Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

14. JULI 2018

14.07.2018 | Tageskommentar

Das „Mörbisch-Ballett“. Foto: Jerzy Bin

Die Festspielsaison beginnt, nach Klosterneuburg starteten nun auch Mörbisch und Gars. Bemerkenswert ist das Wetterglück (das war in früheren Jahren nicht immer so). Nein, mit der neuen Regierung hat das nichts zu tun!

Zuerst nach Mörbisch: Die Produktion ist fast ausschließlich „Made in Austria. Regisseur Karl Absenger ist Grazer, Bühnenbilder Manfred Waba Burgenländer, der musikalische Leiter Guido Mancusi ist Wiener, genauso wie Peter Edelmann. Die Choreografin Johanna Bodor kommt von der Staatsoperette Budapest und hat somit den Csárdás im Blut.

Bei der Besetzung greift man etwas internationaler. Während die bisher vorliegenden Presseberichte über die Szenerie geteilter Meinung sind, werden die Darsteller durchgehend gelobt. Das Publikum war jedenfalls am Premierenabend begeistert, letztendlich spielt man in Mörbisch für das Publikum und nicht für das Feuilleton.

Ganz wichtig für Mörbisch: Das Feuerwerk so um Mitternacht herum geriet prächtig!

Zum Premierenbericht von Peter Dusek

Dazu passend:

Kitschig, reaktionär, seicht? Was Festival-Intendanten zur Operette sagen
Einige Vorurteile wird man kaum entkräften können, bei anderen regt sich Widerspruch
Der Standard

Weiter nach Gars:

In Gars waltete Peter Skorepa seines „Merker-Amtes“

In der Engelsburg am Kamp
Es ist eine köstliche Idee und sie ist in ihrer Wirkung einfach rührend: Dem singenden Hirten entwachsen weiße Engelsflügel, er besteigt die höchsten Zinnen der Burgmauer von Gars und wirft sich – Schwert steil in die Höhe gestreckt – in die Rolle des Erzengels Michael. Perfekter, origineller und schöner kann man die Engelsburg Roms auf einer Waldviertler Bühne wohl nicht mehr imaginieren.
Auch sonst ist das alte Gemäuer der Burg, allerdings auch nur unter Aufbietung großer eigener Phantasie des Betrachters bereit, in die Schauplätze von Puccinis Edelreißer zu verführen: Mit einer hübschen Madonna aus der Stadtpfarrkirche und zweier Betschemel sowie einer Staffelei in die Kirche Andrea della Valle hinein, mit einem länglichen Tisch in die „Pracht“ des Palazzo Farnese – in dem bröckelt halt der Putz statt barocker Zier – und auf welchem Möbel Scarpia aber auch Cavaradossi ihr Leben aushauchen. Auf dem voluminösem Bühnenunterbau des Asim Dzino verwirklicht Regisseur Wolfgang Gratschmaier das dreiaktige Kriminaldrama mit historischem Hintergrund ohne spezielle inszenatorische Mätzchen, lässt es klar und verständlich aber auch ohne sonderliche Finesse einer Personenführung auf dem schmalen Bühnenstreifen abrollen unter Benutzung der zahlreichen Auf-und Abtrittsmöglichkeiten aus und in die Burgruine vermittels der zahlreichen Stufenanlagen und Stege…

Zum Premierenbericht von Peter Skorepa

Salzburger Festspiele:

Solistenprogramm als Starmarathon bei Salzburger Festspielen
Salzburger Nachrichten

Salzburger Festspiele: Passion, Leidenschaft, Ekstase
Die Salzburger Festspiele sind ein Mammutspektakel künstlerischer Extraklasse. Wer wird zum Superstar der Saison?
Hamburger Abendblatt

Wien/ Schönbrunner Schlosstheater: COSÌ FAN TUTTE . der zweite Abend – die Alternativbesetzung

 

Solange ein junger Sänger nicht auf einer „richtigen Bühne“ steht und vor „richtigem Publikum“ singt, wird weder er selbst noch die anderen wissen, ob er es wirklich kann – die Nerven behalten, singen, sich selbstverständlich auf der Bühne bewegen, als gäbe es nichts anderes, gestalten, kurz, den unendlich schweren Beruf eines Opernsängers ausüben. Ohne „the real thing“, nämlich eine gewissermaßen professionelle Aufführung zu bestreiten, ist alles nur Arbeit wie am Simulator oder im Trockendock.

Michael Schade, Kammersänger, neben vielem anderen vor allem auch Mozart-Tenor, immer brennend am Nachwuchs interessiert, ist derzeit an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst „Artist in Residence“ und hat sich mit ungeheurer Energie in das Projekt gestürzt, eine Produktion von „Cosi fan tutte“ im Schönbrunner Schloßtheater zu gestalten. Sein Wunsch, „meine Erfahrung, mein Wissen und mein Brennen für die Musik an die nächste Generation junger Talente weiterzugeben“, ist in höchstem Maße geglückt. Die bescheiden so genannte „halb szenische“ Aufführung der Oper kann als vollgültiger Abend durchgehen, und das hat sich ganz schnell herumgesprochen: Auch die zweite Vorstellung war rappelvoll…

Zum Bericht von Renate Wagner

Die Berliner Opernhäuser jubeln über die hohe Auslastung

Die Staatsoper weist 94 % aus, bei der Komischen Oper schlagen sich 89 % in der Bilanz zu Buche. Details und diverse Rechenkunststücke entnehmen Sie unseren heutigen „Infos des Tages“ .

Tatsächlich sind 89 % für die Komische Oper viel, das Haus lag in der „Vor-Kosky-Zeit“ ziemlich darnieder im opernmäßig mit drei Häusern etwas „überbesetzen“ Berlin. Tatsächlich ist Herr Kosky für Berlin der richtige Mann. Dort hat er seine Fans, dort kommt auch sein revueartiger Inszenierungsstil gut an. Hoffentlich kommt er nicht auf die Idee, nach Wien zu wechseln.

Bayreuth: Sänger vor dem Auftritt: Günther Groissböck – Hauptsache Sport
BR-Klassik

New York: Streit um klassische Dresscodes beim New York Philharmonic
Es ist das letzte der rund 20 großen US-Orchester, wo die Musikerinnen bei festlichen Konzerten keine Hosen tragen dürfen
Hamburger Abendblatt

ORF III am Wochenende: „Klassik unter Sternen 2018“, „Aus dem Archiv“ zu Lohners 75. Geburtstag, Auftakt zu „Österreich I“

 Außerdem: „Kultur Heute Spezial“ mit Elīna Garanča, erstmals „Lipizzaner Gala am Heldenberg“, „Berggespräche“ mit Gregor Seberg =

Ein „Aus dem Archiv“ der besonderen Art zeigt ORF III Kultur und Information am Samstag, dem 14. Juli 2018. Anlässlich Chris Lohners 75. Geburtstags, den sie am Dienstag, dem 10. Juli, gefeiert hat, steht die Sendung ganz im Zeichen ihrer Gastgeberin. Der ORF-Kultursommer präsentiert am Sonntag, dem 15. Juli, gleich zwei künstlerische Highlights aus Niederösterreich: So steht im Hauptabend von ORF III die glanzvolle Open-Air-Gala „Klassik unter Sternen“ (20.15 Uhr) mit Opernstar Elīna Garanča aus dem Stift Göttweig auf dem Programm. Davor ist erstmals die „Lipizzaner Gala am Heldenberg“ (18.45 Uhr) in ORF III zu sehen.

ORF : In memoriam Christine Nöstlinger: ORF ändert Programm

U. a. „Maikäfer flieg“ am Sonntag, dem 15. Juli, um 20.15 Uhr in ORF 2, Spezialsendung „Kultur Heute“ am 13. Juli und Filmschwerpunkt in ORF III

Christine Nöstlinger. Foto: Youtube

Zum Ableben von Christine Nöstlinger ändert der ORF sein Programm und zeigt am Sonntag, dem 15. Juli 2018, um 20.15 Uhr in ORF 2 anstelle von „Tatort“ die Verfilmung von Nöstlingers „Maikäfer flieg“. Weiters stehen am 15. Juli „Die 3 Posträuber“ und „Villa Henriette“ in ORF eins und der „dok.film: Mein Hernals“ in ORF 2 auf dem Programm. Der „kulturMontag“ am 16. Juli (ab 22.25 Uhr in ORF 2) widmet der verstorbenen Autorin einen Beitrag, ebenso „Thema“ (21.05 Uhr, ORF 2).

Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger gestorben
Sie war eine der wichtigsten Stimmen der Kinderliteratur: Die österreichische Autorin Christine Nöstlinger ist tot. Ihr Werk wurde in 30 Sprachen übersetzt
Tagesspiegel
Christine Nöstliger 81jährig gestorben
Mit ihren Geschichten hat Christine Nöstlinger Millionen von kleinen Lesern verzaubert. Jetzt hat sie sich ganz leise verabschiedet.
https://www.krone.at/1739370
„Wie offen Nöstlinger über unperfekte Körper schrieb, hat mich als Jugendliche tief beeindruckt“
Sueddeutsche Zeitung

Aus unserem Forum: Wieder musste ein Thread vom Moderator gesperrt werden, weil es offenbar nicht möglich ist, ruhig und sachlich zu diskutieren. Schade! Diesmal befetzten sich nicht die Fanclubs diverser Sänger-Oldies, diesmal artete der Rabl-Stadler Thread in eine politische Schlammschlacht aus.

Der „King of Rock’n’Roll“ kehrt zurück – weltweit auf die große Kinoleinwand

Das von Fathom Events und der Authentic Brands Group (ABG) präsentierte Kinoevent wird auch neu produzierte Inhalte über den berühmten Rockmusiker präsentieren

 

Offizielle Website auch mit den Kinos

Elvis Presleys legendäres „’68 Comeback Special“, das von Steve Binder inszeniert und produziert wurde, wird diesen Sommer zur Feier seines 50-jährigen Jubiläums auf die große Kinoleinwand kommen. Diese besondere Kinoveranstaltung wird ab dem 16. August auf der ganzen Welt stattfinden. Jede Vorführung wird das legendäre Fernsehspecial sowie einen exklusiven Blick auf die Herstellung des Specials beinhalten, mit einem Rundgang durch das NBC-Studio mit Einblicken von Binder und anderen, die von Presley, seiner Musik und diesem ikonischen Ereignis beeinflusst worden sind. Diese brandneuen Inhalte werden von Spencer Profer, CEO von Meteor 17, und Marc Rosen, SVP of Entertainment von ABG, produziert.

Politik/Salzburg

Rot-Grün verliert nach Jahrzehnten die Hoheit in der Stadtpolitik

Osman Günes kehrte am Freitag der SPÖ den Rücken und wird ÖVP-Gemeinderat. Damit ist auch die rot-grüne Mehrheit im Rathaus futsch. Der Überläufer wird wohl nach der Wahl 2019 belohnt.
Salzburger Nachrichten

Jetzt sagen Sie selbst – ist die Politik nicht unschlagbar? Was sind dagegen die Hochpreis-Festspiele?

Übrigens, gestern war Freitag der Dreizehnte! „Master of Desaster“.
Für die SPÖ-Salzburg kein glücklicher Tag! Angesichts solcher Horrormeldungen soll man nicht abergläubisch sein!

Heute steht bei der Fußball-Weltmeisterschaft das Spiel um Platz 3 (Belgien – England) auf dem Programm. Eigentlich wäre das nach Abschluss des Viertelfinales „mein Finale“ gewesen.  Dieses „Spiel der Verlierer“ werde ich mir gar nicht ansehen, das ist ungefähr so notwendig wie die Sommerzeit!

Jetzt kämpfe ich mit mir, ob ich nicht morgen doch für die Kroaten die Daumen drücke – weil Frankreich der Gegner ist!

Ich wünsche ein schönes Wochenende

A.C.

 

Diese Seite drucken