Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

12. JUNI 2022 – Sonntag

12.06.2022 | Tageskommentar

VOR DER PREMIERE L’ORFEO – PUBLIKUM AUF DER GALERIE-TERRASSE. Foto: Fritz Krammer

PS: Vor Beginn durfte man als „gewöhnlicher“ Besucher nicht auf die Terrasse, um dort ein wenig Luft zu schnappen, weil die Direktion Gäste geladen hatte, den „Freundeskreis“. In der Pause durfte man zwar hinaus, aber der Abbau der Tischchen und Stühle war noch nicht abgeschlossen.

Bericht von Dominik Troger (www.operinwien.at ist online

http://www.operinwien.at/werkverz/monteverdi/aorfeo5.htm

WIENER STAATSOPER: L’ORFEO – Erster Kurzbericht („Kleine Zeitung“) von der Premiere

Wien/Staatsoper:
Orfeo“: Hochzeits-Fiasko in mutloser Umsetzung
Nachtkritik. Mit Claudio Monteverdis „Orfeo“ zeigt die Staatsoper das erste relevante Opernwerk der Geschichte. Die Produktion vermittelt aber wenig vom ästhetischen Beben, das dieses Werk einmal ausgelöst hat.
https://www.kleinezeitung.at/kultur/klassik/6151641/Wiener-Staatsoper_Orfeo_HochzeitsFiasko-in-mutloser-Umsetzung

Andrea Mastroni (Plutone), Georg Nigl (Orfeo), Hiroshi Amako (Apollo), Slávka Zámečníková (Euridice), Christina Bock (Botin / Proserpina). Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Es liegt noch kein Eigenbericht vor (Dr. Schmid geht in die zweite Vorstellung, wer sonst noch in der Premiere war, weiß ich nicht und harre der Dinge, die da kommen werden). Ich reagiere, sobald mehr Infos vorliegen!

Wo bleibt das Publikum? – ein geradezu unterirdischer Auftritt des Holding-Chef zu diesem Thema im Radio
ORF-Sendung vom 10.6.

Der Holding-Chef redet sich eine Pippi Langstrumpf-Welt zusammen. Ein auf dem Bauch kriechender Journalist heutigen Zuschnitts  fragt ihn, wie er (Mag. Kircher) die Corona-Krise gemeistert habe. Dieser wehrt – zu seiner Ehrenrettung sei das auch erwähnt –  die Lobschleimerei zumindest teilweise ab, in dem er von einem kollektiven Erfolg spricht. Wen meint er mit Kollektiv? Die Krise meistern die Steuerzahler, nicht zu knapp und in vielen Fällen auch gar nicht gewollt.

Gemeistert ist übrigens gar nichts, die Theater werden uns weiterhin schwer im Sack hängen!
https://oe1.orf.at/player/20220610/681964

Placido Domingos spätes Debüt in Graz/ Musikverein – Stefaniensaal
Der „Duracell-Hase“ sang im Grazer Musikverein
 
Plácido Domingo beehrte Grazer Musikverein
Gemeinsam mit José Carreras und Luciano Pavarotti sorgte Plácido Domingo weltweit als Teil der „Drei Tenöre“ für tosenden Applaus. Und auch im Stefaniensaal wollte der Applaus nie enden, als er mit Verdis „Nabucco“ sein Debüt im Grazer Musikverein gab.
https://steiermark.orf.at/magazin/stories/3160302 (mit Video!)

Spätes Debüt Placido Domingos im Grazer Musikverein gefeiert
Die meisten waren vermutlich einzig und allein wegen ihm gekommen und jubelten entsprechend bei jeder Gelegenheit: Placido Domingo, Ausnahmetenor und Maßstäbe-Setzer vor allem im italienischen und französischen Fach, war am Freitag erstmals im Grazer Musikverein zu Gast. In einem Konzert im Stefaniensaal gab er zusammen mit einer grandiosen Marie José Siri und anderen Solisten Giuseppe Verdis „Nabucco“ in einer konzertanten Version zum Besten.
SalzburgerNachrichten

Plácido Domingo in Graz: Spätes Debüt des Duracell-Hasen
Ein spätes Debüt im Musikverein und erst sein zweites Konzert in Graz: Der Jahrhunderttenor und nunmehrige Bariton Plácido Domingo kam mit 81 Jahren in den Stefaniensaal, sang den Nabucco und siegte mit Persönlichkeit und Stimme.
KleineZeitung.at

 
Placido Domingo, Maria José Siri. Foto: Youtube
Das dazu gehörende Video ist im ersten Zeitungsbericht eingebettet

MAILÄNDER SCALA: LA GIOCONDA
Verifiziert
Dopo il successo della Prima, stasera alle 19.30 torna in scena La Gioconda diretta da @frederic_chaslin per la regia di Davide Livermore. Il capolavoro di Ponchielli vede tra i protagonisti @hernandezsaioa (La Gioconda), @danielabarcellonavitiello (Laura Adorno), @erwinschrott (Alvise Badoèro), @lachiuri (La Cieca), @lacollaartista (Enzo Grimaldo) e @robfrontali (Barnaba).
ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos

operklosterneuburg: LA BOHÈME

Kamilė Bonté, Clemens Kerschbaumer. Foto: Operklosterneuburg/ Mark Glassner

BESETZUNG
Musikalische Leitung Christoph Campestrini
Inszenierung François de Carpentries
Bühne Hans Kudlich
Rodolfo Clemens Kerschbaumer
Mimì Kamilė Bonté
Marcello Thomas Weinhappel
Schaunard Aleš Jenis
Colline Dominic Barberi
Musetta Aleksandra Szmyd
Benoit/Alcindoro/Zollwächter Marc Olivier Oetterli

Premiere Samstag, 9. Juli 2022

Juli 12*, 14, 16, 20, 22, 26, 28, 30
August 3, 5
jeweils 20.30 Uhr
* öffentliche Benefizvorstellung Rotary-Club Klosterneuburg

 KARTENVERKAUF: INFORMATION UND TICKETS: Kulturamt, Babenbergerhalle Klosterneuburg, Rathausplatz 25, 3400 Klosterneuburg
Montag bis Freitag: 7.30-12.00 Uhr
Montag bis Donnerstag: 12.30-15.30 Uhr
Tel 02243 / 444-424 oder 444-425
karten@operklosterneuburg.at

Wiener Festwochen/ Museumsquartier: Überwiegend Langeweile

„Einstein on the Beach“: Zwischen Avantgarde und Langeweile

Foto: Ingo Höhn
Die Wiener Festwochen haben mit „Einstein on the Beach“ von Philip Glass eine Ikone des modernen Musiktheaters nach Wien geholt. Veranstaltungsort war die Halle E im Museumsquartier. Die Aufführung dauerte pausenlose dreieinhalb Stunden, wobei sich das Publikum frei bewegen konnte – es durfte sogar auf der Drehbühne „mitfahren“.
http://www.operinwien.at/werkverz/glass/aeinstein.htm

Fest der Bedeutungslosigkeit? „Einstein on the Beach“ bei den Wiener Festwochen

Frisch vom Theater Basel (Premiere am 4. Juni) ist Susanne Kennedys (Konzept/Regie) und Markus Selgs (Konzept/Bühne) Version von Philip Glass’ Minimal-Meilenstein, den einst Robert Wilson mit ihm ersann und 1976 aus der Taufe hob, nun zweimal (nur noch heute, Samstag) in der (großen) Halle E des Museumsquartiers zu sehen. In dieser hebt sich für den Abend das Gefälle auf: Es gilt freie Platzwahl auch auf der Bühne, was die Zuschauer reichlich und immer reichlicher nutzten. Auf dem Beizettel zum Programmheft steht: „Achten Sie bitte aufeinander und wechseln Sie ab und zu die Plätze.“ Das geschah zwar nur teilweise, aber man kann schon verstehen, dass die auf stete Wiederholung vertrauende Einkehr den (post-post-?)modernen Hektiker fast schon süchtig machte. Ich spreche mich selbst schuldig…
Zum Berichtvon Gregor Schima

Wiener Festwochen: EINSTEIN …  sanft schlummernd on the Beach (10.6.2022)
„EINSTEIN on the Beach“: Eine Produktion des Theaters Basel als aufwendiges Gastspiel an zwei Abenden bei den Wiener Festwochen im Museumsquartier zu sehen. Ein Kultstück damals nach der Uraufführung 1976 in Avignon. Von Robert Wilson erdacht, von Philip Glass mit seinem endlosen Monotonsound pausenlos viereinhalb Stunden untermalt. Jetzt vom Basler Team (Regie: Susanne Kennedy) neu interpretiert und auf dreieinhalb Stunden zurecht gestutzt
Zum Bericht
von Meinhard Rüdenauer

„Einstein on the Beach“ in Wien: Esoterikkurs für Anfänger, aber mit Ziege (Bezahlartikel)
Kurier.at

Vincenzo Bellini: Il pirata • Opernhaus Zürich • Konzertante Vorstellungen: 06.06.2022 und 10.06.2022
(2. und 3. Vorstellung • Premiere am 01.06.2022)

Von den Schwierigkeiten des Belcanto

Knapp dreissig Jahre nach der szenischen Erstaufführung am Opernhaus Zürich hat Bellinis «Il pirata» wieder den Weg auf den Spielplan gefunden. Der Einsatz für Werke ausserhalb des «Kernrepertoires» ist grundsätzlich zu loben.

 

https://www.staatsoper.de/biographien/lungu-irina    Andrew Owens https://osopera.org/cast/andrew-owens/

Das Lob kann aber nur grundsätzlich sein, denn die etwas lieblose, ja auch sorglose Vorbereitung der Aufführungen hat dem so bedeutsamen Werk, das wegen der Schwierigkeit die Tenor-Partie adäquat zu besetzen so selten gespielt wird, nicht wirklich gedient…

Zum Bericht von Jan Krobot

Premiere „La Wally“ von Alfredo Catalani am 8. Juni 2022 im Wilhelma-Theater/STUTTGART
Fieberhafte Dynamik

Zum Berichtvon Alexander Walther

Stuttgart / Wilhelma-Theater: „LA WALLY“ von Alfredo Catalani – große Oper für junge Leute – 8.6.2022 Pr

Auf der Suche nach einer Oper für eine neue Hochschulproduktion, wo – ähnlich der weltweit oft inszenierten „La Bohème“ – junge Leute die Träger der Handlung sind, fiel die Wahl auf die, in unserer Zeit ziemlich selten gespielte „La Wally“ von Alfredo Catalani, von der im Allgemeinen nur die Aufnahmen der berühmten Arie der Wally „Ebben? Ne andrò lontana“, die Catalani ursprünglich 1878 als Chanson Groënlandaise komponiert und dann in die Oper aufgenommen hat, schon wegen der Aufnahmen mit berühmten Sängerinnen, darunter Maria Callas, sehr bekannt ist, der „Rest“ aber kaum und wenn, dann von den wenigen Inszenierungen an großen Opernhäusern oder von dem 1940 gedrehten Film „Die Geierwally“…
Zum Bericht von Ingrid Gerk

Jossie Wieler und seine Neuinszenierung der Meistersinger (Podcast)
Ein Gespräch mit dem Regisseur Jossie Wieler
rbb.online-de

Leipzig
„Welt-Ende“ im Gewandhaus zu Leipzig: Joachim Raffs Oratorium als Pfingstwunder
NeueMusikzeitung/nmz.de

Festspielhaus St. Pölten Yaron Lifschitz Beethoven 9 am 10.6.2022
ST. PÖLTEN/ Festspielhaus: Yaron Lifschitz . Circa . Tonkünstler: Beethoven 9

Beethovens 9., seine letzte Symphonie, uraufgeführt im Mai 1824 im Wiener Kärntnertortheater, stellt in mehrfacher Hinsicht einen Höhe- und Wendepunkt in der Musikgeschichte dar. Dieses inzwischen meistgespielte Werk der klassischen Musikliteratur gilt zudem als unchoreografierbar. Dennoch: Was der australische Regisseur Yaron Lifschitz mit seinem Circa Contemporary Circus kreierte, riss das begeisterte Publikum in Festspielhaus St. Pölten sofort nach Ende der Vorstellung von den Sitzen.

Yaron Lifschitz – Circa: Beethoven 9 (c) Laura Manariti (2)

Zum Berichtvon Rando Hannemann

„Extrem leiwand“: Lokalmatadore stehen beim Nova Rock in den Startlöchern
Seiler und Speer werden am dritten Tag des Festivals auf der Blue Stage erwartet. Die ukrainische Band Jinjer dankte für Unterstützung und kritisierte das „fucking Putin-Regime“.https://www.tt.com/artikel/30822755/extrem-leiwand-lokalmatadore-stehen-beim-nova-rock-in-den-startloechern

Aktuelles „Neue Zürcher Zeitung“

Putin ist sterbenskrank, die russische Armee am Boden – wie sich westliche Medien die Lage der Ukraine schönschreiben
Die Ukraine könne den Krieg gegen die russische Invasionsarmee gewinnen, liest man in den Zeitungen. Nach über drei Monaten Krieg haben sich die russischen Soldaten allerdings im Osten des Landes festgesetzt. Ist die Berichterstattung westlicher Medien zu stark von Wunschdenken geprägt?
Jetzt lesen
 Russland will im Südosten der Ukraine für immer bleiben. Der Donbass und die besetzten Gebiete der ukrainischen Regionen Cherson und Saporischja werden vom Kreml immer mehr wie eigenes Territorium behandelt – unter anderem durch Einbürgerungen. Das hat schwerwiegende politische Folgen.
Jetzt lesen
Russland lässt im Donbass ausländische Kämpfer zum Tod verurteilen
Zwei Briten und einem Marokkaner, die in den Reihen der ukrainischen Armee gekämpft hatten, ist in der «Volksrepublik Donezk» der Prozess gemacht worden. Russland will damit mehrere Ziele gleichzeitig erreichen.
Jetzt lesen
Wer hat noch Angst vor Populisten? Sie regieren doch längst in Berlin
Nichts ist kostspieliger als der Populismus der Mitte, denn er will so viele Menschen wie möglich beglücken. Das geht richtig ins Geld, was weder FDP noch Grüne kümmert. Sie lernen gerade von Angela Merkel, die den Populismus der Mitte am besten beherrschte.
Jetzt lesen

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Kunstsammlerin Heidi Goëss-Horten 81-jährig gestorben
Die Milliardärswitwe starb am Sonntag in den frühen Morgenstunden in ihrem Haus am Wörthersee.

AUSSTELLUNG : TEXTILKUNST: FÄDEN, FARBEN UND TÖNE

 

 

HEUTE ORF/ „IM ZENTRUM“: Kassen, Konten, Korruption
Am 12. Juni um 22.10 Uhr in ORF 2

Der Rechnungshof hat angekündigt, Wirtschaftsprüfer in die Parteizentrale zu schicken. Grund ist der Rechenschaftsbericht der ÖVP über die Wahlkampfkosten für die Nationalratswahl 2019. Im Rechnungshof hat man erhebliche Zweifel, ob die Wahlkampfobergrenze tatsächlich eingehalten wurde. Den Rechnungshof beschäftigen auch die Corona-Hilfsgelder für den Seniorenbund und die Affäre rund um den Wirtschaftsbund Vorarlberg. Wie ist es um die Transparenz der Parteienfinanzierung in Österreich bestellt? Wie kann diese verbessert werden? Hat die Politik in Österreich ein strukturelles Problem mit der Korruption? Und was bedeuten die jüngsten Entwicklungen für die ÖVP?

Darüber diskutieren am Sonntag, dem 12. Juni 2022, um 22.10 Uhr in ORF 2 bei Claudia Reiterer „IM ZENTRUM“:

Martin Kreutner Mitinitiator des Antikorruptionsvolksbegehrens
Georg Krakow Transparency International Österreich
Johanna Hager Journalistin, „Kurier“
Peter Filzmaier Politologe
Werner Suppan Rechtsanwalt der ÖVP

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

 

Diese Seite drucken