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12. MAI 2020 – Dienstag

12.05.2020 | Tageskommentar

 

WARUM SINGEN VÖLLIG „CORONA-UNGEFÄHRLICH“ IST-

Andreas Schager demonstriert es der „lieben Frau Lunacek“ – und nicht nur dieser! Er erklärt, warum Gesang gar nicht ansteckend sein kann!

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ZUM YOUTUBE-VIDEO

Ich bin verblüfft, mit dieser Nummer kann er im Zirkus auftreten. Wie es funktioniert, erklärt er zwar – ich begreife es trotzdem nicht. Das ist aber egal, Hauptsache ist, dass der Trick funktioniert!

Tenor Schager erklärt Lunacek, wie Operngesang funktioniert
Österreichischer Tenor: Beim Flüstern werden mehr Viren ausgeatmet als bei „Otello“.
Kurier

Der gestrige Abend, den ich neben der Redaktionsarbeit mit dem Hören von im Hintergrund laufenden Diskussionen verbracht habe, stimmt mich denn doch wieder etwas zuversichtlicher – auch was kleine Freiluft-Festivals betrifft. Verblüfft war ich von der Meinung „Johannas von Niederösterreich“ , die kundgegeben haben soll, dass Niederösterreich die vielen kleinen Festivals dringend braucht. In der Vorwoche hat sie noch empfohlen, alle abzusagen. Ist sie erleuchtet worden?  Wohl kaum, sie ist Vollblut-Politikerin. Also solche hat sie die Festivals nicht selbst abgesagt, sondern nur deren Absage „in die Diskussion geworfen“. Abgesagt haben dann die Bürgermeister und die Intendanten mit den vollen Hosen – und die Landeshauptfrau ist fein raus! So läuft das – und so gelangt frau/man auch zu höchsten Polit-Weihen.

Infektionsrisiko Konzert: Sänger sind gefährlich, Bläser nicht
Streicher 1,5 Meter und Bläser 2 Meter Abstand, Chorproben mit Mundschutz: Welche Corona-Vorsichtsmaßnahmen Mediziner empfehlen.
Tagesspiegel

Wurde das durch Schagers Beweisführung widerlegt?

Öffnung für Theater und Opernhäuser: Hauptsache, es passiert was!
Lasst Euch was einfallen

Auszug aus „Die Welt“ / Manuel Brug: Sie wollen. Aber sie können nicht. Zumindest noch und nicht richtig. Plötzlich sind sie wieder offen, die Opernhäuser und Theater. Theoretisch zumindest. In Nordrhein-Westfalen darf ab dem 30. Mai wieder gespielt werden, ebenso in Hessen, dort sogar schon ab 11. Mai.

Für Theater und Opernhäuser, die wieder öffnen wollen, gelten freilich besondere Auflagen, Abstandsregeln beispielsweise. Wie die aussehen und wie sie sich umsetzen lassen, darum wird gerungen, das ist zum Teil auch learning by doing. Man muss sehen, was einfach keinen Sinn und keine Stimmung macht, und was sich wirtschaftlich rechnet.

https://www.welt.de/kultur/theater/article207876163/Oeffnung-von-Theatern

BRÜGGEMANNS KLASSIK-WOCHE 20 /2020

Relevanz statt Arroganz!

 

Axel Brüggemann: Willkommen in der neuen Klassik-Woche, es wird allmählich ernst, und deshalb versuche ich, die Themen der Woche heute etwas anders zu sortieren: als Bestandsaufnahme und Perspektive. Wo steht die Welt der Klassik, was läuft gut – und was weniger? Auf geht’s!

IN DEN STARTLÖCHERN

https://crescendo.de/relevanz-statt-arroganz-1000044509/

Sie sollten die Artikel lesen! Auch was den Herrn Sichrovsky betrifft, der in diesen Tagen ungemein betriebsam ist. Es gilt, Positionen zu beziehen!

MuTh-Publikumsumfrage: Überwältigende Sehnsucht nach Kultur

MuTh#ClosedButActive

 Im Mittelpunkt das Publikum. Wie fühlen sich Konzertbesucher? Sind sie bereit im Herbst wieder Veranstaltungen zu besuchen?
Um das herauszufinden hat das MuTh im Rahmen von #ClosedButActive sein Publikum befragt. Direktorin Elke Hesse: „Wir wollten von unseren Besucherinnen und Besuchern wissen,  ob sie im September – unter Einhaltung aller gebotenen Maßnahmen – bereit für Neues sind. Der Zuspruch war groß: Eine überwältigende Mehrheit wäre glücklich, wenn es wieder Konzerte gibt.“ Diejenigen, die einem Konzertbeginn skeptisch gegenüberstehen haben als Gründe ihr Alter oder die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe angegeben.
„Aus den zahlreichen, teils wortreichen, Rückmeldungen schließe ich, dass das Bedürfnis nach echten Begegnungen im kulturellen Bereich mittlerweile sehr groß ist und eine klare Perspektive nicht nur für Veranstalter sondern auch für das Publikum hilfreich wäre.“, resümiert Elke Hesse.

Kurzer Überblick über die Umfrage:
540 Personen haben an der Online-Umfrage teilgenommen.
FRAGE: Würden Sie ab September 2020 Vorstellungen im MuTh besuchen?
Sind Sie im September bereit für etwas Neues? Haben Sie Lust sich wieder in einem geschlossenen Raum der Musik und der Kunst zu widmen, unter Einhaltung der gebotenen Maßnahmen?
JA: 473 Personen … das sind 87,59 %
NEIN: 67 Personen … das sind 12,41 %

Ich wünsche dem MuTh, dass die Umfrage stimmt. Überzeugt bin ich davon nicht, es kommt immer darauf an, wen man fragt. Hoffentlich können wir im September – nicht nur im MuTh – überprüfen, was nun Fakt ist und was Lippenbekenntnisse waren.

Ganz wichtig: Die Angst muss weg, sonst geht gar nichts. Auch der „gesunde Menschenverstand wird gefragter denn je sein. In der letzten zwei Monaten hat der aber Pause gemacht!

Bayreuth: Journalistische Reflexe (Richard Wagner-Verband Bamberg)
von Monika Beer

„Der verhüllte Gral“: Farbstiftzeichnung von unserem Mitglied, dem Bamberger Maler und Bühnenbildner Karlheinz Beer aus dem Jahr 1998 Vorlage: Karlheinz Beer/VG Bild-Kunst 2020

Aus gegebenem Anlass einige Anmerkungen zur Berichterstattung über die längerfristige Erkrankung von Festspielleiterin Katharina Wagner.

https://rwv-bamberg.de/2020/05/journalistische-reflexe/

Berlin/ Deutsche Oper
Erst „Walküre“, dann „Rheingold“
Wagners „Der Ring des Nibelungen“ gilt als größte Herausforderung für ein Opernhaus. Die Deutsche Oper muss den Start ihrer Neudeutung verschieben – kein leichtes Unterfangen.
Tagesspiegel

ANDECHS: Orff trotzt Corona!

Kunst und Kultur sind vielleicht nicht systemrelevant, aber sicher freuderelevant! Auf Grund der Corona-Krise müssen alle Großveranstaltungen bis mindestens 31. August 2020 entfallen. Um den Menschen auch in dieser schwierigen Zeit dennoch ein Kulturerlebnis zu ermöglichen, setzt der Veranstalter des Orff Festival Andechs – Ammersee 2020 auf hochkarätige Konzertveranstaltungen: Dank eines ausgeklügelten Hygiene- und Sicherheitskonzepts sollen im Florian-Stadl im Kloster Andechs die Kammerkonzerte „Der Titan & der Altbayer“ – ursprünglich geplant am 7. August im Hotel Kaiserin Elisabeth – jetzt am Samstag, den 25. Juli 2020 einmal um 15.00 Uhr und einmal um 19.00 Uhr, sowie „Ein Tag mit Ludwig van B. & Carl O.“ am 26. Juli – in drei Teilen um 16.00 Uhr, 18.00 Uhr und 20.00 Uhr – stattfinden. Die übrigen Veranstaltungen des Festivals werden auf Sommer 2021 verschoben…

Na ja, ein Anfang ist gemacht! Eine Kriegserklärung an das Virus sieht freilich etwas anders aus.

Auch wir vom Online-Merker planen für die nächsten Tage etwas – aber das ist noch nicht fixiert. Ich melde mich diesbezüglich hoffentlich morgen. Unter Einhaltung sämtlicher Vorschriften wollen wir dem Virus die Stirn bieten!

Jakub Josef Orlinkski (Counter) hat ein Lied zu Quarantäne geschrieben.

 

https://www.youtube.com/watch?v=Ur34iWfakhI&list=PLoT3Gf1SN3C0Dn2vGlPkq_iZLd9wgEs8t&index=2&t=0s&fbclid=IwAR3nA4U343KzNi34GcMWP3VhGMuv1bSsRWujfqtQuor0Kaklk2PQACAFN4k

Beethoven Frühling startet ab 15. Mai als hochqualitative Online-Konzertreihe

Georg Breinschmid. Foto: Moritz Schell

Neues Festival unter dem Motto „Beethoven20>covid19“ jeden Freitag um 18.00 Uhr mit Live-Konzert-Streams aus dem Konzertsaal des Casino Baden. Konzerte im Anschluss als Video-on-Demand verfügbar unter www.beethovenfruehling.at. Beethoven Frühling setzt damit Impuls, um nach Beethovens Vorbild Neues zu kreieren.

Heute: Burgtheater lädt zu Twitter-Theaterabend
Eine Vorstellung, die es nur in der Vorstellung der Besucher gibt: So kündigt das Burgtheater ein „außergewöhnliches Experiment“ für Dienstagabend an. „Vorstellungsänderung: Der unheimliche Eindringling“ spielt sich gänzlich am Twitter-Account des Theaters ab. Das Publikum ist eingeladen, Eindrücke aus dem Foyer, der Garderobe und natürlich dem Stück selbst zu teilen.
Salzburger Nachrichten

Videokonferenz im Anschluss an den Stream der Volkstheater-Produktion „Urfaust/FaustIn and Out“ (21.5.)

Wer stört hier wen? Politisch-ästhetische Verfahren bei Elfriede Jelinek: Störung, Subversion, Dekonstruktion“ – Videokonferenz im Anschluss an den Stream der Volkstheater-Produktion „Urfaust/FaustIn and Out“ am 21.5. auf nachkritik.de

Bereits im Februar 2020 hatte Bérénice Hebenstreits Inszenierung von „Urfaust/FaustIn and Out“ (Johann Wolfgang Goethe/Elfriede Jelinek) im Volx/Margareten Premiere. Nach der Vorstellung am 21. Mai 2020 hatte der Interuniversitäre Forschungsverbund Elfriede Jelinek der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien im Rahmen seines Forschungsschwerpunkts „Kunst & Politik“ (https://www.ifvjelinek.at/forschungsarbeiten/projekt-kunst-politik/) ursprünglich eine Podiumsdiskussion in Kooperation mit dem Volkstheater geplant.

Bekannt aus „King of Queens“: Serienstar Jerry Stiller 92-jährig gestorben

Der Vater von Ben Stiller war u.a. aus „Seinfeld“ und „King of Queens“ bekannt.
Kurier
Jerry Stiller ist tot

Sein Vater sei eines natürlichen Todes gestorben, schrieb Ben Stiller, selbst Schauspieler, in einem Tweet. Jerry Stiller trat in einer Reihe von Filmen auf. So spielte er den Polizisten Rico Patrone in „Die Entführung der U-Bahn Pelham 123“ und Wilbur Turnblad in John Waters’ verdrehter Komödie „Hairspray“. Daneben spielte er in „Mord ist ihr Hobby“ und „Law and Order“.

Stiller schrieb auch eine Autobiografie mit dem Titel „Married to Laughter“ über die mehr als 50-jährige Ehe mit seiner „Seelenverwandten“ und Comedy-Kollegin Anne Meara, die 2015 starb.

https://orf.at/stories/3165215/

Österreichs Wirte-Paket: Niedrigere Steuern auf alkoholfreie Getränke
Das Paket wiegt nun sogar 500 Millionen Euro und beinhaltet die Abschaffung der Schaumweinsteuer. Neos und SPÖ klagen über Mangel an Details
Der Standard

500 Millionen für 41 000 Wirte, das macht ungefähr 1.200 Euro pro Wirt! Hurra, damit rettet man natürlich die Unternehmen!

Fußball Österreich
Bundesliga-Start: Grünes Licht, große Sorgen
Während der österreichische Fußball von der Regierung bald die Erlaubnis zum Re-Start mit Geisterspielen bekommen dürfte, nimmt in Deutschland die Kritik an der Wiederaufnahme zu
Der Standard

Zumindest der irrwitzige Passus, dass bei einer Corona-Infektion die halbe Liga in Quarantäne muss, ist bei uns gefallen!

CoV: Keine Übersterblichkeit in Wien
In Wien sind seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie nicht mehr Menschen gestorben als im Vergleichszeitraum der Vorjahre. Zu diesem Ergebnis kommt die städtische Statistikbehörde (MA 23), die alle bisher verfügbaren Daten bis 26. April ausgewertet hat.
https://wien.orf.at/stories/3048059/

Über diese Meldung müsste sich doch eigentlich jeder Mensch freuen. Ich bin aber gar nicht sicher, ob die Freude so weitverbreitet ist, widerlegt die Statistik doch eine Behauptung, mit der viele Maßnahmen der letzten Zeit ihre Begründug erfahren haben. Im Hotspot Wien ergibt eine Zwischenbilanz der MA 23 (Magistratsabteilung, also keine finsteren Verschwörer und Corona-Leugner), dass die Sterblichkeit in Wien vergleichbar mit der voriger Jahre ist: „Wir haben keine Übersterblichkeit in Wien bisher“, sagte MA-23-Chef Klemens Himpele im APA-Gespräch. Diese Aussage stimmt für die unter 65-Jährigen genauso wie für den Bevölkerungsteil ab 65 Jahren, der als Covid-19-Risikogruppe gilt. Und sie trifft zumindest bis inklusive der 17. Kalenderwoche, also bis zum 26. April, zu. 

Jetzt kann man das natürlich unterschiedlich auslegen. Einige werden sagen, dass die gefürchtete Pandemie in unseren Breiten überhaupt ausgeblieben ist. Die Meinung unterstütze ich nicht, ich habe aber stets gegen die Maßnahmen angeschrieben und mich übrigens selbst geschützt. Mein Leben ist mir zu kostbar, als dass ich es einem Politiker anvertraue.

Es werden sich mehrere Väter für diese großartige Statistik melden: Die Stadt Wien, weil sie offenbar richtige Handlungen gesetzt hat und weil das Gesundheitssystem funktioniert. Die Bundesregierung, weil sie durch ihre gesetzten Maßnahmen von den 8 Millionen Österreichern mindestens 10 Millionen davon das Leben gerettet hat. Soll sein, Gratulation an alle!

Nur kehrt jetzt bitte zur „Alten Normalität“ zurück. Es ist bereits viel zu viel kaputtgegangen!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

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