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12. SEPTEMBER 2019 – Donnerstag

12.09.2019 | Tageskommentar


HEUTE:
Besetzungsänderung in „Don Carlo“ an der Wiener Staatsoper. Dinara Alieva.
Foto: Pavel Vaan

Dinara Alieva springt in der heutigen Vorstellung von „Don Carlo“ kurzfristig für die erkrankte Anja Harteros als Elisabetta ein und gibt damit ihr Rollendebüt im Haus am Ring.

Die Sopranistin DINARA ALIEVA wurde in Baku, Aserbaidschan, geboren und studierte an der dortigen Musikakademie Gesang. Zunächst war sie Solistin an der Oper ihrer Heimatstadt und wechselte später in das Ensemble des Moskauer Bolschoi-Theaters. 2010 begann ihre internationale Karriere…

HEUTE AB 18,30 h: LIVE STREAM „DON CARLO“ AUS DER WIENER STAATSOPER. EINIGE TECHNISCHE ÄNDERUNGEN:

Rene Pape als Philipp II. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

*) Bitte bedenken Sie, dass die Vorstellung je nach Zeitzone zeitversetzt übertragen wird. Sie können Ihre Buchung und damit den genauen Übertragungsbeginn gerne jederzeit auch unter http://www.staatsoperlive.com prüfen. Die Übertragung beginnt immer 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn mit einem Vorprogramm. Wenn Sie die Übertragung mit einem Monats- oder Jahresabo sehen, steht sie live und für drei weitere Tage jederzeit zur Verfügung…. (Weiterlesen unter Aktuelles)

Nun folgt eine lange Liste von Neuerungen. Ich werde diese heute testen (ohne App, denn ich will mir die Vorstellung nur auf dem Bildschirm meines PCs ansehen) und dann für mich abklären, ob mir die Sache nicht langsam zu kompliziert wird. Oder wird sie bloß so kompliziert beschrieben?

Wiener Staatsoper: In der dritten Vorstellung (10.9.) hat Irina Lungu die Violetta (La traviata) gesungen

Irina Lungu als Violetta. Foto: Michael Pöhn/ Wiener Staatsoper

Kurt Vlach war unser „Merker am Amt“: Irina Lungu hat die Violetta schon 2015 und 2018 verkörpert, musste aber gesundheitsbedingt die beiden ersten Vorstellungen der aktuellen Serie absagen. Dementsprechend vorsichtig begann sie, hatte bei „E strano“ eine ganz kleine Unsauberkeit, doch ab „Sempre libera“ überzeugte sie in allen Belangen. Eine überzeugende schauspielerische Leistung und ein gutes Zusammenspiel mit Castronovo und Hampson komplettierten die für mich beste Leistung in dieser Rolle, die ich seit einiger Zeit hier gesehen habe…

Zum Bericht von Kurt Vlach

Wien/ Staatsoper: LES CONTES D’HOFFMANN am 11.9.

Dintry Korchak (Hoffmann)

Valentino Hribernig-Körber berichtet über die gestrige Vorstellung: Oper also ausnahmsweise einmal als Theaterereignis auch für die Augen. Aber auch die musikalischen Sinne kamen an diesem Abend auf ihre Rechnung, wofür unter den Sängern der Hauptrollen vor allem Dmitry Korchak in der Titelpartie und Gaëlle Arquez als sein Muse/Nicklausse verantwortlich zeichneten…

Zum Bericht von Valentino Hribernig-Körber

Wiener Philharmoniker am Samstag bei Sakralmusik-Fest in Rom
Ein Konzert der Wiener Philharmoniker in der päpstlichen Basilika Sankt Paul vor den Mauern eröffnet am kommenden Samstag die 18. Ausgabe des internationalen Festivals der Sakralmusik in Rom. Aufgeführt wird Joseph Haydns „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“ unter der Leitung von Konzertmeister Rainer Honeck
Salzburger Nachrichten

OPER FRANKFURT: DER KURZFILM ZU ROSSINIS „OTELLO“ IST FREIGESCHALTET

Der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Frankfurter Erstaufführung von Gioachino Rossinis Otello (Musikalische Leitung: Sesto Quatrini; Regie: Damiano Michieletto) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet: 

Theo Lebow und Nino Machaidze: Jago bedrängt Desdemona. © Barbara Aumüller

https://oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=182

Willst du geliebt werden, so liebe. „DER LIEBESTRANK“ AN DER OPER LEIPZIG (Premiere am 14.9.)

Der Regisseur Rolando Villazon erklärt seine Gedanken zur Inszenierung. Foto: Kirsten Nijhof

Manchmal hilft nur ein Liebestrank! Schon der erste Tropfen von Gaetano Donizettis »Der Liebestrank« machte das Publikum 1832 süchtig nach den süßen, verschwenderischen Melodien, die der Komponist auch der berühmtesten Arie des Stückes einträufelte: Nemorinos berührender Klage »Una furtiva lagrima«. Rolando Villazón, der selbst häufig als Nemorino auf der Bühne stand, inszeniert Donizettis Belcanto-Meisterwerk an der Oper Leipzig mit viel Witz und Herz als turbulenten Western-Movie. Johannes Leiacker schuf das Bühnenbild. Für die Kostüme zeichnet Thibault Vancraenenbroeck verantwortlich, der auch auf Original-Western-Kostüme aus einem römischen Fundus zurückgreift. Die musikalische Leitung hat Giedrė Šlekytė.

Wie oft hat Villazon den Liebestrank bereits inszeniert? Rekordverdächtig!

HEUTE und MORGEN: KLOSTERNEUBURG bei Wien: DIE KÖNIGIN VON SABA
Biblische Friedensoper zum Nahostkonflikt in der Stiftskirche Klosterneuburg

Salomon und Chor . Foto: Natascha Teichgräber/ Saba Presse

12. 9. 2019, 19:30 Uhr Premiere
13. 9. 2019, 19:30 Uhr 2. Aufführung

Einführung
12. 9., 18:30 Uhr Augustinussaal
13. 9., 18:30 Uhr Stiftskirche

Über dieses „Friedensprojekt“ wird auch in unserem Forum diskutiert. Ich lege auf die Feststellung wert, dass wir keine Werbung, sondern einen Hiweis für unsere Leser veröffentlichen. Sie werden keinen Veranstalter finden, der jemals für eine derartige Ankündigung bei uns auch nur einen Euro locker machen musste. Eine Ankündigung ist übrigens nicht mit einer Empfehlung gleichzusetzen – sie ist ein Hinweis, sonst nichts!

WIEN / Volkstheater: DIE MEROWINGER ODER DIE TOTALE FAMILIE
nach dem Roman von Heimito von Doderer in der Bearbeitung von Franzobel
Uraufführung
Premiere: 11. September 2019

„Die Merowinger. Foto: lupispuma/ Volkstheater

Renate Wagner fällt dazu Folgendes ein: Man kann gut und gern annehmen, dass der Roman „Die Merowinger“ 1962 von Lektoren kommentarlos zurück geschickt worden wäre, hätte sein Autor nicht Heimito von Doderer (1896-1966) geheißen und sich damals (nach der „Strudlhofstiege“, 1951, und den „Dämonen“, 1956) bereits höchsten Ruhmes erfreut, ja, immer wieder auch Nobelpreis-verdächtig (den er dann doch nicht bekommen hat).

„Die Merowinger“, das skurrile Spätwerk, an dem sich Interpreten die Zähne ausbeißen, wird seither interpretatorisch umkreist, teils zu hoch geschätzt, teils zu tief interpretiert. Wenn der Autor zugab, das Buch als „Büberei zu seinem Amüsement“ geschrieben zu haben und es „Blödsinn“ nannte, so ist das sicher ein Teil der Wahrheit. Der andere besagt, dass man sich kaum eine bösere politische Satire denken kann, die hier konsequent in eine absurde Handlung gegossen wurde…

Am Ende gab es Premierenapplaus, aber von Enthusiasmus war keine Rede. Wer sich hier böses, bissiges, witziges Theater erwartet hat, auf „Grimm und Groll und Grant“ Doderers (Zitat aus dem Programmheft) basierend, wird enttäuscht. Übrigens noch ein Zitat aus dem Programmheft, aber das ist falsch: Eva Menasse befindet, dass Doderer „heute so gut wie vergessen ist“. Davon kann wohl kaum die Rede sein – schon gar nicht, wenn zwei der drei großen Wiener Theater ihre Saison mit ihm beginnen. Was weder hier noch dort gelungen ist.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Herrliche Parodie auf Andreas Herzogs Wutausbruch nach der Niederlage

 

Auch wenn Sie kein Fußballer sind, aber diese Herzog-Parodie von Alex Kristan sollten Sie sich anhören. Da ich Andreas Herzog kenne (der war oft genug auf „meinem“ Fußballplatz), darf ich dem typischen Herzog-Tonfall größten Beifall zollen.

Ich bin aber gleichzeitig sicher, dass der Trainer der israelitischen Fußballnationalmannschaft (Herzog) in der Kabine nicht mit Tischen um sich geworfen hat. Der Druck, der auf einem Fußballtrainer lastet, ist unvorstellbar – glauben Sie mir.

Ich war zwar nie Trainer, aber Chef des Trainers – und ich hätte nach dummen Fehlern in der Schlussphase eines Spieles auch ausrasten können. Auf unserem Platz hatten wir eine Lösung dafür parat. Der Platzwart hat Gerümpel nicht gleich weggeworfen, sondern in einer versteckten Ecke im Freigelände zwischengelagert. Dorthin sind wir –  der Trainer, aber oft auch ich, nach so einer Pleite hingeeilt, haben einige ausrangierte Bänke vollends demoliert, bevor wir die Kabine zu denen, die für eine Fehlleistung noch Geld genommen haben, betreten haben. Bevor Sie lachen: Das hilft ungemein! Ein tolles Hausmittel – dazu brauche ich keinen Psychologen! In einer Wohnung sollte man das nicht machen, das kommt erstens zu teuer und bringt zweitens die Nachbarn auf den Plan! Aber auf dem Sportplatz hat es befreit – und den Spielern gegenüber traten wir dann souverän auf, obwohl wir innerlich gekocht haben!

„You can play in the Käfig“ – herrliches Englisch!

Hören Sie sich diese Herzog-Parodie an!

Comedian wird mit Andreas Herzog-Parodie zum Netz-Hit
Kristan parodiert Herzog-Ausraster nach verlorenem Spiel
https://sport.oe24.at/stars-und-sport/Weltklasse-Comedian-wird-mit-Herzog-Parodie-zum-Netz-Hit/396866194

Wahrscheinlich hat auch Andi Herzog darüber gelacht!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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