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14. MAI 2020 – Donnerstag

14.05.2020 | Tageskommentar

 

Gabriel Bacquier gestorben . Copyright: Bacquier

Gabriel Bacquier (17 May 1924 – 13 May 2020) was a French operatic baritone. One of the leading baritones of the 20th century and particularly associated with the French and Italian repertories, he was considered a fine singing-actor equally at home in dramatic or comic roles.

Obituary
Legendary Baritone Gabriel Bacquier Passes At 95
https://operawire.com/obituary-legendary-baritone-gabriel-bacquier-passes-at-95/

Oper Köln: Der letzte Ritter: Zum Tod von Claudio Nicolai

 

Im März vergangenen Jahres durften wir ihm anlässlich seines 90. Geburtstags noch Glückwünsche von Köln in das ferne La Palma senden. Nun, in den frühen Morgenstunden des 11. Mai, ist Claudio Nicolai, der langjährige Bariton der Oper Köln, in seinem Haus auf den Kanaren, wo er sich, inmitten von eigenen Plantagen, gemeinsam mit seiner Frau drei Jahrzehnte lang ein privates Glück weit weg von der Bühne der Öffentlichkeit geschaffen hatte, friedlich entschlafen.

Beider Tod hat nichts mit Corona zu tun! Menschen sterben leider auch ohne Pandemie!

STREAMS METROPOLITAN OPERA:  DONNERSTAG (ganztägig) ARIADNE AUF NAXOS (1988 Levine; Norman Troyanos, Battle; King)

 

Jessye Norman is a regal Ariadne, the mythological Greek heroine in this opera-within-an-opera, opposite the passionate Bacchus of the great James King. Kathleen Battle delivers the coloratura fireworks of Zerbinetta, the leader of a commedia dell’arte troupe that finds itself stranded on Ariadne’s island. Tatiana Troyanos and Franz Ferdinand Nentwig star as the young Composer and the Music Master in the opera’s prologue. James Levine brings out all the color and charm of Strauss’s brilliant chamber-sized score with its equal amounts of pathos and humor. Bodo Igesz’s production features sets by esteemed designer Oliver Messel.

www.metopera.org

OSTRAWA: „Der Raub der Lucretia“ von B. Britten geht einmalig heute, Donnerstag, den 14. Mai um 18:30 Uhr online.

Photo ©️ Martin Popelár

Das Nationaltheater Ostrau überträgt lediglich an diesem Abend Benjamin Brittens Oper, in der Thomas Weinhappel 2017 als Tarquinius und Janja Vuletic als Lucretia zu hören sind.

Inszenierung Jiří Nekvasil; Dirigent Ondřej Vrabec; Chor und Orchester des Nationaltheaters Ostrau (CZ); Male Chorus Jorge Garza, Female Chorus Eva Dřízgová-Jirušová, Collatinus Martin Gurbaľ, Junius Lukáš Bařák, Bianca Markéta Cukrová, Lucia Veronika Rovná Holbová

Den direkten Link zum Britten-Abend findet man am 14.5.2020 auf http://www.thomasweinhappel.com/index.php/de/news/55-anti-corona.

Morgen Freitag 19 h beim Online-Merker: Wir versuchen mit Günther Groissböck ein Live-Konzert nach den genauen derzeit geltenden Vorschiften!

Wir sind voll ausgebucht (kein Kunststück bei diesen strengen Vorgaben), können daher keine Anmeldungen mehr annehmen. Wer sich gestern angemeldet hat, ist dabei!

Nach Möglichkeit (Wetter) lassen wir jedoch die Türe zum Gehsteig offen!

Programm untenstehend: Dazu G.G.: Wir lassen “Nachtstück” und “Lied des Verfolgten im Turm” weg. Haben aber noch 2 ev. 3 Loewe-Balladen und, wenn nötig/erwünscht Wotans Abschied als Zugabe.

 

Günther Groissböck über seine Wien-Visite: Übrigens wurde mir heute beim Betreten der Wr.Staatsoper 2x Fieber gemessen. Einmal beim Aufs-Klo-Gehen und als ich dann nach einem dreiviertelstündigen TV-Dreh auf der Albertina zurück ins Haus kam, gleich nochmal. Von ein und demselben Feuerwehrmann. Sozusagen die „Neue Normalität

Ich weiß, dass in Wien bereits einige Künstler Initiativen in Innenhöfen gestartet haben (u.a. Peter Edelmann mit seinen Schülerinnen und Schülern „im Achten“). „Indoor“ ist das jedoch der erste Versuch und es kommt ja darauf an, die Verantwortlichen wachzurütteln!

Ich denke, dass sich diesbezüglich in den nächsten Tagen einiges tut. Bei kleineren Festivals bin ich durchaus optimistisch (mittlerweile ist bekannt, dass Grafenegg stattfinden darf) , vielleicht hat man einige Events zu früh abgesagt. Anderseits sind viele Künstler aus dem Ausland beteiligt, bei den Reisebeschränkungen wären Proben unmöglich gewesen und so gesehen kamen die Veranstalter um Absagen nicht umhin.

Ich verspreche eine bevorzugte Behandlung der mutigen Veranstalter in unserem Medium, soferne mir Pressematerial übermittelt wird. Besuchen werde ich die Festivals kaum können – aber darum geht es wohl auch gar nicht!

NEUESTE MELDUNG: Grafenegg Festival findet ab 14. August statt
Eine überraschende und durchaus mutige Entscheidung hat am Mittwochabend die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) verkündet. Das Grafenegg Festival wird ab Mitte August unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden.
http://noe.orf.at/stories/3048566/

Österreich: Kritik an Kulturpolitik: Lunacek bestreitet Rücktrittsgerüchte
Die Presse

Scharfe Kritik: Lunacek droht die Kulturpolitik zu entgleiten
Die Vorwürfe gegen die Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek reißen nicht ab. Sie verteidigt sich wacker und will „weiter kämpfen“. Doch allmählich scheint ihr die Autorität für Kulturfragen in der Coronakrise abgesprochen zu werden, und manche fragen: Wo bleibt der Kulturminister?
Die Presse

Österreich
Nach heftiger Kritik der Kulturszene stellt Anschober Theateröffnungen in Aussicht
Via „Oe24“ erklärt der Gesundheitsminister, man arbeite „unter Hochdruck“ an Lösungen für die Kulturveranstaltungen
Der Standard

Ich möchte hier Frau Lunacek schon etwas in Schutz nehmen, denn diese Frau zieht das Unglück förmlich an. Die wollte ja nicht zur Kultur, sondern war auf Grund ihrer „Internationalität“ als EU-Abgeordnete dazu ausersehen, die fehlende Internationalität des Vizekanzlers und Parteifreundes auszugleichen bzw. notfalls zu ersetzen. Dafür ist sie bestens geeignet, jedenfalls mehr als Frau Mag. Bliemlinger, die bereits als „Kulturministerin“ gehandelt wurde und die Ausbootung nicht wirklich verkraftet hat – bis heute. Corona hat den durchaus nachvollziehbaren Plänen einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht.  Nun ist Frau Mag. Lunacek zum politischen Spielball  innerhalb der „Linken Reichshälfte“ geworden und so sind auch die Rücktrittsaufforderungen zu werten.

Wie der Vizekanzler und der Kanzler reagieren, weiß ich nicht. Ich würde mir aus meinen Reihen niemand herausschießen lassen und damit die Gegnerschaft stärken.

Ein Problem hat Frau Lunacek allerdings.: Der Art for Art-Chef ist auf ihren politischen Mist gewachsen. Nicht nur der Plagiatsjäger, auch der neue Chef selbst findet seine Dissertation nicht!

Österreich
Neuer Art-for-Art-Chef: „Ich finde die Dissertation auch nicht“ Bezahlartikel
Trenklers Tratsch: Axel Spörl nimmt ausführlich zu seiner Promotion Stellung; die Ausführungen halten dem Gegencheck nicht stand.
Kurier

Nun, vielleicht findet er sie noch! Nicht auf die Person des Dr. (oder doch nicht?) Spörl bezogen möchte ich rein grundsätzlich festhalten, dass ich schon sehr oft Menschen begegnet bin, die sehr dick aufgetragen haben. Wie armselig und voller Minderwertigkeitskomplexe muss jemand sein, der sich Weihen umhängt, die er nie empfangen hat!

Eine Dirigentin lädt ins Autokino
Elisabeth Fuchs, Dirigentin und Orchestergründerin, will dem Salzburger Kulturleben wieder Leben einhauchen. Am 28. Mai soll ihr Autokino starten.
Die Presse

Das ist eine mutige Idee und ich wünsche viel Glück dazu. Als Geschäft sehe ich es nicht!

Katharina Wagner nach wie vor schwer erkrankt
Nachdem Christian Thielemann sich im Gespräch mit dem österreichischen Nachrichtenmagazin „News“ positiv über den Gesundheitszusstand von Festspielleiterin Katharina Wagner geäußert hatte, haben sich nun die Bayeuther Festspiele mit einem Dementi zu Wort gemelden. Katharina Wagner sei nach wie vor schwer erkrankt und werde bis auf weiteres ihre Tätigkeit nicht wieder aufnehmen können.
BR-Klassik

Oh Gott, da blicken wir wieder in menschliche Niederungen. Was veranlasst die Bayreuther Festspielverantwortlichen, zum Grad der Erkrankung von Katharina Wagner öffentlich Stellung zu beziehen? Ist es die Sorge, dass sie doch wohl bald ihre Tätigkeit wieder aufnehmen könnte und dies ungelegen käme? Das will ich denn doch nicht hoffen, aber die menschliche Seele ist unergründlich.

Durch dieses Dementi ist wiederum der zur Zeit sehr umtriebige Herr Sichrovsky in Wien einigermaßen blamiert, der den Anruf des Herrn Kapellmeisters Thielemann bei ihm ungefähr so in die Welt posaunt hat, als hätte er in der Nacht Privataudienz bei Gott selbst gehabt! Am ehesten verstehe ich da noch Herrn Thielemann, der den Gesundheitszustand der Festspielleiterin möglichst herunterzuspielen versucht hat (das macht man in so einer Situation), Herrn Sichrovsky verstehe ich da schon weniger und gönne ihm mit (wirklich leichter) Schadenfreude eine Mini-Blamage, die Dementierer in der Bayerischen Wagner-Stadt verstehe ich aber überhaupt nicht!

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 14. – 20. MAI 2020

 

14.5. DER TEUFEL AUF ERDEN (aus Chemnitz, Aufnahme v. 29.4.2019) BBC 3-15 Uhr
16.5. LES HUGUENOTS (aus Nürnberg, Aufnahme v. 15.6.2014) Bayern 4-19.05 Uhr
KATJA KABANOVA (aus New York, Aufnahme v. 25.12.2004) Deutschlandradio- 19.05 Uhr
GUILLAUME TELL (aus Wien, Aufnahme v. 22.9.2005) ORF Ö1-19.30 Uhr
MARIA STUARDA (aus New York, Aufnahme v. 19.1.2013) BBC 3-19.30 Uhr
OBERTO (aus Giessen, Aufnahme v. 1.12.2012) HR 2-20.04 Uhr
BENVENUTO CELLINI (aus London, Aufnahme v. 25.8.2019) RAI 3-20.30 Uhr
17.5. L’OLIMPIADE (aus Herne, Aufnahme v. 11.11.2018) WDR 3-20.04 Uhr

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Das passiert, wenn man wegen Corona  in der Wohnung trainiert!

Bitte untenstehenden Link anklicken

ZU INSTAGRAM

Interview mit August Everding aus 1995 – Da Capo.
Manche der Aussagen zum Verhältnis von Kultur, Politik und Öffentlichkeit sind in der gegenwärtigen Situation von erstaunlicher Aktualität.
https://www.youtube.com/watch?v=vr7c01A8XXo

KÜNFTIG NUR NOCH MIT MIKROPORTS?

Sandra Warnung: Liebe Online-Merker-Leser,

noch ein Interview mit Intendant Anselm Weber, diesmal von der FAZ. Die Themen sind eine Woche später schon wieder anders gelagert!

Aber ob zum Beispiel auf der Bühne laut gesprochen werden darf, das wissen wir noch gar nicht.

Heißt das, dass wir bis auf weiteres nur noch Schauspieler mit Mikroports erleben?

Mikroports zu benutzen ist auch nicht ganz ungefährlich, weil sie von unterschiedlichen Personen in die Hand genommen werden. Es ist tatsächlich so: Wir drehen jeden Stein um und prüfen, was noch möglich ist und was nicht. Kein einfacher Vorgang.

Buchbesprechung:

Helmut Luther AUF DEN SPUREN DES DOPPELADLERS
EINE NOSTALGIEREISE DURCH ITALIEN
256 Seiten, Amalthea Verlag, 2020

Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Helmut Luther ist Südtiroler und in doppeltem Sinn in zwei Welten zuhause: in der italienischen und der deutschsprachigen, aber auch in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Seine Spezialität sind Reisefeuilletons der sehr gehobenen Art, wie man sie üblicherweise in Luxus-Hochglanzzeitschriften findet. Hier sind sie zwischen Buchdeckeln zu erleben und bewegen sich vordringlich in der Welt des nördlichen Italiens, wo man sich mühelos auf Habsburgische Spuren setzen kann.
Der Autor tut das, indem er anhand bestimmter Orte nun Ereignisse, mehr noch Persönlichkeiten der Vergangenheit in den Fokus seiner Betrachtungen stellt, sich dazu aber auch menschlicher „Reiseführer“ aus der Gegenwart versichert – ob das Nachkommen sind, best bewanderte Museumsexperten oder einfach nur kundige Menschen, die sich immer für die eigene Geschichte interessiert und anderen Leuten gehört haben, also heute das Gestern wiedergeben können. Und wenn ein bisschen Klatsch und Tratsch auch dabei ist, macht es dies noch farbiger…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Peter Piot: „Ohne einen Coronavirus-Impfstoff werden wir nie wieder normal leben können“

 

Peter Piot äußert sich in der Öffentlichkeit jetzt vehement. Er ist Berater von Ursula von der Leyen. – z.B.:

https://www.welt.de/vermischtes/plus207946977/Peter-Piot-Ohne-einen-Coronavirus-Impfstoff-werden-wir-nie-wieder-normal-leben-koennen.html

Wer ist Peter Piot? – … a Senior Fellow at the Bill & Melinda Gates Foundation:

https://www.lshtm.ac.uk/aboutus/people/piot.peter

Im youtube-Kanal von Bill Gates vom 29.04.2019: Bill Gates’s Heroes in the Field: Dr. Peter Piot

https://www.youtube.com/watch?v=Zm8zDD717DY

Ich bin kein Verschwörungstheoretiker! Ich hoffe aber, dass ich nicht deppert bin und weiß, dass ich weiß wie der Hase läuft!

CORONA-SITUATION IN FRANKREICH

 

Einer unserer treuen Leser schrieb heute  und schildert die Zustände in Frankreich. Ich denke, dass es auch angesichts dieser Zustände besser ist, wenn ich den Namen des Informanten nicht publiziere, obwohl er mir natürlich wohlbekannt ist

Sie können sich gar nicht vorstellen, mit welcher Freude ich jeden Tag ihre Berichterstattung lese – denn in Frankreich ist die Situation noch viel extremer als in Österreich. Und von den Intellektuellen und Künstlern hört man so gut wie gar nichts – auch weil die Medien zu 99 % der Regierung nahe stehen und täglich alle Schreckensbotschaften verbreiten, die die jetzige Regierung nötig hat, um ihr völliges Versagen in dieser Krise zu kaschieren. Macron war noch zu Anfang der Krise – wo schon seit vier Monaten die Streiks liefen – einer der unbeliebtesten Präsidenten je, doch als er in einer Fernsehrede sechsmal ausrief « Wir sind im Krieg » stieg seine Beliebtheitsgrad um 15 % in einer Stunde…

Die Schilderung müssen Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“ einfach lesen. Wir erkennen daraus, dass wir in Österreich auf einer Insel der Seligen leben. Freilich erkenne ich auch gleiche Strickmuster. Aber lesen Sie doch selbst, Sie sind doch mindestens so klug wie ich!

Karl Stankiewitz über die Hongkongrippe 1969-70 in Bayern: Mit Pillen gegen die Pandemie
Kultur-Vollzug

Berlin: Covid-19-Klinik in Messehalle eröffnet
500 Corona-Betten, 31 Millionen Euro, aber keiner da!
Berliner Zeitung

Spezialklinik noch nicht fertig Berliner Covid-19-Klinik trotz fehlender Betriebsabnahme eröffnet
Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat am Montag das Corona-Behandlungszentrum eröffnet. Es sei betriebsbereit. Die zuständige Behörde widerspricht
Tagesspiegel

…und was dieses unnütze Teil gekostet hat, möchte man besser gar nicht wissen. Da könnte man nämlich sämtliche, in Not geratene Kulturschaffende wohl auf Jahre retten. Und diese müssen nun bei diesen Gestalten trotz ihrer rechtsgültig unterschriebenen Verträge betteln wie Almosenempfänger. Die „Verschwender“  müssen scheinbar auch für nichts mehr persönlich haften!

Politischer Aktionismus in Reinkultur. Alles so unfassbar!

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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