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11. SEPTEMBER 2021 – Samstag

11.09.2021 | Tageskommentar

Josh Lovell, Vera-Lotte Boecker und Bo Skovhus in »Das verratene Meer« @ Michael Pöhn

WIENER STAATSOPER: DAS VERRATENE MEER (19./23./27.9.)

Liebes Publikum,

Sie hatten während des Lockdown Das verratene Meer aus der Wiener Staatsoper gestreamt. Nach einer Saison, die zum überwiegenden Teil nur über Streaming und Fernsehen mitverfolgt werden konnte, freuen wir uns umso mehr Ihnen mitteilen zu können, dass diese Neuproduktion nun endlich vor Publikum gezeigt wird.

Termine: 19., 23., 27. September

Zum Kartenkauf

Details zur Besetzung und zur Produktion von Das verratene Meer
Handlung Das verratene Meer 
Blogartikel »Hans Werner Henz über Das verratene Meer«
Einführung zu Das verratene Meer
Einführungvideo von den Regisseuren (Youtube) 
Ihr Programmheft können Sie hier online kaufen.  

Zitat Ende Presseaussendung der Wiener Staatsoper

Schon aus Eigennutz sind wir daran interessiert, dass das Werkl Wiener Staatsoper wieder läuft. Wir analysieren jeden Tag Google-Analytics und wissen daher um das Interesse, nicht bloß um die nackten Zahlen eines Kartenverkaufs, die eine Momentaufnahme sind. Zum Glück für die Wiener Staatsoper sind die Zahlen Momentaufnahmen, denn vom zu erwartenden Tourismus-Boom (der wird noch einige Zeit ein „Boomerl“ sein), hat die Staatsoper von allen Bundestheatern am meisten zu erwarten. Das wohl deswegen, weil Musik die internationalste Sprache ist, die jeder verstehen kann, der will!

Jedes Mal, wenn sich irgendwo – also nicht nur im Haus am Ring – etwas tut, schnellt bei uns die Tagesquote in die Höhe.

Aus den Sprechtheatern hören wir, dass publikumsmäßig noch „viel Luft nach oben ist“ – um es vorsichtig auszudrücken!

Domingo besucht Sartori nach der „Tosca-Vorstellung

ZU INSTAGRAM

Ich gehe davon aus, dass der Profi Domingo den Kollegen nach der Vorstellung, nicht etwa in einer Pause besucht hat. Das rote Band ist offensichtlich kein Schmuck, sondern hängt mit den Corana-Maßnahmen zusammen. Rot bedeutet, dass man auf Proben und bei der Vorstellung keinen Mundschutz braucht, das tragen vor allem Sänger, Tänzer, Orchester und der Herr Direktor. Orange, Gelb und Weiß sind die Abstufungen, wo man die Maske öfter oder sogar immer tragen muss, Gelb haben zum Beispiel die meisten Billeteure. Je nach Farbe muss man sich täglich oder nur seltener testen lassen,

Die Online-Merker-Rezensenten haben übrigens selbstverständlich absolutes Garderobenverbot!

IOAN HOLENDER: ERSTE REIHE FUSSFREI. ZUR SITUATION IM DOSKOCIL-REICH

ZUM VIDEO (4,50 Minuten

Gerade in dieser kritischen Situation geht mir Ioan Holender besonders ab. Er hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen und sein Scharfsinn hat anscheinend auch nicht gelitten. Mit „ServusTV2 hat er auch auf das richtige Pferd gesetzt, denn dort muss er nicht von Monat zu Monat um den Fortbestand seiner Sendung zittern!

München
Serge Dorny – der neue Intendant der Bayerischen Staatsoper im Porträt (Podcast)

BR-Klassik.de

Martha Argerich zu Gast beim Musikfest Berlin 2021. Sie, die Herrlichste von allen
Die Pianistin Martha Argerich beglückt beim Musikfest Berlin mit Schumanns Klavierkonzert, begleitet von Daniel Barenboim und der Staatskapelle Berlin.
Tagesspiegel.de

„Konzertgänger in Berlin“
Mimoso: Zwei Konzerte des Collegium Vocale Gent mit Philippe Herreweghe
Musikfest ist Gastorchester-Zeit. Das Orchestre des Champs-Élysées ist ein Ensemble, das nicht alle Jahre in Berlin zu hören ist. Aber die Hauptattraktion des Konzerts ist der Chor.
https://hundert11.net/mimoso/

HEUTE LINZER LANDESTHEATER: WIE IM HIMMEL (DSE)
MUSICAL NACH DEM GLEICHNAMIGEN FILM

Buch von Kay Pollak und Carin Pollak. Gesangstexte von Carin Pollak und Fredrik Kempe
Musik von Fredrik Kempe. Deutsch von Gabriele Haefs und Roman Hinze In deutscher Sprache mit Übertiteln

Copyright: Linzer Landestheater

 Premiere Samstag, 11. September 2021, 19.30 Uhr
Großer Saal Musiktheater

Wir werden darüber berichten, obwohl ich Samstag Nachmittag bis Sonntag Mittwoch an meinem Standort arg gehandikapt bin. Ich verbringe die Nacht nämlich im Wienerwald, wohl mit einem Dach über dem Kopf, aber mit störungsanfälligen Internetanschluss, manchmal bremst sich das Net auch extrem ein. 1o Meter Wienerwald gehören nämlich mir (auf Länge meines Gartenzaus 10 Meter in den Wald hinein, damit ich für sämtliche dort entstehenden und ausgehenden Schäden selbst verantwortlich bin). Ein Baum ist nämlich bereits umgestürzt und hat mein Vordach demoliert. Die Bundesforste haben zwar gezahlt, mir aber diesen Vertrag umgehängt!

Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte • Theater Basel • Vorstellung: 10.09.2021
 Koproduktion von Dutch National Opera, English National Opera und Festival d’Aix-en-Provence

„Die Zauberflöte“ in Basel. Foto: Ingo Höhn

 Wenn Koloraturen töten könnten

Zum Bericht von Jan Krobot

Zum 100. Geburtstag von Stanislaw Lem. Wie Schokolade ins Weltall kam
Am Sonntag, 12. September, wäre Stanislaw Lem 100 Jahre alt geworden. Happy Birthday, Maestro!

Stanislaw Lem

Wien 1990. Im Hietzinger Haus von Stanislaw Lem läutet das Telefon. Am anderen Ende der Leitung ist der Hollywoodstar Richard Gere. Er möchte die Filmrechte für Lems berühmtestes Buch „Solaris“ kaufen. Der polnische Science-Fiction-Autor hört dem Amerikaner geduldig zu und unterbricht schließlich: „Entschuldigen Sie, aber wer sind Sie?“ Stille im Hörer – Richard Gere hat die Frage nicht verstanden. „Sind Sie ein Produzent oder ein Regisseur?“, hilft Lem nach. „Ich bin Schauspieler“, lautet die schüchterne Antwort. Lem hängt auf. Hollywood und Stanislaw Lem, das war nie eine Liebesgeschichte. Als Jahre später Steven Soderbergh „Solaris“ mit George Clooney verfilmt, steht der Autor nach einer Viertelstunde auf und sagt: „Wo ist mein Zwetschkenkompott. Es schlägt diesen Film um Längen.“
Kleine zeitung

VIENNA ROYAL ORCHESTRA IM WIENER „HAUS DER INDUSTRIE“ (Schwarzenbergplatz) – 11./18./19./25.9. um 20 h

Wiener „Haus der Industrie“. Foto-Copyright: Vienna Royal-Orchestra

Nächstes Konzert HEUTE. Beginn: 20:00 Uhr, Einlass: ab 19:15 Uhr

www.royal-classic.at

Das genaue Programm entnehmen Sie unseren „Infos des Tages“

Filme der Woche


Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart:  9. September 2021 
STILLWATER – GEGEN JEDEN VERDACHT
Stillwater  /  USA  /  2021 
Regie: Tom McCarthy. Mit: Matt Damon, Abigail Breslin, Camille Cottin u.a.

Wer bei dem Begriff „Stillwater“ an stille Wasser denkt, die bekanntlich tief sein sollen, liegt im Prinzip nicht schlecht – aber würde man das auch bei einem ruhigen, bulligen Trump-Wähler annehmen? So steht Matt Damon als Bill Baker vor uns, Holzfällerhemd und Baseball-Kappe, mit angegrautem Haar, von einer gewissen Müdigkeit umflort. Der amerikanische Durchschnittsmann aus Stillwater, Oklahoma, von dem man gar nicht erwarten würde, dass er ein „Schicksal“ hat.

Aber dann erfährt er, dass seine Tochter, von der er längst entfremdet ist, unter der Anklage, ihre Freundin ermordet zu haben, in Marseille im Gefängnis sitzt. Wenn er sich nun nach Frankreich aufmacht, enttäuscht Regisseur Tom McCarthy alle möglichen Erwartungen auf einen rasanten Thriller, wo der Vater wie ein schnaubender Bulle loszieht, Töchterchen zu befreien. Sicher will er ihr Schicksal ändern – aber das funktioniert hier nicht nach den üblichen Kinoregeln…

Es gibt kein Happyend mit Papa, nur zwei unglückliche Menschen, die auf der Terrasse ihres Hauses sitzen. So, wie diese junge Frau will sich wohl niemand dargestellt sehen. Aber als Film, der vor allem die Geschichte eines Mannes erzählt, der in einer Extremsituation im Grunde ganz er selbst bleibt, ist „Stillwater“ bemerkenswert…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Paris
Trauerfeier für Jean-Paul Belmondo mit vielen Stars
Zahlreiche Kollegen, Verwandte und Weggefährten haben am Freitag Abschied von dem französischen Schauspieler Jean-Paul Belmondo genommen. Unter den Trauergästen waren Stars wie die Schauspieler Alain Delon und Jean Dujardin sowie der Regisseur Claude Lelouch.
Frankfurter Allgemeine

Wiener Avantgarde
Filmemacher Ferry Radax gestorben
Ferry Fadax wurde 89 Jahre alt. Sein Filmgedicht „Sonne halt!“ (1959) und der Dokumentarfilm „Am Rand“ (1961-1963) sind heute Klassiker des Experimentalfilms.
https://www.diepresse.com/6032129/filmemacher-ferry-radax-gestorben

ORF III am Wochenende: Neunteiliger „zeit.geschichte“-Abend zu „20 Jahre 9/11“ u. a. mit Gesprächsrunde und neuem Zweiteiler

 Außerdem: „Erlebnis Bühne“-Doppel u. a. mit „Rudolf Buchbinder aus München“, tagsüber Schwerpunkt zum 75. GT von Dolores Schmidinger =

 ORF III Kultur und Information zeigt am Samstag, dem 11. September 2021, – am 20. Jahrestag des Terroranschlags auf das World Trade Center – einen neunteiligen „zeit.geschichte“-Abend, beginnend mit einer von Andreas Pfeifer geleiteten Gesprächsrunde, bevor die europäische Erstausstrahlung des neuen Doku-Zweiteilers „Amerika nach 9/11“ folgt. Tagsüber gratuliert ORF III Dolores Schmidinger mit zwei Theaterstücken sowie mit dem Film „Lamorte“ zum 75. Geburtstag. Außerdem trifft Andreas Jäger den Schriftsteller Franzobel zum „Berggespräch“. Am Sonntag, dem 12. September, zeigt ORF III einen zweiteiligen „Erlebnis Bühne“-Abend mit „Rudolf Buchbinder aus München“ sowie dem Finale des Busoni Klavierwettbewerbes 2021 mit dem Österreicher Lukas Sternath. In der „Erlebnis Bühne matinee“ stehen die „Obertöne Kammermusiktage in Tirol“ von 2020 auf dem Programm.

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

20 Jahre nach den Terroranschlägen von 9/11: Überlebende und Zeitzeugen erzählen von dem Tag, der die Welt verändert hat. Am 11. September 2001 brennen sich 102 Minuten ins kollektive Gedächtnis der Welt ein. Terroristen entführen in den USA vier Linienflugzeuge und greifen das World Trade Center und das Pentagon an. Ein weiteres Flugzeug, womöglich auf dem Weg zum Capitol, bringen verzweifelte Passagiere in Shanksville in Pennsylvania zum Absturz. Fast 3000 Menschen kommen insgesamt ums Leben. Zum 20. Jahrestag finden an den Anschlagsorten Gedenkveranstaltungen statt, an denen auch Präsident Joe Biden teilnimmt. Er beschwor im Vorfeld in einer Videobotschaft die nationale Einheit. Zum Bericht

  • Libanon bekommt nach über einem Jahr ohne Kabinett eine neue Regierung: Staatschef Michel Aoun und Ministerpräsident Nadschib Mikati einigen sich auf ein neues Kabinett. Die vorherige Regierung war nach der Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut vor mehr als einem Jahr zurückgetreten.
  • Zum Bericht
  • Apples App-Store muss sein Geschäftsmodell ändern: Im Rechtsstreit zwischen Spielehersteller Epic Games und Apple hat die Richterin am Freitag festgehalten: Apple betreibt kein Monopol in seinem App-Store. Der Konzern muss nun trotzdem den Entwicklern bei den Provisionen entgegenkommen.
  • Zum Bericht
  • Rover «Perseverance» entnimmt zweite Probe aus Mars-Gestein: Laut der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa deuten erste Untersuchungen der zwei Gesteinsproben, die inzwischen vom Mars untersucht worden sind an, dass es möglicherweise einst Wasser, und somit Leben auf dem Mars gegeben haben könnte.
  • Zum Bericht

Österreich
Anti-Raucher-Arzt will jetzt mit Volksbefragung die Impfpflicht erkämpfen
Für Experten wie der Rektor der MedUni Graz, Hellmut Samonigg, führt kein Weg an einer Impfpflicht vorbei. Er hatte schon erfolgreich gegen das Rauchen mobilisiert.
https://kurier.at/politik/inland/ruf-nach-pflicht-stich-wird-lauter/401731902

Der aufrechte Kämpfer gegen das Rauchen ist zumindest beim aktuellen Gesundheitminister sowie auch beim Ärztekammer-Chef nicht erolgreich gewesen, warum sollte er es jetzt sein? Richtig, hier gilt es „die kleinen Leute“ zu karniefeln (laut Österreichisches Volkswörterbuch quälen, ärgern, also all das, wozu ein Minister da sein sollte). Der Gesundheitsminister, der es eigentlich besser wissen sollte, raucht und verschmutzt damit sogar die Umwelt.

Als in der Staatsoper das generelle Rauchverbot eingeführtwurde, habe ich mich deswegen mit einer Freundin zerstritten. Ich hatte extra für sie teure Opernkarten gekauft, aber als sie sich keine „anheizen durfte“, wollte sie Oper zur ersten Pause verlassen. Das haben wir auch getan, aber das war der Anfang vom Ende der Beziehung. Zum Glück – muss ich heute sagen!

Es geht in der Oper freilich auch anders. In der Meyer-Ära ging ich manchmal noch zu Presseterminen. Der damalige Holding-Chef Springer war/ist starker Raucher – und in der Oper de facto der Chef. Enmal war er bei einer Kammersänger-Ehrung im Teesalon dabei (ich glaube, es war die Cura-Ehrung). So ganz wollte er auf das Rauchen dabei aucht verzichten . und so verliess er zweimal den Raum. Hinter ihn drängte sich eine Mitarbeiterin des Pressebüros – mit einem Aschenbecher in der Hand!

Fußball-Präsident: Von den Steigbügelhaltern

 

Zweikampf um den ÖFB-Chefsessel: Wie die Politik mitmischt
Am Samstag stellen die Kandidaten Schmid und Milletich ihre Pläne vor. Im Hintergrund geht es um Seilschaften und Deals für das neue Trainingszentrum.
Kurier.at

Im Intrigenstadel Fußball durfte ich viel zu lange mitmischen, jedoch nur als Steigbügelhalter. Mit der Zeit wurde mir das zu blöd, zumal sich die, denen ich in den Sattel halt, auf sehr seltsame Art als dankbar erwiesen. Merke: Wenn sie einen nicht mehr brauchen, wirst du lästig. Außerdem wissen die Steigbügelhalter meist zu viel, gehören also mundtot gemacht. Da muss man froh sein, in heutigen Zeiten zu leben, früher wurde nämlich kurzer Prozess gemacht. Heute dauert der Prozess länger, gemacht wird er aber auch!

Heinrich Schramm-Schiessl fällt zum gestrigen Breitner-70er etwas ein: Neben der Doku über Breitner und Hoeness gab es im BR auch noch eine über Breitner allein (Titel: Einfach Paul) und da hat man etwas, zumindest für mich, Interessantes gehört. Breitner war als Nachfolger des, bis auf die EM 1996, glücklosen Berti Vogts als Bundestrainer vorgesehen. Der Vertrag war schon fertig, nur einen Tag vor Unterzeichnung gab er der Bild-Zeitung ein Interview, wo er meinte, es gehöre die gesamte DFB-Spitze inkl. Präsident ausgetauscht. Naja, das wars dann, geworden ist es dann Erich Ribbeck.

Übrigens eine Anekdote aus dem österr. Fußball: Einer unserer nahezu zahllosen Teamchefs, ich glaub es war Senekowitsch, leistete sich bei einer Pressekonferenz einen Freudschen Fehler. Er gab die Mannschaft für ein Spiel bekannt und begann: „Koncilia, Sara, Breitner…“ – als unter den Journalisten ein Gemurmel begann, korrigierte er sich mit den Worten „Schön wärs. Breitenberger…“.

Haben Sie ein schönes Wochenende

A.C.

 

 

 

 

 

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