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13. MAI 2021 – Christi-Himmelfahrt)

13.05.2021 | Tageskommentar

Die Bayerische Staatsoper öffnet heute (20,15 h)  nach mehr als einem halben Jahr ohne Saalpublikum, wieder ihre Pforten für Zuschauerinnen und Zuschauer.

Auf dem Programm steht eine konzertante Vorstellung des ersten Aufzugs von Richard Wagners Die Walküre. Bis Ende Mai folgen eine weitere Walküre, Vorstellungen des Bayerischen Staatsballetts, die Wiederaufnahme von Franz Lehárs Operette Schön ist die Welt und am 23. Mai die Premiere der Neuproduktion von Aribert Reimanns Lear.

DIE WALKÜRE – live und auf STAATSOPER.TV

Die erste Vorstellung der Walküre (1. Akt) am 13. Mai wird sowohl für Saalpublikum, als auch per Live-Stream auf STAATSOPER.TV stattfinden. Es singen Lise Davidsen (Sieglinde), Jonas Kaufmann (Siegmund) und Georg Zeppenfeld (Hunding). Am Pult des Bayerischen Staatsorchesters steht Asher Fisch.
Der Stream auf STAATSOPER.TV ist die insgesamt 40. Übertragung der Saison, mit dem die Staatsoper die 1-Million-Marke an Abrufen erreichen wird. Ab dem 15. Mai, 19 Uhr steht ein Video-on-Demand der Vorstellung zur Verfügung, ein 24-Stunden-Ticket kostet EUR 9,90.

Erlebnisse in Test-Zeiten:

Klaus Billand schreibt: Ich habe, da ich grade am Ammersee bin, noch im letzten Moment eine recht teure Karte für diesen 1. Aufzug der „Walküre“ übers Internet ergattert. Aber dann ging es los. Ein Anruf beim Besucherservice der Staatsoper machte klar, dass ich einen negativen Antigen-Test brauche. So machte ich ihn um 17h gestern hier in der Nähe. Um 20:15 h kam dann eine Mail von der Staatsoper mit langen Hinweisen für den Besuch der Vorstellung im Hinblick auf die Corona-Bedingungen, also genau 24 Stunden vor Beginn. Darin stand, dass der Antigentest max. 24 Stunden (!) alt sein darf. Meiner ist aber nun 27 Stunden alt, und heute ist Feiertag. So sehe ich mich also heute vor der Vorstellung genötigt, einen weiteren Test zu machen, der von der Staatsoper auch angeboten wird, da der um drei Stunden zu alte möglicherweise nicht angenommen wird. Also ein weiteres Mal das angenehme Würgen in der Nase mit diesem langen Stäbchen. Ich war natürlich fest davon ausgegangen, dass, wie bei allen meiner bisherigen Tests, etwa sieben, die Mindestlaufzeit 48 Stunden ist. Ich werde es dennoch mit dem 27-Stündigen versuchen. So kann man sich irren, wenn man in die Oper will…

International Opera Awards 2021 Preisträger und Nominierte 2020/21
https://de.wikipedia.org/wiki/International_Opera_Awards_2021

Ich bin verwirrt, denn für 2020/2021 kann man vor Abschluss der Saison 2021 keinen Preis vergeben. Also muss 2019 miteinbezogen worden sein – und da relativiert sich die „gmahte Wiesn“ für Preisträger doch erheblich. Wie dem auch sei – über den Status einer Spielerei kommen die Preise nicht hinaus.

Apropos „verwirrt“:  Ein Journalist, der gerne Operndirektor wäre, verheddert sich.

Soll ein Journalist nur berichten, kommentieren – oder soll er versuchen, Meinungen zu beeinflussen? Es kommt auf den Journalisten an – sage ich mal! Karl Löbl wäre ebenso wie Franz Endler gerne Operndirektor geworden, Heinz Sichrovsky hat biologisch sogar noch die Chance dazu.

Dazu müsste er aber seine Gedanken ordnen und Denkfehler raschest und noch vor Drucklegung ändern. Ich gebe zu, dass ich auch im ersten Moment etwas erstaunt und verärgert war, als ich ich von der Thielemann-Nichtverlängerrung bei gleichzeitig erfolgter Theiler-Verlängerung gelesen habe, bin dann allerdings „hellsichtig“ geworden und habe bewerkt, dass die Verträge nun gleichzeitig enden.  Herr Sichrovsky hat das zumindest bis jetzt (13.5. vormittags) nicht gemerkt (Zitat: Und jetzt geht also Thielemann, während Theiler bleibt. Das ist so widersinnig, als fiele die Entscheidung zwischen Schloss Belvedere und einem Gartencenter zugunsten des letztgenannten) und reklamiert Christian Thielemann für die Wiener Staatsoper. Ob Bogdan Roscic für den Rat dankbar ist, weiß ich nicht, bezweifle es sogar.

Aber so sind sie eben, die Journalisten in Verkennung ihrer Macht und Möglichkeiten. Sichrovsky mahnt schon Verständnis für Thielemanns Meriten beim derzeitigen Musikdirektor der Wiener Staatsoper ein und wagt sogar einen kühnen Blick in die Zukunft:  An Jordan ist es jetzt, Format auch jenseits des Pults zu zeigen und das Chefrepertoire unter Augenhohen zu teilen. Im Herbst 2025 tritt, wenn nicht derweil ein bildungsferner Vandale das Kunstministerium besetzt, Bogdan Roscic seine zweite Amtszeit an.

Hurra, Thielemann ist frei für Wien!
Die großen Operndirigenten sind rar wie nie, und Dresdner und Salzburger Unverstand treibt uns einen der allergrößten zu. Die Chance sollte ohne Verzug genutzt werden.
https://www.news.at/a/thielemann-frei-fuer-wien-12036692

Bis 2025 ist noch lange hin, die Meyer-Auslastungszahlen kann Roscic (pandemierbedingt unverschuldet) in den kommenden Jahren gar nicht mehr aufholen und das Verhalten der Opernbesucher wird sich vermutlich auch ändern – damit womöglich sogar der Stellenwert der Staatsoper. Wer weiß, ob Roscic dann überhaupt noch interessiert ist?

Manuel Brug schreibt kenntnisreich und glaubt, dass Roscic Thielemann für Wien umwerben wird. Gar so sicher wäre ich da nicht, wer lässt schon gerne einen Problemboy näher als unbedingt nötig an sich heran?

Was wird da werden? Spekulationen über Christian Thielemann und Dresden – Brugs Klassiker

Ministerin erklärt Opern-Reform: „Semperoper soll sich stärker mit Sachsens Regionen verbinden2
https://www.tag24.de/dresden/kultur-leute/ministerin-barbara-klepsch-erklaert

Ein nett verpackter Rauswurf: Thielemann vor dem Aus in Dresden
Die Staatskapelle und die Semperoper in Dresden brechen in die Zukunft auf – ohne Dirigent Christian Thielemann.
Münchner Abendzeitung

Thielemann in Dresden: Ohne Zukunft
Die Verträge des Chefdirigenten Christian Thielemann und des Intendanten Peter Theiler an der Semperoper Dresden sollen 2024 enden. Die Regierung Sachsens hat eigene Pläne. Auf die jetzige Führung wirft sie damit kein gutes Licht.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/thielemann-in-dresden-ohne-zukunft-17337117.html

Mittlerweile gibt eseine Petitition, die einen Verbleib Thielemanns in Dresden zum Ziel hat

Der Link ist http://chng.it/sdrgd2RwjT

Was ist mit Thielemann und Bayreuth? Monika Beer vom Richard Wagner-Verband Bamberg hat recherchiert. Mehr darüber morgen!

Mailand
Jubel um Muti und die Wiener Philharmoniker an der Scala
Salzburger Nachrichten

Muti und die Wiener an der Scala
https://www.diepresse.com/5978866/muti-und-die-wiener-an-der-scala

Italien
Zwischen Neustart und Existenzangst
An Theatern und in Konzertsälen wie der weltberühmten Mailänder Scala dürfen wieder Aufführungen mit Besuchern stattfinden, wenn auch unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Anders sieht es an kleinen Häusern aus: Dort wächst vor den Eingängen sprichwörtlich das Gras und die Pforten bleiben zu. Das finanzielle Risiko für eine Produktion ist einfach zu groß – zum Leidwesen der Schauspielerszene.
BR-Klassik.de

Salzburg
Pfingstfestspiele: Probenbesuch beim Regisseur des Jahres
Mitten in die Probenarbeit zum Händel-Oratorium bei den Salzburger Pfingstfestspielen platzte am Montag eine freudige Nachricht: Regisseur Robert Carsen wurde im Rahmen der „International Opera Awards 2020“ als Bester seiner Zunft geehrt.
https://www.krone.at/2411721

Mannheim/ Nationaltheater: „Hippolyte et Aricie“ von Rameau. Stream

Sophie Rennert (Phèdre). Copyright: Christian Kleiner

Hippolyte et Aricie“ ist Rameaus erste Oper, die er aber erstaunlicherweise erst im Jahre 1733 im Alter von 50 Jahren schrieb. Sie ist ein reifes Werk, das er nur mit Hilfe eines Mäzens veröffentlichen konnte. Sie löste allerdings Meinungsverschiedenheiten aus. Rameau wurde aber von Ludwig XV. zum Compositeur de chambre ernannt.

Die Inszenierung von Lorenzo Fioroni (Bühne: Paul Zoller, Loriana Casagrande; Kostüme: Katharina Gault) lässt deutlich Bezüge zur damaligen Zeit erkennen – doch zwischen den Rokoko-Fassaden blitzt immer wieder die Gegenwart auf. Plötzlich betreten auch Demonstranten die Bühne, die auf die kommende Revolution schon hinweisen. Man liest sogar den „Figaro“. So sieht man zwischen goldenen  Kutschen und einem sich wie ein Mensch bewegenden Pferd auch ein Auto hereinfahren…

Zum Bericht von Alexander Walther

ZUM STREAM 2 Stunden/ 16 Minuten

Die Saison 2021/2022 im Festspielhaus St. Pölten – VIDEO

 Reflexionen über die Vielstimmigkeit der Welt und der Kunst 

Wien/St. Pölten (OTS) – Das Festspielhaus St. Pölten feiert in der Saison 2021/2022 sein 25-jähriges Bestehen. Der aufsehenerregende Theaterbau des Grazer Architekten Klaus Kada wurde am 01. März 1997 mit dem Tonkünstler-Orchester unter der Leitung von Fabio Luisi eröffnet. Auf dem Programm stand Gustav Mahlers 2. Symphonie.

Eva Schlegel und Brigitte Fuerle im Atelier. Copyright: Martina Thaler

Monumentale Musik Mahlers erklingt nun auch in der Jubiläumssaison im Rahmen einer Auftragsproduktion. Co-kuratiert von der Mahler Foundation konzipiert Brigitte Fürle in ihrer neunten und letzten Saison als Künstlerische Leiterin am Festspielhaus die Uraufführung des szenischen Konzerts Das Lied von der Erde/Song of Le Moana, einem visuell und musikalisch eindringlichen Appell zur Krise des Klimas und unseres brennenden Planeten. Der renommierte samoanische Regisseur und Choreograf Lemi Ponifasio verbindet in der Uraufführung am 26. Februar 2022 Mahlers abendländischen Abschiedsgedanken mit ozeanischen Feiern des Lebens. Die Tonkünstler spielen unter der Leitung von Hans Graf. Ebenfalls als Auftragsproduktion kommt am 12. November 2021 Von Luft und Liebe – eine Opernverführung als Uraufführung auf die Festspielhaus-Bühne. Kunstpfeifer und Puppenspieler Nikolaus Habjan erforscht mit Arzt und Autor Paulus Hochgatterer sowie den Tonkünstlern unter der Leitung von Stefan Gottfried Abgründe und Glücksgefühle, Triumphe und Abgesänge der Liebe.

Ausführliche Informationen finden Sie unter folgendem [LINK] (https://www.ots.at/redirect/festspielhaus1).

  Video(s) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalvideo-Service sowie im OTS-Videoarchiv unter http://video.ots.at

St. Pölten
Festspielhaus wird wieder international
Das Festspielhaus öffnet am 20. Mai wieder seinen kulturellen Pforten. Am Dienstag wurde das Programm für die Jubiläumsspielzeit 2021/22 bzw. 25 Jahre Festspielhaus präsentiert. Die hochkarätigen Produktionen bringen Künstler aus fast allen Kontinenten.
https://noe.orf.at/stories/3103416/

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 13. – 19. MAI 2021

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

 

13.5. IL RITORNE D’ULISSE IN PATRISA (aus London, Aufnahme v. 19.1.2018) BBC 3-15 Uhr
L’ORFEO (aus Nürnberg, Aufnahme v. 2.10.2020) Bayern 4-20.05 Uhr
15.5. ROBERTO DEVEREUX (aus New York, Aufnahme v. 16.4.2016) RNE Classica Madrid-19 Uhr
SCHUBERTS REISE NACH ATZENBRUGG (aus München, Aufnahme v. 30.4.) Deutschlanradio-19.05 Uhr
TANNHÄUSER (aus London, Aufnahme v. 21.5.2016) ORF Ö1-19.30 Uhr
DIE FRAU OHNE SCHATTEN (aus New York, Aufnahme v. 20.11.2013) BBC 3- 19.30 Uhr
RUSALKA (aus New York, Aufnahme v. 8.2.2014) Bayern 4, HR 2-20.04 Uhr
THAIS (aus Wien, Aufnahme v. 21.1.) RAI 3-22 Uhr

Seattle Opera announces 2021/22 seasona return to live, in-person performances

Copyright: Seattle Opera

 La bohème
Orpheus and Eurydice
Blue 
The Marriage of Figaro
Plus a special recital by Lawrence Brownlee

 McCaw Hall and The Opera Center

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

DIE LEGENDÄRE BESTUHLUNG DES BURGTHEATERS: EIN STÜCK THEATERGESCHICHTE FÜR ZUHAUSE

Burgtheater-Bestuhlung. Copyright: Marcella Ruiz-Cruz

Die legendäre Bestuhlung des Burgtheaters hat dem Publikum während der vergangenen 35 Jahre gute Dienste erwiesen. Abend für Abend haben die Sessel jene Menschen getragen, die mit dem Ensemble gelacht, gelitten und gefiebert haben. Nun wird es Zeit, diese Sessel in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken: Im Cercle, im Parterre und im Parkett des Zuschauerraums im Burgtheater werden für die Saison 2021/22 neue Sessel eingebaut – für einen deutlich verbesserten Sitzkomfort.

Mit den alten Theatersesseln bietet das Burgtheater jetzt ein Stück Theatergeschichte für zuhause: Mit einer finanziellen Unterstützung (Paket I-III) ist eine Reservierung eines ganz persönlichen Burgtheater-Sessels ab sofort möglich; alle Sessel sind mit einem entsprechenden Zertifikat des Burgtheaters versehen.

Reservierungen sowie weitere Informationen unter foerderer@burgtheater.at. Die Abholung der Sessel (jeweils H 94 x B 65 x T 44 cm) erfolgt nach Vereinbarung mit dem Burgtheater.

Unterstützungspaket I mit Bank mit drei Sesseln: € 2.800,-*
Unterstützungspaket II Bank mit vier Sesseln: € 3.700,-*
Unterstützungspaket III Bank mit fünf Sesseln: € 4.500,-*

*zuzüglich 10% USt auf die anteilige geldwerte Leistungen iHv. 30%. Der überwiegende Teil Ihrer Unterstützung kann spendenbegünstigt geltend gemacht werden. Mit diesem Unterstützungspaket zur Erneuerung des Burgtheaters kann ein Großteil der Summe spendenbegünstigt geltend gemacht werden.  Bei Interesse können auch Patenschaften für neue Theatersessel übernommen werden; Informationen diesbezüglich ebenfalls unter foerderer@burgtheater.at.

Reichenau
Künstler wollen Festspiele Reichenau nach Absage klagen
38 von 41 Ensemble-Mitgliedern kündigten Gang zum Arbeitsgericht an, das Intendantenehepaar Loidolt wehrt sich.
Wiener Zeitung

Da fallen bemerkenswert offene Worte. Die Loidolts waren bekannt dafür, gut zu zahlen (Jürgen Wilke auf die Frage, warum er in Reichenau eine ganz kleine Rolle gespielt hat „Was glaubst, was die zahlen!), nun sollen sie von den bislang reich Beschenkten verklagt werden. Das ist undankbar, aber nicht verwunderlich.

Der „Revolutionssprecher“ sagt nachträglich, dass die Künstler auch zu mehr Vorstellungen (um gleiches Geld) bereit gewesen wären, aber beweist damit, dass er von der Realität Lichtjahre entfernt ist. Mehr Vorstellungen wären nicht „auszuverkaufen“ gewesen, die Situation insgesamt hat sich verändert. Im Klartext: Mehr als bei halber Besetzung gekommen wären, wollten die Mimen gar nicht sehen. Die Menschen misstrauen einander betrachten den Nachbarn als Gefährder (ob nun mit oder ohne Impfung), das ist der größte Kollateralschaden, der angerichtet werden konnte! Dem haben die Loidolts Rechnung getragen. Die Auslastungszahlen bei halber „Bestuhlung“ der Wiener Staatsoper abseits der Netrebko-Show“ werden in den nächsten Tagen ein Thema sein, auch die jeweils 900 Plätze (weniger als 50 % des Fassungsvermögens“ für die „Serafin-Macbeth’s entspringen in vielen Fällen einem Irtum der Käufer, die glaubten, die große Diva gebucht zu haben) ändern nichts daran, dass unter diesen Bedingungen die Musentempel nicht gestürmt werden, weil eben keine Normalität herrscht  (erst gestern schrieb ich, dass der Mensch nicht mit einer Maske vor dem Mund geboren wird).

Das Thema wird uns weiter beschäftigen!

WIEN / Oberes Belvedere: BESSERE ZEITEN?
WALDMÜLLER UND DAS WIENER BIEDERMEIER
Vom 12.. Mai 2021 bis zum 27. Februar 2022

Genaues Hinsehen erbeten

 

„Biedermeier“ ist der zwiespältig rezipierte Begriff für die Epoche zwischen dem Wiener Kongress 1814/15 und der Revolution von 1848. Fraglos konstatiert man die Hochblüte der Künste in einer Zeit politischer Repression. Man malte, komponierte, dichtete auf höchstem Niveau – und in scheinbarer bürgerlicher Harmonie. Das wurde lange als „echt“ genommen und als nostalgische Ideal-Welt begriffen. Man hat es mittlerweile aber auch tausendfach als Verlogenheit verdammt. Liegt das, was „Biedermeier“ wirklich war, nur im Auge des Betrachters – oder müsste man genauer hinsehen? Dazu jedenfalls lädt die Ausstellung im Oberen Belvedere unter dem Titel „Bessere Zeiten? Waldmüller und das Wiener Biedermeier“ ein.

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

Oberes Belvedere, Prinz Eugen-Straße 27, 1030 Wien
BESSERE ZEITEN?
WALDMÜLLER UND DAS WIENER BIEDERMEIER

Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr

Ausstellungen/ Kunst

„Kunst gibt dir den Knacker“: Jonathan Meese im Interview
Der Gesamtkunstwerker, 1970 in Japan geboren, stellt in Wien aus – und feiert den 100. Geburtstag von Joseph Beuys
https://kurier.at/kultur/kunst-gibt-dir-den-knacker-jonathan-meese-im-interview/401379065

Deutschland
Superwahljahr 2021: Perspektiven für die Kultur?
In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben die Landtagswahlen für die Kultur zu unterschiedlichen Ergebnissen in den Koalitionsverträgen geführt. Während der Landesmusikrat Baden-Württemberg den neuen Koalitionsvertrag als starkes Zeichen für die Musik bewertet, übt der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz Kritik am künftigen Ressortzuschnitt für die Kultur sowie an nicht eingehaltenen Wahlversprechen.
https://www.nmz.de/kiz/nachrichten/superwahljahr-2021-perspektiven-fuer-die-kultur

Wenn Journalisten Firmen beraten
Unternehmen investieren viel Geld in ihre öffentliche Darstellung. Beraten werden sie auch von Journalisten. Doch wo beginnt die Grenze zur Unvereinbarkeit?
https://www.diepresse.com/5978653/wenn-journalisten-firmen-beraten

Gefährliches Terrain. Ich kann nur von mir sprechen: Ich bin vom neuen Aufdecker der Nation enttäuscht. Er traut sich zwar die Regierung, nicht aber seine Frau kritisieren. Angeblich soll das in vielen Ehen so sein!

Haben Sie einen schönen Feiertag!

A.C.

 

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