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13. MAI 2022 – Freitag

13.05.2022 | Tageskommentar

„BORIS GODUNOW“ AN DER WIENER STAATSOPER: Alexander Tsymbalyuk (Boris) und Ensemble. Foto: Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

WIEN / Staatsoper: BORIS GODUNOW Wiederaufnahme 11. Mai 2022

Die Inszenierung von Yannis Kokkos, von dem auch die uninspirierte Bühne und die Kostüme stammen, hat schon bei ihrer Premiere 2007 wenig Zustimmung erhalten. Mangelnde Personenführung, misslungene Massenszenen, ja, das Vorliegen einer Nicht-Inszenierung, das sind nur einige der Vorwürfe, die geäußert wurden. Klar, dass diese Kritikpunkte auch bei einer Wiederaufnahme nicht beseitigt werden können. Die Abfolge der einzelnen Szenen wirkt, wegen der fehlenden Herausarbeitung dramaturgischer Höhepunkte, ermüdend, weshalb nach dem Fallen des Vorhangs des Öfteren zu hören ist, dass man sich eine Pause gewünscht hätte, die in der „Originalen (Ur)-Fassung“ aus dem Jahr 1869 allerdings nicht vorgesehen ist. Diese Fassung wirkt gegenüber den früher verwendeten, geglätteten Bearbeitungen, u.a. von Rimski-Korsakow, um einiges spröder, ist aber authentischer und hat sich zu Recht inzwischen durchgesetzt…

…Großes Lob verdient der Staatsopernchor, der in dieser Oper eine Hauptrolle zu spielen hat und sich dabei – den inszenatorischen Mängeln zum Trotz – bestens bewährt.

Viel Applaus im ziemlich vollen Haus und ein einsamer beharrlicher  Buhrufer.

Zum Bericht von Mafred A. Schmid

Wien/ Staatsoper: Unpassend passend
Müde Staatsopern-Wiederaufnahme von „Boris Godunow“.
WienerZeitung.at

„Boris Godunow“ an der Wiener Staatsoper
Wiederaufnahme der Meisteroper, die als Analyse von Unterdrückung, Menschenmanipulation und Machtrausch gerade heute erhellend wirkt
DerStandard.at

Wiener Staatsoper: Boris Godunow. Fotos vom Schlussapplaus (11.5.)

ZU INSTAGRAM mit sieben Fotos

Besetzungsänderung in „Siegfried“ an der Wiener Staatsoper

Anstelle von John Lundgren wird Simon Neal am 12. Mai 2022 den Wanderer in Richard Wagners „Siegfried“ singen.

Simon Neal

Der in England geborene irische Bariton gibt mit dieser Vorstellung sein Debüt im Haus am Ring.

Was John Lundgren betrifft, habe ich bereits unmittelbar nach Erscheinen der „Walküre“-Rezension eine Nachricht eines „Lesers mit Gesangshintergrund“ bekommen: Ich verstehe ja, dass Sie Rücksicht nehmen wollen, insbesondere auf den Merker – Rezensenten – aber es ist schon üble Angewohnheit von Lundgren, wie er sich so seine Gagen erschleicht, dann noch im Nimbus “ Retter der Vorstellung“ – der soll sich Zeit und  neuen Lehrer nehmen, dann kann das auch noch mal was werden , und die WST müsste das ja eigentlich erkennen, oder da gibt es tatsächlich keine Sachkunde.

Nun, die Staatsoper hat nun „Siegfried“ umbesetzt!

TERESA BERGANZA HEUTE VERSTORBEN

María Teresa Berganza Vargas (* 16. März 1935 in Madrid; † 13. Mai 2022 in San Lorenzo de El Escorial[1]) war eine spanische Opernsängerin (Mezzosopran). Sie war insbesondere bekannt für Rollen in Opern von Rossini, Mozart und Bizet und ragte durch ihre technische Virtuosität, ihre musikalische Intelligenz und eindrucksvolle Bühnenpräsenz heraus.

Berlin: Die Frau an seiner Seite
Elisabeth Sobotka wird ab 2024 Berliner Staatsopern-Intendantin. Tonangebend aber bleibt dort weiterhin Daniel Barenboim.
Tagesspiegel.de

Elisabeth Sobotka: Bregenz-Intendantin wechselt nach Berlin
Elisabeth Sobotka leitet ab 2024 die Staatsoper Unter den Linden.
WienerZeitung.at

Ich habe gestern wegen derBerliner Intendantenbesetzung gejubelt, ohne die Situation wirklich zu kennen. Wenn dort Daniel Barenboim weiterhin das Sagen haben soll, verstehe ich Frau Sobotka schon weniger. Aber bis 2024 ist ja noch lang hin!

Wien
Slagmuylder: „Wiener Festwochen sind in einem Generationenwechsel“
Unter dem belgischen Intendanten probt das Festival eine Neuausrichtung. Auch intern wirbelt er gehörig Staub auf. Ein Gespräch zum Festivalbeginn
DerStandard.at

München
Lebhaft, leidenschaftlich, lustvoll: Barrie Koskys Agrippina in München
Musik, die einen im Laufe des Abends immer mehr umfängt, die entspannt und vitalisiert wie ein sprudelndes Duftbad: es ist das Werk eines 24-Jährigen, Georg Friedrich Händels frühe Oper Agrippina. 2019 hat Barrie Kosky für die Bayerische Staatsoper eine Neuinsznierung gestaltet; als Koproduktion war sie inzwischen auch in London, Amsterdam und Hamburg zu sehen
bachtrack.com.de

Am 18. Juni in St. Koloman (südlich von Salzburg: Der Prätorianer, Oder die Zärtlichkeit des Thomas S. – Ein Machtspiel in vier Chatprotokollen

Uraufführung ist am 18.06.2022 auf dem Dorfplatz der 1.800 Einwohner Gemeinde St. Koloman, südlich von Salzburg.

die Chatprotokolle um Kurz und Schmid in Österreich waren irritierend und die Reaktion des Burgtheater Wien war inspirierend.

Wie kam es dazu? Der Hintergrund

Eines Tages waren drei durchaus privilegierte Männer es leid, an Greenwashing oder verlogene Nachhaltigkeit und ungerechte Machtausübung zu glauben und beschlossen ein Unternehmen zu gründen, das tatsächlich Menschen unterstützt, kompromisslos Neues zu schaffen. Ein Unternehmen, das zu einer werthaltig, nachhaltigen Symbiose aus Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt beiträgt.

www.der-praetorianer.at

Zum Kurzvideo

Die Initiatoren: Wir überlegten, wie größtmögliche künstlerische Kraft und bösartigste Albernheit es erleichtern könnten, diesen schmerzhaften Angriff auf die Würde und die Integrität der österreichischen Demokratie etwas erträglicher zu machen. Wie sollte man adäquat auf dieses Spiel von Machtmissbrauch, Gier und jugendlicher Hybris reagieren?

Das Ergebnis? Eine Oper für Sopran, Alt und Tenor, Streichtrio und Akkordeon: Der Prätorianer, Oder die Zärtlichkeit des Thomas S. – Ein Machtspiel in vier Chatprotokollen

Frei nach Michelangelos „Criticare Creando“ (Kritisiere indem du erschaffst), erwecken etablierte und junge Künstler mit viel internationaler Erfahrung „Der Prätorianer“ in St. Koloman an der Tauglerei zum Leben.

Uraufführung ist am 18.06.2022 auf dem Dorfplatz der 1.800 Einwohner Gemeinde St. Koloman, südlich von Salzburg. Erste Informationen zu den teilnehmenden Künstlern und Hintergründen finden Sie auf www.der-praetorianer.at

Peter Godulla

Link dazu: siehe oben

Der Komponist Tristan Schulze ( www.tristanschulze.eu )hat auch bereits Auftragskompositionen für das Theater an der Wien und die Wiener Staatsoper gemacht („Patchwork“ – für die Kinderoper), seit 2020 ist er Chefdirigent der Konzertvereinigung Wien. Seine Werke wurden bei Doblinger und Schott verlegt!

Mit Tristan Schulze hat Dr. Renate Wagner bereits 2017 für den Online-Merker gesprochen:

Tristan Schulze, gebürtig aus Sachsen, seit einem Vierteljahrhundert in Wien ansässig, hat die neueste Kinderoper der Wiener Staatsoper komponiert: „Patchwork“. Er sprach mit uns über die Arbeit in der Walfischgasse, über künftige Projekte und erzählt auch, dass seine Eltern trotz seines prägnanten Vornamens keine Wagnerianer waren…
https://onlinemerker.com/tristan-schulze-ich-bin-ganz-verliebt-in-diese-kinder/

Johannes B.Czernin (Text, Regie und Erzähler
Anita Giovanna Rosati: Rolle Thomas S.
Laura Rieger Rolle: Sebastian K.
Peter Godulla: Rolle „Das fast stumme Gewissen des Sebastian K.“

Das Projekt interessiert mich (jedenfalls mehr als einen Traviata“ irgendwo) und wenn sich die Möglichkeit ergibt, bleibe ich dran!

Tickets:

Live auf dem Dorfplatz ab 5,- Euro

SPIELPLAN 2022/23 DER WIENER VOLKSOPER:

September 2022: DIE DUBARRY (Operette von Carl Millöcker, Tietje; Gloger – 3.Pr./7./9./12./23./27.), LA CENERENTOLA (4.WA/10./11.für Kinder/16./20./25.für Kinder), Omer Meir Wellber & Friends (4.22h), DIE FLEDERMAUS (6./WA/28.), LA CAGE AUX FOLLES (8./19./22.), DIE ZAUBERFLÖTE (14.17./29.)…

Den Jahresspielplan finden Sie in unseren „Infos des Tages“

Warschau
Anstand des zivilisierten Menschen? (Bezahlartikel)
Als Reaktion auf den Krieg Russlands setzt Polen einen Totalboykott russischer Kultur im eigenen Land durch. Sogar russischsprachige Redakteure beim Mickiewicz-Institut wurden entlassen.
FrankfurterAllgemeine.de

New York
Yusif Eyvazov Cancels Metropolitan Opera Performances of “La Bohème’
operawire.com

Buchbesprechung

 

Katrin Unterreiner: „OH, WIE SCHÖN SIE IST!“
SISI, KLEIDER EINER KAISERIN
149 Seiten, Carl Ueberreuter Verlag, 2022 

Kleider machen Leute, sie bestimmen das Bild, das jemand von sich nach außen vermitteln will. Und für Kaiserin Elisabeth von Österreich war klar: Sie wollte die schönste Frau ihrer Zeit sein. Und über mehrere Jahrzehnte hindurch ist ihr das auch gelungen.

Historikerin Katrin Unterreiner, Habsburg-Spezialistin, hat sich nun unter dem Untertitel „Sisi – Kleider einer Kaiserin“ der zielgerecht eingesetzten Garderobe der hohen Dame  gewidmet, was auch teilweise neue Erkenntnisse bringt. Denn wie extrem und „borderline“-mäßig sich Sisi ihrem Körper (inklusive der Haarpracht) widmete, das ist oft behandelt worden. Weniger übrigens der Aspekt, dass sie mit ihrer unglaublichen Schlankheit gegen den Geschmack der Zeit, der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, aufstand. Denn im Gegensatz zum späteren 20. Jahrhundert, wo Modefotografen die anorexischen Models vor die Kamera zerrten und zum Schönheitsideal erklärten, mochte man es damals durchaus eher fraulich-mollig. Sisi hingegen konnte nach ihren eigenen Ansprüchen nicht schlank genug sein – ein Foto mit ihrer „Wespentaille“ zeigt genau, wie sie es darauf anlegte, Erstaunen zu erregen und sich auch als unikat zu zelebrieren.

Was das erhaltene Material  zu Elisabeths Bekleidung betrifft, so ist es eher dürftig. Stoffe halten nicht über eineinhalb Jahrhunderte, manche fürstliche Kleidungsstücke wurden auch an die Kirche weitergegeben und dort zu liturgischen Gewändern umgearbeitet. Was das Buch an Modellen zeigt, ist von einem Salon in Gödöllö nachgeschneidert, der sich darauf spezialisiert hat…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Max Reinhardt Seminar: Kaderschmiede der österreichischen Stars
Das Max Reinhardt Seminar zählt zu den bekanntesten Schauspielinstituten des deutschsprachigen Raums. Jeder scheint es zu kennen, so wie auch jeder Max Reinhardt zu kennen meint: als Magier der Bühne und Josefstadt-Direktor, als Begründer der Salzburger Festspiele und eben auch des Reinhardt-Seminars. Aber was weiß man wirklich, außer dass es ein Institut gibt, aus dem Berühmtheiten wie Peter Alexander, Christoph Waltz und Birgit Minichmayr hervorgegangen sind? Eine Ausstellung gibt nun Aufschlüsse.
https://orf.at/stories/3263874/

Wien
Viererteam leitet künftig Schauspielhaus
In drei Wiener Mittelbühnen werden die Weichen ab der Saison 2023/24 neu gestellt: Ein Viererteam leitet künftig das Schauspielhaus Wien, neu sind auch die Leitungen von Werk X und Dschungel.
https://wien.orf.at/stories/3155991/

Wien
Ein Kollektiv übernimmt das Schauspielhaus
DiePresse.com

Ausstellungen/ Kunst

NFTs von Klimts „Kuss“ verloren an Wert
Vor drei Monaten hat das Belvedere digitale Ausschnitte (NFTs) von Gustav Klimts „Der Kuss“ zum Verkauf angeboten. Laut Berichten wurden bisher aber erst 2.415 von 10.000 aufgelegten Stück verkauft. Zudem verzeichnen die Werkschnipsel einen Wertverlust.
https://wien.orf.at/stories/3155623/

Medien/ TV/ Eurovisions-Song-Contest
Das Finale für Samstag ist komplett
https://orf.at/stories/3265357/

ORF III am Freitag: ESC-Schwerpunkt mit zwei „zeit.geschichte“-Dokumentationen über Udo Jürgens

Außerdem: „Merci, Udo – Das letzte Konzert einer Legende“ =

Wien (OTS) – Am Freitag, dem 13. Mai 2022, steht das Programm von ORF III Kultur und Information ganz im Zeichen des Eurovision Song Contests (Details zu ORF-Übertragungen unter presse.ORF.at). Nach zwei „zeit.geschichte“-Produktionen über Österreichs ersten ESC-Gewinner Udo Jürgens beschließt „Merci, Udo“, das letzte Konzert der Musikerlegende, den Abend.

Zum Auftakt präsentiert ORF III die „zeit.geschichte“-Neuproduktion „Schicksalstage Österreich – Der Song-Contest-Sieg von Udo Jürgens“ (20.15 Uhr). Die Dokumentation zeichnet die Geschehnisse des 5. März 1966 nach, jenem Tag, an dem Udo Jürgens für Österreich den „Grand Prix de la Chanson“ gewann. Neben Wortmeldungen heimischer Stars wie Dagmar Koller oder Peter Kraus zeigt die Produktion außerdem eines der letzten Interviews mit Musiklegende Willi Resetarits, der 1977 mit den „Schmetterlingen“ am Song Contest teilnahm.

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“
Verhandlungen um ukrainische Soldaten in Asowstal gehen weiter: Die ukrainische Regierung setzt ihre Bemühungen um die Rettung der Soldaten im belagerten Stahlwerk Asowstal in Mariupol fort. Kiew habe der Uno und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz das Mandat zu den Gesprächen mit Russland erteilt, die Türkei sei inzwischen als Vermittler dabei. Die Ukraine ist unter anderem bereit, russische Kriegsgefangene für die Verwundeten aus Asowstal auszutauschen. Die Türkei schlug dem russischen Militär laut Medienberichten vor, alle ukrainischen Soldaten aus Asowstal auf dem Seeweg zu evakuieren. Sie sollten dann bis Kriegsende in der Türkei bleiben.
Zu den neusten Entwicklungen
Amerikanischer Senat bestätigt Powell als Chef der Notenbank Fed: Jerome Powell wurde mit grosser Mehrheit für eine weitere Amtszeit bestätigt. Er war im Februar 2018 vom damaligen Präsidenten Donald Trump nominiert worden. Präsident Joe Biden begrüsste das Votum des Senats. «Ich habe deutlich gemacht, dass die Bekämpfung der Inflation meine oberste innenpolitische Priorität ist», erklärte Biden. Mit der Bestätigung habe der Senat einen weiteren Schritt zur Bekämpfung der Inflation gemacht.
Zu den wichtigsten Wirtschaftsmeldungen
Bitcoin unter 30 000 Dollar: Der «Lehman-Brothers-Moment» im Krypto-Markt: Die Kryptowährungen sind im Sinkflug. Das Scheitern des Stablecoins Luna bedroht dabei die ganze Branche. Auch der Bitcoin musste weiter nachgeben. Mit der jüngsten Wertkorrektur hat sich das Argument, der Bitcoin sei ein Inflationsschutz und das neue «digitale Gold», vorerst in Luft aufgelöst. Experten sprechen von einer aktuellen Welle der Bereinigung, wobei Krypto weiterhin eine hoch volatile Vermögensklasse bleibt. Zur Erinnerung: Zu Beginn der Covid-Krise im März 2020 sei der Bitcoin-Kurs fast bis auf 4000 Franken gefallen.
Zum Bericht

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Wiener Magistratsabteilung besitzt Kampfflugzeug
Die Prüfer des Wiener Magistrats haben sich den Fuhrpark der MA 48 (Fuhrpark, Straßenreinigung, Müllentsorgung) angesehen. Und dabei verblüffende Entdeckungen gemacht.

…Bei einer Kontrolle des Fuhrparks der MA 48 (Straßendienst und Abfallentsorgung) fanden sich nicht nur zahlreiche Müllfahrzeuge, sondern auch 38 Oldtimer und Museumsfahrzeuge, ein Kampfhubschrauber, ein Mehrzweckflugzeug und ein Kampfjet. Diese wurden einst nicht als Verteidigungsmaßnahme gegen die damalige schwarz-blaue Bundesregierung angeschafft, sondern zu Schulungszwecken, wurde argumentiert – was die Prüfer nicht überzeugen konnte…
DiePresse.com

Sind diese Prüfer doch kleinlich! Die MA 48 verfügt über große Lagerkapazitäten – und Männer haben eben ausgefallene Hobbies. Vielleicht sind diese Autos dort ja nur geparkt und gehören gar nicht dem Magistrat.  Nicht nur Männer sind „autoverrückt“: Meine Tochter besitzt einen nicht fahrbereiten Oldtimer aus dem „Jahre Schnee“. Der steht in der Garage, das jeweils aktuelle Auto dafür auf dem Straßenparkplatz. Ist doch viel praktischer!

Apropos Straßenparkplatz. Dazu gibt es eine unglaubliche Geschichte. Ein aus der Ukraine nach Wien Geflüchteter tat dies mit einem Tesla der Super-Preisklasse. Eines Tages stand dieses Auto genau vor der Einfahrt des Hauses, in dem sich die Online-Galerie befindet. Nun brauche ich diese Einfahrt eigentlich nicht (mein Auto steht in einer Garage, die mich 100 Euro im Monat kostet), also habe ich zwei Tage lang nicht reagiert. Nach Verstreichung der Frist fühlte ich mich provoziert und rief die Polizei. Die wollte mir ein Strafmandat für den Parksünder einreden. Nun bin ich auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen und weiß daher, dass nach einem Strafmandat das Auto nicht mehr abgeschleppt werden darf (doppelte Bestrafung ist rechtswidrig“). Der Trick zog bei mir nicht, ich war ob des Täuschungsversuchs verärgert und bestand nun auf Abschleppung des Autos. Daraufhin großes Konzilium, denn Autos mit ukrainischen Kennzeichen genießen noch bis Monatsende einen Sonderschutz des Bürgermeisters. Die „Königsidee“ bestand dann darin, dass nicht ein Abschleppauto kam (das wäre verrechnungstechnisch dem Ukrainer anzulasten gewesen), sondern die Feuerwehr. Die hievte dann das Auto auf unser aller Kosten auf einen freien Parkplatz. So macht man das in Wien!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

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