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14. DEZEMBER 2019 – Samstag

14.12.2019 | Tageskommentar

 

 

NEU IN UNSEREN INTERVIEWS: BRYONY DWYER: „Ich bin die Prinzessin des Hauses“. Foto: Wiener Staatsoper

Bryony Dwyer ist eine jener jungen Sängerinnen, die von Australien nach Wien kamen und die man an der Staatsoper liebevoll „die Kängurus“ nennt. Sie durfte als Aschenbrödel (in der Kinderoper „Cinderella“ von Alma Deutscher) den Prinzen heiraten. Und nun wird sie in der Kinderoper „Persinette“ – eine Uraufführung von Albin Fries – wieder Prinzessin. Einziger Wermutstropfen für die junge Australierin rund um diese Premiere: Dass sie nächste Spielzeit nicht mehr dem Ensemble des Hauses angehören wird…

Und nun die Frage, die man mittlerweile jedem Ensemblemitglied stellt: Werden Sie in der nächsten Direktion noch an der Wiener Staatsoper sein?
 
Nein, die Herren, darunter auch Bogdan Roscic, haben sich Zeit für eine Arbeitsprobe mit mir genommen, ich habe ihnen dies und jenes vorgesungen, und dann ist die Entscheidung gefallen, dass mein Vertrag nicht verlängert wird. Natürlich ist das schade, aber das gehört zu dem Beruf, solche Entscheidungen muss man akzeptieren. Ich freue mich auf jedenfalls noch auf meine Aufgaben in der zweiten Hälfte der Saison. Und es warten glücklicherweise in der nächsten Spielzeit tolle Herausforderungen, so werde ich mein Hausdebüt an der Vlaamse Opera geben, außerdem steht im Frühjahr 2021 mein Rollendebut als Gilda an, ich darf allerdings noch nicht verraten, wo. Und vielleicht gibt sich ja in der Zukunft wieder einmal die Gelegenheit, in meiner „europäischen Heimat“ Wien zu singen?

Mit Bryony Dwyer sprach Renate Wagner: ZUM INTERVIEW mit Renate Wagner

Die „Arbeitsproben“ scheinen hart zu sein – und erbringen oft überraschende Ergebnisse. Sehr viel darüber weiß ich nicht, aber ich hoffe, mehr zu erfahren. Für unsere Arbeit beim Online-Merker wäre es wichtig, mehr zu wissen.

Ovationen für die Wiener Staatsoper mit Don Giovanni in Genf

Ovationen und nicht enden wollenden Applaus gab es beim ersten Gastspiel der Wiener Staatsoper in der Schweiz (12.12.): In der Genfer Victoria Hall begeisterte eine konzertante Vorstellung von Mozarts Don Giovanni, jenem Werk, mit dem vor 150 Jahren das Haus am Ring feierlich eröffnet wurde. Bejubelt wurden Samuel Hasselhorn in der Titelpartie, Riccardo Fassi als Leporello, Irina Lungu als Donna Anna, Federica Lombardi als Donna Elvira, Benjamin Bruns als Don Ottavio, Dan Paul Dumitrescu als Commendatore, Daniela Fally als Zerlina, Clemens Unterreiner als Masetto sowie Orchester und Chor der Wiener Staatsoper unter der musikalischen Leitung von Michael Güttler.

HEUTE IN WIEN: EHRENTAFEL FÜR GHENA DIMITROVA (vor dem Haus Mühlgasse 22 in 1040 Wien)

Am Samstag, den 14. Dezember 2019, werden wir in der Mühlgasse 22, 1040 Wien, eine Ehrentafel vor der Wiener Wohnung der großen bulgarischen Opernsängerin Ghena Dimitrova anbringen. Anschließend laden wir Sie zur Vorführung des musikalischen Filmportraits „Mit Liebe für Ghena“(mit deutschen Untertiteln) ein.

Ehrenschutz – S. E. Dr. Ivan Sirakov, Botschafter der Republik Bulgarien in Österreich
Grußworte – Dr. Alexandar Alexandrov, MAS – Obmann des Vereins „Lila Schwan“
Musikalischer Gruß – Gerald Grün, Trompete

https://facebook.com/events/1191895044338407/?ti=icl

 

 

Österreich – die Gehälter unserer Kultur- und Theatermacher: KHM-Chefin Haag verdiente 2018 mehr als der Bundeskanzler

Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder und Johanna Rachinger von der ÖNB sind ebenso Spitzenreiter
https://www.derstandard.at/story/2000112249161/khm-chefin-sabine-haag

Bregenzer Festspiele verlängern Vertrag von Elisabeth Sobotka
Die Bregenzer Festspiele haben die Zusammenarbeit mit Intendantin Elisabeth Sobotka bis September 2024 verlängert. Der bisherige Vertrag hatte eine Laufzeit bis September 2022. Die Entscheidung ist einstimmig gefallen.
https://vorarlberg.orf.at/stories/3026023/

Ich möchte die Gehälter nicht kommentieren, weil man das ohne Insiderwissen nicht darf und soll. Zudem bin ich eigentlich mit meiner Situation zufrieden und nicht neidisch, vor allem glücklich darüber, dass ich niemand wer weiß wo reinkriechen musste, keiner politischen Partei auch nur eine Kleinigkeit zu verdanken habe, nie buckeln oder vielleicht sogar intrigieren musste – wie wohl einige der „Gelisteten“. In der angeführten Liste gibt es Manager, die viel, aber trotzdem noch zu wenig verdienen – und es gibt solche, die viel zu viel verdienen – weil die Gehälter offensichtlich nach einem Schema erstellt sind!

Gefeiert wird mit Bier aus der Flasche – wohl nicht in diesen feinen Kreisen!

Die Walküren im Göteborger „Ring“ (Rezension online) feiern nach getaner Arbeit mit Bier. Copyright: Lennart Sjöberg

Göteborg-Ring

HEUTE in München

 

Neu in unseren Kritiken:

Stuttgart: LA BOHÈME mit idealer Einspringerin

Für eine der zentralen Sopranpartien des Repertoires wie Mimi ist es meist kein Problem kurzfristig einen Ersatz zu finden. So kam Selene Zanetti  von der Bayerischen Staatsoper, wo sie derzeit in der gleichen Rolle eingesetzt ist, zu ihrem Stuttgarter Debut um für Olga Busuioc einzuspringen. Die 30jährige Italienerin  stand nicht nur dem Part entsprechend im Mittelpunkt, vielmehr gelang es ihr mit ihrem seelenvollen kräftigen lyrischen Sopran das Schicksal der todkranken Blumenstickerin bewegend ins Publikum zu transportieren…

Zum Bericht von Udo Klebes
Selene Zanetti war übrigens exakt vor einem Jahr Einspringerin in der Premierenserie „Die verkaufte Braut“ in Münchens Bayerischer Staatsoper.

München/Bayerische Staatsoper: „Die tote Stadt“. Bericht von der Derniere

München: “Die Tote Stadt” – Bayerische Staatsoper 11.12.2019 – Großartige letzte Vorstellung der Premierenserie

Susanne Kittel-May stellt zu Beginn ihrer Kritik folgende Frage: Weshalb berichten eigentlich alle Kritiker immer nur über die Premiere? Weshalb werden immer nur die Premierenserien im Radio übertragen? Schon klar, die Reaktionen des Publikums auf die Inszenierung, die knisternde Spannung in der Luft gibt es nur bei Premieren. Aber um wieviel besser doch die musikalische Seite der letzten Vorstellung einer Premierenserie ist, konnte man heute in München an der Bayerischen Staatsoper erfahren – Vorausgesetzt, man hat beide Vorstellungen besucht…

Zum Bericht von Susanne Kittel-May

Ich versuche die Frage zu beantworten: Eine Kritik ist Teil der Werbung, gar nicht wenige Leute orientieren sich nach Kritiken und entscheiden sich für einen Theaterbesuch – oder dagegen. Da ist die letzte Vorstellung relativ wenig hilfreich. Es wäre richtig, diese Frage an das Publikum zu stellen! 

Simone Young wird Chefdirigentin in Sydney
Die international renommierte australische Dirigentin übernimmt 2022 ein Spitzenorchester ihrer Heimat.
Wiener Zeitung

Daniel Behle als Lohengrin in Dortmund: Immer sollst du ihn befragen
Frankfurter Rundschau

Opernpremiere in Kassel: Mozarts „Idomeno“ als Schreckensgeschichte
https://www.hna.de/kultur/kassel-mozarts-idomeno-als-schreckensgeschichte

Dresden: Allzu billige Gegenwart: „Mahagonny“ an den Landesbühnen Sachsen
Neue Musikzeitung/nmz.de

Gelsenkirchen: Theatergeburtstag in Gelsenkirchen mit Janaceks „Die Sache Makropulos“
Neue Musikzeitung/nmz.de

Bern/ Krol Roger: Wo aber Gefahr ist, wächst das Lockende auch
Frankfurter Allgemeine

Brüssel/ „Hoffmanns Erzählungen“
Brüsseler Musiktheater: Riesenbaby im Morgenmantel
Sueddeutsche Zeitung

New York
Piero Pretti Replaces Vittorio Grigolo At The Metropolitan Opera
https://operawire.com/piero-pretti-replaces-vittorio-grigolo-at-the-metropolitan-opera/

Washington
Fast-rising soprano Michelle Bradley sensational in Vocal Arts debut

Michelle Bradley. Foto: Dario Acosta

https://washingtonclassicalreview.com/2019/12/12/fast-rising-soprano-michelle

Boris Johnson will nach Wahlsieg Brexit planmäßig durchziehen
Johnsons Konservative holen die absolute Mehrheit, Labour und Liberaldemokraten brauchen neue Parteichefs. Die EU reagiert erleichtert
Der Standard

Die EU ist erleichtert! Da bin ich es als guter Europäer natürlich auch!

Ich wünsche einen schönen Tag! Kaufen Sie für Weihnachten ein, kurbeln Sie die Wirtschaft an!

A.C.

 

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