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14. DEZEMBER 2021- Dienstag

14.12.2021 | Tageskommentar
Theater an der Wien: Umbaukosten mindestens 60 Millionen Euro. Das ist eine Investition in einen Markt, der sich erst wieder erfangen muss.

 Das Theater an der Wien wird März kommenden Jahres seine Pforten für einen weitgehenden Umbau schließen, das wissen wir seit längerer Zeitbekannt. Nun wissen wir auch, dass sich die Kosten für den Umbau auf 60 Millionen belaufen sollen. In Krisenzeiten ist das eine Risikoinvestition, denn der Markt muss sich erst wieder stabilisieren. Aber was sollen die Zuständigen tun? Ein Baustopp käme wohl noch teurer! Außerdem, es ist „eh nur Steuergeld“.

Danach ist der designierte Intendant Herheim doppelt gefordert!

Wiener Staatsoper: „Parsifal“ morgen /15.12. als Weihnachtsoper – gänzlich ungewohnt

ZUM LINK für mehr Infos/ Kartenkauf etc

Musikalische Leitung: Philippe Jordan
Inszenierung: Kirill Serebrennikov

Amfortas Wolfgang Koch
Gurnemanz Georg Zeppenfeld
Parsifal Brandon Jovanovich
Klingsor Wolfgang Koch
Kundry Anja Kampe
Der damalige Parsifal Nikolay Sidorenko
Titurel Wolfgang Bankl

Wien feiert neuen „Don Giovanni“ (Quelle: ORF.at)

Don Giovanni darf wieder wildern, die Gerechten wieder rächen, und Leporello muss sich einen neuen Herren suchen – man darf nur hoffen, dass dann nicht Lockdown ist in der „Osteria“, in die er ziehen muss. Mit großer Erleichterung feierte man gestern an der Wiener Staatsoper die Publikumspremiere des „Don Giovanni“ in der Regie von Barrie Kosky und in der musikalischen Handschrift von Philippe Jordan.

Vor einer Woche gab es die Stream-Premiere. Nun aber entschied das Wiener Publikum, was vom 16. „Don Giovanni“ im Haus am Ring zu halten sei. Offenbar viel, so lässt sich jedenfalls der Schlussapplaus deuten. Kyle Ketelsen als Don Giovanni und Philippe Sly als Leporello waren die gefeierten Helden des Abends. Nicht zuletzt aber Jordan bekam für die musikalische Umsetzung gemeinsam mit dem Staatsopernorchester und der Chorvereinigung Staatsopernchor Ovationen.

Jordan, der in den nächsten Tagen gleich drei Opernproduktionen hinter dem Pult stemmen muss („Parsifal“ und „Don Carlos“ warten ja noch), entschied sich diesmal für eine etwas vorsichtigere Herangehensweise als vor einer Woche.

 

ZU INSTAGRAM mit Video (Helena Ludwig)

WIENER KONZERTHAUSGESELLSCHAFT. DER NEUE PRÄSIDENT HEISST Dr. JOSEF OSTERMAYER

Dr. Josef Ostermayer. Foto: Wikipedia

Dr. Josef Ostermayer, früherer Kulturminister auf einem SPÖ-Ticket,  wurde am Montag zum neuen Präsidenten der Wiener Konzerthausgesellschaft gewählt. Er folgt damit auf Christian Konrad. Weiters im Team und wiedergewählt: Die Vizepräsidenten Andreas Brandstetter, Johanna Rachinger und Christian Kuhn. Für den Konzerthausintendanten Matthias Naske ist Ostermayer der  „ideale Brückenbauer“.

Ostermayer hob die „Autonomie der breiten künstlerischen und sozialen Orientierung des Hauses“ als hohes Gut hervor  Sein  Mandat  läuft vier Jahre und kann in der Generalversammlung 2025 verlängert werden.

Deutschland
Impfquoten unter Musikerinnen und Musikern. Wie das Thema Corona-Impfung Orchester spaltet
Weite Teile der Kulturbranche setzen aufs Impfen, damit wieder mehr Konzerte, Theater- oder Opernaufführungen möglich werden. Doch auch in manchen Orchestern oder Chören sind die Corona-Impflücken groß. MDR KULTUR-Musikkritiker Uwe Friedrich weiß: Daran zerbrechen Ensembles. Im Interview schildert er, was er aus der Szene erfahren hat.
https://www.mdr.de/kultur/musik/orchester-corona-impfquote-impfen-100.html

Cecilia Bartoli „Unreleased“: Aus den Archiven des Überschwangs
„Unreleased“ bringt Cecilia Bartoli, Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele, mit Konzertarien, die sie im Heimarchiv „gefunden“ hat
Der Standard.at

Neapel
Von der Sucht der Selbstzerstörung
Heldentenor Jonas Kaufmann, Filmregisseur Mario Martone und Maestro Michele Mariotti verlegen den späten Verdi im armen italienischen Süden fulminant in die Gegenwart.
https://www.concerti.de/oper/teatro-san-carlo-otello-10-12-2021/

Hamburg/ Staatsoper
Pretty Yende adelt eine missratene Johannes Erath-Inszenierung
Beeindruckend ist Yendes gesangliche Gestaltung. Weich, rund und farbenreich klingt die Stimme, mit wunderbarem Legato und Messa di voce-Kultur bewältigt sie die schwierigen Passagen der Violetta, vor allem aber gelangen ihre engelgleichen Piani wie direkt aus der Seele zu den Zuhörern.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.at

Josef Ostermayer zum Präsident der Konzerthausgesellschaft gewählt
Das Präsidium wird durch die Vizepräsidenten Andreas Brandstetter, Johanna Rachinger und Christian Kuhn komplettiert.
WienerZeitung.at

Aus „Crescendo – Klassikwoche“: Jan Böhmermann mit dem Facebook-Requiem

PERSONALIEN DER WOCHE

Haben Sie es auch gesehen, dieses Weihnachtsoratorium auf Facebook von Jan Böhmermann? Die größte Stimme bei dem lustigen „Requiem“ ist der finale Abgesang mit Sopranistin Annette Dasch. Reinhören lohnt sich! (Siehe dazu auch die Playlist) +++ Die neue Kulturstaatsministerin Claudia Roth gab der ZEIT ein langes Interview, in dem sie ihre Hauptziele erklärte. Mehr diskutieren wolle sie, Kultur sei ein Spiegel der Demokratie, keine festgelegte Repräsentationskunst (und darin unterscheidet sie sich schon mal angenehm von ihrer Vorgängerin!). Es ginge ihr aber auch um Vielfalt, sie lobte das diverse Filmfest in Nürnberg, aber auf die Frage, ob die Berliner Philharmoniker als Leuchtturm-Orchester unter ihr Angst haben müssten, antwortete Roth mit einem „Nein. Überhaupt nicht.“ Außerdem erklärte sie, sie sei für Amtszeitbegrenzungen in der Politik. Das Interview fand übrigens ohne Klavierbegleitung von Igor Levit statt. 

Jonas Kaufmann erzählte im Guardian davon, dass er im Studium massiv sexuell bedrängt wurde: Er solle mit in eine Sauna kommen, um einen Liederabend in einem großen Konzertsaal zu bekommen. Ein lesenswertes Interview, in dem es unter anderem auch um Cancel-Culture geht.
Schon ein bisschen komisch, dass alle Medien schrieben, Helga Rabl-Stadler hätte die kommende Saison der Salzburger Festspiele angekündigt, die doch eigentlich in der Hand von Markus Hinterhäuser liegen. Als Opern-Neuinszenierungen auf dem Programm: Puccinis „Il trittico“ mit Welser-Möst, „Herzog Blaubarts Burg“ von Béla Bartók, „Katja Kabanova“ von Leoš Janáček und „Das Spiel vom Ende der Zeiten“ von Carl Orff mit Teodor Currentzis. Tja – vorhersehbar. Hoffentlich rückt Hinterhäusers Programmatik in Zukunft mal wieder mehr in den Vordergrund und wird dann irgendwann wieder wichtiger als das „hammerharte“ Schickimicki-Karussell der letzten Monate! 

Crescendo: Papageno in der Achterbahn

KlassikWoche 50/2021
eute mit einem Rückblick auf große Sänger-Vergangenheiten, einem Ausblick auf wenig überraschende Festspiele und – natürlich – mit den aktuellen Impfquoten und guter Laune – trotz allem!
https://crescendo.de/klassikwoche50-2021-anna-netrebko-rolando-villazon-1000083391/

Parma
Incredible moment young opera fan stands up during soprano’s Verdi performance to sing tenor part
https://www.classicfm.com/composers/verdi/lisette-oropesa-tenor-audience-duet/

 

Unten links ist auch der Video clip mit dem anonymen Tenor der in der Zugaben „ ausgeholfen“ hat.
Incredible moment young opera fan stands up during soprano’s Verdi performance to… – Classic FM

Unser musikalischer Adventkalender Nr. 10
zusammengestellt von TTT
Seelenklang und banaler Kommerz

Flower duet (Sous le dôme épais…) aus Lakmé, Oper von Léo Delibes

1.) Anna Netrebko, Elīna Garanča, 2007 SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Marco Armiliato

http://www.youtube.com/watch?v=tD5ry23HggM

2.) Xmas Mix – weihnachtlich aufgebrezelt

Lorne Balfe · Russell Emanuel · Steve Kofsky – Komponisten Filmmusik/Produzenten, Interpreten unbekannt
http://www.youtube.com/watch?v=llOOPShF6-A

Ewelina Marciniak inszeniert das „Rheingold“ in Bern
In Polen ist die Regisseurin Ewelina Marciniak längst etabliert, viel Zeitgenössisches steht in ihrem Programmplan. In Deutschland debütierte sie 2018 mit Shakespeares Sommernachtstraum. 2020 erhielt sie den FAUST-Theaterpreis. Nun hat sich Marciniak ein Mammutwerk an der Oper Bern vorgenommen: Wagners „Rheingold“.
BR-Klassik.de

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Schweizer Firmen loben trotz Kriegsängsten das Geschäftsklima in der Ukraine: Seit sieben Jahren herrscht in der Ostukraine Krieg. Doch dem Investitionsklima ist vor allem anderes abträglich: Ausländische Geschäftsleute in der Ukraine nennen immer wieder mangelnde Rechtssicherheit, das Fehlen einer unabhängigen Justiz, ausufernde Bürokratie – und vor allem die grassierende Korruption. Dennoch sehen Schweizer Unternehmen klare Fortschritte in dem Land, das um seine Unabhängigkeit ringt.
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  • Die Strafzahlung in Frankreich hat auch ihr Gutes für die UBS-Mitarbeiter: Am Montag hat ein Berufungsgericht die Busse, welche die UBS in Frankreich wegen Geldwäscherei aus Steuerbetrug bezahlen muss, deutlich reduziert. Für die Schweizer Grossbank ist der Entscheid auch eine Mahnung: Dass das Geschäft so gut läuft wie jetzt, war und ist nicht selbstverständlich.
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  • Die Notenbank der USA weist der Euro-Zone und der Schweiz den Weg: Auf beiden Seiten des Atlantiks stehen diese Woche wichtige geldpolitische Entscheidungen der Zentralbanken an. Der Inflationsanstieg wird jedoch nur in den USA nicht länger als ein «vorübergehendes» Phänomen verharmlost, sondern als dauerhaftes Problem erkannt. Entsprechend dürfte das Fed ein rascheres Auslaufen seines Anleiheprogramms bekanntgeben. Auch mit Signalen für Zinsanstiege im Laufe des kommenden Jahres ist zu rechnen.
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  • Österreich drängt auf Inbetriebnahme der Gaspipeline Nord Stream 2: In einem aktuellen Interview hat sich Österreichs Kanzler Karl Nehammer in der Angelegenheit deutlich positioniert. Solange die EU-Länder Gas und Öl brauchten, sei es wichtig, die Energieversorgung aus möglichst vielen Quellen sicherzustellen und über entsprechende Pipelines zu verfügen. Die Forderung der amerikanischen Regierung, die Gaspipeline als Druckmittel gegen Moskau im Ukraine-Konflikt einzusetzen, lehnt Nehammer ab.
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  • Russland hat damit gedroht, nukleare Mittelstreckenraketen in Europa zu stationieren: Der stellvertretende Aussenminister Sergei Rjabkow erklärte am Montag, Russland werde zum Handeln gezwungen sein, wenn der Westen es ablehne, sich dem Moratorium für nukleare Mittelstreckensysteme (INF) in Europa anzuschliessen. Dieses ist Teil eines Pakets von Sicherheitsgarantien, das Russland als Preis für die Entschärfung der Krise um die Ukraine fordert.
    Zu den neusten Entwicklungen
  • Israel und die Emirate ziehen hinsichtlich Irans nicht am gleichen Strang: Als erster israelischer Regierungschef hat Naftali Bennett die Vereinigten Arabischen Emirate besucht. Seitdem die beiden Länder unter Vermittlung des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Donald Trump ein Normalisierungsabkommen unterzeichnet haben, haben sie Dutzende von Wirtschaftsverträgen unterzeichnet. Wenn es um die Regionalpolitik geht, ziehen die beiden Länder allerdings nicht an einem Strang. Das gilt insbesondere für den Konflikt mit Iran.
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  • Italiens rechtsradikale Parteiführerin Giorgia Meloni fordert den Umbau des Landes: Die 44-Jährige stellt sich dar als grosse Vorkämpferin der Freiheit gegen die Regierung von Mario Draghi und seine angebliche «dittatura sanitaria». Für Meloni beginnt jetzt der Umbau Italiens in eine autoritäre, illiberale Demokratie nach dem Vorbild des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban. Ihre Partei, Fratelli d’Italia, hat als einzige Oppositionspartei im rechten Wählersegment Zulauf gewonnen.
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  • Der Markt für Luxusuhren kennt keine Grenzen mehr: Bei einer Versteigerung am vergangenen Wochenende in New York wurden insgesamt vier Uhren für über 1 Mio. $ verkauft. Teilweise ist es schlicht das viele vorhandene Geld der Kundschaft, das die Preise hebt. Aber die Hersteller und Auktionshäuser sind auch geübt darin, ihre Uhren besonders begehrenswert zu machen. Bei neuen Uhren etwa ist die Limitierung eine beliebte Strategie, um eine Konsumdringlichkeit zu schaffen.
    Zum Bericht

Intelligenz und Weisheit: 5 wichtige Unterschiede
Gefunden von TTT
Intelligenz und Weisheit sind nicht dasselbe. Garantiert ein hoher IQ nicht die Befähigung, gute Entscheidungen zu treffen?“Ich weiß, dass ich nichts weiß.” (Sokrates) … erkennen, was wirklich wichtig ist. Seltsamerweise haben wir gerade erst begonnen, den Unterschied zwischen Intelligenz und Weisheit zu begreifen.
https://gedankenwelt.de/intelligenz-und-weisheit-5-wichtige-unterschiede/

Österreich
Hoffen auf Demo-Pause! Tag eins nach Öffnung: „Händler sind verzweifelt“
Auf klingelnde Kassen müssen viele heimische Händler weiter warten. Die Einkaufsstraßen und Zentren sind nach dem Lockdown zwar belebt, gestürmt werden die Geschäfte allerdings nicht. Der Handelsverband rechnet weiterhin mit bundesweiten Umsatzverlusten von 440 Millionen Euro im Vergleich zu Vor-Corona-Normal-Wochen.
https://www.krone.at/2580498

Natürlich kann der Handel das Weihnachtsgeschäft nicht mehr in wenigen Tages nachholen, die Milch ist verschüttet. Ich leide mit den Menschen, deren Existenz an der Kippe steht, weil ich weiß, wieviel Arbeit und Risiko im Aufbau eines Geschäfts steckt!

„Unangenehm“ – Wladimir Putin arbeitete als Taxifahrer
Der russische Präsident musste in den 1990er Jahren schauen, wie er mit seiner jungen Familie über die Runden kam, erzählt Putin nun in einer Doku.
https://www.heute.at/s/unangenehm-wladimir-putin-arbeitete-als-taxifahrer-100178603

Fußball Deutschland
Deutscher Schiri-Boss Fröhlich: So geht es mit Zwayer weiter

Felix Zwayer wird den Moment verfluchen, in dem er sich zum Elfmeter für Bayern gegen Dortmund verleiten ließ. Da kochte in Folge eine fast 20 Jahre ruhende und weitgehend vergessen geglaubte Affäre auf.  Bemerkenswert, dass ein Spieler, der zum Zeitpunkt der Altaffäre gerade mal 2 Jahre alt war, davon wusste und durch eine Bemerkung die Sache wieder ins Rollen brachte.

Es wird in Zukunft für Felix Zwayer als Schiedsrichter schwer werden, Was meint der Schiri-Chef dazu?

Sport1.de/doppelpass

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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