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14. JULI 2020 – Dienstag

14.07.2020 | Tageskommentar

Salzburger Festspiele 2020 - Spielplan, Programm & Tickets kaufen
Die Salzburger Festspiele – Daumen drücken, dass alles gut geht

Die Salzburger Festspiele sind heuer wichtiger denn je, es darf ganz einfach nichts passieren, das den Betrieb im Herbst zum Beispiel in Wien in Frage stellen könnte. Und es wird auch nichts passieren!

Salzburger Festspiele trotz Corona „Am Ende wird sich’s ausgehen“
Die Salzburger Festspiele werden als einziges großes Sommerfestival dieses Jahr trotz Corona stattfinden. Ein Gespräch mit Intendant Markus Hinterhäuser
Tagesspiegel

Salzburg Inoffiziell: Gesellschaftsspiel zu den Festspielen
Auch im seltsamen Jubiläumsjahr kursieren kleine und große Namen für die erneut hinausgeschobene Nachfolge der Präsidenten-Funktion: Lesen Sie in Salzburg Inoffiziell wer im Gerede ist.
https://www.krone.at/2190556

An der Nebenfront, die eigentlich die Hauptfront ist, wird aber erbittert um die Nachfolge der Präsidentin wie auch sogar des Intendanten gerungen. Kaffeesud-Leserei? Vielleicht! Aber in jedem Gerücht steckt auch ein Fünkchen Wahrheit. Auszug aus der „Kronen-Zeitung: Drei Wochen vor Beginn der heuer ganz besonderen Salzburger Festspiele ist es wieder soweit. Eine der beliebtesten Beschäftigungen der Gesellschaft hat begonnen: Das Nennen von Namen für besondere Funktionen. Und wie stets geht es um das mit Abstand begehrteste und prestigeträchtigste Amt im Land, das der Festspiel-Präsidentin. Nun ist zwar Anfang Juni bekannt geworden, dass Helga Rabl-Stadler auch wegen der besonderen Umstände den Thron auch 2021 behält, aber für danach bringen sich jetzt schon wieder einige in Stellung. Und dabei wird neuerdings in philharmonischen Kreisen ein aus einigen Gründen überraschender Name genannt: Maria Großbauer. .. (Zitat Ende)

Maria Großbauer ist die „Opernball-Lady“ mit der kürzesten Amtszeit, derzeit Abgeordnete zum Nationalrat und relativ unauffällige Kultursprecherin der ÖVP. Von der Farbenlehre her würde Frau Großbauer passen, aber in Salzburg selbst hat sie angeblich nicht allzuviele Fürsprecher. Helga Rabl-Stadler hat gerade in letzter Zeit etwas vorgelegt, das von Maria Großbauer nicht so leicht übersprungen werden kann. Aber, nennen Sie bitte Alternativen! Es drängt sich niemand wirklich auf. Das heißt, aufdrängen würden sich viele, aber gegen den Willen der großen Regierungspartei geht derzeit gar nichts. Also ist Maria Großbauer als Festspielpräsidentin nicht so absurd, wie es den Anschein haben mag.

Was spricht gegen sie? Dass sie zu früh in den Ring gestiegen ist. Ein Rennen gewinnt man, wenn man auf den letzten Metern vor dem Ziel aus dem Windschatten kommt und noch zuzusetzen hat!

Stephan Gehmacher, Philharmonie Luxembourg - YouTube
Stephan Gehmacher. Foto: Youtube

Und der Intendant? Da taucht ein Name auf, derweitgehend in der breiten Öffentlichkeit unbekannt ist:  Stephan Gehmacher, ein echter Salzburger und noch bis 2023 Direktor der Luxemburger Philharmonie! Ihm sagt man großes Interesse an dem Job nach, auch politisch dürfte er passen. Markus Hinterhäuser ist diesbezüglich angeblich nicht so ganz verlässlich – was nicht zwangsläufig gegen ihn sprechen muss. Aber Politiker haben gerne klare Verhältnisse. Der 50-jährige Jurist gilt nicht nur international als bestens vernetzt, er verfügt auch über ausgezeichnete Kontakte zum Landeshauptmann. Hinterhäuser hat aber einen guten  Ruf als künstlerischer Motivator, an guten Tagen soll er sogar außerordentlich charmant sein können. Wie oft hat er einen „guten Tag“? 

Salzburger Festspiele: Dirigentin Mallwitz über Ruhm
Niederösterreichische Nachrichten

DRESDEN: Aus der Not eine Tugend gemacht. Thielemann-Konzert wurde live in den Zwingerhof übertragen


Christian Thielemann. Copyright: Markenfotographie

Nach coronabedingt abgesagten Konzerten machte Christian Thielemann aus der Not eine Tugend und präsentierte als Abschluss der leider sehr verkürzten Konzertsaison ein Beethoven-Sonderkonzert mit den beiden „Symphonien Nr. 1 C‑Dur“ (op. 21) und „Nr. 2 D‑Dur“ (op. 36), die schon im 4. Symphoniekonzert (16./17.12.2019) als Teil des Dresdner Beethoven-Zyklus unter seiner Leitung erklungen waren (der Neue Merker – online berichtete darüber), und der „Ouvertüre c‑Moll zu ‚Coriolan‘ “ (op. 62) anstelle der damals gebrachten „Symphonie. Nr. 3“.

Ein reiner Beethoven-Abend bedeutet für Dresden immer einen „Run“ auf die Tickets, erst recht im Beethoven-Jahr, wo so viele Konzerte abgesagt werden mussten. Wenn dann auch noch die Staatskapelle unter Thielemann spielt, reicht selbst bei dreimaliger Aufführung die volle Platzkapazität der Semperoper nicht aus, aber was, wenn nun an nur einem Abend außerdem maximal nur etwa ein Viertel der Plätze im Opernhaus besetzt werden darf?

In Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen und der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsens GmbH entstand eine geniale und im doppelten Sinne naheliegende Idee. Erstmals wurde ein Symphoniekonzert als besonderes Open-Air-Format auch live aus der Semperoper in den Dresdner Zwinger übertragen. Zu den derzeit maximal nur 330 Plätzen im Opernhaus kamen noch zusätzlich fast 1.000 im, unmittelbar neben Semperoper und Theaterplatz gelegenen, Zwinger-Areal hinzu, wo die Besucher das Konzert gleichzeitig auf Großbild-Leinwand verfolgen konnten, ermöglicht durch Volkswagen, den langjährigen Partner der Staatskapelle. Da durften auch ausnahmsweise einmal die Grünflächen betreten werden.

Zum Bericht von Ingrid Gerk

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Sonya Yoncheva singt heute in Paris zum Staatsfeiertag und hat sich ein neues Auto für die Heimfahrt angeschafft

ZU INSTAGRAM

Ritterbands Klassikwelt 16: Oper – Krimi – Realität
„Covid-19 hat die schwedisch-dänischen Stereotypen auf den Kopf gestellt“
Die Corona-Krise hat sämtliche Opernhäuser und Theater weltweit heimgesucht, doch die Arena di Verona hat tapfer eine Sommersaison auf die Beine gestellt. Allerdings mussten szenische Aufführungen auf kommendes Jahr verschoben werden. Namentlich Verdis „Aida“ – der einsame Hit unter sämtlichen Opernspektakeln. Dass der Suezkanal 1869 mit dem Auftragswerk des in Ägypten herrschenden Khediven Ismail Pascha mit Aida eröffnet wurde ist ebenso ein Mythos wie die Eröffnung der „Königlichen Oper“ in Kairo mit „Aida“ im selben Jahr: Das sogenannte Khedivial-Opernhaus wurde zwar mit einer Verdi-Oper eröffnet – es handelte sich allerdings um „Rigoletto“.
Von Dr. Charles E. Ritterband:
https://klassik-begeistert.de/ritterbands-klassikwelt-16-klassik-begeistert-de/

STUTTGART/ Hafen: „Trouble in Tahiti“ von Leonard Bernstein am 11. Juli 2020  (Staatsoper)

Momentaufnahme einer Ehe!


Pawel Konik und Alexandra Urquiola. Foto: Martin Sigmund

Wie stark der Jazz, Strawinsky und Copland Leonard Bernstein auch bei seinem Operneinakter „Trouble in Tahiti“ beeinflusste, machte die rasante Aufführung in der Inszenierung von Anika Rutkofsky (Bühne: Susanne Gschwender; Kostüme: Miriam Schubach)  deutlich, die sich diesen Momentaufnahmen einer Ehe in der ungewöhnlichen Hafenatmosphäre facettenreich annahm. Das Ehepaar Dinah und Sam möchte hier keine Spießerehe führen, sondern im Südseeparadies Tahiti die Liebe wieder neu entdecken. Der Alltag wird dabei auf gepackten Koffern passend eingerichtet – und die Hafenarbeiter beobachten das langweilig gewordene Beziehungsleben der beiden Protagonisten…

Zum Bericht von Alexander Walther

Hamburg
Schauspieler Peter Maertens 88-jährig verstorben
Der lange am Hamburger Thalia-Theater aktive Mime war der Vater des Burgschauspielers Michael Maertens
Kurier

WIEN: Der August im Belvedere:  Ausgewählte Programmpunkte im August 2020.

Weitere Informationen stehen unter folgendem Link zum Download bereit: www.belvedere.at/presse

Reopening of the Upper Belvedere | Belvedere Museum Vienna
Copyright: Belvedere.at

IM FOKUS
GANZ ÖSTERREICH IM BELVEDERE
9 Bundesländer – 9 Begegnungen
Fünf Termine im August
Ausführlicher in unseren „Infos des Tages

Österreichische Nationalbibliothek: Sisis Reisehandbücher

Ab 14. Juli 2020 ist im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek eine weinrote Schatulle mit insgesamt 22 Reiseführern zu sehen. Das außergewöhnliche Sammelwerk zu touristischen Zielen der Österreichisch-Ungarischen Monarchie war ursprünglich im Besitz von Kaiserin Elisabeth. Es wurde für die Veranstaltungsreihe „Das besondere Objekt“ im Rahmen einer Publikumswahl online ermittelt, ein kostenloser Expertenvortrag dazu findet am 21. Juli 2020 statt.

Mehr in unseren „Infos des Tages“

Ausstellungen/ Kunst

Graz: Farbenprächtiger Nitsch in Graz
Hermann Nitsch ist und war ein Tabu-Brecher. Nicht selten hat er mit Tierblut gearbeitet und den menschlichen Körper in seinen Kunstaktionen in den Mittelpunkt gerückt. Seine aktuelle Ausstellung in der Grazer Galerie Zimmermann-Kratochwill zeigt den Künstler nun von einer anderen, sehr farbenprächtigen Seite.
https://steiermark.orf.at/stories/3057760/

 

  • Kochen mit Basti“. Nächste Kurz-Parodie begeistert das Web

    Grazer Schüler um Johannes Häfele schlagen mit einer neuen Kurz-Parodie zu.

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  • Bereits Anfang Juni begeisterten die drei Grazer Schüler Elena Trantow, Johannes Häfele und Loric Demander mit einem Satire-Clip über Bundeskanzler Kurz. Jetzt legen sie mit der Parodie „Kochen mit Basti“ nach. Das kommt gut an im Netz: Auf Youtube sahen in nur drei Tagen mehr als 20.000 User die neue Episode.
    Im neuen Video lässt Häfele seine Charaktere Sebastian Kurz einen Kaiserschmarrn machen. Leider hat „Kurz“ das Rezept vergessen und ruft „Gernot“ an, ob er sich vielleicht erinnert. Doch auch er weiß es nicht mehr und kann auch nicht googlen, denn: „Aso, du hast auch keinen Laptop.“ Damit spielen die Schüler auf die aktuellen Aussagen der beiden ÖVP-Politiker im U-Ausschuss an.

https://m.oe24.at/oesterreich/chronik/naechste-kurz-parodie-begeistert-das-web/437620607

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

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