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14. MAI 2022 – Samstag

14.05.2022 | Tageskommentar

Teresa Berganza verstorben

María Teresa Berganza Vargas (* 16. März 1935 in Madrid; † 13. Mai 2022 in San Lorenzo de El Escorial[1]) war eine spanische Opernsängerin (Mezzosopran). Sie war insbesondere bekannt für Rollen in Opern von Rossini, Mozart und Bizet und ragte durch ihre technische Virtuosität, ihre musikalische Intelligenz und eindrucksvolle Bühnenpräsenz hervor.

Teresa Berganza ist am 13.5.2022 gestorben

 

Sie hatte am gleichen Tag Geburtstag wie Christa Ludwig, nur war sie fünf Jahre jünger als ihre deutsche Kollegin. Die spanische Mezzosopranistin Teresa Berganza ist gestern in San Lorenzo de El Escorial verstorben. Sie war zweifelsfrei eine der größten Mozart- und Rossini-Sängerinnen des 20. Jahrhunderts. Keine konnte schnellere, genauere und ausgeglichenere Zweiunddreißigstel-Vokalisen singen wie sie. Ich werde nie vergessen, wie sie 1994 (immerhin schon im Alter von 61 Jahren!) bei den Salzburger Festspielen die Canzonetta spagnuola von Rossini sang, und zwar mit noch mehr Verzierungen, wie etwa Cecilia Bartoli es tut. Die Bartoli saß in der Loge des Mozarteums und sprang danach begeistert auf und rief laut Brava! Herbert von Karajan holte sie bereits 1959 an die Wiener Staatsoper, wo sie zweimal den Cherubino und einmal die Dorabella sang. 1977 kehrte sie zurück um dreimal den Sesto in LA CLEMENZA DI TITO (den sie ein Jahr zuvor schon bei den Wiener Festwochen im Theater an der Wien interpretiert hatte) zu singen. Und dann sang sie ein letztes Mal in einer Sevilla-Gala einen Akt aus LE NOZZE DI FIGARO und den letzten Akt aus CARMEN. Insgesamt trat sie nur in 7 Vorstellungen an der Staatsoper auf! Sämtliche Wiener Operndirektoren nach Karajan sollten sich schämen! Aber immerhin habe ich in Wien neben dem Sesto noch 10 Liederabende (im Musikverein und im Konzerthaus) und bei den Salzburger Festspielen noch 5 Liederabende mit ihr erleben können. Jeder Abend war ein Ereignis! Das letzte Mal sah ich sie 2011, als sie im Teatro Real Madrid anlässlich einer Geburtstagsfeier für Plácido Domingo „Happy birthday“ ganz lasziv in Marilyn Monroe-Manier sang. Unvergesslich! R.I.P.

Walter Nowotny

https://de-de.facebook.com/bravaberganza

Berganza Masterclass (73 Minuten

ZUM VIDEO

https://www.facebook.com/bravaberganza/videos/506833787652449/

Gefeierte Opernsängerin Teresa Berganza 89-jährig gestorben
Sie war eine prägende Erscheinung insbesondere bei Rossini.
Kurier.at

Spanische Opernsängerin Teresa Berganza mit 89 Jahren gestorben
Die „Mezzosopranistin des Jahrhunderts“ erhielt 1991 den Prinz-von-Asturien-Preis. Ihr Karriere-Ende war bereits im Jahr 2008
DerStandard.at

Teresa Berganza im Alter von 89 Jahren gestorben
Die Spanierin wurde gefeiert als „die Mezzosopran des Jahrhunderts“.
WienerZeitung.at

HEUTE Premiere an der Wiener Volksoper: TOD IN VENEDIG

Foto: Wiener Volksoper

Foto: Wiener Volksoper

Auszug aus Programmheft Wiener Volksoper: Thomas Manns 1912 erschienene Novelle „Der Tod in Venedig“ zeichnet ein ambivalentes Szenario: Der alternde Dichter Gustav von Aschenbach reist nach Venedig, um Sinnlosigkeit und Einsamkeit zu entkommen. In der Stadt in der Lagune wird er zunächst von lustvollen Eindrücken gefangen genommen. Doch jäh zieht ein unheilvoller Sturm herauf: Man munkelt, die Cholera habe die „Serenissima“ befallen. Gustav von Aschenbach jedoch ist bereits gebannt von der Schönheit des jungen polnischen Knaben Tadzio – und so versäumt Aschenbach die letzte Gelegenheit, der Epidemie zu entrinnen …

Diese Erzählung von Genie und ästhetischem Empfinden, Obsession, Homoerotik und Tabu faszinierte nicht nur Luchino Visconti, der den Stoff 1971 verfilmte, sondern auch Benjamin Britten, der 1973 mit seiner letzten Oper „Death in Venice“ eines seiner dichtesten und abgründigsten Werke schuf.

An der Volksoper wird das Werk in einer Inszenierung des schottischen Regisseurs David McVicar, die in atemberaubender Weise die Atmosphäre Thomas Manns aufnimmt und meisterhaft widerspiegelt, aufgeführt.

Koproduktion mit dem Royal Opera House Covent Garden

Es gibt noch Karten. Verfügbare Karten

Vorbericht – „Der Tod in Venedig“: Den letzten Ton hat die Liebe
Die Volksoper zeigt Benjamin Brittens letzte Oper – die Geschichte eines verstörenden Werks.
WienerZeitung.at

Wien/ Volksoper
Heute Premiere: Tod in Venedig
Volksoper.at

Salzburg
Rolando Villazón inszeniert „Il barbiere di Siviglia“: „Aber der Clown macht immer weiter“ (Bezahlartikel)

Foto: Salzburger Festspiele/ Marco Borelli

SalzburgerNachrichten.at

Festspielstadt Salzburg soll zu Sevilla werden
Iberischer Flair in der Mozartstadt: Die Pfingstfestspiele warten im Juni mit spanischen Klängen und einer Oper mit Woody-Allen -Beteiligung auf.

Zwischen 3. und 6. Juni 2022 wird es südländisch: Die Mozartstadt lädt zu spanisch klingenden Pfingstfestspielen ein: Das Überthema „Sevilla“ strahlt zu Pfingsten in Salzburg. Im Vergleich zu den Osterfestspielen, die das internationale Publikum mit tiefen und schweren Klängen Richard Wagners „Lohengrin“ begrüßten, lädt die Festspielstadt im Frühsommer zu heiteren, leidenschaftlichen Aufzügen ein.
https://www.krone.at/2705998

Die Ebbe im Konzertbetrieb wird noch lange anhalten
Nach zweieinhalb Jahren war das Leipziger Gewandhausorchester wieder auf Tour. Mit Werken von Richard Strauss und seinem Chefdirigenten Andris Nelsons. Die Konzerte in London sollten der Beginn einer neuen Normalität werden. Es kam anders.

Die Freude des Liveerlebens beim Publikum ist ebenfalls groß. Das spürt man unmittelbar in London. Aber in dieser, wie Orchesterintendant Andreas Schulz bekräftigt, „mit ihren Agenturen, Konkurrenzorchestern, Medien besonders wichtigen Klassikstadt und Tourstation“, ist auch die Flaute riesengroß.

Während sich in Wien oder Hamburg zumindest europäische Gastorchester in den Konzerthäusern und Philharmonien wieder ablösen, herrscht an der Themse Ebbe. Ein internationales Orchester pro Monat ist im Barbican Centre zu erleben, keines bis Oktober im South Bank Centre. Und selbst bei den BBC Proms, dem weltweit größten Orchesterfest, sind die Briten diesmal weitgehend unter sich.

DieWelt.de.kultur

ubiläum
Zum 175. Todestag Fanny Hensel – die stille Kämpferin
https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/150-todestag-fanny-hensel-100.html

Kommende Woche gibt es in der Schweiz Gelegenheit eine vergessene Oper eines Verdi-Zeitgenossen kennenzulernen.

 

Im Jahrbuch des Historischen Vereins des Kantons Glarus aus dem Jahr 1943 beschrieb der damalige Präsident der Glarner Konzert- und Vortragsgesellschaft Jacob Gehring die Handlung der Oper Fiorina. Wir geben hier den Textausschnitt in leicht gekürzter und modifizierter Fassung wieder:

Der italienische Komponist Carlo Pedrotti (1817-1893) hat 1851 eine zweiaktige, tragikomische Oper vollendet, die den Titel trägt «Fiorina – o la fanciulla di Glaris». Dass mit der Titelheldin tatsächlich eine Glarnerin gemeint ist, bestätigt das Textbuch ausdrücklich. Es ist nicht möglich, eine erschöpfende Antwort darauf zu geben, warum gerade Glarus zum Ort der Handlung auserkoren worden ist; ein Grund dafür liegt jedoch mit darin, dass in der Gedankenwelt der Verfassers Glarus einen besonderen Ruf als lockendes Reiseziel genossen hat. Nicht nur treten «Viaggiatori di varie nazioni» auf – auch eines der Hauptdarsteller, des Pittore francese, Anwesenheit in Glarus ist damit motiviert, dass unseres Landes Naturschönheiten auch im Ausland mit Bewunderung erwähnt wurden.

Franz Curti: Das Rösli vom Säntis • Franz Curti Festival im Schloss Rapperswil • 30.04.2022
Eine Schweizeroper in drei Aufzügen

 

Nach zwei Verschiebungen bringt das Franz Curti Festival dieses Jahr nun die Gelegenheit das Schaffen eines der wichtigsten Schweizer Komponisten seiner Zeit kennenzulernen. Anlässlich des zweiten Franz Curti Festival vom 29. April bis 1. Mai 2022 in Rapperswil ist das Buch der Edition Opéra‐Studio Genève über Franz Curti (https://onlinemerker.com/jean‐marie‐curti‐gisela‐dahl‐franz‐curti‐erinnerung‐aneinen‐ vergessenen‐schweizer‐komponisten/)  wieder erhältlich.

Zum Bericht von Jan Krobot

Franz Curti: Die Gletscherjungfrau • Franz Curti Festival im Kreuz-Saal, Jona SG • Vorstellung: 01.05.2022

Eine Schweizersage

Am dritten und letzten Tag des Franz Curti Festival wurde im Kreuz-Saal in Jona Curtis dramatische Kantate «Die Gletscherjungfrau» aufgeführt. Zum Auftakt der Veranstaltung wurde das Adventlied für Soli, Chor und Orchester, op. 47, in erster moderner Fassung aufgeführt…

Zum Bericht von Jan Krobot

Eurovisions-Song-Contest

Die Grenzen der Politiklosigkeit
Der Eurovision Song Contest darf „unter keinen Umständen politisiert und/oder instrumentalisiert und/oder anderweitig in Misskredit gebracht“ werden, dafür haben die teilnehmenden TV-Stationen, die nicht nur Kandidaten, sondern auch Jury-Mitglieder entsenden, zu sorgen. So steht es im Regelkatalog des ESC, der sich ausdrücklich als „unpolitische Veranstaltung“ sieht…

Leichter hingeschrieben als getan! Früher wäre das zu machen gewesen, nun nicht mehr!

...Früher gab es keine Publikumswahl, eine kleine Jury konnte man noch trefflich unter Kontrolle halten. Den heurigen Song Contest wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Ukraine gewinnen. Das rappende Kalush Orchestra hat natürlich keine explizite politische Botschaft. Aber jeder Ukrainer, jede Ukrainerin hat derzeit dieselbe Botschaft – er oder sie muss sie nicht einmal aussprechen. Und weil der Großteil der Europäer diese Botschaft unterstützt, wird die Ukraine definitiv zumindest beim Publikumsvoting gewinnen.
WienerZeitung.at

TTT: Sind wir eigentlich Außerirdische? Alle DNA-Bausteine in Meteoriten entdeckt
Forschende vermuten seit Jahren, dass das Leben auf der Erde durch DNA-Bestandteile aus Meteoriten entstanden sein könnte. Was bisher zum Beweis fehlte, konnte nun nachgewiesen werden: die Nukleobasen Cytosin und Thymin.
https://www.nationalgeographic.de/wissenschaft/2022/05/sind-wir-eigentlich

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Kiew sieht «dritte Phase» des Kriegs: Die ukrainische Führung sieht den Beginn eines langwierigen Kampfes. «Phase eins» des russischen Angriffskriegs sei der Versuch gewesen, das Land zu überrollen. In der ebenfalls gescheiterten zweiten Phase hätten die ukrainischen Streitkräfte eingekreist und zerschlagen werden sollen. In der neuen «dritten Phase» gehe es Russland um die Verteidigung bisher erreichter Geländegewinne. Offenbar denke die russische Regierung, sie könne mit diesem Hinausziehen des Kriegs den Westen an den Verhandlungstisch und damit die Ukraine zum Einlenken zwingen.
Zu den neusten Entwicklungen
In Dresden zeigt sich Verständnis für Russland: Viele Ostdeutsche sehen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine kritisch. Auch die Sanktionen gegen Russland haben einen schweren Stand. Besonders in Sachsen ist diese Haltung von links bis rechts ausgeprägt. Unterwegs in Dresden, der einstigen Wahlheimat Wladimir Putins.
Zur Reportage
Das einstige Gazprom-Imperium in Europa löst sich auf: Die Pipeline Nord Stream 2 ist mit Gas gefüllt, wird aber wohl nie in Betrieb gehen. Wer ist nun für sie verantwortlich? Und was geschieht mit den übrigen westlichen Aktivitäten ihres Mutterkonzerns Gazprom? Eine Spurensuche in der Schweiz und in Deutschland.
Zum Bericht
Bedeutende Landtagswahl: Die Abstimmung in Nordrhein-Westfalen am Sonntag gilt als «kleine Bundestagswahl». Derzeit regiert eine schwarz-gelbe Koalition unter Führung des Christlichdemokraten Hendrik Wüst. Kann der Ministerpräsident sein Amt behalten? Welche Koalitionen erscheinen denkbar? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten vor der Wahl im bevölkerungsreichstem Bundesland.
Zur Übersicht

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

NATO-Plan blockiert? Erdogan schießt scharf gegen Schweden und Finnland
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich höchst kritisch über einen möglichen NATO-Beitritt von Finnland und Schweden geäußert. „Derzeit beobachten wir die Entwicklungen bezüglich Schwedens und Finnlands, aber wir haben keine positive Meinung dazu“, sagte Erdogan am Freitag. Die Türkei ist Mitglied der Verteidigungsallianz und müsste einer Erweiterung zustimmen. Unterdessen beriet Kreml-Chef Wladimir Putin mit seinem Sicherheitsrat über die möglichen Beitritte.
https://www.krone.at/2706757

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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