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12. APRIL 2020 – Sonntag/ Ostersonntag

12.04.2020 | Tageskommentar


Damit wird es wohl heuer nichts – auch in Jerusalem herrscht Quarantäne


Auch Johann Nestroy beherzigt die Kanzler-Empfehlung, obwohl er sich wundert, weil er aus dessen Mund kürzlich Gegenteiliges gehört hat. Foto: Elke W.

Das heutige Stream-Programm der Wiener Staatsoper:  „Das schlaue Füchslein“ zur „Kinderzeit.

Wer legt uns „Das schlaue Füchslein“ als Kinderoper nahe? Das ist keine Kinderoper, auch wenn Regisseur Schenk noch so viele putzige Tiere durch den Wald hoppeln lässt. Diese Einschätzung ist eine Verzwergung des Werkes!

Ein sehr persönlicher Rückblick auf die kurze Saison 2019/2020 an der Wiener Staatsoper.

Ein Rückblick von Helena Ludwig

„Es beginnt sofort ein wenig dramatisch…“ Mit diesen rückblickend prophetischen Worten von Direktor Dominique Meyer begann die „Corona“ Saison 2019/2020 am 4. September des Vorjahres an der Wiener Staatsoper…

Wie dramatisch die Saison endet, konnte er damals noch nicht ahnen.

Der erste Rückblick auf die Saison erscheint bereits Anfang April! Er stammt von Helena Ludwig

Zum ersten Saisonrückblick

Weitere Rückblicke in verschiedener Sichtweise werden wohl folgen

München
Systemrelevant- Generalintendant Nikolaus Bachler geht durch die leere Oper
Das Kulturleben steht still – äußerlich. In den Stuben und Köpfen geht es weiter. Die Serie „Kunst der Pause“ befragt die Kreativen ohne Bühne, Dirigenten ohne Orchester, Kuratoren ohne Galerien. Nikolaus Bachler ist Generalintendant der Bayerischen Staatsoper.
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/kunst-der-pause-systemrelevant-1.4873861

Auszug aus der „Sueddeutschen Zeitung“: Was hilft Ihnen gegen triste Gedanken in diesen Tagen?

Der tägliche Gang in die fast menschenleere Oper, das Erkunden der leeren Bühne, des Backstage-Bereiches, des Zuschauerraums – das ist eine ganz eigenartige Atmosphäre, die mich trotzdem jeden Tag hoffnungsvoll macht. Und die zahlreichen Gespräche mit Künstlerinnen und Künstlern, natürlich via Telefon oder Skype.

Worauf freuen Sie sich jetzt schon, wenn das kulturelle Leben wieder aufgenommen wird?

Ich freue mich auf eine Wertewende. Denn ich hoffe, dass die Krise im Allgemeinen bei den Menschen bewirkt, dass wir in vielen Bereichen nicht so weitermachen, wie bisher….

Eine Sonntagsrede?  Die Menschen vergessen blitzschnell (das ist ja das große Glück der Politiker) und machen so weiter, wie es ihnen am angenehmsten ist. So wird es auch diesmal sein, so lange eben, bis eine wirklich Katastrophe kommt. Denn „Corona“ kann nur ein Vorspiel sein!

Viertel-Stunde: Der erste Tristan

Der Tenor Ludwig Schnorr von Carolsfeld starb 1865 mit gerade einmal 29 Jahren. In Englschalking trägt eine Straße seinen Namen – in einer Siedlung, die einigen Persönlichkeiten des Münchner Musiklebens gewidmet ist.


Grab auf dem Alten Annen­friedhof in der Südvorstadt von Dresden

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/viertel-stunde-der-erste-tristan-1.4873635

PARIS: ABSAGE Neuproduktion „Die Walküre“

Die Neuinszenierung der Walküre an der Opéra national de Paris ab 5. Mai mit Jonas Kaufmann  wurde nun auch offiziell abgesagt!

TISCHGESPRÄCHE: FIGAROS HOCHZEIT – HANDLUNG – TEXTE – ENTSTEHUNGSGESCHICHTE

Was soll diese Komödie?
Wolfgang Amadeus Mozarts Oper ist eine einzige tolle Turbulenz. Missverständnisse, überraschende Wendungen und fehlgeschlagene Intrigen steigern die Verwirrung bei Akteuren und Zuschauern, bis dann im 4. Akt alles durcheinanderpurzelt: in stockdunkler Nacht verwechseln, verstecken und ertappen sich verkleidete und unverkleidete Gestalten bei ihren Liebesabenteuern, während sie im grünen Labyrinth des Schlossparks herumstolpern.
Wer kann da noch folgen? Wer kann dieses Chaos im 4. Akt ordnen?

beigestellt von TTT

Figaros Hochzeit – Handlung, Liedertexte, Entstehungsgeschichte

Leben in Zeiten der Krise: Karfreitag ohne Zauber?
Ebensowenig wirksam wie Kundrys Balsam aus Arabia gegen Amfortas´ Leiden ist bislang jeder verfügbare Impfstoff gegen das, was unser Leben spätestens seit Mitte März bestimmt und wirklich jede Nachrichtensendung dominiert. Gegen die Traurigkeit, was wir an Opern und Konzerten, auf die wir uns oft monatelang gefreut haben, nicht erleben können, hilft nur bedingt die Hoffnung, dass es irgendwann im Laufe des Sommers vielleicht wieder einen normalen Kulturbetrieb geben wird.
Dr. Andreas Ströbl berichtet aus Lübeck.
Klassik-begeistert

Opernsänger im „Home-Office“


Den Promi kennen Sie wohl. Auf dem ersten Blick lässt es sich hier aushalten.

Die Frage ist nur, wie lange? Die Bühne ruft – aber zur Stunde hört man ihre Rufe noch nicht!  Günther Groissböck ist „fuchsteufelswild“ und hofft auf Erleuchtung unserer Politiker. Was ist übrigens mit den im ersten Moment großzügigen Versprechungen der Künstler-Branche gegenüber? Man wird die Künstler als „Aufputz“ bald wieder brauchen. G.G. jedenfalls scharrt in den Startlöchern!

In der Nacht zum 12. April 1945 brannte der Wiener Stephansdom. Der ORF zeigt heute und morgen eine Dokumentation


Der zerstörte Dom:  Foto: ORF

Als steinerner Zeuge des Unvergänglichen hatte der Dom durch über 800 Jahre hinweg allen Widrigkeiten getrotzt, hatte Feuersbrünste, Türkenbelagerungen und Franzosenkriege überstanden. Doch in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges blieb auch St. Stephan nicht mehr verschont vor der Vernichtung.

Am Ostermontag, dem tatsächlichen Jahrestag des Brandes, zeigt ORFIII (20.15 Uhr) die Dokupremiere “ „Brandakte Stephansdom – Rekonstruktion einer Katastrophe“. Dombaumeister Wolfgang Zehetner nimmt in der Neuproduktion historische Ermittlungen auf und rekapituliert mit Hilfe von Computeranimationen akribisch die ereignisreichen Tage des April 1945. Zeugen wie der damalige Sakristeidirektor Lothar Kodeischka, der eigenhändig die Flammen zu löschen versuchte, sowie der österreichische Wehrmachtshauptmann Gerhard Klinkicht, der in den letzten Kriegstagen den Befehl missachtete, den Dom niederzuschießen, liefern wertvolle Hinweise auf den Verlauf der Katastrophe.

Der Stephansdom – Symbol der Wiederauferstehung
Am Sonntag jährt sich der Brand des Wiener Doms zum 75. Mal. Der ORF zeigt eine neue Doku – und Ostermessen für Corona-Isolierte.
Wiener Zeitung

Marlen Haushofer wäre 100
Heute wäre die renommierte österreichische Schriftstellerin Marlen Haushofer 100 Jahre alt geworden. Berühmt wurde sie vor allem mit ihrem ikonischen Roman „Die Wand“, der später auch mit Martina Gedeck in der Hauptrolle erfolgreich verfilmt wurde und gerade jetzt in Coronavirus-Zeiten wieder viel gelesen und besprochen wird.
http://orf.at/stories/3161425/

Warum überträgt ORF III Gottesdienste

Auszug aus einem Interview (Kurier):

Was manche nun irritiert: Österreich ist ein säkularer Staat, warum erklärt sich ORF III plötzlich für Gottesdienste zuständig?

Weil wir auf unsere Seher reagieren, die derzeit wegen Corona zum Beispiel nicht in die Kirche gehen können. Das zeigen ja auch die Reichweiten mit etwa 150.000 Zusehern an einem Sonntagvormittag. Ich möchte auch noch auf die „Feier.Stunde“ der Kollegen der ORF-Religion verweisen, die sich einer Vielzahl an Religionen und Glaubensgemeinschaften widmet. Es gibt aber in dieser für viele schweren Zeit spirituelle und religiöse Bedürfnisse, denen wir uns nicht verschließen dürfen.

ORF III-Chef Schöber: „Wer auf die Herausforderung reagiert hat, profitiert“
ender-Chef Peter Schöber über Corona und den Sender als ORF-Backup, die Krise und die Kulturbranche, Quoten und die Konkurrenz.
Kurier

PANDEMIE – KEIN WINTERMÄRCHEN!

(WIE HÄTTE HEINRICH HEINE* REAGIERT?)

(*: Sehr frei angelehnt an sein Epos „Deutschland, ein Wintermärchen“)

Karl Masek

Im  Jahr Zweitausendundzwanzig war’s,

Die Tage wurden trüber.

Ein Virus riss an Grundfesten der Welt:

Kam es von China herüber?…
Lesen Sie weiter!

Wie Peking die EU in der Coronakrise ausbootet
2020 ist für die Union ein kritisches Jahr, um Einheit zu beweisen. China wusste die Tatenlosigkeit zu Beginn der Pandemie für sich zu nutzen. Das Umdenken der EU-Länder könnte zu spät gekommen sein.
Die Presse

Wenn die Krise überstanden ist, wird man sich das Verhalten der EU genauer anschauen müssen!

Design und Corona: Anfassen ist archaischer Wahnsinn
Türklinken sind uns suspekt, seit die Berührung von Gegenständen als gefährlich gilt. Die Zukunft gehört der Kontaktlosigkeit.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/corona-tuerklinken-anfassen-1.4870955

Deutschland
Isolationsmüdigkeit“ in Coronavirus-Krise. Innenministerium befürchtet Verrohung der Gesellschaft
Steigende Aggressivität, Denunziantentum, Suizide: Das Bundesinnenministerium warnt in einem Strategiepapier vor psychosozialen Effekten der Coronavirus-Krise
Tagesspiegel
Diese Nebeneffekte dürfen natürlich die positive Bilanz nicht stören! Unabhängig jeder Statistik wird die Bilanz natürlich positiv ausfallen, jede Regierung darf sich als Sieger im (kindischen) Wettstreit fühlen. Wozu sonst pumpt man Geld in die Zeitungen?.

Ich wünsche einen schönen Oster-Sonntag! Bleiben Sie gesund und werden Sie nicht leichtsinnig! Es werden wieder Zeiten kommen, in denen normal reagiert werden darf. Obgleich, Händeschütteln wird einen Einbruch erleben!

Das meint auch Nicky Hilton!
https://www.nord24.de/promis/Nicky-Hilton-Haendeschuetteln-wird-komplett-abgeschafft-40216.html

Na, wenn Nicky Hilton es meint, wird es wohl stimmen! Wer ist übrigens Nicky Hilton?

A.C.

 

 

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