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12. MÄRZ 2021 – Freitag

12.03.2021 | Tageskommentar

 

Vorhang auf für Schnelltests: Bayerns Theater starten unter Vorbehalt

Schon ab 22. März könnte in Bayerns Theatern wieder gespielt werden. Voraussetzung ist ein Schnelltest aller Beteiligten. Und das ist derzeit noch ein Problem.

  • Nach einem Gespräch mit Ministerpräsident Söder wurde den Intendanten signalisiert: Sie können ab 22. März wieder den Vorhang hochgehen lassen.
  • Wer die Schnelltests bezahlt und wer sie zur Verfügung stellt, das ist vielerorts noch offen.
  • Das Volkstheater will am 26. März „Macbeth“ herausbringen, die Staatsoper plant den „Rosenkavalier“ vor Live-Publikum.

Schon ab 22. März könnte in Bayerns Theatern wieder gespielt werden. Voraussetzung ist ein Schnelltest aller Beteiligten. Und das ist derzeit noch ein Problem.
Münchner Merkur

Ich habe zwar in absehbarer nicht die Absicht, in ein Theater zu gehen (auch nicht in ein Wirtshaus), aber zu Friseur muss ich nun doch einmal gehen. Da ich – obwohl Stammkunde – den guten Mann, der sich derzeit schrecklich fadisiert und kaum Kunden hat, nicht in Verlegenheit bringen und Einlass durch die Hintertür begehren will, habe ich mich gestern in der Schutzengel-Apotheke in der Meidlinger Hauptstraße zu einem Test angemeldet. Das war am 11.3. Meinen Termin habe ich für 22.3. bekommen. Egal, soll sein – aber wie soll das mit den Theatern funktionieren?

Als ich „Schnelltests“ gelesen habe, vermutete ich „Blitztest“ vor Ort, so wie man noch in den guten alten Pandemiezeiten mit Fiebermessung das Auslangen gefunden hat, bevor das Riesengeschäft mit den Testproduktionen über uns hereingebrochen ist. Nichts da, die Test müssen „offiziell“ sein. Wie Theaterbesuche bei dieser Vorlaufzeit möglich sind, ist mir rätselhaft.

Also ich sehe für die Zukunft der Theater und der Gastronomie tiefschwarz! Es sei den, die Politiker werden bald erleuchtet und ändern die Strategie. Das wäre ja nicht zum ersten Mal!

Schon gehen die ersten Reaktionen ein. Es ist schön, wenn Reaktionen da sind, bevor der Artikel überhaupt fertig ist.

Leserin Silvia T. klärt auf: Das Wiener Konzerthaus bietet ab 15. 3.  für Mitglieder vor Ort Gratistests an, das machen vielleicht bald andere Häuser, die zur Öffnung bereit sind, auch.

Fritz Kr. gibt mir einen Tipp, den ich bei meinem schüchteren Versuch zur Erlangung eines Haarschnitts gar nicht in Erwägung gezogen habe (das Hirn lässt such schon nach): Ich habe jetzt betreffend Ihrer Testanmeldung gelesen, am 11. Termin für den 22. —- Ich empfehle auch die Check Box, die nächste bei Ihnen wäre in der Koppreitergasse. Da sind auch noch heute Termine frei. Gratis mit E Card und Ausweis.

Gruß aus dem 23.

Danke, aber jetzt habe ich mich angemeldet und gehe nicht fremd. Darauf hätte ich aber kommen können, die Check-Box liegt 200 Meter von meiner Wiener Wohnung entfernt! Ein späterer Termin bedingt auch, dass der übernächste Termin später wahrgenommen werden muss. In schlechten Zeiten muss man sparen, wo man kann!

Pandemiemaßnahmen Anno 1831

Ich kenne zwei Mathematiker (na ja, eigentllich drei, denn meine Tochter ist praktisch auch Mathematikerin), das sind im privaten Umgang äußerst nette Menschen mit schrecklichen Berufen. Derzeit fungieren sie als „Teufel an die Wand-Maler“, die der Regierung erst die Handhabe für jene Unsinnigkeiten geben, auf die Volksschullehrer und politisch talentierte Einsteiger von allein gar nicht kommen. Einer dieser Mathematiker ist Dr. Wolfgang Habermann, der ist aber in Pension und deswegen nicht versucht, unangenehm aufzufallen.

Univ. Prof. Dr. Peter Reichl ist zwar Chef der Informatik an der Universität, aber eigentlich Mathematiker. Er ist ein sehr netter und humorvoller Mensch (wie Habermann übrigens auch)

Dem Dr. Reichl kam nun ein Brief in die Hände, den er an die Redaktion weiterleitete. Der Letter ist zwar schon aus 1831, aber in Zeiten der allgemeinen Ratlosigkeit ist das auch schon wurscht. Er enthält Tipps, wie man früher die Cholera bekämpft hat:

Geschätzte Redaktion,

wie Sie wissen, beschäftige ich mich ja immer wieder mit der Opernszene in den 1830er-Jahren und habe gerade einen sehr interessanten Brief vor mir, den Domenico Ferri, geschätzter Bühnenbildner der Pariser Oper, am 12. August 1831 an seinen Freund Domenico Donzelli schrieb, der gerade aus Paris abgereist war, um kurz darauf als Pollione an der Mailänder Uraufführung der „Norma“ mitzuwirken.

 

Wenigstens die Nachschrift dieses Briefs möchte ich Ihnen nicht vorenthalten (anbei, die letzten vier Zeilen), Ferri schreibt: „Le ultime lettere ricevute dal Italia unitamente alla vostra sono bagnate dentro l‘aceto taliate e profumate Idio ci salvé dal collera morbus volio credere che siano precauzioni e giuste misure… – Die letzten Briefe aus Italien wie auch den Ihrigen hat man in Essig gebadet, aufgemacht und ausgeräuchert. Möge Gott uns vor der Collera (sic!) bewahren – ich möchte so sehr daran glauben, dass das die richtigen Vorsichtsmaßnahmen sind…

Alles schon mal dagewesen… 🙂

Univ.Prof. Dr. Peter Reichl (Zitat Ende)

Wirkungsloser als die bisherigen Maßnahmen kann in Essig baden und Ausräuchern auch nicht sein! Es käme auf einen Versuch an.

Berlin
Pilot mit Clubs, Theatern, Opern. Kann die Kultur mit Covid-Tests öffnen? Berlin probiert es aus
In Berlin dürfen ab März Kultureinrichtungen im Rahmen eines Pilotprojekts wieder öffnen. Der Vorverkauf für Veranstaltungen startet am 14. März.
Tagesspiegel.de

Zur erlauchten Runde der eingeladenen Opernkritiker

Ich bin gespannt, wie lange das noch gutgeht. Gewiss, es wird immer wieder Auftragsschreiber geben, die für zumindest Wohlwollen und eine freundliche Begrüßung alles schreiben, was gewünscht wird – meist sogar in vorauseilendem Gehorsam. Es gibt aber auch Menschen in der schreibenden Zunft, die besitzen einen Spiegel und testen, wie lange sie sich noch im Spiegel betrachten können, bevor sie den nachdenklich machenden Feind rausschmeißen (bitte nicht beim Fenster, das kann für Passanten gefährlich werden, es gibt die Glascontainer). Ich lese mit Interesse zwischen den Zeilen bei den Herren Weidringer (war vor vielen Jahren Merker-Mitarbeiter) und Irrgeher, in letzter Zeit sogar bei Herrn Sichrovsky, andere Kritiker habe ich erst einmal zu Rate gezogen und das war gleichzeitig auch das zweite, weil letzte Mal.

Besagter Herr Sichrovsky wird – obwohl kein Jüngling – bereits ganz schön vorlaut. Lesen Sie unten seine „Spitzentöne“:  Damit komme ich zum Abendtermin vom vergangenen Sonntag, der „Traviata“-Premiere. Am Pult stand der angesagte junge Italiener Giacomo Sagripanti und hatte hörbar keine Ahnung vom Operndirigieren. Dass man mit den Sängern Atem holen muss, um einander gegenseitig immer höher zu tragen, weil es sonst plump und gestaltlos wird: Das war schon kurz zuvor, in der „Carmen“-Premiere, dem Dirigenten Andrés Orozco-Estrada verborgen geblieben, einem glutäugigen Feuerwedler, der per Amtsvorrückung über die Tonkünstler an die Spitze der Symphoniker gelangt ist. Die Hundertstelsekunde, die das Orchester dem Sänger hinterher ist, weil es auf ihn wartet, türmt sich in Summe zur bleiernen Masse. Thielemann und drei, vier andere halten in der Oper schon das Monopol…

Ab und zu werde ich die Erkenntnisse des Freundeskreises doch noch lesen, vor allem nach Serebrennikovs „Parsifal“.  Die Gefahr, dass mir bei gewissen Rezensenten die Spiegel auf den Kopf fallen, wenn ich arglos an deren Wohnung vobeigehe, besteht wohl kaum! Es bietet sich auch die Möglichkeit an, den Spiegel umzudrehen,

Spitzentöne: Wie mir Corona meinen Traum erfüllte
Um elf im Musikverein, abends in der Oper: Seit meiner Stehplatzzeit kannte ich diesen Luxus nicht mehr. Leider fehlt es heute vielfach an großen Dirigenten, wie in der Oper offenbar wurde .
https://www.news.at/a/spitzentoene-corona-oper-11928638

Salzburg
Thielemanns gefährdete Osterfestspiele
Christian Thielemann, künstlerischer Leiter der Salzburger Osterfestspiele, über Salzburger Konflikte und den Kampf gegen „Corona-Pfunde“
https://www.derstandard.at/story/2000124856098/thielemanns-gefaehrdete-osterfestspiele

Trotz Corona: Opernfestival in Verona soll stattfinden
Riccardo Muti will dirigieren, 98. Ausgabe der Festspiele startet am 19. Juni.
Wiener Zeitung

Deutschland
„Das ist fast absurd“. Der Sänger Christian Gerhaher ist Kopf der Gruppe „Aufstehen für die Kunst“ – Sie droht dem Staat mit einer Klage
Der Bariton Christian Gerhaher gehört zu den Initiatoren der Gruppe „Aufstehen für die Kunst“, die eine Wiedereröffnung der Kulturinstitutionen fordert und dafür vor Gericht gehen will.
Donaukurier.de

Bayreuther Festspiele
Holger von Berg: „Das ist so in Ordnung“
Ein Blick zurück mit gemischten Gefühlen: Im Kurier-Interview spricht Holger von Berg, der nach fünf Jahren als Geschäftsführer den Grünen Hügel verlässt, über die Sanierung des Festspielhauses, das Risiko von Chor-Opern in Corona-Zeiten und die Zusammenarbeit mit Katharina Wagner. Wobei: Letzteres tut er eigentlich nicht.
Nordbayerischer Festspielkurier

NEUE OPER IN DÜSSELDORF – WAS SONST?… Gastkommentar  „Der Opernfreund“  / Peter Bilsing/ www.deropernfreund.de

https://www.zeit.de/news/2021-03/11/duesseldorf-soll-neues-opernhaus-bekommen

Der Düsseldorfer Bürgermeister scheint unseren OPERNFREUND zu lesen, denn das Folgende schrieb ich vor ein paar Wochen in unserem KONTRAPUNKT

Mir fehlt was…

Liebe Opernfreunde. Die unfassbare Naivität, mit der ich täglich Pressemitteilungen präsentiert bekomme  im Tenor „Wir fordern..“ oder „bald geht es wieder los, alles wie früher“, ärgern mich. Wie kann man so blind sein? So weltfremd? So naiv? Oder ist das Zweckoptimismus? Ich prognostiziere, dass wenn sich nicht Grundlegendes im Denken der Menschen ändert, mehr als die Hälfte aller Opernhäuser in absehbarer Zeit zugemacht werden müssen. Das Licht, welches ich am Ende des Tunnels sah, wird immer dunkler.

Unser protestierender Ärger über den aktuell zeitlichen Wegfall unseres Luxushobbys sollte sich besser gegen die Idioten und Ignoranten richten, die weiterhin z.B. ungestraft in der Berliner U-Bahn oder anderswo ohne Maske reisen. Die weiterhin Partys feiern, weil sie sonst angeblich nicht leben können. Oder gegen die sogenannten „Querdenker“ – ja was ist denn das für eine Bezeichnung für total Verwirrte. Sind das alles Spinner, Sektierer und Ufologen?

Copyright: Der Operfreund

Mehr darüber in unseren heutigen „Infos des Tages“ oder eben gleich im „Opernfreund“ (altes Sprichwort: „Man geht zum Schmied und nicht zum Schmiedel“

München
Primadonnen. Die Diven vom Gärtnerplatz
Premiere am Samstag, 13. März 2021 um 19 Uhr als Live-Stream aus dem Staatstheater am Gärtnerplatz, München
Was wäre die Oper ohne die Primadonna? Sie verkörpert Glamour und große Emotionen, königliche Heldinnen und bedingungslos Liebende, ihr beseelter Gesang rührt uns zu Tränen, ihre Spitzentöne bringen den Saal zum Toben. In ihr konzentrieren sich die Sehnsüchte des Publikums. Und so sehr man sie auf der Bühne bewundert, so gefürchtet sind sie hinter der Bühne, sagt das Klischee. Barbara Hauter sprach vor der Premiere mit dem kroatischen Dirigenten Darijan Ivezić, der seit 2019 als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung am Gärtnerplatztheater wirkt und mit „Primadonnen“ seinen ersten großen Einsatz am Pult in Deutschland hat.
Klassik-begeistert.de

Tenor Daniel Behle komponiert Operette: Eine Ode an das Biertrinken
Als Mozart-Tenor gefeiert und im letzten Jahr mit dem Opus-Klassik als bester Sänger 2020 ausgezeichnet, ist Daniel Behle ein musikalischer Grenzgänger. Als Komponist geht er schon lange einen unkonventionellen Weg zwischen E- und U-Musik. „Hopfen und Malz“ heißt seine Operette und ist am Sonntag im Operetten-Boulevard auf BR-Klassik erstmals zu hören.
BR-Klassik.de

Romy-nominiertes ORF-III-Format „Wir spielen für Österreich“ geht in die nächste Runde: „Der Kirschgarten“ u. a. mit Otto Schenk

Otto Schenks Abschied von der Theaterbühne

Heute TV-Spielung der Theateredition am Freitag, 12. März, um 22.55 Uhr

Wien (OTS) – Am Freitag, dem 12. März 2021, präsentiert ORF III Kultur und Information eine neue Ausgabe der für die Romy 2021 nominierten Reihe „Wir spielen für Österreich“. Aus dem Theater in der Josefstadt zeigt „So ein Theater“ das exklusiv für das Fernsehen produzierte Stück „Der Kirschgarten“ (22.55 Uhr) u. a. mit den Bühnenlieblingen Sona MacDonald und Otto Schenk. Anton Tschechows letztes Bühnenwerk verbindet Humor und Tragik auf einzigartige Weise. Die verwitwete Adelige Ljubow Andrejewna Ranjewskaja (Sona MacDonald) kehrt nach langjährigem Frankreich-Aufenthalt mit ihrer Tochter (Gioia Osthoff) auf ihr russisches Gut zurück, das von einem prächtigen Kirschgarten umgeben ist. Von der Schönheit der Kirschblüte und den damit verbundenen Kindheitserinnerungen überwältigt, verleugnet Ranjewskaja die hohe Verschuldung und drohende Zwangsversteigerung des Gutes. Wird Kaufmann Lopachin (Raphael von Bargen), Sohn eines ehemaligen Bauern, den Besitz retten können? Für die Inszenierung zeichnet Amélie Niermeyer verantwortlich. Bereits davor steht mit „Boeing-Boeing“ (20.15 Uhr) – in der Aufführung aus dem TV-Theater von 1983 und unter Inszenierung von Herbert Fuchs – ein anderer Theater-Klassiker auf dem ORF-III-Spielplan. Danach und einstimmend auf „Der Kirschgarten“ zeigt ORF III „Otto Schenk – Perlen des Humors“ (21.50 Uhr) mit Klassikern der gehobenen Unterhaltung.

Otto Schenk: „Kirschgarten“-Auftritt „war der Abschied“
Die Aufzeichnung ist am Freitag auf ORF III zu sehen.
Wiener Zeitung

Otto Schenks Abschiedsauftritt: „Sterben auf der Bühne gelingt mir noch“
Die Presse.com

NT Gent / Landestheater Niederösterreich / Le Manège Maubeuge
YELLOW – THE SORROWS OF BELGIUM II: REX von Luk Perceval
Stream: 11. März 2021

Foto: NT Gent c Maria Shulga 

Das Phänomen der Vergangenheitsbewältigung ist den Kindern und Enkeln der Nazi-Generation hierzulande schmerzlich vertraut. Die jungen Leute von heute mögen, von eigenen Problemen umgeben, weniger damit zu tun haben. Andere Länder, deren „Schuld“ in der Epoche des Dritten Reichs nicht so unzweifelhaft fest stand, sind nun später an der Reihe, ihre Fragen zu stellen. Luc Perceval, Autor und Regisseur, unternimmt es jetzt für seine Heimat Belgien – und hier, in Gent zuhause, vordringlich für den flämischen Teil.

An sich ist das Projekt der historischen Aufarbeitung, das sich übergreifend „The Sorrows of Belgium“ nennt, dreiteilig: Jener, die sich mit der unrühmlichen Kolonialrolle Belgiens im Kongo befasst, hatte schon Premiere. Nun folgte – notgedrungen als Video-Präsentation – der zweite Teil in Zusammenarbeit mit dem Landestheater Niederösterreich. Der dritte Teil, der sich mit Belgien und seinen aktuellen Problemen mit dem Islamismus auseinandersetzt, wird folgen.

Der gut zweistündige Videofilm, der nun entstanden ist (live kommt die Produktion, so Corona will, noch heuer in Gent und nächste Saison in St. Polten heraus), läuft die längste Zeit schwarzweiß, erst wenn am Ende kurzfristig die Zeit nach dem Krieg behandelt wird, gesellt sich Farbe dazu…

Zum Bericht von Renate Wagner

Wien/ Bundeskanzleramt: Im Büro von Edtstadler spielt jetzt die Musik

 

Europaministerin Edtstadler kann ihrer Liebe zur Musik jetzt auch im Kanzleramt nachgehen. Ein „Bösendorfer“-Flügel steht nun zur Verfügung.
https://www.heute.at/s/im-buero-von-edtstadler-spielt-jetzt-die-musik-100132071

Der Flügel ist kein Geschenk, sondern eine Leihgabe der Hofmusikkapelle. Wie lange sich Frau Minister damit vergnügen kann, entscheiden die politischen Entwicklungen.

Diese Woche sollte ein Klavier in der Merker-Redaktion angeliefert werden, ergänzend zum Elektroklavier. Ich bin aber am Transporteur gescheitert, also muss ich mich um einen anderen umschauen. Herrgott, vor 30 Jahren hätte ich das Klavier womöglich allein getragen – aber jetzt geht es nicht mehr – ich habe gewaltig abgebaut. Viermal in einem Leben habe ich bereits einen Flügel getragen (natürlich nicht allein)  – zwei Stockwerke runter und rauf! Und nun scheitere ich an einem Klavier, das problemlos mit einem Gurt zu tragen sein müsste!

Nachstehender Kommentar: Was ist Normal? Darf man das Wort überhaupt verwenden?

Kommentar: Wettbewerb der Dünnhäutigkeit von Christoph Irrgeher
Natürlich waren die Menschen früher auch nicht ehrlicher. Seit dem Aufkommen eines überspannten Moralismus in den Sozialen Medien tarnen sich Machtansprüche aber besonders perfide. Da attackiert man Gegner mit dem Verweis auf persönliche Demütigungsgefühle, die sich nicht objektiv widerlegen lassen, aber im Netz rabiate Sympathisanten auf den Plan rufen…

… So gab Unilever bekannt, das Wort „normal“ nicht mehr zur Beschreibung seiner Pflegeprodukte zu benützen. Ziel: Es solle sich keiner ausgeschlossen fühlen.

Löblich zwar, dass der Konzern zugleich verspricht, in seinen Bildern auf die nachträgliche Bearbeitung von Körperformen, Proportionen oder Hautfarben zu verzichten. Das Wort „normal“ zu tilgen, zeugt aber von einer grotesken Dünnhäutigkeit. Und es wirft praktische Probleme auf. Welche Creme kaufen, wenn der eigene Teint weder abnormal trocken noch speziell fettig ist? Welches Shampoo, wenn man sich zwar nicht in Bausch und Bogen, wohl aber an seinem Haarschopf für durchschnittlich erachtet? Und wie weit ist eine „Unternehmensphilosophie“ zu gehen bereit, der jeder Empörungsschrei gleich Befehl ist? Wer weiß: Vielleicht stellt Unilever ja eines Tages seine gesamte Shampoo-Produktion ein – weil sich einige Kahlköpfe davon grundsätzlich diskriminiert fühlen.

Wiener Zeitung

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Starke Zunahme von illegalen Grenzübertritten aus Mexiko in die USA: Laut der Grenzschutzbehörde CBP seien im Februar über 100 000 Personen beim versuchten Übertritt der Südgrenze aufgegriffen worden – fast drei Mal so viele wie vor einem Jahr. Die Mehrheit werde laut dem Weissen Haus wegen Corona-Bestimmungen abgewiesen. Zum Bericht
  • 8500 Meter hohe Aschesäule bei Vulkanausbruch in Ecuador: Der Vulkan Sangay ist am Donnerstag ausgebrochen und hat den Himmel bis in die rund 50 Kilometer entfernte Provinzhauptstadt Riobamba verdunkelt. Der knapp 5300 Meter hohe Sangay am Rande des Amazonasgebiets gilt seit dem Jahr 1628 als aktiv. Zum Bericht
  • Wie weiter mit den Jahrhundertfussballern Messi und Cristiano Ronaldo? Erstmals seit 2005 wird weder der Portugiese noch der Argentinier in den Champions-League-Viertelfinals dabei sein. Wo die alternden Stars nächste Saison spielen werden, ist offen. Doch Ronaldo und Messi haben das gleiche letzte grosse Ziel: die WM 2022 in Katar. Zum Bericht

Wien/ Rathaus
„Für Daseinsvorsorge“
Brauner-Büro: 750.000 Euro für Personalkosten

Was ist „Daseinsvorsorge? Die Zeitung schreibt:

Bezüglich der Ziele wurde auf ein Schreiben aus dem Jahr 2018 verwiesen, wonach es die Intention der Stadt Wien sei, „das Wiener Modell der Daseinsvorsorge angesichts internationaler Rahmenbedingungen vor allem in der EU offensiv zu positionieren und die Bedeutung der Daseinsvorsorge und Kommunalwirtschaft aufzuzeigen“. Dadurch solle das Bewusstsein für diese Thematik über Wien und Österreich hinaus gestärkt werden, hieß es in diesem Grundsatzpapier.

Keine Zielwerte, keine Evaluierung
Allerdings, so konstatierte der Stadt-RH nun, seien keine konkreten Zielwerte festgelegt worden, mit denen die Wirkung gemessen werden könne…

https://www.krone.at/2362503

Ein Nicht-Wiener kann das nicht begreifen! „Was is mein Leistung?“ Halt, das war ein anderer Politiker!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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