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12. MAI 2018

12.05.2018 | Tageskommentar

Roberto Alagna: Heute Premiere „Samson et Dalila“. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Mehr als ein Vierteljahrhundert ist es her, dass Samson und Dalila einander das letzte Mal an der Staatsoper in die Arme fielen. Nun kehrt das gleichnamige Stück von Camille Saint-Saëns in Starbesetzung zurück: Am Samstag verkörpern Elina Garanča und Roberto Alagna die Titelrollen in der neuen Regie von Alexandra Liedtke. Die „Wiener Zeitung“ traf Alagna, den 54-jährigen temperamentvollen Tenor, vorab zum Interview…

Roberto Alagna: „Habe noch immer dieses Feuer“
Roberto Alagna im Interview über die „Samson“-Premiere am Samstag an der Staatsoper
Wiener Zeitung

Samson und Dalila gehören zu den berühmtesten Liebespaaren der Operngeschichte. Am Samstag feiert Camille Saint-Saëns‘ Werk an der Wiener Staatsoper Premiere. Welche anderen Opernpaare gibt es noch? –

Stefan Ender stellt diese im „Standard“ vor

Bussi und alles Liebe: Die berühmtesten Liebespaare der Operngeschichte
Samson und Dalila gehören zu den berühmtesten Liebespaaren der Operngeschichte. Am Samstag feiert Camille Saint-Saëns‘ Werk an der Wiener Staatsoper Premiere. Welche anderen Opernpaare gibt es noch?
Der Standard

Zwei Simone Boccanegra-Kritiken aus der Wiener Staatsoper sind online!

Auch Thomas Prochazka hat nun seine Sicht auf die zweite Vorstellung der „Simone-Serie“ online gestellt. www.dermerker.com

Zum Bericht von Thomas Prochazka

Der Bericht von Dr. Wolfgang Habermann (nicht Elena Habermann, die beiden sind zwar miteinander verheiratet, haben ihre Meinungen jedoch nicht gleichgeschaltet)

Zum Bericht von Wolfgang Habermann

Eröffnung Wiener Festwochen 2018

„Nino aus Wien“ – Foto: Youtube

Wenn das Programm das hält, was die Eröffnung versprach, werden die Festwochen 2018 eine Erfolgsgeschichte. Da waren tolle Profis am Werk, mit denen nicht viel schiefgehen konnte. Aber der Intendant will ja kein „Wienerlied-Festival“ veranstalten, er will das Publikum missionieren.
Ich fürchte, dass diese Festwochen wieder am Intendanten scheitern werden. Dieser ist ein „Häuptling flotte Zunge“,  kontert in Interviews auf Fragen nach der vorjährigen Auslastung mit „Frechheit“, beleidigt Besucher als „Rechtes Pack“ (wieviel „rechtes Pack“ bei der Gratis-Eröffnung war, werden wir kaum feststellen können, aber es war sicher auch dabei) und ist so auf dem besten Weg, sich weitere Feinde zu machen. Und zudem kommt ihm auch noch sein oberster Schutzherr in nicht einmal zwei Wochen abhanden.

Die erste „echte“ Produktion wurde von Zeitungen, die sicher nicht dem „rechten Pack“ nahestehen, durchaus kritisch beurteilt

Endlos durch die Alarmkulisse
Dries Verhoevens „Phobiarama“ als Festwochen-Geisterbahn vor dem Museumsquartier.
Die traurigen Clowns in der Kunst-Geisterbahn bleiben die Katharsis schuldig
Wiener Zeitung
Festwochen-Start: Klischee-Striptease in der Geisterbahn

„Phobiarama“, die erste Premiere bei den Wiener Festwochen, behandelt die von Politik und Terror geschürten Ängste in der Gesellschaft

Zu klischiert, ja zu bekannt, sind die Folien, um zu überrumpeln, unsere unbewussten Ressentiments aus der Reserve zu locken oder gar dem Waggon und somit dem Lauf der Geschichte zu entfliehen. Keine Geisterbahn, sondern unverbindliches Stereotypen-Striptease.
Der Standard

LEIPZIG „DAS RHEINGOLD und DIE WALKÜRE“ am 10. Und 11. Mai 2018

„Das Rheingold“. Copyright: Tom Schulze

 325 Jahre Oper in der Wagnerstadt Leipzig! Das ist für die Oper Leipzig ein Anlass, des Bayreuther Meisters Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ gleich dreimal zyklisch – also wie Bayreuth – aufzuführen. Wie sich nach den ersten beiden Abenden abzeichnet, ein löbliches Unterfangen…

Mehr darüber in unseren „Infos des Tages“ / Aktuelles

HAMBURG/ Staatsoper: DIE ZAUBERFLÖTE am 10.5.2018

Zu Hilfe, zu Hilfe. Herzinfarkt und musikalische Irrwege

http://klassik-begeistert.de/wolfgang-amadeus-mozart-die-zauberfloete-hamburgische-staatsoper-10-mai-2018/
von Sarah Schnoor

WIENER VOLKSOPER: DER OPERETTENKLASSIKER „GASPARONE“ KEHRT ZURÜCK. Premiere ist am 2. Juni

Copyright: Johannes Ifkovits

Ein Operettenklassiker, der seit 1989 nicht mehr in der Volksoper gezeigt wurde, kehrt am 2. Juni 2018 endlich auf den Spielplan zurück! Für die Inszenierung von Carl Millöckers Gasparone zeichnet Olivier Tambosi verantwortlich, der hier zuletzt die Künneke-Operette Der Vetter aus Dingsda und das Musical Der Mann von La Mancha inszeniert hat. Seiner witzigen Interpretation von Gasparone liegt die musikalische Bearbeitung aus den 1930er Jahren zu Grunde.

Das Tiroler Landestheater freut sich über SECHS NOMINIERUNGEN für den ÖSTERREICHISCHEN MUSIKTHEATERPREIS!

Copyright: ORF

Die Jury des Österreichischen Musiktheaterpreises hat vergangene Woche getagt. Durch die Satzungsänderungen in der Jury 2018 konnten die Jurymitglieder, die heuer erstmals aus Medienvertretern besteht, zusätzliche Nominierungen zu den Einreichungen der Theater vornehmen. Das Tiroler Landestheater und Symphonieorchester Innsbruck freut sich über sechs Nominierungen.

Wenn Medienvertreter von sich aus nominieren können (vom Heft-Merker ist Frau Habermann in der Jury), ist das tatsächlich neu. Inwieweit diese Vorschläge berücksichtigung finden, werden wir sehen – oder auch nicht. Die Wiener Staatsoper hat es bisher (aus guten Gründen) abgelehnt, sich selbst zu nominieren, Wie das? Grundsätzlich gilt, dass jedes Theater selbst (!) Nominierungen einreicht. Diese werden dann von der „Oberjury“ bewertet. Jetzt würde mich interessieren, ob ein Medienvertreter Produktionen der Staatsoper eingereicht hat (das wäre ja durchaus möglich). Wenn ja, dann interessiert mich, was dem Juror gesagt wurde. Ein „Österreichischer Musiktheaterpreis“ ohne das Haus von Weltgeltung ist eigentlich ein Witz!

Was ich persönlich von derartigen Wettbewerben halte, habe ich bereits oft geschrieben. Solange es eitle Menschen gibt, wird es diese Wettbewerbe gebeb – also immer und ewig!

An diesem Thema bleibe ich dran. Hat ein Medienvertreter die Staatsoper nominiert oder wurde diese von Haus aus ausgeschlossen?

London / Royal Opera House: Lessons in Love and Violence review at Royal Opera House, London – ‘operatic mastery’ (George Benjamin)

Stephane Degout and Gyula Orendt in Lessons In Love and Violence at Royal Opera House. Photo: Tristram Kenton

Lessons in Love and Violence review at Royal Opera House, London – “operatic mastery’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2018/lessons-love-violence-review
Lessons in Love and Violence, Royal Opera House, London, review: A Rolls Royce production that could use a few tunes

The Independent
Lessons in Love and Violence review, Royal Opera: a potent and beautiful account of Edward II’s downfall
The Telegraph
Lessons in Love and Violence review – soaring tale of a brutal royal downfall

The Guardian
Lessons in Love and Violence: icy beauty and dramatic tension

bachtrack

Gemütliche Kaffeepause in schwindelnder Höhe

Mir wird schwindelig, wenn ich nur hinschaue. David Adu macht Arbeitspause. Foto: Andrea Matzker

Einen Panoramablick über ganz Köln aus der Höhe von 150 m gibt es allein vom Colonia Hochhaus, denn der Fernsehturm ist außer Funktion, kann daher nicht besucht werden, und vom Dom selbst aus kann man das berühmteste Gebäude der Stadt nicht aus der Entfernung sehen, sondern nur sein Dach und die anderen Domtürme. So freuten sich die zwei professionellen Höhenarbeiter (die offizielle Berufsbezeichnung lautet Seilzugangs- und Positionierungstechniker, ansonsten auch Industriekletterer genannt) David Adu und Felix Ludwig von der Firma Rope Access Solutions aus Bremen ganz besonders über den strahlenden Sonnenschein und die Windstille um das einst höchste Wohnhaus Europas. Das denkmalgeschützte Gebäude mit 352 Wohnungen und seinen 5 km Balkonen wird regelmäßig von den Spezialisten untersucht. An sechs 150 m langen Seilen kontrollieren sie das Mauerwerk in 38 Abfahrten und fahren dabei ca. 6000 Seilmeter pro Arbeitseinsatz.

Ich wünsche einen schönen Samstag!

A.C.

 

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