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12.August 2021 – Donnerstag

12.08.2021 | Tageskommentar


Bei den Salzburger Festspielen hat man Mühe, eine Mozart-Premiere zu verkaufen, wenn nicht die Philharmoniker spielen. Und rundum?

Wilhelm Sinkovicz benennt ein Problem: Jetzt hat sich sogar im Salzkammergut das Wetter wieder ein wenig beruhigt. Am Abend steht dem kabarettistischen Vergnügen namens „Grünbaum am Steg“, das Christoph Wagner-Trenkwitz in St. Gilgen im Rahmen des Festivals „Hölle am See“ zelebrieren wird, vermutlich nichts im Wege. Allein, die Frage, ob Veranstaltungen unter freiem Himmel diesseits der Alpen nicht prinzipiell eine Intendanten-Mutprobe darstellen, ist nicht mehr das größte Rätsel für die Protagonisten der heimischen Sommerfrische-Kultur.

Viel eher kämpfen die Intendanten mit dem Problem, dass sie zwar nach der Reduktionskost im Coronajahr 2020 zwar endlich wieder ausführliche Menüs schreiben dürfen, das Publikum sich aber als höchst zögerlich erweist. Wie viel war vom „Lebensmittel Kultur“ die Rede und der Notwendigkeit, rasch wieder live ins Theater oder ins Konzert gehen zu dürfen. Jetzt, wo man wieder darf, zeigt sich vielerorts, dass dem Publikum die Kultur doch weniger als Lebensmittel denn als Delikatesse gilt…

Weiterlesen in „Die Presse“ (Bezahlartikel)

Liebes Publikum, bitte komm!“
Bei den Salzburger Festspielen hat man Mühe, eine Mozart-Premiere zu verkaufen, wenn nicht die Philharmoniker spielen. Und rundum?
https://www.diepresse.com/6018935/liebes-publikum-bitte-komm

Soweit die Beobachtungen von Dr. Sinkovicz, die auf tieferen Einblicken beruhen. Im Fernsehen sah die „Don Giovanni-Premiere sehr gut besucht aus – aber ich war nicht dort, kenne  nicht den Kassabericht und weiß auch nicht um „Sonderaktionen“, um Leute ins Theater zu bekommen. Es ist eine alte Kaufmannsweisheit, dass man der Kundschaft gegenüber nicht über den Geschäftsgang klagt (absolut kontraproduktiv), dafür beim Finanzamt umso mehr. Aber es gab sogar am Tag der Don Giovanni-Premiere noch Karten für diese, wie viele und wie teuer  weiß ich nicht. 

Ich gehe davon aus, dass Sinkovicz mehr weiß, er will sich ja nicht öffentlich als Kasssandra blamieren.

Dass das Interesse insgesamt abgenommen hat, stelle ich leider auch beim Online-Merker fest. Bei uns im Internet kann man sich nicht anstecken, muss bei der Lektüre auch keine Maske tragen – dennoch ist die Quote seit Beginn der Pandemie um 30 % eingebrochen. Die Menschen haben auch andere Sorgen und der Vergleich zwischen „Lebensmittel“ und „Delikatesse“ ist nicht von der Hand zu weisen.

SALZBURG/ Festspiele: ILDAR ABDRAZAKOV STEHT FÜR DIE „MISSA SOLEMNIS (Dirigent Muti)  BEREIT

ZU INSTAGRAM

Ildar Abdrazakov mit Familie in Italien

Bellissima Pietrasanta 🎈

Pietrasanta ist eine italienische Kleinstadt mit 23.542 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2019) in der Provinz Lucca in der nördlichen Toskana.

ZU INSTAGRAM mit 10 Fotos

Salzburg: Neun sind auch ein Orchester
Kammerkonzert / Renaud Capuçon und Freunde
DrehpunktKultur

80 Minuten Meisterschaft für großes Orchester und Tonband: Salzburg feiert Friedrich Cerhas 95. Geburtstag
Neue Musikzeitung/nmz.de

Bayreuth
„Parsifal“ konzertant: Huldigung an Christian Thielemann
Es war eine demonstrative Huldigung. Ein Zeichen des Publikums pro Thielemann. Solch eine Applaus-Eruption ist auch in Bayreuth eine Ausnahme. Noch immer ist die Zukunft von Christian Thielemann bei den Bayreuther Festspielen unklar. Thielemann entdeckt die neue Freiheit und ging heuer erstmals seit 2013 bei den Salzburger Festspielen „fremd“. Mit der konzertanten „Parsifal“-Aufführung, seinem einzigen Auftritt auf dem Grünen Hügel in diesem Jahr, setzte er aber ein klares Ausrufezeichen.
BR-Klassik.de

Thielemann dirigiert „Parsifal“: Zur Zeit wird hier der Raum
Christian Thielemann dirigiert in einer starken Bayreuther Saison einen genialen „Parsifal“ im Festspielhaus
Frankfurter Rundschau

Die Wagnerianer lieben ihren Thielemann. Ein Leben ohne ihn ist möglich, aber sinnlos… (Quelle: Loriot)

Interview: Placido Domingo fürchtet den Tod
„Ich möchte meine Familie dabei haben, wenn es zu Ende geht“, sagt der Welttenor und entschuldigt sich neuerlich für Belästigungen, „aber ich wiederhole, dass ich niemals jemanden missbraucht habe“.
https://www.kleinezeitung.at/leute/6019781/Interview_Placido-Domingo-fuerchtet-den-Tod

Interview mit Herbert Prohaska und Alfred Dorfer: „Der Domingo spielte schrecklich“ (Bezahlartikel)
Einmal sah Herbert Prohaska Plácido Domingo live: auf dem Fußballplatz. Dort und in der Oper könnte er auch Alfred Dorfer treffen – oder halt im Café Sperl.
Salzburger Nachrichten

Wenn Herbert Prohaska singt, ist es ungefähr so, wie wenn Placido Domingo Fußball spielt. PD ist ein großer Fußballfan, aber spielte angeblich als Spieler selbst bei seinen Benefizspielen schrecklich. Dabei musste er zumindest ein Tor pro Spiel erzielen, sonst wäre er in Depressionen verfallen. Es muss gar nicht so leicht für Mitspieler wie auch für Gener gewesen sein, PD den Ball so vorzulegen, dass er ihn zumindest mittels „Sptz“ in den Kasten bugsieren konnte.

Hauptsache, die weiblichen Fans sind vor Begeisterung ausgezuckt!

Rom
Italienischer Dirigent und Komponist Gianluigi Gelmetti gestorben

Gianluigi Gelmetti ist tot!

Der italienische Dirigent und Komponist Gianluigi Gelmetti ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Dies teilte das römische Opernhaus mit, das er zehn Jahre lang zwischen 2001 und 2011 als Musikdirektor geführt hatte.
Wiener Zeitung

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 12. – 18. AUGUST 2021

Alle Zeiten MEZ.

14.8. DIE MEISTERSINGER V. NÜRNBERG (aus Bayreuth, Aufnahme v. 26.7.) Radio SuissecR.-19.03 Uhr
NERONE (aus Bregenz, Aufnahm,e v. 21.7.) Deutschlandradio-19.05 Uhr
DER FLIEGENDE HOLLÄNDER (aus Bayreuth, Aufnahme v. 25.7.) ORF Ö1-19.30  Uhr
TANNHÄUSER (aus Bayreuth, Aufnahme v. 27.7.) France Musique-20 Uhr
INNOCENCE (aus Aix, Aufnahme v. 10.7.) HR 2, WDR 3,SWR 2-20.04 UIhr
SAMSON ET DALILA (aus Orange, Aufnahme v. 10.7.) Bayern 4-20.05 Uhr

GB
Brexit-Folgen für Musiker „Wir wurden im Stich gelassen“
Der Brexit macht Tourneen in der EU für britische Musiker kompliziert und teuer. Stars wie Elton John und Sting greifen die Regierung an.
Tagesspiegel.de

Jazz: Thomas Quasthoff und Uschi Brüning bei Steinmeier Hoffnungsjazz in Bellevue
Aufmunterungsgeste für die Bühnenkunst: Der Bundespräsident lädt zum Konzertabend mit Thomas Quasthoff und Freunden
Tagesspiegel.de

Wien/ ImPulsTanz-Festival
Bilanz des diesjährigen Impulstanz-Festivals: Mehr als 100.000 Besucher
Das Tanz- und Performance-Festival kann heuer eine Gesamtauslastung von rund 88 Prozent verzeichnen.
Wiener Zeitung

Sprechtheater: Karin Bergmann kehrt zurück ans Theater
Die ehemalige Burgtheaterdirektorin Karin Bergmann wird voraussichtlich 2022 einen Schnitzler-Schwerpunkt bei den Festwochen Gmunden betreuen. „Nein, nicht als Regisseurin!“ wie sie „Der Presse“ sagte, sondern als Programmgestalterin und Kuratorin.
https://www.diepresse.com/6018591/karin-bergmann-kehrt-zuruck-ans-theater

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart: 12. August 2021 
TOM UND JERRY USA  /  2021
Regie: Tim Story. Mit: Chloë Grace Moretz, Michael Peña, Rob Delaney u.a.

Tom und Jerry, diese beiden, sind – wie man weiß – hoch beliebte Trickfiguren aus Disneys Welt. Keine Angst, das bleiben sie auch, wenn man sie in eine Handlung mit „Echtmenschen“ einpasst. Seit den ersten Versuchen haben es die Computerfritzen da zu einiger Meisterschaft gebracht. Und das sorgt dafür, dass dieser Film – reden wir nicht darüber, wie dumm das alles ist – durchaus seinen Charme und jede Menge geschmeidigen Slapstick-Humors hat.

Brummiger Kater Tom jagt wendige Maus Jerry – das war seit 1940 bis Mitte der sechziger Jahre stehendes Animations-Repertoire des Disney-Konzerns, Fernseh-Folgen, Comic Hefte, und man kennt sie immer noch. Sie waren mühelos für diesen Film (produziert übrigens von Warner Bros, aber wen stört das? Höchstens Disney selbst) zum Leben zu erwecken, indem man Jerry in ein Hotel schickte – und eine Maus ist das Letzte, was ein New Yorker Luxusschuppen, der noch dazu eine Riesenhochzeit vorbereitet, brauchen kann. Also muss jemand die Maus fangen – wer besser als Kater Jerry? Wann immer sie (eingezeichnet) in der Handlung auftauchen, ist der freche Teufel los, der sich  um diese Figuren rankt…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

AUSSTELLUNG IN ATHEN/ FLUGHAFEN: DAS JAHR  2021  BEDEUTET  FÜR GRIECHENLAND DAS „200 JAHRE-JUBILÄUM ,DER BEFREIUNG VOM TÜRKISCHEN REICH“

Mag. Chara Helene Mitsotakis, die Leiterin der Ausstellung, vor einem der Plakate Foto: Kulturzentrum des Internationalen Flughafen Athen

Aus diesem Anlass präsentiert das Kulturzentrum des Internationalen Flughafen in Athen (Leitung Mag. Chara Helene Mitsotakis) in Zusammenarbeit mit dem größten Museum des Landes – Benaki-Museum – Wikipedia 

Die Ausstellung DRESS LIKE A GREEK läuft bis Ende Dezember 2021. Die Initiatoren für diese Mode des 19. Jahrhunderts waren der erste König Griechenlands, der Bayerische Prinz Otto Friedrich Ludwig von Wittelsbach (1832-1875) und seine Gattin Amalie von Oldenburg (1818 – 1875).

Stellungskampf: Wrabetz will im ORF noch einmal kräftig umrühren
Der scheidende Generaldirektor will die Chefredaktion im Newsroom neu besetzen. Eine politisch heikle Gratwanderung
Kurier.at

Einen derart weinerlichen Abgang eines ORF-Chefs hat es bislang noch nicht gegeben. Die Haltung von Dr. Wrabetz ist geradezu jämmerlich. Dabei wurde auch er von der seinerzeitigen Regierung in seinen Chefsessel gehievt und 15 Jahre dort belassen. Man muss wissen, wann man verloren hat!

Nun will er noch die Weichen für seinen Nachfolger in eine Richtung stellen, in die dieser wahrscheinlich gar fahren nicht will. Angeblich erlaubt ihm das das ORF-Gesetz (Sachen gibt’s!). Wenn er das tatsächlich macht, darf er sich nicht wundern, wenn er dann einflußreiche Feinde hat, die ihn in seinen zukünftihen Ambitionen behindern, wo immer es geht (zum Beispiel Präsident der Salzburger Festspiele!)

Fritz Wepper wird 80
Fritz Wepper wird am 17. August 80 Jahre alt. Anlässlich des runden Geburtstags des Schauspielers zeigt Crime + Investigation am Dienstag, 17. August, ausgewählte Episoden des eigenproduzierten True-Crime-Formats „Protokolle des Bösen“, in dem Wepper einen deutschen Serienmörder spielt.
https://www.regionews.at/newsdetail/Fritz_Wepper_wird_80-391978

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

 Polen wagt mit einem neuen Mediengesetz die Konfrontation mit den USA: Nach vielen Wendungen hat Polens Parlament ein umstrittenes Mediengesetz verabschiedet. Dieses hat bereits die Regierungskoalition gesprengt und wird nun zu ernsthaften Spannungen mit den USA führen.
Zum Bericht
Kremlgegner Alexei Nawalny drohen bis zu drei weitere Jahre Haft: Dem 45-jährigen Oppositionellen wird von den russischen Ermittlern unter anderem die Gründung einer Organisation vorgeworfen, die Bürgerrechte verletze. Dafür kann das Gericht bis zu drei Jahre Haft, eine Geldstrafe oder Zwangsarbeit verhängen.
Zu den neusten Entwicklungen
Venezuelas Zentralbank wertet den Bolívar zum dritten Mal in 13 Jahren ab: Zum 1. Oktober werden sechs Nullen beim Bolívar gestrichen. Den Venezolanern ist das egal, sie bezahlen sowieso schon elektronisch, in Dollar oder mit Bitcoin. Bis auf die Bustickets.
Zum Bericht
«Monopoly-Geld», US-Dollar und Bitcoins statt Simbabwe-Dollar: Simbabwe leidet seit langem unter einer galoppierenden Inflation. In den 2000er Jahren machte das US-Agrarunternehmen Cargill mit einer Parallelwährung einen «Mordsgewinn». Heutzutage bieten Kryptowährungen Schutz gegen Behördenübergriffe und Inflation.
Zum Bericht
Der Migrationsdruck an Spaniens Grenzen steigt: Im Norden, Osten, Süden und Westen versuchen Flüchtlinge nach Spanien überzusetzen, um europäischen Boden zu erreichen. Strenge Grenzkontrollen und Abschreckung halten sie kaum auf. Nun hilft Marokko aber wieder mit.
Zum Bericht
Die Schweiz setzt die Rückführung von abgewiesenen Asylbewerbern nach Afghanistan vorerst aus: Das Vorrücken der Taliban in dem krisengeschüttelten Land hat Folgen für die Schweiz und ihre Asylpolitik. Rückführungen von abgewiesenen Asylbewerbern werden vorerst nicht mehr durchgeführt, ebenso neue Wegweisungen.
Zum Bericht

Zitat Ende

Österreich
Janik: Abschiebestopp von Afghanen wird kommen, man wird ihn nur nicht so nennen
Puls24.at

Zuerst Säbelrasseln, dann klein begeben! Wetten, dass…?

Paris/Fußball
Messi-Unterschrift in Paris fixiert: Zweijahresvertrag mit Option

Messi weint nicht mehr, die Tränen waren eine perfekte Show. Jetzt hat Paris Saint Germain zumindest zwei begnadete Schauspieler in seinen Reihen. Auch Neymar gilt als Heulsuse!

Der 34-jährige Argentinier schlägt bei PSG ein neues Kapitel auf. Paris hat ein Superstar-Ensemble zusammengestellt
Der Standard.at

Von Prinzen, Scheichs und ihrem König
Wie der Parc-des-Princes mit Lionel Messi und Co. zum Nabel der Fußball-Welt werden soll.
Wiener Zeitung

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

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