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11. SEPTEMBER 2018

11.09.2018 | Tageskommentar

Johannes, der Täufer. Die „Salome“ soll in Minsk verboten werden

In Minsk,  am Bolschoi, größten Theater Weißrusslands, sollte vorgestern  eine Neuinszenierung von Richard Strauss‘  „Salome“ Premiere haben. Daraus wurde nichts, am Vorabend wurde sie durch das weißrussische Kulturministerium abgesagt. Der Grund dafür ist ein Schreiben, unterfertigt von vielen orthodoxen Aktivisten, an den Präsidenten, die Staatsanwalt und den heiligen Synod der russisch-orthodoxen Kirche. Es wird die Verletzung religiöser Gefühle wie aber aus die Verletzung des Andenkens an Johannes dem Täufer angeführt.  Es werden „korrigierende Anpassungen in der Staatsideologie und in der Arbeit des Kulturministeriums gefordert“. Die Oper wird als „blasphemisch“ bezeichnet, die Handlung als „antichristlich“ und als „Beleidigung der religiösen Gefühle der Gläubigen“. Nun soll der Regisseur zur Anzeige gebracht werden!

Orthodoxe Aktivisten kämpfen gegen “Salome”
Weil sie Richard Strauss‘ Oper für gotteslästerlich halten, verbitten sie sich deren Aufführung
Tagesspiegel

Frankfurt: TRI SESTRI mit vier Countertenören

Ray Chenez (Irina), David DQ Lee (Mascha; sitzend) und Dmitry Egorov (Olga: stehend). Copyright: Oper Frankfurt/ Monika Rittershaus

v.l.n.r. Eric Jurenas (Natascha) und Dmitry Egorov (Olga) sowie im Hintergrund David DQ Lee (Mascha). Copyright: Oper Frankfurt/ Monika Rittershaus

Unser Rezensent war durch ein privates Ereignis kurzfristig verhindert.

„Tri Sestri“ und vier Counter
t-online

Eötvös „Drei Schwestern“ mit vier Countertenören
Die erste Premiere der neuen Spielzeit kam beim Publikum in Frankfurt gut an. Alle weiblichen Hauptrollen hatten Männer bernommen.
Hamburger Abendblatt

HEUTE können Sie der ersten Stream der neuen Saison aus der Wiener Staatsoper sehen:

 

Anna Gabler (Agathe). Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

https://www.staatsoperlive.com/de/

Zum Wiener „Freischütz“ passend – aber nicht zu dieser Besetzung:

MITTWOCH, 12. SEPTEMBER IN Ö1: OPERNWERKSTATT MIT ANDREAS SCHAGER (19,30 – 21 h)

„Opernwerkstatt“. Das Gespräch vom 13.6.2018 wird Mittwoch um 19,30 ausgestrahlt. Moderation: Dr. Peter Dusek

Berlin: Die Dirigentin Simone Young eröffnet die Saison an der Staatsoper
Eine Begegnung mit der australischen Dirigentin mit irischen Wurzeln.
Dass sie inzwischen zweifache Großmutter sei, erzählt Simone Young gleich zu Beginn des Gesprächs. Damit beschreibt sie die vergehende Zeit, zugleich aber auch, was ihr im Leben wichtig ist. Die 57-jährige Dirigentin probt gerade für die Wiederaufnahme von Richard Strauss’ „Die Frau ohne Schatten“, womit am 16. September die Saison an der Staatsoper Unter den Linden eröffnet wird.
Berliner Morgenpost

Hamburg: Wagner-Wrestling sorgt für Schnappatmung bei Wagnerianern
Nibelungen-Satire in der Opera stabile ist so irre, dass sie schon wieder gut ist. Wer es nicht mag, geht zum Lachen eh in den Keller
Hamburger Abendblatt

Luzern: Kritik – „Im Amt für Todesangelegenheiten“ in Luzern.  Mehrheitsfähig, aber vordergründig
Eine „Slapstick-Oper“ sollte es werden, die sich Komponist Klaus von Heydenaber vorgenommen hatte. Er pflügte musikalisch durch die gesamte Operngeschichte, lässt Gott als Schlagerfuzzi auftreten, den Tod als Junkie und den Himmel als Behörde. Am 7. September war in Luzern Premiere. Peter Jungblut erlebte einen wilden Ritt durch die Musiktheater-Geschichte, voller Anspielungen, durch und durch irre. Aber gelegentlich wirkte die Suche nach dem Witz auch arg dick aufgetragen und ließ die persönliche Note vermissen
BR-Klassik

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK –11. – 17. SEPTEMBER 2018
(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

 

13.9. AIDA (aus Brüssel, Aufnahme v. 16.5.2047) BBC 3-14 Uhr
15.9. MACBETH (aus London, Aufnahme v. 31.3.) Bayern 4-19.05 Uhr
ANDREA CHENIER (aus Mailand, Aufnahme v. 7.12.2017) Deutschlandradio 19.05 Uhr
ARIADNE AUF NAXOS (aus Aix, Aufnahme v. 11.7.) ORF Ö1-19.30 Uhr
16.9. THAMOS, KÖNIG VON ÄGYPTEN (aus Paris, Aufnahme v. 25.6.) France Musique 20 Uhr
LA REINE DE CHYPRE (aus Paris, Aufnahme v. 5.6.2017) SWR 2-20.03 Uhr

WIEN/ BURGTHEATER: HEUTE PREMIERE „MEPHISTO“ nach dem Roman von Klaus Mann

Nicholas Ofczarek, Dörte Lyssewski. Copyright: Barbara Zeininger

Aus einer Demokratie wird eine Diktatur. Jeder muss für sich entscheiden, ob er mitmacht oder gegen den Strom schwimmt. Auch der Schauspieler Hendrik Höfgen befindet sich in diesem Dilemma, will es aber nicht wahrhaben. „Eingesperrt in seinen Ehrgeiz“ träumt er nur von seinem künftigen Ruhm, der gerade zu erblühen begonnen hat. Sein Talent ist unbestritten und begeistert auch die neuen Machthaber, die sich gerne mit Künstlerinnen und Künstlern umgeben. Doch viele erkennen die Zeichen der Zeit und gehen ins Ausland, ins Exil. Auch Hendrik steht für einen Moment vor dieser Entscheidung: Gehen oder Bleiben. Doch als armer Flüchtling im Ausland leben? Da muss er nicht lange überlegen. Er verrät seine Frau, seine Wegbegleiter, seine Freunde und gibt sich ganz hin: dem Rausch der Prominenz, des Geldes und dem Gefühl, endlich ganz oben zu sein. Und wird so zum „Affen der Macht, zum Clown zur Zerstreuung der Mörder“. (Quelle: Burgtheater)

Wien/ Volkstheater: „Kaufmann von Venedig“: Maskerade des Juden als schwarze Frau
Die Karikatur des Shylock wird im Wiener Volkstheater zum falschen Spekulationsobjekt
Der Standard

Volkstheater Wien: Provokationsversuch mit Judenwitzen
Holzhammer: Direktorin Anna Badora inszenierte als Saisonauftakt William Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“
Kurier
Eine Kauffrau mit Migrationshintergrund
Shakespeare-Stücke vertragen Genderdebatten unserer Zeit. Das beweist Anna Badoras Inszenierung von „Der Kaufmann in Venedig“
Salzburger Nachrichten

Schon wieder (gähn!)

Chef von TV-Sender CBS zurückgetreten
Vorwurf sexueller Belästigung
https://www.tagesschau.de/ausland/cbs-moonves-101.html

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C

 

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