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11. OKTOBER 2021 – Montag

11.10.2021 | Tageskommentar

Endlich fertig: Die „Zehnte“ von Beethoven

Bonn
Von KI vollendete 10. Sinfonie von Beethoven uraufgeführt
Fast 195 Jahre nach dem Tod von Ludwig van Beethoven ist eine Version seiner nicht mehr vollendeten 10. Sinfonie uraufgeführt worden – komponiert von künstlicher Intelligenz (KI). Das renommierte Beethoven Orchester spielte das Stück gestern Abend unter der Leitung ihres Chefdirigenten Dirk Kaftan im Telekom Forum in Bonn. Das Telekommunikationsunternehmen hatte das Projekt initiiert.
https://orf.at/stories/3231841/

Uraufführung in Bonn: Beethovens 10. – von KI komponiert (Podcast)
NDR.kultur.de

Gottfried von Einems „Der Prozess“  an der Landesbühne Sachsen/ Radebeul

 

Sachsen/ Landesbühne
Kein Ausweg. Nirgends.
Gottfried von Einem: Der Prozess
Musiktheater  Premiere: 09.10.2021   Theater: Landesbühnen Sachsen
Regie: Sebastian Ritschel  Musikalische Leitung: Hans-Peter Preu  Komponist: Gottfried von Einem 

…In Radebeul erklang nun das erste Mal eine neue, auf 33 Musiker reduzierte Orchesterfassung, die Tobias Leppert für den hiesigen Graben arrangiert hat. Zur ganzen Wahrheit gehört, dass auch die Hygienevorschriften zur Pandemiebekämpfung Pate standen – also ein Fall von „Halb zog sie ihn, halb sank er hin“. Der Vorteil ist, dass dieses Arrangement ab jetzt für Häuser und Orchester ähnlicher Größe eine Steilvorlage ist, sich dieser, in ihrem Charakter sowieso eher kammermusikalischen Oper anzunehmen. 
https://www.die-deutsche-buehne.de/kritiken/kein-ausweg-nirgends-0

Josef K. wird der Prozess gemacht
Oper nach Kafka – das ist anspruchsvolle Unterhaltung für alle, denen Mitdenken Vergnügen bereitet.
https://www.saechsische.de/kultur/josef-k-wird-der-prozess-gemacht-5542642-plus.html

WIENER „BARBIERE-TEAM“ FEIERT BEIM ITALIENER

 

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Inhalt des Merker-Hefts OKTOBER 2021 (geht demnächst in den Versand)

 

Bitte richten Sie Ihre Anfragen an den “MERKER”-VEREIN: Tel. 0043 /1/ 27 86 836 (Tel.beantworter – bitte länger als 2x läuten lassen!), E-Mail: sieglinde.pfabigan@chello.at

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Neue Oper Wien in der Halle E im MuseumsQuartier: DEATH IN VENICE 9.10.2021 (Premiere am 7.10.) 

Foto: Armin Bardel   

Zeitlebens und gerade jetzt, in Zeiten der Pandemie, sind wir den beiden ureigensten Triebfedern des Lebens, Eros und Virtus, ausgesetzt. Und unsere Aufgabe im Leben besteht wohl darin, beide Triebe in „geordnete Bahnen“ zu lenken und zu sublimieren. Dieser kaum zu bewältigenden Aufgabe muss sich auch der in einer Schaffenskrise feststeckende und alternde Schriftsteller Gustav von Aschenbach stellen. Sein Untergang aber steht von Beginn an, wie in der altgriechischen Tragödie, unausweichlich fest…

Zum Bericht von Dr. Harald Lacina

Vincenzo Bellini: I Capuleti e i Montecchi • Opernhaus Zürich • Vorstellung: 10.10.2021

 (5. Vorstellung • Wiederaufnahme am 19.09.2021) Crescendo des Missbrauchs

Foto © Monika Rittershaus

Christof Loys Zürcher Inszenierung von Bellinis dritter Oper geht von der Hypothese aus, der Librettist Felice Romani habe sich bei seiner Arbeit auf die verfeindete Adelsfamilien fokussiert. Darauf wiesen der Titel des Stücks, der nicht die Namen der beiden Hauptfiguren, sondern die ihrer Familie nenne, hin wie auch die Tatsache, dass Romeo und Julia nur zwei Szenen, die erste Begegnung und den Abschied, alleine bestritten. Beide Begründungen sind aber nur bedingt stichhaltig…

Zum Bericht von Jan Krobot

WIEN / Burgtheater:  DER UNTERGANG DES HAUSES USHER nach Edgar Allan Poe 
Koproduktion mit der Ruhrtriennale
Premiere in Wien: 10. Oktober 2021  

Foto: Burgtheater/ Matthias Horn

Wenn zu Beginn zwei Pianisten an Flügeln – nein, nicht Klavier spielen, wie man es versteht, sondern auf die Tasten hacken und donnern, minimalistisch die Tonleiter hinauf und hinunter – dann dauert das. Gewiß gekonnt, aber nicht, wie es im Programmheft steht, „mehrminütig“, sondern gut an die 20 Minuten lang, Das wirkt fast wie ein Test, was ein Publikum sich alles gefallen lässt. Und wenn im Lauf des Abends sechs Personen, die keinen Autor gefunden haben, sich grundsätzlich total unnatürlich gerieren und immer wieder zu singen beginnen – ja, da wäre man wohl bei Marthaler, möchte man meinen.

Aber nein, es ist Barbara Frey, nach acht vorangegangenen Inszenierungen am Burgtheater keine Unbekannte (wenn auch nichts davon als besonders gelungen im Gedächtnis geblieben ist), ehemalige Intendantin in Zürich, die nun die Ruhrtriennale übernommen hat. Sie stellt sich bei der Gelegenheit dieses Abends als Musikerin heraus bzw. vor, zusammen mit Josh Sneesby (einer der Herren am Flügel, der andere ist Thomas Hojsa) für den musikalischen Teil des Abends verantwortlich…

…Die Premiere war wieder äußerst schwächlich besucht, dabei muss man im Burgtheater jetzt während der Vorstellung keine Masken mehr tragen. Derzeit kann man sich bei schlechtem Besuch immer noch auf die Pandemie ausreden. Aber was dann, wenn sie wirklich vorbei sein sollte? Für den Premierenbeifall ist jedenfalls stets gesorgt (das war auch früher so), aber was, wenn sich herumspricht, dass in diesem Fall der Horror weniger von Edgar Allan Poe, sondern von einer nervenschädigenden Inszenierung kommt?

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Der Theaterbesuch – nicht nur im Burgtheater – gibt derzeit wirklich Anlass zur Sorge. Die fehlenden Touristen sind es nicht, mein Lokalaugenschein vor dem Haupteingang von Schönbrunn bestätigt, dass die Touristen in großem Maße wieder da sind. Meine Fahrtroute in das Online-Merker-Büro führt mich an diesem wichtigen Beobachtungsposten vorbei. Die Staatsoper ist natürlich bevorzugt, weil sie einen Fixpunkt der meisten Wien-Besuche ausmacht. Aber auch die Staatsoper bietet für die meisten Produktionen noch Karten an, zumal auch ich das Privileg nicht in Anspruch nehme, mir eine Karte zum Vollpreis zu kaufen. Tatsächlich wurde der Kartenkauf in einem bei mir aufliegenden Schreiben der Staatsoper als Privileg bezeichnet, um das mich viele Menschen beneiden. Persönlich lehne ich – wie es alle meine Vorfahren gemacht haben und es hoffentlich die Nachkommen weiterhin praktizieren werden – jegliches Privileg aus Prinzip ab, auch weil diese meist mit einem Haken verbunden sind!

„Der Schüler Gerber“: Ein Machtspiel
Marcus Strahl inszeniert die Tragödie für die Neue Bühne Wien.
Wiener Zeitung

Frank Castorf: „Theater dürfen keine Kaufhäuser werden“
Der Regisseur über Handke, Jelinek und warum Georg Danzer auch den Literaturnobelpreis verdient hätte.
Wiener Zeitung.at

WIEN / ALBERTINAmodern: THE 8Os
DIE KUNST DER 80ER JAHRE
Vom 10. Oktober 2021 bis zum 13. Februar 2022

 

Du sollst nicht langweilen

Nirgendwo kommt die „Moderne“ so attraktiv auf das Publikum zu wie in der „ALBERTINAmodern“ im Künstlerhaus. Wenn man sich dort nun in einer neuen Großausstellung den Achtziger Jahren widmet, hat man ein mehr als ergiebiges Thema gefunden. Denn in dieser Epoche „explodierte“ die Kunst geradezu in alle Richtungen. Das Motto, dass alles möglich sei, wurde ausgeschöpft. Das Ergebnis hat in hohem Maße Unerhaltungscharakter. Und, was Klaus Albrecht Schröder besonders freut, die österreichischen Künstler stehen mit ihren damaligen „Jungen Wilden“ absolut auf Augenhöhe mit der Weltkunst.

WIEN / ALBERTINAmodern: 
THE 80s.
DIE KUNST DER 80ER JAHRE
Bis  zum 13. Februar 2022 
täglich von 10 bis 18 Uhr

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

Wien/Akademie der bildenden Künste
Gemäldegalerie mit Aal und streunendem Nashorn
Das Gebäude der Akademie der bildenden Künste am Schillerplatz eröffnet mit neuen Ausstellungen
Kurier.at

Handke kassierte Strafmandat für Lockdown-Verstoß
Der in Frankreich lebende Literaturnobelpreisträger Peter Handke hat im CoV-Lockdown in Hinterzimmern von Gasthäusern getrunken, sich mit einem „Schwindelzettel“ seines Verlags nächtens im Freien aufgehalten und beim Spazierengehen ein Strafmandat bekommen. Wenn Experten aufgetreten sind, habe er sich gedacht: „Hau dem links und rechts eine runter! Schon wieder ein Experte!“, sagte der Schriftsteller in einem Interview mit dem „Kurier“ (Sonntag-Ausgabe).
https://orf.at/stories/3231846/

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • US-Nuklearingenieur mit «top secret»-Zugang wollte Geheimnisse über Atom-U-Boote verkaufen: Der 42-jährige soll seine Informationen, die für eine ausländische Regierung bestimmt waren, unter anderem in einem Erdnussbuttersandwich versteckt haben. Am Wochenende wurden er und seine Frau wegen versuchter Spionage und Verletzung der Geheimnispflicht festgenommen.
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  • Frustrierte Iraker blieben den Wahlurnen fern: In der irakischen Parlamentswahl zeichnet sich eine tiefe Beteiligung ab. Das ist ein klares Misstrauensvotum für die politische Elite. Trotzdem dürfte sich kaum etwas ändern.
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  • Die Normalisierungsabkommen zwischen Israel und arabischen Staaten entfalten Wirkung: Am Golf weht ein frischer Wind. Es wird gehandelt wie nie, israelische Minister besuchen arabische Staaten, man deklariert Versöhnung und verdient Geld. Eine Herzensfreundschaft gedeiht dennoch nicht.
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  • Tschechiens Präsident Zeman auf der Intensivstation: Der tschechische Präsident Milos Zeman ist kurz nach der Parlamentswahl in Tschechien ins Spital eingeliefert worden. Der 77-Jährige leidet an Komplikationen seiner chronischen Erkrankungen.
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  • Taiwans Präsidentin betont den Verteidigungswillen des demokratischen Inselstaats gegenüber China: «Das taiwanische Volk wird sich dem Druck nicht beugen», machte Tsai Ing-wen am Sonntag in ihrer Rede zum Nationalfeiertag klar. Xi Jinping, Präsident der kommunistischen Volksrepublik China, beschwört hingegen die Wiedervereinigung mit Taiwan – auch mit Gewalt. Die Region rüstet auf.
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  • Ehemalige Mitarbeiter und Gewerkschaft schildern problematisches Arbeitsklima bei Swissmedic: Das Bundesverwaltungsgericht hat Swissmedic wegen einer missbräuchlichen Kündigung verurteilt. Kein Einzelfall, sagen Insider. Das Heilmittelinstitut dementiert und verweist auf eine Personalumfrage, die eine überdurchschnittliche Arbeitszufriedenheit zeigt.
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  • Chinesischer Essenskurier muss halbe Milliarde Franken Strafe zahlen: Der beliebte Lieferdienst Meituan hat laut der Kartellbehörde in Peking seine dominante Marktposition missbraucht. Die Begründung gibt spannende Einblicke in Meituans Algorithmen. Zum Bericht

Millionen Schadenersatz: „Österreich“ klagt Republik wegen Hausdurchsuchungen
Die Verlagsgruppe „Österreich“, gegen die in Zusammenhang mit der Inseratenaffäre rund um Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ermittelt wird, bringt eine Amtshaftungsklage gegen die Republik ein.
Kleine Zeitung

Dass eine Hausdurchsuchung für rechtswidrig erklärt wird, heißt noch lange nicht, dass an der Sache nichts dran ist. 
Ich bin ganz nahe dran (nicht was die Fellner-Gruppe betrifft), meine Tochter hat einige Jahre lang für Gallup und Sophie Karmasin an Umfragen gearbeitet, zu einer Zeit, als Sabine Beinschab die relativ unauffällige Assistentin der späteren Ministerin war. Als Sophie Karmasin in die Politik wechselte, gründete Frau Beinschab mit Unterstützung der Karmasin-Familie das Meinungsforschungsinstitut Research-Affairs. Mehr kann und will ich dazu nicht schreiben. 

Zur politischen Situation will ich mich auch nicht äußern, zumal meine Mitarbeiterschaft quer durch alle Parteien geht und wir auch bisher Streitgespräche vermieden haben.

Also kümmere ich mich um die Royals, zu denen ich garantiert kein Insiderwissen habe:

GB
Wegen Missbrauchsklage: Prinz Charles verstößt seinen Bruder Andrew
Nach den schweren Missbrauchsvorwürfen von Virginia Giuffre, die behauptet, Prinz Andrew habe sie sexuell missbraucht, als sie noch minderjährig war, gibt es für den Beschuldigten nun bereits vor einem Urteilsspruch ernste Konsequenzen. Denn sein Bruder Charles will nicht, dass er jemals wieder königlichen Pflichten nachkommt – dabei hatte der Herzog von York eigentlich gehofft, eines Tages wieder als Royal zurückkehren zu dürfen.
https://www.krone.at/2528258

Schöne Zustände!

Formel/ Autorennsport
Bottas holt vor Verstappen ersten Saisonsieg
www.laola.at

Die WM ist völlig offen, Mercedes scheint aber im Finish das schnellere Auto zu haben. Tausende Türken (Mercedes ist deren bevorzugte Automarke) können nicht irren!

Ich wünsche eine schöne Woche

A.C.

 

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