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14. MÄRZ 2021 – Sonntag

14.03.2021 | Tageskommentar

PROGRAMMTIPP HEUTE: STREAM „FRANCESCA DA RIMINI“ AUS DER DEUTSCHEN OPER BERLIN

Deutsche Oper streamt „Francesca da Rimini“
Eine Frau, die sich gesellschaftlichen und moralischen Zwängen entzieht – damit sorgte das Stück „Francesca da Rimini“ um 1900 für einen Skandal. An der Deutschen Oper feiert es nun in der Inszenierung von Christof Loy als Livestream Premiere.
https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/kultur/202103/14/537371.html

Christoph Loy: Glück stärkt das Immunsystem
Christof Loy probt an der Deutschen Oper Zandonais „Francesca da Rimini“. Die Premiere findet als Livestream statt.
https://www.morgenpost.de/kultur/article231785343/Glueck-staerkt-das-Immunsystem.html

Baden-Baden: Tschaikowsky und Puschkin prägen zwei Oster-Festivals

Auf die Oper „Mazeppa“ im Mai 2021 sollen 2022 in Baden-Baden „Pique Dame“ und „Jolanthe“ folgen. Anna Netrebko, Asmik Grigorian und Sonya Yoncheva mit Kirill Petrenko und den Berliner Philharmonikern im neu vorgestellten Programm

Die Baden-Badener Osterfestspiele sollen vom 6. bis 9. Mai 2021 mit einem verkürzten Programm nachgeholt werden. Dies teilten Festspielhaus-Intendant  Benedikt Stampa, die Intendantin der Berliner Philharmoniker, Andrea Zietzschmann, Medienvorstand und Solocellist Olaf Maninger sowie Chefdirigent Kirill Petrenko  am 12.3.2021 im Rahmen eines VideoPressegesprächs mit.

Im kommenden Jahr feiert das Festspielhaus Baden-Baden die Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern vom 9. bis 18. April 2022. Auf dem heute veröffentlichten Programm stehen dann die Opern „Pique Dame“ als Neuinszenierung von Moshe Leiser und Patrice Caurier sowie die konzertant aufgeführte Oper „Jolanthe“ von Peter Tschaikowsky.

Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker. Foto: Monika Rittershaus

In Konzerten der Berliner Philharmoniker erklingen zentrale Werke des russischen Komponisten Igor Strawinsky, darunter „Le sacre du printemps“, „Petruschka“ und „Der Feuervogel“.

Mehr darüber in unseren heutigen „Infos des Tages“

PROGRAMMTIPP FÜR HEUTE: DER GOGGOLORI auf ARD-ALPHA

HEUTE, am Sonntag, 14.3. auf ARD-ALPHA um 22 Uhr 15 die Oper eigentlich mehr ein Singspiel „Der Goggolori“ gesendet wird, in der Hans Sisa die Hexe „Ullerin“ gibt.

Hans Sisa als „Hexe Ullerin

Es ist eine bayerische Mär im Dialekt, Musik Wilfried Hiller der heuer 80 wird und daher wird es wieder gesendet, Text von Michael Ende. Hans Sisa hat für seine Darstellung als verrückte Hexe damals einen Preis bekommen.

Der Goggolori (Erdmandl) verwandelt sich in verschiedene Gestalten und diese werden auch köstlich vom Marionettentheater München dargestellt. Nehmt Euch Euch Zeit nehmt und schaut es bis zum Ende an, ca. 2 ½ Stunden.

HIER EIN AUSSCHNITT (16 Minuten)

Heute kostenloser Live-Stream zur Basel-Sinfonietta:
Gerne leiten wir Ihnen anbei nochmals den direkten Zugang zum kostenlosen Live-Stream unseres 4. Abo-Konzerts «In algorithmischen Wellen» von heute Sonntag um 19 Uhr unter der Leitung der taiwanesischen Dirigentin Lin Liao weiter.
ZUGANG LIVE-STREAM

Das Programmblatt zum Konzert mit Werken von Iannis Xenakis (Schweizer Erstaufführung), Rebecca Saunders, Jesper Nordin (Uraufführung) und Magnus Lindberg (Schweizer Erstaufführung) können Sie unter dem folgenden Button einsehen.
PROGRAMMBLATT

LINZ/ Landestheater/ Tanzpremiere: Linz: „LIEBESBRIEFE“ – Uraufführung am Netztheater des Landestheaters, aufgezeichnet im Schauspielhaus am 05. 03., ins Netz gestellt am 13. 03.2021


Lorenzo Ruta, Evi Van Wieren
. Foto© Vincenzo Laera

Ein Tanzabend in zehn Miniaturen von Mei Hong Lin und TanzLin.Z, Musik u. a. von Eleni Karaindrou, Kolsimcha, Kronos Quartet, Heitor Villa-Lobos

Eigentlich hätte die Premiere am 6. März stattfinden sollen, im Großen Saal des Musiktheaters, aber… Die ursprüngliche Idee wurde von der TanzLin.Z-Chefin im ersten lock-down entwickelt und dann zusammen mit den Ensemblemitgliedern zu einem 1 ¼ stündigen Tanzspektakel ausgebaut…

Pedro Tayette, Nicole Stroh. Foto© Vincenzo Laera

....Anspruchsvolle und zugleich verständliche Choreografie und spannende Inszenierung: Mei Hong Lin, Dramaturgie Roma Janus – ihre sorgfältige Einführung in den Abend kann man ebenso auf der Landestheater-website genießen. Bühne und Kostüme Dirk Hofacker – er entwickelt aus einfachen Trikots mit oft nur kleinen Zusätzen immer wieder neue, der Szenerie entsprechende Facetten, und die dürfen durchaus auch einmal zum Lachen anregen, wie der zum Entenschnabel mutierte Turnschuh… Die Bühne ist sehr einfach gehalten, kommt mit wenigen Versatzstücken aus, die freilich punktgenau die passenden Räume erzeugen, woran auch die Lichtführung Johann Hofbauers großen Anteil hat.

Im Zusammenhang mit dieser „Netzaufführung“ sind natürlich auch Kameraführung und Schnitt von entscheidender Wichtigkeit: Jonatan Salgado Romero und Constantin Georgescu kommen ohne viel Großaufnahmen aus, arbeiten vielmehr meist mit Totalen und Halbtotalen und ahmen so den Eindruck eines Zuschauers im Saal sehr gut nach: trotz heimatlicher Umgebung stellt sich ein Bühnenerlebnis ein! Wozu auch die Tonmeisterarbeit von Christian Börner beiträgt – gar nicht trivial, wie er die Musikzuspielung, die ja auch für das Bühnenpersonal gut hörbar sein muß, mit Bühnengeräuschen, bis hin zum Atmen, in Balance hält.

Zum Bericht von Petra und Helmut Huber

Bis Montag abends ist der Stream auf der Website des Linzer Landestheaters noch abrufbar!

Gärtnerplatztheater München – PRIMADONNEN – DIE DIVEN VOM GÄRTNERPLATZ; 13.März 2021

Die vier Diven. Copyright: Gärtnerplatztheater München

Mit mehr als lediglich einer Prise Humor beschloss das Staatstheater am Gärtnerplatz am Samstag, 13. März, die Woche, die mit dem Weltfrauentag am Montag begonnen hatte. „Primadonnen – Die Diven vom Gärtnerplatz“ ist der Titel dieses speziell für vier Soprane des Ensembles zusammengestellten Pasticcios aus Oper und Operette. Was diesen live gestreamten Abend so besonders machte, ist die Tatsache, dass die vier Damen, einheitlich rot gekleidet, nicht Piecen aus ihrem Standardrepertoire zum Besten gaben, sondern sich mit von ihnen bisher nicht gehörten Ensembles und Arien beweisen durften.  

Dass der dieses Konzert vor dem Laptop (an den Bildschirm des Fernsehapparates angeschlossen) erlebende Chronist Josef E. Köpplinger, seines Zeichens Staatsintendant des Gärtnerplatztheaters, als Theaterleiter wie als Regisseur überaus schätzt, ist kein Geheimnis. Dass dieser „seine“ Künstler*innen – Ballett, Orchester, Chor, Solisten – liebt und ihre Entwicklung fördert, ist weit über die Grenzen seiner Wirkungsstätte bekannt. Mária Celeng, Jennifer O´Loughlin, Camille Schnoor und Judith Spießer – in alphabetischer Reihenfolge und keinesfalls wertend – konnten als die vier Primadonnen diesen erfolgreichen Weg zeigen…

Welch Glück, dass ich nicht Paris bin und keinen goldenen Apfel überreichen muss. Der Trojanische Krieg wäre ein Nichts gegen den Zorn dreier übergangener Diven. Dennoch sei es gewagt, ein paar Highlights zu nennen. Die für mich vielleicht größte positive Überraschung war wohl Judith Spießer als Gounods Juliette; wunderbar das Duett von Norma und Adalgisa gesungen von Jennifer O´Loughlin und Camille Schnoor (die mich auch als Butterfly überzeugen konnte), mehr als „nur“ hörenswert war Jennifer O`Louglin auch in der Arie aus den „Hugenotten“ und, ich kann es nicht anders nennen, sensationell Jennifer O´Loughlin und Mária Celeng in ihrem Duett aus „Griselda“. Dass die Diven auch anderes können, bewies Camille Schnoor, die sich bei einem Stück als begleitende Pianistin zeigte.

Der goldene Apfel geht an … ALLE VIER.

Zum Bericht von Michael Koling

„Primadonnen“ im Theater am Gärtnerplatz München. ZWISCHEN WALKÜRENRITT UND CHAMBRE SEPAREE

Premiere „Primadonnen“ am 13.3.2021  im Gärtnerplatztheater als Stream/MÜNCHEN

… „Das Orchester ist zu klein für uns!“ Viel Parlando-Zauber strahlt zuletzt bei „Sempre libera“ aus Giuseppe Verdis „La traviata“ auf, wo sich Maria Celeng, Jennifer O’Loughlin, Camille Schnoor und Judith Spießer gegenseitig übertreffen. Der gemeinsame Abend endet schließlich mit dem dringenden Wunsch, alle Opernhäuser wieder zu öffnen. Und die Regisseurin Nicole Claudia Weber hat die Walküren-Helme dementsprechend auf der Bühne platziert.

Zum Bericht von Alexander Walther

Berliner Philharmoniker mit Lisa Batiashvili 
Corona zum Trotz streamen die Berliner Philharmoniker auch diese Woche ein Konzert live aus der Philharmonie Berlin. Am Pult steht Semjon Bytschkow. Lisa Batiashvili spielt das Violinkonzert von Tschaikowsky. Batiashvili überzeugt ebenso wie Bytschkow im zweiten Teil mit der Sinfonie Nr. 7 von Dvorak. Ansonsten waren auch das Trio Catch und das Ensemble unitedberlin mit lohnenden Livestreams am Start. 
https://konzertkritikopernkritikberlin.wordpress.com/2021/03/13/trio-catch-raisanen-unitedberlin-xenakis-philharmoniker-batiaschwili/

Porträt Daniel Behle
«Leck mich, Wagner! Ich mache es so, wie ich es will»
Der gefeierte Schweizer Tenor Daniel Behle komponiert eine Operette, singt Wagner, wie er es will, und arbeitet trotz Pandemie unermüdlich.
Luzerner Zeitung/de

Betrifft: Beisetzung von Stefan Mickisch

Die Urne mit der Asche von Stefan Mickisch ist noch nicht beigesetzt. In Wien sucht man nach einem Platz, der würdig des verstorbenen Komponisten ist. Ein bedeutender Tonsetzer sollte  halt in der Nachbarschaft sein! Sie wissen, Nachbarn muss man nicht lieben, man hat sie zu ertragen. Seine Freunde, und derer hat Stefan Mickisch in Wien viele, wollen ihm die Situation erträglich gestalten.

Sollten wir den Termin noch rechtzeitig erfahren, veröffentlichen wir gerne.

Klassikfestival „Haydnregion NÖ“: großer Applaus für gestreamte Saisoneröffnung

Foto: Niklas Schnaubelt

Große Resonanz und jede Menge Applaus gab es für die gestreamte Saison-Eröffnung des Klassikfestivals „Haydnregion Niederösterreich“ mit Stargeiger Yury Revich am vergangenen Sonntag, den 7. März 2021. Das Konzert wurde innerhalb von 48 Stunden über 1.700 Mal aufgerufen.  Viele internationale ZuseherInnen – von Kolumbien über Schweden, Italien, Polen, Ungarn bis Tschechien und Frankreich – nutzten den Live-Chat, um ihre Begeisterung auszudrücken.
Zum Nachhören ist das Konzert abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=MUwIOFY2gxE

LEIPZIG: Junge Oper präsentiert neues Chorvideo aus Kooperation Istanbul-Leipzig

Aus der Kooperation des Kinder- und Jugendchores der Oper Leipzig mit der türkischen Musikstiftung Bariş için Müzik ist ein neues Musikvideo entstanden, das ich Ihnen ans Herz legen möchte – und auf die Bildschirme:

 

Unten finden Sie alle Informationen zu der Kooperation und zum Video. Hier der direkte Link, falls Sie ihn brauchen: https://www.youtube.com/watch?v=cVLOEmL4oMg

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz – Folge 31
Nach einem Beifalls-Rekordhalter suchten wir in der letzten Woche. Sage und schreibe 165 Vorhänge in 67 Minuten holte sich der Gesuchte am 24. Februar ab, nachdem er an der Deutschen Oper Berlin den Nemorino in Donizettis „L’elisir d’amore“ (dt. „Der Liebestrank“) gegeben hatte. Niemand anderes als Luciano Pavarotti war es, der seinerzeit diese Begeisterung hatte entfachen können. Gewusst haben das neben vielen anderen auch Diane Volquardsen aus Hamburg und Axel Singe aus Wallsbüll – wir sagen herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit den Überraschungs-CDs!
Guido Marquardt testet Ihr Klassikwissen
https://klassik-begeistert.de/das-klassik-quiz-folge-31/

Zum Thema im Tageskommentar:  Übersetzung des Gedichts von Amanda Gorman

Sehr geehrte Redaktion,

als Übersetzerin fühle ich mich natürlich berechtigt, hier auch meine unmaßgebliche Meinung kundzutun. Ich wollte für solche Verlage nicht arbeiten, die den Übersetzer nach seinem Hintergrund auswählen…

Mehr darüber in den Infos des Tages!

HEUTE ORF „IM ZENTRUM“: Ein Jahr Pandemie – Was wurde aus dem „Schulterschluss“?

Am 14. März um 22.10 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – In diesen Tagen jährt sich zum ersten Mal der erste coronabedingte Lockdown in Österreich. In den vergangenen zwölf Monaten mussten die Menschen mit unterschiedlichsten Einschränkungen leben lernen, ob privat, im Beruf oder im Alltag. Der Kampf gegen die Pandemie ist ein Langzeitprojekt geworden, das musste auch die Politik feststellen. Vom anfänglichen „Schulterschluss“ ist wenig zu spüren. Der Streit um die richtige Strategie spaltet aber nicht nur Regierung und Opposition, auch in den einzelnen Parteien gibt es unterschiedliche Positionen. Niedrige Infektionszahlen schüren den Widerstand gegen den Lockdown, quer durch Österreich ist insgesamt eine „Corona-Müdigkeit“ zu spüren, der Protest wird mittlerweile auch auf der Straße ausgetragen. Wie hat die Pandemie in diesem Jahr nicht nur Österreich und seine Menschen, sondern auch die Politik verändert? Wie konstruktiv ist die Suche nach der richtigen Strategie im Kampf gegen die Pandemie? Wie viel politische Sprengkraft steckt in dieser Krise, deren Ende nicht abzusehen ist?

Österreich
Was auf den Tisch kommt: Gastronomie und Corona

Wie geht es den heimischen Gasthäusern und Restaurants nach einem Jahr Corona? Und wie geht es nun weiter? Was werden wir essen? Wohin geht die Spitzenküche, wie überlebt das Eckwirtshaus? Und was hat es mit Geisterküchen auf sich? Teil 1 einer profil-Serie über unser Leben nach Corona. [
Profil.at

Österreich
Impfstoff-Streit: ÖVP fordert Suspendierung von Beamten im grünen Ministerium
ÖVP-Gesundheitssprecherin fordert Offenlegung aller Verträge zum EU-Beschaffungsprogramm und hält Suspendierung der Verantwortlichen im Gesundheitsministerium für „unvermeidbar“.
Kurier.at

Die Nerven flattern. Wie lange halten wir das noch durch?

Österreich
„Grüner Pass“: Nachweis zu Impfung, Genesung oder Test via eCard
Die eCard wird Teil des „grünen Pass“ und soll unter anderem den Weg zum Friseur öffnen.
https://kurier.at/politik/inland/gruener-pass-nachweis-zu-impfung-genesung-oder-test-via-ecard/401216832

Zum Friseur mit der E-Card! Nichts ist so verrückt, dass es nicht zu toppen wäre! 

Fürwahr, wir brauchen wirklich keine Theater mehr. Die armen Künstler tun mir leid!

Haben Sie einen schönen Sonntag

A.C.

 

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