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12. FEBRUAR 2021 – Freitag

12.02.2021 | Tageskommentar

AB HEUTE: DIE WIENER STAATSOPER ÖFFNET IHRE TÜREN!
FREITAG BIS SONNTAG UND MIT FREIEM EINTRITT, START AM 12. FEBRUAR. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Aussendung der Wiener Staatsoper:
Liebes Publikum,

falls euch die Staatsoper und Kunst und Kultur im Alltag schon fehlen oder ihr aus diversen Gründen noch nie hier wart, dann habt ihr ab Freitag die Gelegenheit dazu, bei freiem Eintritt einen Kunst- und Architektur-Rundgang durch die Wiener Staatsoper zu machen. Dabei werdet ihr auf einem klar erkennbaren Pfad sowie mittels Informationstafeln durch die historischen Räume des Gebäudes geleitet. Über QR-Codes erhaltet ihr weiterführenden Informationen, Fotos, Videos sowie Audiofiles. (Zitat Ende)

Vestibül, Feststiege, Prunkräume und kaiserliche Mittelloge

Statt Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Wagner, gibt es August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll zu bestaunen. Die beiden sind die Architekten des 1869 eröffneten Prachtbaus auf der Ringstraße. Errichtet im Stil der Neorenaissance ist das Gebäude aber nicht nur für Architekturliebhaber interessant.

Freier Eintritt
Die Öffnungszeiten sind von Freitag bis Sonntag von 11.00 bis 16.00 Uhr. Der letzte Einlass ist um 15.30 Uhr.

Zu sehen sind der Eingangsbereich der Oper, die Feststiege, die Prunkräume Teesalon, Gustav-Mahler-Saal, Marmorsaal, Schwindfoyer und Loggia sowie die kaiserliche Mittelloge. Über QR-Codes können weiterführende Informationen, Fotos, Videos oder Tondokumente auf der Website der Staatsoper angesteuert werden.

Eintrittsgeld wird dafür nicht verlangt, wer will, kann für die Jugendarbeit der Wiener Staatsoper eine Spende hinterlassen. Im Haus sind FFP2-Masken zu tragen, außerdem müssen zwei Meter Abstand und alle weiteren derzeit geltenden Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. Coronakonform dürfen maximal 130 Gäste gleichzeitig im Haus unterwegs sein.

Nach Lockdown: Rundgang in Staatsoper
Die Wiener Staatsoper öffnet heute wieder für ihre Besucherinnen und Besucher. Zwar gibt es noch keine Opernvorstellungen vor Publikum, für Kunstinteressierte öffnet das Haus am Ring aber als Museum bei freiem Eintritt.
https://wien.orf.at/stories/3089465/

Die Opernmaus ist unermüdlich unterwegs, um Infos für uns zu ergattern:

 

Für 1. März ist weiterhin Castronovo in Carmen angesetzt, und das ist kein Versehen, sondern Castronovo wird nach jetzigem Stand die späteren Vorstellungen – falls sie stattfinden – singen, Beczala ist bisher nur für die Premiere im Fernsehen vorgesehen.

Lohengrin 3.0 – Ist Streaming die Zukunft für Oper und Theater?

Berlin – Im Lockdown bleiben Opernhäuser und Theater zu, Aufführungen sind nur noch digital zu erleben. Das Angebot ist groß. Ob damit auch eine neue Kunstform entsteht?

Auch die neue Premiere der Staatsoper mit Leos Janáceks «Jenufa» wird coronagerecht. In der Regie des Italieners Damiano Michieletto dirigiert Simon Rattle am Samstag (13.2.) eine Geistervorstellung, 3sat überträgt live ab 20.15 Uhr.

München: Der Freischütz. Golda Schultz gibt ihre Rollendebüt als Agathe. Foto: Wilfried Hösl/ Bayerische Staatsoper

In München feiert gleichzeitig Carl Maria von Webers «Freischütz» im Nationaltheater Premiere, auch ohne Publikum, in einer Inszenierung von Dmitri Tcherniakov mit dem Dirigenten Antonello Manacorda. Der Stream läuft kostenlos ab 18.30 Uhr auf www.staatsoper.tv.

Der 13.2. ist Stream-Großkampftag. Aus Ostrava wird die neue „Tosca“ übertragen. Weitere Projekte stehen ebenfalls an

Das Theater musste sich ebenfalls verändern. Im Sommer 2020 behalfen sich manche Bühnen noch mit Umbauten – das Berliner Ensemble (BE) mit seinen ausgebauten Stühlen wurde zum Symbolbild. Jetzt zeigt das BE historische Inszenierungen im Netz. Auch das Deutsche Theater ging online – mit Thomas Manns «Zauberberg» als Livestream. Die Berliner Volksbühne stellt ihr neues Stück «Metamorphosen» ins Netz, auch die Premiere von «Anthropos, Tyrann (Ödipus)» ist als Livestream geplant.

Berlin
Lohengrin 3.0 – Ist Streaming die Zukunft für Oper und Theater?
Im Lockdown bleiben Opernhäuser und Theater zu, Aufführungen sind nur noch digital zu erleben. Das Angebot ist groß. Ob damit auch eine neue Kunstform entsteht?
Neue Musikzeitung/Nmz.de

Dresden
Das Sinfoniker-Desaster von Dresden
Wie manövriert man Sinfonieorchester halbwegs heil durch den Lockdown und das Spielverbot? An der Dresdner Semperoper bekamen sich deswegen Chefdirigent Christian Thielemann und Intendant Peter Theiler öffentlich in die Haare.

Es hat einige Zeit gedauert, aber das dort mal die Funken fliegen würden, war angesichts der sich gegenüberstehenden Temperamente eigentlich klar. Und nun ist also an der Dresdner Semperoper ein Streit über den Umgang mit den Corona-Schutzmaßnahmen entbrannt. Der seit 2018 amtierende Schweizer Intendant Peter Theiler und der streitlustige Berliner Christian Thielemann fetzen sich inzwischen auch in aller Öffentlichkeit.

In Dresden gibt es – das vorab – eine für Deutschland einmalige Konstellation: Thielemann steht seit 2012 als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle vor, die als Orchester der Semperoper fungiert, die wiederum offiziell keinen Musikdirektor hat. Der bald 62-jährige Thielemann dirigiert zehn Abende in der Oper, in den vergangenen Jahren vorwiegend seine Lieblingstücke von Wagner und Strauss. Verdis „Don Carlo“ und Puccinis „Turandot“ als Übernahme von den Osterfestspielen Salzburg 2020 und 2021 verhinderte das Virus…

Die Welt.de

Da stehen einander zwei Fronten gegenüber. Als Person sind mir die Herren Thielemann und Theiler so egal wie mir nur igendwer/irgendwas egal sein kann. Von meiner Mentalität her favorisiere ich das Anliegen Thielemanns, denn er kämpft, dem Vernehmen nach Schulter und Schulter mit seinen Musikern, für das Anliegen seines Orchesters. Herr Theiler ist – dieser Eindruck entsteht bei mir – ein „Obrigkeitskuscher“. Zumindest sollte er Widerstand versuchen, selbst wenn er diesen auch nur vortäuscht.

Für mich sind die „Corona-Programme“ mit abgespecktem Orchester und womöglich ohne Chor eigentlich unfassbar. In Wien wird zum Glück an den Premieren so festgehalten, wie sie geplant sind, an keine „Kammerversionen“ gedacht!

Stardirigent Muti fordert Draghi zur Öffnung der Theater auf
Dirigent Riccardo Muti hat einen Appell an Italiens designiertem Premierminister Mario Draghi für eine sofortige Wiedereröffnung der seit Oktober geschlossenen Theater und Opernhäuser gerichtet.
https://www.stol.it/artikel/kultur/musik/stardirigent-muti-fordert-draghi-zur-oeffnung-der-theater-auf

Riccardo Mutis Appell wird vermutlich den Herrn Draghi nicht „kratzen“, aber der Maestro bringt sich zumindest ein. Politiker verstehen aber nur „die Sprache des Volkes“ (bei uns wird das geringschätzig „Populismus“ genannt), derzeit hat „die breite Masse“ jedoch andere Sorgen – auch in Italien.

Sommereggers Klassikwelt 74: Alban Berg – musikalischer Traditionalist und Neuerer
Am 9. Februar 1885 wurde Alban Berg in Wien geboren. Auch außerhalb von Jahren mit runden Geburts-oder Sterbetagen verdient dieser Komponist eine Würdigung, seine Kompositionen sind jedenfalls längst im Kernrepertoire internationaler Orchester und Opernhäuser angekommen.
Peter Sommeregger berichtet aus seiner Klassikwelt
Klassik-begeistert.de

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Wiener Staatsoper: CARMEN – Probe am 11.2.

 

ZU FACEBOOK mit Video

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Riccardo Chailly in Luzern bis 2026 verlängert

 

ZU FACEBOOK

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ST. PETERSBURG: Wer rastet, der rostet: Tatjana gesungen, nun folgen Turandot und Tosca

ZU INSTAGRAM mit Video

Russe müsste man sein, wenn man als Opernsänger gut durch die Zeit kommen möchte. Das Geld scheint dort locker zu sitzen!

W.B. dazu: Nicht nur; die Häuser sind (mit verkleinertem Publikum) geöffnet!

Ich möchte (nicht) wissen, was die im Land ansässigen Sopranistinnen denken, wenn die „Österreicherin“ ihnen den Job wegnimmt…

Zitat Ende

Konter aus dem 23. Bezirk: Das könnte man auch auf den Spanier umlegen der sich dort als Dirigent und Verdi Bariton eingenistet hat!Gruß aus dem 23.!

Stream: Premiere von Ivan Eröds Oper „Pünktchen und Anton“ am 10.2.2021 in der Kölner Oper/KÖLN

Ana Fernandez Guerra. Copyright: Oper Köln

Das berühmte Buch „Pünktchen und Anton“ von Erich Kästner wurde von dem österreichischen Komponisten Ivan Eröd in witziger Weise vertont.
Zum Bericht von Alexander Walther

Spiel, Spaß und Fantasie
Iván Eröds Kinderoper „Pünktchen und Anton“ nach dem Roman von Erich Kästner feiert seine deutsche Erstaufführung im Online-Stream
https://www.concerti.de/oper/oper-koeln-puenktchen-und-anton-10-2-2021/

Kölner Kulturpolitik: Wer alle angeht
Über Personalien könne man nicht diskutieren, sagt eine Kulturpolitikerin der Grünen. Aber stimmt das überhaupt? Der Fall der Kölner Opernintendantin Birgit Meyer als Beispiel.
Frankfurter Allgemeine

Hamburg
„Rheingold“ in 75 Minuten. Probenbesuch in Hamburg.
Studierende des Master-Studiengangs Oper der Hamburger Hochschule für Musik und Theater proben derzeit für ein ganz besonderes Stück: Sie führen Richard Wagners Musikdrama „Rheingold“ auf, wegen der Corona-Krise als Live-Stream.
https://www.ndr.de/kultur/Rheingold-in-75-Minuten-Probenbesuch-in-Hamburg,rheingold140.html

WIEN / Leopold Museum:
MENSCHHEITSDÄMMERUNG
Vom 10. Februar 2021 bis zum 5. April 2021

 

Der seltsame Glanz aus der „Provinz“!

1918 war das, was nach dem Ersten Weltkrieg übrig geblieben war, eine Katastrophe für jedermann, natürlich auch für die Künstler. Denn auf einmal war Wien nicht mehr eine Welthauptstadt der Künste, sondern zerrissen von Elend, Armut, verlorenen Strukturen, ohne Hoffnung in die Zukunft sehend. Und die Künstler? Sie kamen aus Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten, Steiermark, Niederösterreich, und viele von ihnen gingen heim. Die Kunst der Zwischenkriegszeit erblühte auch in der „Provinz“, die keine war. Das Leopold Museum liefert anhand von 11 Künstlerpersönlichkeiten einen Überblick über das malerische Schaffen Österreichs in der Zwischenkriegszeit…

Egon Schiele wirbt für Corona-Präventive!

Hans-Peter Wipplinger setzt in dieser Zusammenstellung nicht auf Konzepte, sondern auf Persönlichkeiten. Jeder Künstler hat einen eigenen Raum (oder zumindest seine eigene Abteilung), und jeder wird in seiner möglichen Individualität und Vielfalt zugleich erfasst. Das zeigt dann auch, wie viele verschiedene Blickwinkel innerhalb einer Epoche möglich sind, wie Farben leuchten oder fahl schimmern, wie wildes Verschmieren der Leinwand glatten, gebrochenen Flächen gegenüber steht, wie Melancholie und Ironie einander abwechseln. Schade nur, dass die Zeit nicht für einen Katalog gereicht hat. Gerade, weil diese Epoche nicht unbedingt über-dokumentiert ist und das Museum hier dermaßen „prunken“ kann, wäre der „Menschheitsdämmerung“ hier ein Buch zu wünschen, das die Bilder und die Erkenntnisse zusammen fasst.

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“:

Jazzpianist Chick Corea 79-jährig gestorben: Der amerikanische Musiker und Grammy-Gewinner Chick Corea erlag am Dienstag einer seltenen Form von Krebs. Publikum wie Kritiker faszinierte, dass dem Lockenkopf selbst die vielseitige und wandelbare Musikrichtung des Jazz offenbar nicht genug Raum liess. Coreas letzte Botschaft: Die Welt brauche mehr Künstler. Zum Nachruf

Kurioses
Iranischer Ajatollah: „Corona-Impfstoff macht schwul“
m Iran sorgen die Aussagen eines 68-jährigen Regimeklerikers für Wirbel. Wer sich gegen Corona impfen lässt, werde homosexuell, so der Ajatollah.
https://www.heute.at/s/iranischer-ajatollah-corona-impfstoff-macht-schwul-100127392

Österreich
Eine „Lame Duck“ im Finanzministerium kann sich die Republik nicht leisten
Mit dem Beharren auf der Weiterführung seines Amtes tut Gernot Blümel – unabhängig von der Stichhaltigkeit der Vorwürfe – weder der ÖVP noch der Regierung einen Gefallen
Der Standard

Politisch werde ich nur, wenn es im Zusammenhang mit unseren Problemen steht, also mit jenen der Theater und der Künstler. Das sollten manche Leser bereits merken. So gesehen kommentiere ich die Blümel-Meldung nicht, abgesehen davon, dass ich die Usancen der „Neuen Zeit“ nicht wirklich verstehe. „Zu meiner Zeit“ war man weit weniger heikel.

Allerdings beneide ich die Polit-Blogger, denen eine glänzende Zukunft bevorsteht. Da wird sich in nächster Zeit noch genug abspielen! Ein Umstieg  zahlt sich für mich nicht mehr aus. Es sei denn, es tut sich mehr, als ich mir derzeit vorstellen kann. Man soll bekanntlich nie „nie“ sagen!

Ich wünsche für heute einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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