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13. FEBRUAR 2021 – Samstag

13.02.2021 | Tageskommentar

Bildergebnis für wann beginnen
Die Theaterholding in Österreich rechnet mit einem Start der Theater „rund um Ostern“ herum.

„Klimawandel“ in den Staatstheatern. Die Reserven schmelzen „wie die Gletscher“. Trotzdem meldet Holding-Chef Christian Kircher: „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen!“

Was ist das? Ein Orakel? Davon haben wir im letzten Jahr schon genug gehört! Jede Pressekonferenz des Virologischen Quartetts war die Verkündung eines Orakels
Die Bundestheater werden von den Steuerzahlern finanziert, kommen also in jedem Fall „davon“.  Was ist mit dem „Blauen Auge“ gemeint?. Wie ist das mit den Reserven gemeint? Kommt nicht „Papa Staat“ sowieso für alles auf, das zum Betrieb nötig ist? 
Genügt es nicht zu sagen „He, Papa, ich brauche Geld!

Holding-Chef Christian Kircher kann eigenen Angaben zufolge nur nach seinem Bauchgefühl gehen. „Na Servas“, wenn der Holding-Chef nicht weiß, was die gar nicht „kulturverliebte“ Regierung am Montag verkünden wird, heißt das, dass er nicht für die Sache, die er zu vertreten hat, kämpft. Redet er mit niemand, der wirklich eine Entscheidung treffen kann? Aber bitte nicht mit der Frau Staatssekretärin, das wäre wirklich Zeitverschwendung“.

Mag. Kirchler:  „Ich würde von einer Öffnung rund um die Osterzeit ausgehen – aber das ist nur meine Schätzung.“ In jedem Falle brauche man eine gewisse Vorlaufzeit, die bei großen Häusern wie jenen der Holding einfach nicht ganz so kurzfristig zu taxieren sei wie bei kleineren Veranstaltern. Vier Wochen seien da ein realistischer Zeitraum.

Aber auch bei der finanziellen Zukunft steht noch vieles in den Sternen. „Die nächste 3-Jahres-Planung ist ungewiss“, unterstrich Kircher, auch wenn man in einem guten Austausch mit der Politik sei. „Wir rechnen nicht damit, dass wir in der Folgesaison mit vollen Häusern spielen dürfen“, wagte sich der Holding-Chef an eine Prognose. So rechne er frühestens mit der Saison 2022/23 mit der Rückkehr der Normalität. Und ein zentraler Punkt sei dabei wie stets die automatische Anstieg der Kosten für den jährlichen Personalaufwand. Dieser werde sich bei einer Ausgangsbasis von rund 185 Mio. Euro bis einschließlich 2023/24 um 46,1 Mio. Euro erhöhen, so Kircher. (Zitat Ende)

Was geschieht mit dem Vertriebspartner „Culturall“?  Der steht auch zur Disposition. Wer wird sich angesichts solcher Geschäftsaussichten für diesen Auftrag interessieren?

W.B. vermutet bzw. ist sich sicher: Niemand, die Häuser können ihre Tickets gut selber verkaufen und die 20% Provision selbst kassieren. Das machen alle großen Häuser längst! Die bereits vorhandenen Kartenverkaufsstellen der WSO (unter den Arkaden und in der Operngasse) werden zusammengefasst und das Online-Geschäft modernisiert. Wozu also Culturall o.ä.? (Zitat Ende)

Na ja, klingt eigentlich logisch. Um solche Aufträge braucht sich Culturall auch nicht reissen

. Sollte es das Hauptgeschäft gewesen sein: Auf ein paar Arbeitslose mehr kommt es in diesem Land auch nicht mehr an!

H.S.S bricht hingegen eine Lanze für Culturall: Ich bestelle seit Jahr und Tag meine Karten dort, habe immer das bekommen was ich wollte und nie Probleme gehabt, auch nicht mit Rückzahlungen, wenn, wie leider jetzt, Vorstellungen abgesagt werden.

Was zu beachten wäre: Der Kartenvertrieb ist nicht Sache der einzelnen Häuser, sondern der Bundestheater-Holding und diese hat nichts anderes gemacht, als was größere Konzerne heute alle machen: Sie hat, um Kosten zu sparen, diesen Bereich ausgelagert und auch wenn man bei den Häusern direkt bestellt, erfolgt die Abwicklung und vor allen Dingen die Verrechnung über Culturall. Ich weiß das deshalb, weil ich meine Karten für die Volksoper immer direkt bei selbiger bestelle, aber die Abbuchung des Kartenpreises erfolgt über Culturall. (Zitat Ende)

Eröffnung der Bundestheater zu Ostern?
„Klimawandel“ in den Staatstheatern. Die Reserven schmelzen „wie die Gletscher“. Trotzdem meldet Holding-Chef Christian Kircher: „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen!“
https://www.diepresse.com/5936421/eroffnung-der-bundestheater-zu-ostern

Bundestheater kamen vorerst „mit blauem Auge“ durch die Coronazeit
Am Freitag wurde die Bilanz für 2019/20 präsentiert. Holding-Geschäftsführer Kircher rechnet frühestens mit 2022/23 mit Rückkehr zur Normalität, die Reserven schmelzen
Der Standard

Ausgeglichenes Budget: „Aber Reserven schmelzen“
Dramatischer Umsatzeinbruch bei den Bundestheatern.
Wiener Zeitung

Bildergebnis für mozart verkäufer

Wichtig wird auch sein, ob man auch nach dem sogenannten „Neustart“ nur mit dem Testergebnis in der Oper antanzen kann. Wenn ja, dann braucht man keine Kassenhalle, dann genügt ein Verkäufer im „Mozartgwandel“ vor der Eingangstüre (eine genügt wohl, so groß wird der Andrang nicht sein!

HEUTE AUS MÜNCHEN: Premiere „Der Freischütz“. Der kostenlose Stream beginnt um 18,30 h

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Pavel Cernoch (Max), Anna Prochazka (Ännchen) und Golda Schultz (Agathe). Foto: Bayerische Staatsoper München

Eine alte, düstere Volkssage, die schon die Brüder Grimm in ihrer Märchensammlung erzählten, bildet die Vorlage für Carl Maria von Webers romantischer Oper Der Freischütz.  Das Libretto orientiert sich in großen Teilen an August Apels Novelle aus seinem Gespensterbuch. Doch in der Adaption des Komponisten und seines Librettisten Friedrich Kind wird aus der Tragödie ein Drama mit zweifelhaftem Happy End. Die Neuproduktion von Der Freischütz, in einer Inszenierung von Dmitri Tcherniakov und unter der musikalischen Leitung von Antonello Manacorda, feiert seine Premiere am 13. Februar online mit der kostenlosen  Live-Übertragung auf STAATSOPER.TV in Kooperation mit BR-KLASSIK.  In den Hauptpartien erleben Sie Pavel Černoch (Max), Golda Schultz (Agathe), Anna Prohaska (Ännchen) und Kyle Ketelsen (Kaspar).

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Kyle Ketelsen (Kaspar). Foto: Bayerische Staatsoper/Hösl

ZUM TRAILER

Ich habe mich um ein Foto von Samiel bemüht, konnte aber nicht fündig werden. Samiel ist in Kaspar enthalten, ist dessen zweites Ich.

Staatsoper Berlin: HEUTE JENUFA. ab 20,15 h auf 3Sat

Musikalische Leitung Simon Rattle
Inszenierung Damiano Michieletto
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Ladislav Elgr, Camilla Nylund. Foto: Bernd Uhlig

Die Produktion wird am 13. Februar um 20:15 Uhr live zeitversetzt in 3sat ausgestrahlt sowie auf www.3sat.de und www.staatsoper-berlin.de gestreamt und um 20:04 Uhr bei rbbKultur und am 14. Februar um 19:05 Uhr bei BR-Klassik im Radio zu hören sein.

DIE ALTE BURYJOVKA Hanna Schwarz
LACA KLEMEŇ Stuart Skelton
ŠTEVA BURYJA Ladislav Elgr
DIE KÜSTERIN BURYJOVKA Evelyn Herlitzius
JENŮFA Camilla Nylund
ALTGESELL Jan Martiník

ELISABETH KULMAN, Newsletter. Heute Stream aus Budapest – Wolfs Orchester-Lieder live aus Budapest

Inhalt
1. HEUTE, SAMSTAG: Wolfs Orchester-Lieder live aus Budapest
2. Audio-Tipp: Mahlers Rückert-Lieder
3. Neue Interviews auf What’s Opera Doc

Kulm

1. Wolfs Orchester-Lieder live aus Budapest
Samstag, 13. Februar, 19:45 Uhr

Gemeinsam mit dem Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer wird Elisabeth Kulman heute Abend live aus dem MÜPA Budapest für Sie 6 ausgewählte Lieder von Hugo Wolf nach Gedichten von Mörike und Goethe singen.

Unterstützen Sie das Überleben der Kultur durch den Kauf eines Online-Tickets! Danke!
Kunst ist wertvoll! #kunstistwertvoll #kunsthatwert
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Bitte beachten Sie: Der Stream ist einmalig für das Live-Konzert am Samstag, 13. Februar, um 19:45 Uhr, freigeschaltet und kann nicht später abgerufen werden.

Mehr in unseren „Infos des Tages“

AUF STREAM bzw. YOUTUBE: TOSCA-PREMIERE IM „ANTONIN DVORAK-THEATER MÄHRISCH OSTRAU“

Die A-Premiere mit Maida Hundeling als Tosca ist am Samstag, 13.2.2021 um/ab unter dem Link https://youtu.be/ZNhQojjTGgk miterlebbar, die B-Premiere am Montag, 15.2.2021 um/ab unter https://youtu.be/RrjsOBOIFm0

Die Vorstellungen finden ohne Publikum statt!

https://www.ndm.cz/cz/opera/predstaveni/5993-tosca/2021-02-13/66722/

DOMINGO MISCHT AM BOLSCHOI IN MOSKAU GEHÖRIG MIT

Manche nennen es Dirigieren!

Das neue Managment für die „Domingo-freundlichen Veranstaltungen heißt „Ariosi“

Diom

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Oggi Placido Domingo dirige La bohème al Большой театр России / Bolshoi Theatre of Russia
Prossima recita 14 Febbraio 2021

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Lieses Klassikwelt 74: Im falschen Film
Wenn ein Film schlecht ist, verlasse ich das Kino vorzeitig, und zwar unabhängig davon, ob der Regisseur berühmt ist oder nicht. Meistens habe ich einen guten Instinkt dafür. So gut wie nie kam es vor, dass mir Kollegen nach einer Pressevorführung berichteten, der Film sei noch besser geworden, ich hätte etwas versäumt. Im Gegenteil. Fast immer haben die übrigen Zuschauer auch irgendwann das Kino verlassen, nur eben später, weil sie noch die Hoffnung hatten, dass der Film noch was wird. Viele bereuten es später, ihre kostbare Zeit vergeudet zu haben, andere, die pflichtbewusst noch ausharrten, beneideten mich, mir diese Freiheit einfach genommen zu haben. Dabei ist es ganz einfach: Aufstehen und gehen. Das schleichende Verlassen eines schlechten Films im Kino ist für mich aber auch eine Metapher für das aktuelle Geschehen im Kampf um unsere Kultur. Im vergangenen Jahr war es unter den namhaften Künstlern zuerst nur Riccardo Muti, der die europaweiten Corona-Maßnahmen kritisierte und dazu aufrief, die Theater zu öffnen. Zum Glück ist Muti inzwischen aber nicht mehr allein. Jetzt hat auch Christian Thielemann seine Enttäuschung darüber öffentlich gemacht, dass Peter Theiler, Intendant der Semperoper, seine Arbeit behindere und an seinem Haus so gar nichts möglich mache, noch nicht einmal ein Konzert oder eine Opernaufführung im Stream, auf die derzeit viele Opernhäuser und Orchester ausweichen.
https://klassik-begeistert.de/lieses-klassikwelt-74-im-falschen-film/

Peter Theiler ist tatsächlich ein „Systemling“ schlimmster Prägung. Aber warum hat Thielemann dann Serge Dorny vertrieben? Mit dem hätte er zwar sicher andere Probleme, aber mit Herrn Theiler ist der Herr Kapellmeister vom Regen in die Traufe gekommen!

WIEN / Volkstheater / STREAM: DIE RECHERCHE-SHOW von Kreation Kollektiv
Basierend auf einer Recherche von DOSSIER 
12-
Februar 2021

Die Recherche Show Pia Hierzegger(c X~1
Foto: Volkstheater

Renate Wagner tat sich Voges Erstantreten mutig an

Anders als die etablierten Häuser, die sicher auch nicht gerne warten, steht Kay Voges, der neue Direktor eines sicherlich unter ihm höchst „neuen“ Volkstheaters, in Position: Seit Anfang Jänner will er (im renovierten Haus) zeigen, was er vor hat. Andere Direktoren Wiens haben vorgemacht, dass man das „Bitte warten“ digital überwinden kann. Also geht auch das Volkstheater in den Stream (lässt allerdings, anders als die Staatsoper, und genau wie das Burgtheater, dafür bezahlen). Was man geboten bekommt, wirft allerdings die Frage auf, ob dem Volkstheater zum Einstand nichts Besseres eingefallen ist.

Voraus geschickt wird Calle Fuhr, dem man die Verantwortung für die Bezirksvorstellungen übertragen hat. Erst 26, schon freier Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, Autor und Regisseur, wird er sich im Volkstheater im April an Toni Sailer abarbeiten. Mit einem vollmundigen Interview hat er sich bereits vorgestellt, hat schnell gelernt, dass die Wiener sich liebend gern beschimpfen lassen (allerdings muss man wie Thomas Bernhard erst tot sein und 90 geworden, um dermaßen unmäßig in die Arme geschlossen zu werden): Er hat, sagt er, „die Wiener Theaterlandschaft teilweise auch als Sumpf kennengelernt. Nicht komplett in diesem Sumpf zu stecken, finde ich erstmal total super.“ Ach, wie anders ist der Gute…

Was erfährt man im übrigen in 90 Minuten? Dass „Red Bull“ ungesund, ja, sogar giftig ist und Mateschitz ein „Männerbündler“, der seine Karriere mit allen „verdächtigen“ Politikern der Republik gemacht hat. Dass er sein Image verkauft und bei seinen Extremsport-Shows Menschen umkommen (das ist zutiefst bedauernswert, aber eigentlich wird dazu niemand gezwungen?). Dass er sich nicht um die Umwelt kümmert und bereit war, seinen Fernsehsender zum Teufel zu werfen, als man ihm einen Betriebsrat vor die Nase setzen wollte… Was Neues erfährt man also wirklich nicht. Natürlich hässlich, das alles. Unverzeihlich, dass so einer reich wird.

Dafür kommt der Abend dem Volkstheater armselig billig: Gegen einen „Rechten“ los zu preschen, scheint eine auf jeden Fall gewinnträchtige Lösung, da kann man schon mal ideologisch nichts falsch machen. Das Wort „künstlerisch“ werden Leute wie Calle Fuhr möglicherweise gar nicht in den Mund nehmen.

Und die digitale Welt funktioniert – am Ende springen noch die Botschaften herein, „toll“ fand es jemand, „Bravo Calle“, lobte ein anderer. So gemütlich kann es im offenbar so berechenbaren Wiener Theatersumpf sein…

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Der gute Mann ist für die „Bezirke“ zuständig? Zum Glück nur, was das Volkstheater betrifft. Ich kann mir gut vorstellen, dass dem Publikum in Ottakring, Meidling und in der Brigittenau Calle Fuhrs Erzählungen am … vorbeigehen! Er wird es noch merken, einige investierte Subventions-Milliönchen zu spät!

Angesichts solcher Erkenntnisse muss die Albertina (Faces) um einen weiteren Tag zurückgeschoben werden. Man soll die Feste feiern, wie sie fallen! So viele werden es leider nicht sein, aber mit Calle Fuhr werden wir noch viel Freude haben – bevor er im Sumpf versinkt!!

Klaus Billand reitet wieder sein Steckenpferd: Gendergerechtigkeit in der dt. Sprache

Bildergebnis für reitet wieder

von Dr. Klaus Billand

wer mag und etwas Zeit hat, möge sich das hier mal ansehen aus der Sendung „Kulturzeit“ am 11.2.21. Eigentlich sollte man sich die Zeit nehmen, denn dieses Ding wird alle eine Weile beschäftigen.

https://www.zdf.de/kultur/kulturzeit/kulturzeit-extra-streit-ums-gendern-102.html

Wieder mal wurden ganz wichtige Punkte nicht gemacht bzw. erklärt:…

Diese folgen in unseren heutigen „Infos des Tages“

Haben Sie einen schönen Tag, ziehen Sie sich warm an!

A.C.

 

 

 

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