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13. JÄNNER 2021 – Mittwoch

13.01.2021 | Tageskommentar

Ein rührendes Bild: Wienerin geigte nach negativen Corona-Test in der Wiener Stadthalle auf! Foto: Michael Sellner/ Bundesheer

Ständchen nach dem Anstellen: Besondere Ehre für die freiwilligen Helfer beim Wiener Massentest in der Stadthalle. Nachdem zwei Wienerinnen negativ getestet wurden, spielte eine der musikalischen Schwestern Emma und Phyllis B. den Anwesenden ein Dankeslied auf der Geige vor. Das Bundesheer wiederum bedankte sich für die besondere Wertschätzung der beiden Frauen in einem Facebook-Posting

Wien
Wienerin geigte bei Massentests auf
Eine Wienerin zeigte sich beim Massentest in der Stadthalle gestern von ihrer besten „Saite“: Nach dem negativen Test packte sie ihre Violine aus.
https://www.heute.at/s/wienerin-geigte-bei-massentests-auf-100122030

Österreich
Nächster Anlauf für die Öffnung
Pläne für „Eintrittstests“ vor der Umsetzung. Kulturbetreiber sind spielwillig, befürchten aber Barrieren.

Spätestens seit diesem Winter können Kulturveranstalter die Leiden des Sisyphos nachfühlen. Mehr als einmal stellte die Regierung den Bühnen eine Öffnung in Aussicht, wälzten die Intendanten daraufhin Pläne, mussten diese aber wieder verwerfen. Noch unlängst hieß es, die Häuser dürften ab 18. Jänner wieder spielen – unter der Prämisse, dass die Termine nachmittags stattfinden (wegen der abendlichen Ausgangssperren) und das Publikum einen negativen Corona-Befund mitbringt. Dieses „Freitesten“ stieß dann aber auf so breite Kritik, dass die Opposition die Pläne zu Fall brachte und der allgemeine Lockdown (vorerst) bis 24. Jänner andauert.
Wiener Zeitung

Mittlerweile ist sich die Politik auch nicht so einig. Die Regierung hat sich die Zustimmung der größten Oppositionspartei vermeintlich gesichtert, damit der Bundesrat den Nationalratsbeschluss nicht blockiert. Die SPÖ hat eingewilligt, weil die Gastronomie von dem Testnachweis ausgeklammt werden sollte. Nun scheint wieder alles anders, die Grünen scheinen an der Gastronomiehürde zu beharren. Deshalb wird die SPÖ vorerst nicht zustimmen, es sei denn, man einigt sich doch noch. Österreich wird zum „Chaosreich“

Neues Gesetz zum „Reintesten“: Grüne und SPÖ streiten um die Gastronomie
Vor der Sitzung des Gesundheitsausschusses gehen die Emotionen hoch: SPÖ will explizite Ausnahme für die Gastro, Grüne wollen sich die Option offenhalten.
Kurier

Gesetz zu „Eintrittstests“: Warum die SPÖ noch abspringen könnte
In der aktuellen Gesetzesvorlage, die dem KURIER vorliegt, ist der Handel vom „Reintesten“ ausgenommen, die Gastronomie nicht.
Kurier

Lederer sucht das Gespräch. Kommt jetzt der Probenstopp für Berlins Bühnen?
Die Theater sind geschlossen, die Proben gehen weiter. Noch ist dies unter Auflagen erlaubt, doch Kultursenator Klaus Lederer (46, Linke) denkt über einen Probenstopp nach.

…Die Deutsche Oper hat ihre „Siegfried“-Premiere in den April verlegt, plant aber Ende Januar, mit den Arbeiten an „Francesca da Rimini“ (Premiere 14. März) zu beginnen. Dietmar Schwarz, Intendant der Deutschen Oper: „Wir gehen davon aus, dass wir vor März nicht aufmachen. Deshalb proben wir im Augenblick gar nichts. Wir würden dann aber gern Proben mit Testungen möglich machen.“

Besondes hart würde ein Stopp das Staatsballett treffen. Ohne regelmäßiges Training büßen Tänzer an Qualität und Können ein. Noch wird deshalb solo geprobt und in kleinen Gruppen mit bis zu 14 Tänzern trainiert…

https://www.bz-berlin.de/kultur/kommt-jetzt-der-probenstopp-fuer-berlins-buehnen

Wiener Staatsoper: Anna Pirozzi ist in Wien für die „Nabucco“-TV-Vorstellung (24.1. – Domingo-Geburtstag)

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Ein gespenstisches Bild, Anna Pirozzi in dermenschenleeren Innenstadt vor der Oper. Sie wird lediglich in einer Vorstellung die Abigaille in „Nabucco“ singen, sozusagen zu Ehren von Placido Domingo. Das Fernsehen will die Vorstellung am 24.1., Domingo Geburtstag, ausstrahlen. Um die weiteren Vorstellungen fällt Frau Pirozzi um. Ich gehe aber davon aus, dass sie ihr Geld dennoch bekommt. Schon lange habe ich nichts vom „Elementarereignis“ gehört!

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Ildar Abdrazakov singt „Boris Godunow“ in Moskau

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Ildar Abradzakov machte gestern sein Debüt als Boris in einer Inszenierung aus dem Jahr 1948

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Der Spätstarter
Dem Bariton Renato Bruson zum 85. Geburtstag
„Ich lehne Partien ab, die viel Schreien verlangen.“ Deswegen hat Renato Bruson auch schon relativ früh von einer seiner Paraderollen, dem Scarpia in Puccinis „Tosca“, zur Seite gelegt. Als nobler Stilist hat er sich im Sängerolymp verewigt, vor allem in zentralen Partien von Giuseppe Verdi: als Renato im „Maskenball“, als Rodrigo im „Don Carlo“ und als Macbeth, als Vater in „Luisa Miller“ und als Simon Boccanegra. Vor zehn Jahren hat er sich von seinem Publikum verabschiedet, das ihn auch in München immer wieder gefeiert hat. Am 13. Januar wird Renato Bruson 85 Jahre alt.
https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/bariton-renato-bruson-saenger-85-geburtstag-portraet-100.html

Studie: mindestens 50% der Plätze im Konzerthaus Dortmund belegbar
m Auftrag des Konzerthaus Dortmund haben das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut am Standort Goslar und die Messtechnik-Firma ParteQ die räumliche Ausbreitung von Aerosolen und CO2 in einem Konzertsaal experimentell untersucht. Die Studie erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt und Hygieneexperten. Es ist die erste veröffentlichte Studie, die das Ziel verfolgt, experimentelle Daten zur Beurteilung einer möglichen Corona-Ansteckungsgefahr bei Besuchen von Konzerthäusern zu gewinnen.
https://orchesterland.wordpress.com/2021/01/11/aktuelle-aerosol-studie-mindestens

Eine ganz traurige Geschichte über einen kleinen Helden. Ruhe in Frieden!

 

https://www.facebook.com/92723147978/posts/10158136881852979/?sfnsn=mo

Die letzten Beiträge von Max gingen unter die Haut, denn er hatte den Mut, klare Worte für seine Gefühle zu finden. „Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr. Ich will endlich, dass alles vorbei ist. Es dauert doch schon so lange“, hast du geschrieben, lieber Max.😔
Ja, du hast uns gezeigt, was kämpfen eigentlich bedeutet. (Auszug aus Facebook)

Das ist ein wahres Drama, wenn man in diesem Alter diese Welt bereits wieder verlassen muss, ohne wirklich gelebt zu haben. Ist da die Jammerei von Menschen, die ihr Leben bereits gelebt haben, berechtigt? Auch ich habe mein Leben gelebt und hätte gerne mit dem jungen Mann getauscht: mein Leben für seines! Das ist leicht hingesagt, weil es gar nicht möglich ist – aber so ein Schicksal sollte uns zu denken geben. Wenn es denn so weit sein sollte, werde ich sicher nicht um dieses Leben winseln, sondern dankbar sein, dass ich es relativ lange leben durfte! Ich will auch sicher nicht dafür verantwortlich sein, dass nachfolgende Generationen zu meinem fragwürdigen Schutz viele Jahre lang die Rechnung zu begleichen haben.

MERKBLATT FÜR EMPFÄNGER UND BETREUER ZULASSUNG FÜR DIE VERWENDUNG IN NOTFALLSITUATIONEN (EUA) DESPFIZER-BIONTECH COVID-19-IMPFSTOFFES ZUR VORBEUGUNG DER CORONAVIRUSERKRANKUNG 2019 (COVID-19)FÜR PERSONEN AB 16 JAHREN

Ihnen wird der Pfizer-BioNTech COVID-19-Impfstoff zur Vorbeugung der Coronaviruserkrankung (COVID-19) verursacht durch SARS-CoV-2 angeboten. Dieses Merkblatt enthält Informationen, um Ihnen zu helfen, die Risiken und Vorteile des Pfizer-BioNTech COVID-19-Impfstoffes zu verstehen, den Sie aufgrund der derzeitigen COVID-19-Pandemie erhalten.

Der Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff ist eine Impfung und kann Sie davor schützen COVID-19 zu bekommen. Es gibt keinen von der FDA (US-Nahrungsmittel- und Arzneimittelüberwachungsbehörde) zugelassenen Impfstoff zur Vorbeugung gegen COVID-19.Lesen Sie dieses Merkblatt als Information über den Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff. Sprechen Sie mit dem Anbieter der Impfung, wenn Sie Fragen haben. Es ist Ihre Entscheidung, den Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff zu erhalten.

Der Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff wird als eine Reihe von 2 Dosierungen im Abstand von 3 Wochen in den Muskel verabreicht.Der Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff kann nicht jeden schützen. Dieses Merkblatt wird womöglich aktualisiert. Für das neueste Merkblatt gehen Sie bitte auf www.cvdvaccine.com.

Lesen Sie einmal die Fragen durch, auf die sie Antwort geben sollen. Welcher Arzt wird diesen Fragebogen eingehend studieren? Das ist gar nicht möglich und dem Arzt gar nicht zumutbar. Eigentlich ist das auch gar nicht zwingend, denn der „Impfling“ muss unterschreiben, dass er das Merkblatt genau gelesen hat und es nach dessen Lektüre sein ausdrücklicher Wunsch ist, sich impfen zu lassen. Das Risiko liegt also beim Patienten – erstens sowieso und zweitens noch doppelt und rechtlich abgesichert!

Besitzverhältnisse des Bayreuther Festspielhauses (Anlass sind die Änderungswüsche der Frau Minister Dr. Monika Grütters)

Heinrich Schramm-Schiessl hat den Stiftungsvertrag aus dem Jahr 1973 für uns ausfindig gemacht.

Stiftungsurkunde der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth (vom 2.5.1973)

Zur dauernden Erhaltung der Voraussetzungen für die Durchführung der Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele, zur Pflege des künstlerischen Nach-lasses von RichardWagner und des Verständnisses seiner Werke sowie zur Förderung der RichardWagner-Forschung errichten
1. Frau Winifred Wagner,
Bayreuth, Wahnfriedstraße, Siegfried-Wagner-Haus
2. Frau Friedelind Wagner,
Nußdorf am Bodensee, Zur Forelle 4
3. Frau Verena Lafferentz, geb. Wagner
Nußdorf am Bodensee, Zur Forelle 4
4. Herr Wolfgang Wagner,
Bayreuth, Festspielhügel
5. die Abkömmlinge von Herrn Wieland Wagner
a) Fräulein Iris Wagner
b) Fräulein Nike Wagner
c) Frau Daphne Proksch, geb. Wagner
d) Herr Wolf-Siegfried Wagner
zu a) bis d): Keitum/Sylt, Haus Wieland Wagner
6. die Bundesrepublik Deutschland,
vertreten durch den Bundesminister des Innern
7. der Freistaat Bayern…

u.s.w

Den Vertrag in voller Länge können Sie in unseren „Infos des Tages“ lesen. Für Juristen oder juristisch Begabte ist der Vertrag sicher sehr interessant

GRAND THEATRE DE GENEVE: Aufgrund der Pandemie wird die Oper Pelléas et Mélisande auf RTS, OperaVision und GTG digital ausgestrahlt

 

Die grandiose Inszenierung der Oper Pelléas et Mélisande von dem Trio Sidi Larbi Cherkaoui, Damien Jalet und Marina Abramović, eines der Highlights der Saison 2020-2021, wird am 18. Januar live auf Grand Théâtre Digital, der Website von Radio Télévision Suisse (RTS), und anschliessend zeitversetzt auf OperaVision und RTS Fernsehen übertragen. Die Aufnahme dokumentiert diese bahnbrechende Produktion unter der Leitung von Dirigent Jonathan Nott und der Regie von Filmemacher Andy Sommer und hält den Kontakt mit den Zuschauern trotz der Covid-19-Pandemie.

Buchbesprechung

 

Klaus Trost : DOSTOJEWSKI UND DIE LIEBE
Zwischen Dominanz und Demut
Verlag tredition, 420 Seiten, 2020

Nicht nur Dante und Proust, Flaubert und Ludwig Thoma, Wolfgang Borchert und Dürrenmatt: 2021 ist auch Dostojewski-Jahr, vor 200 Jahren wurde er geboren, knapp 60 Jahre später ist er gestorben. Dass er mit Werken wie „Schuld und Sühne“, „Der Idiot“, „Die Dämonen“ und „Die Brüder Karamasow“ nicht nur in der russischen, sondern in der Weltliteratur einen vorderen Platz einnimmt, ist unbestritten. Bestritten hingegen wurde immer wieder seine extrem schwierige Persönlichkeit.

Nun gibt es einige Biographien über Dostojewski, jene, die Andreas Guski 2018 im Beck Verlag herausgebracht hat, ist nicht nur in ihrer Ausführlichkeit exzellent. Klaus Trost – es ist sein erstes Buch, das auf langjähriger Beschäftigung mit dem Dichter basiert – nimmt sich nun einen Teilaspekt her. Es geht ihm um Dostojewski und die Liebe, sprich: konkret um die Frauen, die in seinem Leben durch- oder vorbei marschierten (da ist er offenbar enorm gründlich), aber sein Thema ist auch grundsätzlich  die Einstellung des Dichters zur ganzen Problematik, theoretisch und praktisch…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Tirol
Verdacht auf Virusmutation bei britischen Skilehrern in Tirol
Briten, die als Skilehrer in Jochberg arbeiten sollten, haben am 3. Jänner erste Symptome gezeigt, so das Land Tirol. Auch im Bezirk Kufstein gibt es auffällige PCR-Tests
Der Standard

Wer hat denn da schon wieder gemurkst bzw. seine Verbindungen spielen lassen. Großbritannien ist vieles, aber keine Skination. Trotzdem gibt es dort Skilehrer – zumindest „angehende“. Die wollten wir Österreicher missionieren und haben sie nach Jochberg geschleppt, um ihnen das Schifahren zu lehren.  Jetzt haben wir dort – und leider nicht nur dort – ein Problem. Aber es wird natürlich keine Schuldigen geben. „Gottes Wille“ eben im Heiligen Land Tirol!

Merkel tätigt Hammer-Aussage zum möglichen Lockdown-Ende – FDP-Chef Lindner kritisiert: „nicht verantwortbar“
Münchner Merkur

Kompletter Lockdown bis kurz vor Ostern
Merkel: „Wir brauchen noch 8 bis 10 Wochen harte Maßnahmen“ ++ Söder kündigt FFP2-Maskenpflicht für Nahverkehr und Einzelhandel an
Bild.de

Neue Zürcher Zeitung: In der Schweiz dürfen Hausärzte (nicht alle, sondern ausgewählte „Auserwählte“) gegen Corona impfen

Hausärzte stehen beim Impfen vor heiklen Entscheidungen: Nächste Woche können ausgewählte Zürcher Praxen mit Impfungen beginnen. Weil auch der nun zugelassene Moderna-Impfstoff längst nicht für alle Risikopatienten reicht, müssen die Ärztinnen und Ärzte auswählen, welche Patienten Priorität haben. Zum Bericht

Das Wichtigste zuerst?

Worüber diskutiert man, wenn die erste Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika ihr Amt antritt? Ihre politischen Positionen? Ihr Amtsverständnis? Die zu erwartende Vorsitzführung im Senat? Nein, offensichtlich gibt es Wichtigeres: Nämlich, in welcher Kleidung sie eine Modezeitschrift aufs Cover hebt.
Wiener Zeitung

Wir nähern uns bereits wieder der Normalität! Ist das nicht eine gute Nachricht?

Es wünscht Ihnen einen schönen Tag

A.C

 

 

 

 

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