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13. FEBRUAR 2020 – Donnerstag

13.02.2020 | Tageskommentar

Wiener Staatsoper: Wiederaufnahme von Pünktchen und Anton in der KINDEROPER | AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE. Das Foto stammt aus der Premierenserie, die Darsteller sind mit denen der Neuauflage zum Teil nicht ident. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Iván Eröds Opernfassung des berührenden Kinderbuchklassikers Pünktchen und Anton, die 2010 ihre erfolgreiche Uraufführung feierte, steht ab Sonntag, 16. Februar 2020 wieder auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper. In der beliebten Inszenierung von Matthias von Stegmann, der im Haus am Ring kürzlich die umjubelte Uraufführungsproduktion von Albin Fries’ Persinette herausbrachte, singen Ensemblemitglieder der Wiener Staatsoper in alternierenden Besetzungen, Markus Henn bzw. Eric Melear dirigieren das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper. Die Wiederaufnahme am 16. Februar (musikalische Leitung: Markus Henn) gestalten Federica Guida (Pünktchen), Margaret Plummer (Anton), Clemens Unterreiner (Herr Pogge), Regine Hangler (Frau Pogge), Lydia Rathkolb (Fräulein Andacht), Szilvia Vörös (Dicke Berta), Zoryana Kushpler (Frau Gast), Carlos Osuna (Robert der Teufel) und Ryan Speedo Green (Gottfried Klepperbein).

Vorstellungen in der KINDEROPER | AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE (Walfischgasse 4, 1010 Wien): 16. (15.00 Uhr), 17.*, 23. (15.00 Uhr), 24.* Februar 2020, weitere Vorstellungen im März, April und Mai 2020 siehe aktuelle Monatsspielpläne

Der nächste Staatsopernstream: Samstag um 19,30 „Elektra“

Ansonsten ist der Opernball in einer Woche das vorherrschende Thema in unserem Musentempel

Eine Fundgrube: Interview – Videos mit prominenten Opernsängern

Casa Italiana Zerilli-Marimò, home of the Department of Italian Studies at New York University, was born thanks to a generous and handsome donation from the…Mehr lesen

Das ist die VIMEO Seite mit weiteren unzähligen Interview, eines mit Ailyn Perez die demnächst in Wien die Manon singen wird, aber auch mit RobertoAlagna, Sherill Milnes etc.

https://vimeo.com/user6241233

Polarmusicprize:Die zwei aktuellen Nominierungen, jährlich, für 2020 und eine imposante Preisträgerliste am Ende
Polarmusicprize

Sommereggers Klassikwelt 22 : Verachtet mir die „Mohren“ nicht! Sony zeigt den Weltstar Jonas Kaufmann mit nachgedunkeltem Teint auf einer CD

 

Sony sollte Jonas Kaufmann ruhig tief schwarz geschminkt abbilden, wie es bis vor nicht allzu langer Zeit der Fall war. Aufnahmen mit del Monaco, später mit Domingo zeigten die Sänger alle als Dunkelhäutige.

William Shakespeare, auf dessen Theaterstück Giuseppe Verdis Oper „Otello“ basiert, nannte es im Untertitel „Der Mohr von Venedig“ – das Grundthema ist das Zerbrechen des schwarzen Feldherren Otello an seinen ethnisch bedingten Minderwertigkeitskomplexen und der Diskriminierung, die er deswegen erfährt. Welchen Sinn soll es machen, Otello mit weißer Hautfarbe auf die Bühne zu stellen ? Das Stück verliert seinen Sinn, und die schwarze Schminke, die man dem Schauspieler oder Sänger verpasst, will dies nur deutlich machen…

Klassik-begeistert

Nachruf: Sergej Slonimski gestorben

Der bedeutende Komponist galt zu Sowjetzeiten als Vertreter der missliebigen Avantgarde. Sergej Slonimski ist am 9. Februar in St. Petersburg gestorben. Der russische Komponist war zur Zeit der Sowjetunion ein Vertreter einer westlich orientierten und daher scharf beobachteten Avantgarde. Er trat vor allem als Komponist von 34 Symphonien hervor, zu seinem Schaffen gehören aber auch acht Opern, u.a. eine nach Michail Bulgakows Roman „Der Meister und Margarita“, und das international erfolgreiche Ballett „Ikarus“.
Wiener Zeitung

Richard Wagner starb am 13. Februar 1883. Einige Fotos von Erwin Messer/ Ulrike Messer-Krol

Foto: Erwin Messer

Tod in Venedig 13.2. 1883

Auszug aus Wikipedia: Am 16. September 1882 reiste Wagner mit seiner Familie abermals nach Venedig, wo er auch mehrere Wochen mit Franz Liszt zusammen war. Am 25. Dezember gab er als Geburtstagsgeschenk für Cosima letztmals ein gemeinsames Konzert im Teatro La Fenice; er dirigierte seine Jugendsymphonie in C-Dur.

Am 13. Februar 1883 hielt er sich in dem von ihm und seiner Familie bewohnten Seitenflügel des Palazzo Vendramin-Calergi auf. Gegen 15 Uhr wartete die Familie bei Tisch auf Wagner, der trotz Herzkrämpfen in seinem Arbeitszimmer an einem Aufsatz Über das Weibliche im Menschlichen schrieb. Das Hausmädchen fand ihn zusammengesunken an seinem Schreibtisch über den Worten „Gleichwohl geht der Prozeß der Emanzipation des Weibes nur unter ekstatischen Zuckungen vor sich. Liebe – Tragik“. Er sagte noch: „Meine Frau und der Doktor“, bevor er in Bewusstlosigkeit fiel und gegen 15:30 Uhr in Cosimas Armen starb.

Der Bildhauer Augusto Benvenuti nahm am 14. Februar die Totenmaske ab. Am 16. Februar wurde Wagners einbalsamierter Leichnam, begleitet von seiner Familie und einigen Freunden, in zwei Sonderwagen, die dem Zug aus Venedig angehängt waren, über München nach Bayreuth überführt. Nach der Ankunft am Sonntag, dem 18. Februar, in Bayreuth wurde der Sarg unter den Klängen des Trauermarsches aus Götterdämmerung unter der Anteilnahme der Bayreuther Bevölkerung vom Bahnhof zur Villa Wahnfried geleitet und in der vorbereiteten Gruft im Garten beigesetzt.

 

Der Palazzo Vendramin-Calergi, heute ein Wagner-Museum. Foto: Erwin Messer

Mehr Fotos in unseren heutigen Tagesinfos

Oper Klosterneuburg mit neuen Namen und alten Bekannten
Vorjahrs-Hoffmann Zurabishvili, Staatsopern-Mezzosopran Margarita Gritskova, Karina Flores.

Nun steht die Besetzung der diesjährigen Produktion der operklosterneuburg (Giuseppe Verdis „La Forza del Destino“) größtenteils fest – und scheint wieder vielversprechend zu sein. Dabei gibt es auch ein Wiedersehen und -hören mit bereits Klosterneuburg-erfahrenen Sängerinnen und Sängern.

Wie etwa mit dem georgischen Tenor Zurab Zurabishvili, der schon 2016 bei der oper-klosterneuburg debütiert hat: als Canio im „Bajazzo“). Und im Vorjahr gab er in „Hoffmanns Erzählungen“ die Titelrolle. Diesmal übernimmt er die Partie des Don Alvaro. Wer seinen Gegenspieler Carlo singt, ist noch nicht bekannt. Doch sonst sind alle Mitwirkenden publik.

Ein Wiedersehen gibt es auch mit Staatsopern-Mitglied Margarita Gritskova. Sie begeisterte im Vorjahr als Muse/Niklausse und 2017 beim „Comte Ory“als Page, diesmal ist als junge Zigeunerin Preziosilla mit dabei.

Die russische Sopranistin Karina Flores konnte als Donna Leonora gewonnen werden. Sie studierte am Rachmaninow-Konservatorium in Rostow und an der Accademia di Santa Cecilia in Rom, gewann Preise beim Galina-Vishnevskaya-Wettbewerb in Moskau sowie bei den Wettbewerben „Ottavio Ziino“ in Rom und „Flaviano Labo“ in Piacenza. Sie sang unter anderem an der Moskauer Helikon Oper, am Mikhailovsky Theater St. Petersburg, am Teatro di San Carlo in Neapel und am Landestheater Innsbruck…
Niederösterreichische Nachrichten

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

XAVIER CAMARENA SINGT DEN TONIO (Regimentstochter) IN MEXICO

Veranstalterin Elisa Wagner mit Xavier Camarena

ZU INSTAGRAM

ANGELA GHEORGHIU GESTERN IN DRESDEN: Vor der Vorstellung probt sie den Sprung von der Engelsburg

 

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 RAI TV wollte  einen Abschied von Mirella Freni zeigen, hatte aber nur Renata Scotto im Clip mit A Vucchella vorrätig. Auch ein Praktikant am Werk?

Zum (falschen) YOUTUBE-VIDEO

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 13. – 19. FEBRUAR 2020

13.2. DIE GEZEICHNETEN (aus Hannover, Aufnahme v. 4.6.2019) BBC 3-15 Uhr
15.2. L’ORFEO (aus Eschede, Aufnahme v. 25.1.) Radio 4Hilversum-19 Uhr
LA BELLE HELENE (aus Lausanne, Aufnahme v. 22.12.2019) RNE Classica Madrid-19 Uhr
KÖNIG UND KÖHLER (aus Prag, Aufnahme v. 19.9.2019) Bayern 4-19.05 Uhr
EIN BRIEF-CHRISTUS AM ÖLBERGE (aus Bonn, Aufnahme v. 8.2.) Deutschland-Radio-19.05 Uhr
ELEKTRA (Live aus Wien) ORF Ö1, RAI 3-19.30 Uhr
MANON (aus New York, Aufnahme v. 26.10.2019) BBC 3-19.30 Uhr
DER SCHMIED VON GENT (aus Antwerpen, Aufnahme v. 11.2.) VRT Klara-20 Uhr
TOSCA (aus Mailand, Aufnahme v. 7.12.2019) HR 2-20.04 Uhr
16.2. DIE TOTE STADT (aus München, Aufnahme v. 29.11.2019) France Musique-20 Uhr
LES VESPRES SICILIENNES (aus Rom, Aufnahme v. 10.12.20019) WDR 3-20.04 Uhr
19.2. COSI FAN TUTTE (Live aus New York) MET-Stream-1.25 Uhr

Wien: Ballettakademie: Internationale Experten erarbeiten neues Konzept
Erste konkrete Schritte gibt es nun nach dem im Dezember veröffentlichen Kommissionsbericht anlässlich der Vorwürfe gegen die Ballettakademie der Wiener Staatsoper: Ein Team von vier internationalen Experten soll nun ein „strategisches Gesamtkonzept für die Zukunft“ erarbeiten. Berufen wurde das Team vom designierten Staatsoperndirektor Bogdan Roscic und dem künftigen Ballettchef Martin Schläpfer.
Der Standard

Film: „Schlafes Bruder“-Regisseur Joseph Vilsmaier ist tot
Der bayerische Regisseur und Kameramann starb im Alter von 81 Jahren. Er hinterlässt zahlreiche moderne deutsche Filmklassiker.
https://kurier.at/kultur/regisseur-joseph-vilsmaier-ist-tot/400751934
Joseph Vilsmaier, Meister des Bodenständigen
Schlafes Bruder“ war sein erfolgreichster Film, er schaffte es ins Rennen um die Oscars. Joseph Vilsmaier starb mit 81 Jahren.
Die Presse

WIEN / Albertina / Tietze Galleries: DIE FRÜHE RADIERUNG.
VON DÜRER BIS BRUEGEL
Vom 12. Februar 2020 bis zum 10. Mai 2020

Foto: Wesemann

Zurück zu den Wurzeln

Man erinnert sich: Bevor Klaus Albrecht Schröder 1999 die Albertina übernahm, galt das Haus „nur“ (immerhin!) als die „größte graphische Sammlung der Welt“. Schröder machte daraus ein Museum mit Beständen aller Kunstgattungen, das sich auch in Ausstellungen keine thematischen Grenzen setzte (und nun auch noch als „Albertina modern“ permanent in das Künstlerhaus expandieren wird). Dennoch ist ein nostalgischer Blick in die Vergangenheit so schön, wie er nur sein kann – ins 16. Jahrhundert, in die Welt der frühen Radierung.

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

Österreich: Peter Pilz braucht Spenden nach Millionenklage
„Wir brauchen jetzt Geld, weil wir’s selbst nicht haben“, so Pilz in einem Video auf seiner Website ZackZack.
Kurier

Vatikan: Papst lehnt Ausnahmen vom Zölibat ab
Die von konservativen Kreisen befürchtete Lockerung des Zölibats bleibt aus. Die Weihe von Frauen lehnt Franziskus im jüngsten päpstlichen Schreiben ebenfalls ab
Der Standard

Bezüglich der päpstlichen Entscheidigung gibt es unterschiedliche Meinungen quer durch die Familien. Meine Frau, eine Kirchengeherin, ist entsetzt, ich – eher kein Kirchengeher – habe Verständnis dafür. Was soll der alte Mann tun? Vielleicht vorher nicht so viel reden und keine Hoffnungen wecken!

Einen schönen Tag wünscht
A.C.

 

 

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