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Die internationale Kulturplattform

12. AUGUST 2020 – Mittwoch

12.08.2020 | Tageskommentar


UMFRAGE: KÖNNEN SIE DERZEIT AUF THEATERBESUCHE VERZICHTEN?

Aktuelle Umfrage des „Kurier“

Renate Wagner dazu: 86 % brauchen kein Theater – das wundert uns nicht. Was wir aber bedenken müssen, ist, dass Kultur längst auch ein „Wirtschaftsfaktor“ ist, Riesenbetriebe, die Millionen umsetzen und Tausende Menschen ernähren. Nur, dass sie im Zweifelsfall, im Gegensatz zu Milch, Brot oder Strom, etwas bieten, auf das man halt auch verzichten kann.
Aber die Leute, die von „Kultur“ leben, sind genau so Arbeitnehmer wie alle anderen auch, und um die muss man sich auch scheren.

Zitat Ende

Bei Theaterleuten flattern die Nerven, wie bei Privatwirtschaftlern, Sportlern etc. Nur die Beamten müssen nicht wirklich zittern, dafür haben sie manch anderen Nachteil, auf den Sie auch gegebenenfalls (bei Tarifverhandlungen zum Beispiel) hinweisen.

Und unsere Pensionisten (in Deutschland Rentner genannt) – auch die können sich voll auf die Corona-Abwehr konzentrieren und zelebrieren das auch ausgiebigst. Zu den Pensionisten gehöre auch ich. Ich habe derzeit noch keine finanziellen Verluste, sondern mache mir Sorgen, wie das denn nun weitergeht! Es gilt, nicht nur den eigenen Hintern zu retten! Ich habe Nachkommen, denen gilt meine Sorge. Und diese ist groß!

Was bei Theaterleuten auffällt: Sie befetzen einander mehr als andere Kreise. Das macht viele von ihnen nicht sympathischer – denn angeblich ist doch in solchen Krisenzeiten Solidarität besonders gefragt.

Roščić an Schröder: „Hybris, Ahnungslosigkeit und Perfidie“
Der Staatsoperndirektor empört sich über die Aussagen des Albertina-Chefs, der einen Verzicht auf Theater wegen Corona anregt.
Kurier

Donner ums Theater: Blanke Nerven, die die Welt bedeuten
Die wundgeriebene Gesellschaft braucht die Kultur. Was das im Detail heißt, muss jetzt diskutiert werden – vor einem harten Herbst.
Kurier

Was den Herrn Roscic betrifft, verstehe ich seine Reaktion nicht ganz. Ein typischer Theatermann ist ja auch er nicht, Sony rechne ich der Privatwirtschaft zu. Der Albertina-Direktor ist ja eine Art Nachbar – und mit Nachbarn legt man sich besser nicht an. Gewiss, die beiden Herren werden sich bald wieder aussöhnen – aber wozu dann diese Attacken? Eine Bruchstelle bleibt in der Beziehung – und eine Bruchstelle ist immer eine Schwachstelle.

Bitte neue Umfrage starten: Können Sie derzeit auf die Albertina verzichten?
Dass die Wiener auf die großen Museen verzichten können, wurde ja bereits mit den Füßen abgestimmt!orf
https://wien.orf.at/stories/3061541/

Leserin Waltraud B. über Herrn Schröder: Haben Sie vergessen, was dieser Herr Schröder die ganze Zeit von sich gibt? Am Anfang des Lockdown wusste der schon ganz genau, dass seine Albertina 8 Mio € verlieren würde! Sehr merkwürdig. Als es ans Aufsperren ging, hatte er die Handwerker im Haus oder irgendeine andere Ausrede!

Dann ist sein Institut so wichtig, dass man dafür auf Theater/Oper verzichten könne….

Allein der Vegleich zwischen einer eher konservierten und stummen Kunstform wie der Graphik (das ist doch das Wesentliche der Albertina), die man jederzeit auf- und zusperren kann, und dem lebendigen Theater/Oper zeugt von entweder Unkenntnis oder Ignoranz oder beidem.

Auf so einen Nachbarn würde ich gern verzichten!

DIE MACHTPROBE: Showdown im Großen Salzburger Festspielhaus

Sie haben ein Attest, sagen die beiden. Sie haben aber keine Maske, sagen die beiden. Und rechnen nicht mit der Einlassserinnenchefin

Showdown im Großen Festspielhaus. Da sitzen ein Mann und eine Frau, 60 bis 65, und tragen keine Mund-Nase-Bedeckung. Das ist nicht erlaubt. Die Mund-Nase-Bedeckung darf erst mit Beginn der Vorstellung abgenommen werden. Viele sind das nicht gewöhnt, das Personal hat zu tun. Einlasserin I bittet also auch den Mann und die Frau, die Masken wieder aufzusetzen. Die Frau sagt, sie habe ein Attest und müsse keine Maske aufsetzen. Einlasserin I ist verblüfft und weist darauf hin, dass der Herr neben ihr ebenfalls keine Maske trage. Die Frau sagt, ihr Mann habe ebenfalls ein Attest. Einlasserin I zieht sich offenbar zu Beratungszwecken zurück…
http://www.fr.de/kultur/timesmager/machtprobe-90021466.html

Wenn die Situation nicht so ernst wäre, müsste man über solchen Murks, der entweder von Politikern geschaffen wurde oder in falscher Auslegung einfach falsch von Inkompetenz und Co. umgesetzt wird, lachen. Wie sehr will man die Menschen denn noch sekkieren? Ich dachte, dass die Maske bei Indoor-Veranstaltungen bis zur Einnahme des Sitzplatzes getragen werden muss. Nun gilt in Salzburg offenbar „bis zum Beginn der Vorstellung“? Wo steht das, in welcher Verordnung? Bitte um Aufklärung, damit sich die geschilderte Posse nicht noch einmal ereignet.

Mein Tipp: Besuchen Sie in den nächsten Tagen die Outdoor-Veranstaltungen in Waidhofen an der Ybbs (da gibt es nicht mehr viele Karten) und in Mikulov (dort gibt es voraussichtlich noch genügend Karten – auch für Kurzentschlossene)

EISENSTADT: KURZVIDEO ÜBER „DIE JAHRESZEITEN“ vom vergangenen Samstag

Untenstehenden Link verwenden

ZUM KURZVIDEO

Für das WAGNER-KONZERT AM DONNERSTAG IM STADION VON WAIDHOFEN/ YBBS  SIND ÜBER 1000 KARTEN BEREITS VERKAUFT. 200 SIND ABER NOCH ZU HABEN! Ö-Ticket (01) 96096

Auf Mikulov werde ich Sie in den nächsten Tagen laufend hinweisen!

Salzburg: Thomas Prochazka nimmt sich  „Elektra“ kritisch vor – und steigert damit unsere Quote

SALZBURG/ Festspiele: ELEKTRA  am 10.8.2020

Als Gerard Mortier Festspielaufführungen an den Nachmittagen ansetzte, schlug ihm Widerstand entgegen. Man liege noch an den Seen, man befinde sich beim Mittagsmahle. Und überhaupt. Seine Entgegnung war so offenherzig wie provokativ: Die Aufführung solle das Zentrum des Tages bilden. Nicht die Stunden am See davor oder das Souper danach.

Mortier zielte ab auf die Beschäftigung mit dem Gegenstande: die Vorbereitung, die Aufführung, die Reflexion. Einerseits. Und öffnete doch mit der Installation der Über­titel­anlagen die Schleusen der Beliebigkeit. Andererseits.

Krzysztof Warlikowski tut es Mortier gleich (mit der Beliebigkeit). Er stellt der Elektra einen Prolog voran: Klytämnestras Rede an die Mykener aus Aischylos’ Orestie; ihre Rechtfertigung des Hinschlachtens Agamemnons. Verfügt nicht jeder anständige Haushalt über eine Ausgabe von Gustav Schwabs Sagen des griechischen Altertums? In ihr wäre vorbereitend nachzulesen gewesen. Vorbereitend zu erkennen, daß die griechische Mythologie ihr Personal ganz selten nur makellos ausstaffierte…

http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=87823930-D359-11EA-8D0B005056A64872

Thomas Prochazka/ www.dermerker.com

Salzburg: Überall beim Festival ist Maskenball
Wie Salzburg versucht, auch in diesem seltsamen Sommer seine Festspiele zu feiern. Mit Mund- und Nasenschutz und Babyelefantenlängen. Eine Reportage aus der überhitzten Mozartstadt.
https://headtopics.com/de/salzburg-uberall-beim-festival-ist-maskenball-welt-14919918

Tenor Kurt AZESBERGER überraschend gestorben

Solisten

https://ooe.orf.at/stories/3061907/?fbclid=IwAR14kU-cpLr6qdsXBN5a6tnFZrrYEvOjMmuu8cQ0L5OBIIBPX76yyo0osWw

GRAFENEGG-PODCAST

 

https://www.grafenegg.com/de/podcast

NUR AM 20. SEPTEMBER IM KINO

 

Das Kinoevent wird am 20. September auf der großen Leinwand in über 200 Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu erleben sein.
Alle Kinos auf: JonasKaufmannMyVienna.com

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Anita Rachvelishvili mit ihrem Mann in Positano

 

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WIEN: Kunstschätze bei freiem Eintritt entdecken

Der Wiener Städtische Versicherungsverein lädt alle Kunst- und Kulturliebhaber am 16. August in die Kaiserliche Schatzkammer   Wien, das Stift Klosterneuburg und das Dom Museum Wien.

Interessierte besuchen die  Kaiserliche Schatzkammer Wien (Kunsthistorisches Museum), das Stift Klosterneuburg und das DomMuseum Wien

am Sonntag, den 16. August 2020 bei freiem Eintritt.

Möglich ist dies durch den Wiener Städtischen Versicherungsverein, der ein verlässlicher Kooperationspartner aller drei Kulturinstitutionen ist. „Viele verbringen Corona-bedingt ihren Urlaub heuer zu Hause oder zumindest in Österreich. Vor diesem Hintergrund ist unsere Aktion ‚Kunstschätze entdecken‘ entstanden, die kostenfreien Zugang zu heimischen Kunstschätzen ermöglicht und darüber hinaus zur Wiederbelebung der hiesigen Kulturszene beiträgt“, erklärt Dr. Günter Geyer, Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsverein, Hauptaktionär der Vienna Insurance Group (VIG). 

 Eckdaten zur Aktion „Kunstschätze entdecken“

Unter dem Titel „Kunstschätze entdecken“ findet die Aktion des Wiener Städtischen Versicherungsvereins am Sonntag, den 16. August 2020 statt. Drei Kulturpartner des VIG-Hauptaktionärs nehmen an dieser Aktion teil: Die Kaiserliche Schatzkammer Wien (Kunsthistorisches Museum), das Stift Klosterneuburg sowie das Dom Museum Wien. Interessierte können alle drei Kulturinstitutionen am 16. August – zu den jeweiligen Öffnungszeiten sowie den vorherrschenden Hygienemaßnahmen – kostenfrei besuchen, einzige Voraussetzung hierfür: An der jeweiligen Kassa muss das Stichwort „Wiener Städtische“ genannt werden. Wichtig: Corona-bedingt herrschen nach wie vor Besucherobergrenzen, sodass Sicherheitsabstände eingehalten werden können. Bei hoher Besucherdichte kann es daher zu längeren Wartezeiten beim Einlass kommen.

Neues großes Modellmuseum im Wiener Prater: Ein Spaziergang im ‚Königreich der Eisenbahnen‘

Credit: KdE GmbH

Ist es ein Museum oder ein lockerer Spielplatz für Kinder (und spielfreudige Erwachsene)? Das massive einstöckige neue Gebäude, ein nüchterner Zweckbau, im Wiener Wurstelprater. Als eine Art von Museum für Modelleisenbahnen aber auch wie so manch andere Fahrzeuge auf vier oder mehr Rädern wird es sich nun als Praterattraktion vermarkten. Pädagogisch ausgerichtet, als eine umfangreiche Erlebniswelt zum entdecken und zu lernen. 

Info: www.koenigreich-der-eisenbahnen.at

Unter’m Strich: Debatte um den Gender-Stern: Finger weg vom generischen Maskulinum!
Nichts gegen eine geschlechtergerechte Sprache, doch das generische Maskulinum darf nicht angetastet werden. Ein Gastbeitrag von Peter Eisenberg
Tagesspiegel
Klaus Billands diesbezüglicher Aufsatz beim Online-Merker
Online-Merker

Fußball: Jetzt kommt es knüppeldick für Anhänger von Admira Wacker

Gestern musste ich mich damit abfinden, dass Stefan Maierhofer die Reihen von Admira-Wacker künftig überragt (der Mann misst über 2 Meter), gleichzeitig musste der mir sympathische Ernst Baumeister das Feld als Sportdirektor räumen. Wer aber folgt auf Baumeister? Franz Wohlfahrt – auch den mochte ich nie besonders, egal wo er gespielt hat (Austria, VfB Stuttgart). Bei der Austria war er als Sportdirektor nicht sonderlich erfolgreich – aber zumindest ist er nicht abgestiegen. Einen Abstieg zu vermeiden muss das Ziel von Admira-Wacker sein. Hat man deshalb Wohlfahrt geholt?
Jetzt muss ich mir einen Fan-Transfer überlegen (womit Admira-Wacker auf einem Schlag 50 % der Anhängerschaft verlieren würde)- oder gleich ins Ausgedinge gehen!

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

 

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