder vorbei. Engpässe in den Lieferketten beginnen sich bemerkbar zu machen.
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  • Die EU und Grossbritannien lancieren einen riskanten Brexit-Poker um Nordirland: Beide Seiten wollen das Protokoll zu Warenkontrollen reformieren. Doch während Brüssel praktische Vorschläge für Handelserleichterungen präsentiert, wirft London Grundsatzfragen rund um EU-Richter auf. Erneut droht eine Konfrontation mit potenziell schwerwiegenden Folgen.
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  • Ein Mann hat in Norwegen fünf Menschen mit Pfeil und Bogen getötet: Die Polizei fasste den Schützen in der Kleinstadt Kongsberg. Es handle sich um einen 37-jährigen Dänen. Noch sei es zu früh, um zu sagen, ob die Tat einen terroristischen Hintergrund hatte. Zum Bericht
  • Ein Polizeieinsatz führt zu neuerlicher Eskalation in Kosovo: Vertreter der serbischen Minderheit haben sich mit kosovarischen Sicherheitskräften gewaltsame Auseinandersetzungen geliefert. Die Lage im Norden des Landes ist äusserst angespannt. Vor weniger als zwei Wochen waren Grenzübergänge tagelang blockiert worden.
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Jahrzehnte nach dem Ende von «Star Trek» ist Captain Kirk wirklich ins All gereist: William Shatner, der Darsteller von Raumschiff-Enterprise-Captain Kirk, flog an Bord der «New Shepard» von Jeff Bezos für zehn Minuten in den Weltraum. Damit ist der 90-Jährige Kanadier nun der älteste jemals ins All gereiste Mensch.
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China will nun doch Blutproben aus Wuhan untersuchen
Das ist passiert: In einer Blutbank in Wuhan könnten Antworten auf viele Fragen zum Coronavirus zu finden sein. Nun wollen die chinesischen Behörden die Proben testen. Es könnte ein wichtiger Schritt zur Aufklärung des Ursprungs von Sars-CoV-2 sein. Auf jeden Fall ist es eine Kehrtwende: Noch im August hiess es, die nächste Phase der Untersuchung müsse ausserhalb von China stattfinden, etwa in den USA.
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ORF-Gebühren: ÖVP-Räte gegen Parteilinie
Am Donnerstag entscheidet der ORF-Stiftungsrat über die Gebührenerhöhung. Die Mehrheit ist dafür.
https://www.diepresse.com/6046949/orf-gebuhren-ovp-rate-gegen-parteilinie

Meinungsumfragen

Gestern konnte ich ernsthaftmit einer Meinungsforscherin reden. Die haben es nämlich auch nicht leicht. Die Angerufenen reagieren oft damit, dass sie ganz einfach auflegen/ das Gespräch beenden. Die wenigsten Menschen wollen sich outen – und das ist verständlich und wird immer ärger werden. Das nun in aller Munde befindliche Institut ist ein Kleinunternehmen und die Chefin war „graue Maus“ bei Gallup/ Karmasin. Als Sophie Karmasin Ministerin wurde, musste sich Beinschab auf eigene Beine stellen (die Karmasins waren dabei aber schon hilfreich, nie unfair). Aber wirklich reich ist sie auch nicht geworden. Ich würde sie nun als „Bauernopfer“ bezeichnen. Mittlerweile wurde sie auch enthaftet. Ob sie statt „brummen“ zu müssen nun „singen“ wird, weiß die Staatsanwaltschaft. Wie sie reagieren wird, könnte aber in der Sache doch noch wichtig werden!

Ich habe mir nun einige Analysen von Wolfgang Rosam, dem „Falstaff“-Herausgeber, zu Gemüte geführt, in denen er die Erkenntnisse dieses Instituts genüsslich zur Grundlage seiner politischen Weisheiten nimmt. An seiner Stelle würde ich mich künftig auf den hochsubventionierten  „Falstaff konzentrieren und die Politik nur im Freundeskreis besprechen.

Was mich betrifft, lasse ich österreichische Innenpolitik beiseite und kommentiere sie auch nur – wenn überhaupt – im Freundeskreis, denn ich möchte nicht provozieren. Leser-wie Mitarbeiterschaft gehen quer durch alle Parteien. Außerdem, wer weiß, was morgen noch aktuell oder bereits überholt ist.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

Ich wün

 

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