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12. AUGUST 2018

12.08.2018 | Allgemein, Tageskommentar

Es gibt nicht nur Salzburg, Bayreuth und Bregenz: Auch Innsbruck zeigt auf! Viktorija Miskunaites und Katrin Wundsam in „Didone abbandonata. Copyright: Rupert Larl/Festwochen der Alten Musik

Erstmals haben sich die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik heuer ins 19. Jahrhundert vorgewagt und damit Freitagabend einen Coup geschafft. Die zur Aufführung gebrachte Oper „Didone abbandonata“ von Saverio Mercadante (1795 bis 1870), eines heute völlig in Vergessenheit geratenen italienischen Komponisten, überzeugte auf ganzer Linie: Liebesschmachten in schönster Belcanto-Manier bis zum obligaten tragischen Ende – Opernherz, was willst du mehr? (Quelle: ORF.at)

Mehr unter Begegnungen mit einer vergessenen Oper

Didone abbandonata“ von Saverio Mercadante .Wiederentdeckung bei den Innsbrucker Festwochen
Das Bindeglied zwischen Rossini und Verdi ist die Musik von Saverio Mercadante – so sieht es Festivalintendant und Dirigent Alessandro de Marchi. Regie-Altmeister Jürgen Flimm hat Mercadantes Oper „Didone abbandonata“ von 1823 nun zusammen mit dem Originalklang-Ensemble „Academia Montis Regalis“ in Innsbruck auf die Bühne gebracht
BR-Klassik

SALZBURGER FESTSPIELE: HEUTE  PREMIERE „L’INCORONAZIONE DI POPPEA“

Die „Regie-Macher“:Jan Lauwers und Elke Jansons. Foto: Anne Zeuner/ Salzburger Festspiele

Kurz vor seinem Tod komponierte Claudio Monteverdi (1567–1643) mit der sinnlichen Liebesgeschichte L’incoronazione di Poppea eine der bemerkenswertesten Opern aller Zeiten. Erstmals basierte die Handlung einer Oper nicht wie in der Renaissance üblich auf Mythen, Legenden oder erfundenen Begebenheiten, sondern auf historischen Ereignissen. Wie sein Zeitgenosse William Shakespeare brachte Monteverdi glaubwürdige Figuren auf die Bühne, mit menschlichen Schwächen und Leidenschaften. Zu diesem Zweck etablierte Monteverdi auch die sogenannte seconda pratica, in der die Musik zur Dienerin des Textes wurde und sich vom Libretto leiten ließ. Handlung und Gefühl traten auf diese Weise in den Vordergrund.

Opern erzählen vom Sinn der Liebe und des Lebens und von der Bedeutung des Todes. Mit L’incoronazione di Poppea präsentiert Monteverdi eine sehr eigenwillige Auslegung dieses Leitsatzes… (Quelle/Salzburger Festspiele/Elke Jansons)

Zwei der zahlreichen Mitwirkenden

Kate Lindsey. Copyright: Rosetta Greek

Stephanie d’Oustrac. Copyright: Perla Maarek

Diese Oper wird vom ORF Hörfunk am 18. August um 19:30Uhr im Programm Ö1 gesendet.

L’incoronazione di Poppea wird von CLC und UNITEL in Zusammenarbeit mit den Salzburger Festspielen aufgezeichnet und am 20. August 2018 um 18:30 Uhr auf www.medici.tv und www.myfidelio.at gestreamt.

Sonya Yoncheva singt die „Poppea“ in Salzburg „Sie will um jeden Preis die Nummer Eins sein“
Intrigant, von Ehrgeiz zerfressen – und trotzdem klug und diplomatisch. Die Titelpartie in Claudio Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ ist eine äußerst vielschichtige Persönlichkeit. Sonya Yoncheva hat sie schon öfter verkörpert und wird auch in der Salzburger Neuproduktion dieser Oper als Popea auf der Bühne stehen. Allmählich sei ihr Verständnis für diese Figur gewachsen, verrät die Sopranistin im Interview.
BR-Klassik

Salzburg: Wie weit man bei den Festspielen mit kleinem Budget kommt
Um zehn Euro in den „Jedermann“? Das geht! Wie man in Salzburg mit kleinem Budget durchkommt – ein Selbstversuch
Der Standard

„Kleines Budget“ und Salzburg? Das passt nicht zusammen. Vorstehener Artikel gibt aber Tipps, wie das doch möglich ist. Für mich ist das nichts: Bevor ich mich durch Salzburg schnorre, bleibe ich lieber daheim und überlasse das Feld denen, für die das Festival gemacht wird: den Gästen aus aller Welt mit dicker Brieftasche, um die das ganze Jahr über geworben wird!

Montag: ORF 2 Opernrarität „Ermione“ von den Tiroler Festspielen Erl (Im Rahmen des Kulturmontags)

Als „kulturMontag Spezial“ am 13. August um 22.25 Uhr in ORF 2 =

Als nächstes Highlight des ORF-Kultursommers steht als „kulturMontag Spezial“ am 13. August 2018 um 22.25 Uhr in ORF 2 ein Opernwerk von Seltenheitswert auf dem Programm. Gioacchino Rossinis „Ermione“ – ohne Zweifel eines der verkanntesten und zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Meisterwerke des Komponisten, dessen Todestag sich heuer zum 150. Mal jährt. Der ORF präsentiert eine eigene TV-Adaption der diesjährigen Inszenierung der Tiroler Festspiele Erl. Bildregisseur Felix Breisach setzte Rossinis verkanntestes Werk, das beim Festival in voller Länge gespielt wurde, als intime Kammeroper filmisch um.

BREGENZER FESTSPIELE: Michael Boder – „Jedes Jahr eine neue Oper“. Karl Markovics feiert sein Debüt als Opernregisseur

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Regisseur Karl Markovics. Foto: Anja Köhler/Bregenzer Festspiele

 Nicht nur für Thomas Larcher, der mit Das Jagdgewehr seine erste Oper geschrieben hat, und Karl Markovics, Debütant als Opernregisseur, ist diese Produktion eine Premiere: Auch der musikalische Leiter Michael Boder betritt Neuland. Er arbeitet zum ersten Mal bei den Bregenzer Festspielen. Uraufführungen hingegen gehören für den 59-Jährigen schon seit Langem dazu: „Ich dirigiere fast jedes Jahr eine neue Oper, das war immer mein Ziel. Das hält wach.“

Der Reiz des Unbekannten
Seit fünf Wochen laufen die Proben für Das Jagdgewehr, erst drei Tage zuvor hielt Michael Boder die Partitur für den dritten Akt in Händen. Knappe Zeitpläne ist er gewohnt, der kreative Prozess reizt ihn immer wieder. Umsetzen wird dieses Stück auch das Ensemble Modern – eine der führenden Formationen für Neue Musik, die der Dirigent seit 30 Jahren kennt. Die Musiker werden in dieser Inszenierung ungewöhnliche Instrumente wie Zymbal oder Akkordeon einsetzen: „Sie ticken genau wie ich: Je schwieriger die Aufgabe wird, desto reizvoller ist sie.“

Linz/ Klassik am Domplatz
Erstmals Operette auf „Klassik am Dom“-Bühne
Am Donnerstag hat erstmal eine Operette auf dem Programm des Formats „Klassik am Dom“ auf dem Linzer Domplatz gestanden
Kath-press

Interview mit Nadezha Karazyan
Gott hat mir meine Stimme gegeben, um etwas Schönes in die Welt zu tragen“
Als Kind betrat Nadezhda Karyazina zum ersten Mal das Opernhaus ihrer Heimatstadt Moskau und wollte fortan Opernsängerin werden. Mittlerweile singt die 30-Jährige preisgekrönte Mezzosopranistin seit zwei Jahren als festes Ensemblemitglied an der Hamburgischen Staatsoper und gilt mit ihrer vollen, ausdrucksstarken Stimme als glänzender Nachwuchsstar. Klassik-begeistert.de traf die junge Mutter und sprach mit ihr über ihre Zeit am Bolschoi-Theater und am Londoner Royal Opera House, über das Hamburger Publikum und über Momente, die sie zu Tränen rühren.
Klassik-begeistert

Glyndebourne announces new Artistic Director
http://www.operatoday.com/content/2018/08/glyndebourne_an.php

Edinburgh: The week in classical: Il barbiere di Siviglia; Siegfried; Vanessa review – a tale of two
The Guardian

Salzburger Festspiele: Philipp Hochmair vertrat Tobias Moretti auch gestern als „Jedermann“

Am Samstag durfte Philipp Hochmair nochmals ran. Die nächste Vorstellung ist am Dienstag, bis dahin sollte Tobias Moretti wieder einsatzbereit sein.

ATHEN: „Die Frösche“ von Aristophanes

„Die Frösche“ von Aristophanes. Foto: Athens und Epidauros Festival

Nicht erst in unseren Tagen wird darueber geklagt, dass es keine bedeutenden Dichter mehr gaebe. In Aristophanes‘ Komoedie „Die Froesche“ ist es Dionysos, der bekanntlich fuer das Theater zustaendig ist, der sich in die Unterwelt aufmacht, da er unter den Lebenden keinen gewichtigen Dichter mehr ausmachen kann, welcher der krisengeschuettelten Stadt Athen mit Rat beistehen koennte. Der Gott reist mit seinem Diener Xanthias und erlebt zunaechst einige kleinere Abenteuer, wobei er auch dem abgehalfterten Helden Herakles und den titelgebenden, ein lautes Konzert anstimmenden Froeschen begegnet. Mit der Absicht, Euripides ins Leben zurueckzufuehren, erreicht er Plutos Palast. Dort im unheimlichen Hades zettelt der Gott einen Wettbewerb zwischen Aischylos und Euripides an, in welchem Pluto richten soll. Die beiden Dramatiker legen mit Inbrunst ihre unterschiedlichen Standpunkte dar und geben Kostproben ihres Schaffens zum Besten. Lange bleibt die Situation unentschieden, am Schluss geht jedoch Aischylos als Sieger aus dem Wettstreit hervor. Das Stueck endet damit, dass Dionysos mit Aischylos in die reale Lebenswelt aufbricht – gute Wuensche Plutos mit auf den Weg bekommend: „Glueck auf den Weg, mein Aischylos! Zieh hin und rett‘ uns die teuerste Stadt mit besonnenem Rat und zuechtige scharf die Betoerten: gar viel sind ihrer im Land„. Mit viel Ironie und Sprachwitz, anspielungs- und detailreich zeichnet Aischylos ein Bild der Athener Demokratie am Ende des 5. vorchristlichen Jahrhunderts…

Ingo Starz berichtet für den Online-Merker aus Athen. Zum Bericht

HOLZBAUM-VERLAG: Vor kurzem ist das Buch CARTOONS FÜR GOLFER erschienen: http://www.holzbaumverlag.at/cartoons-fuer-Golfer

 

Alles über Golf und die Welt: Wie sieht Extrem-Minigolf aus? In welches Loch zielt Gott? Und warum ist ausgerechnet diese Sportart die häufigste Todesursache bei Wühlmäusen?

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Haben Sie einen schönen Sonntag

A.C.

 

 

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