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11. MÄRZ 2021 – Donnerstag

11.03.2021 | Tageskommentar

Wien/ Theater im Park. Copyright: Theater im Park

WIEN: Open-Air-Kultur: Corona lässt in Wien Freiluftbühnen boomen

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/2095551-Corona-laesst-in-Wien-Freiluftbuehnen-boomen.html

Michael Niavarani war gemeinsam mit Georg Hoanzl der Pionier und hat im Vorjahr bewiesen, dass es funktioniert.

Nun macht ihm aber Konkurrenz zu schaffen. Viktor Gernot, Dauergast bei Niavarani macht ihm im Prater Konkurrenz.

Eher für Klassik-Fans: Auf dem Areal der ehemaligen Semmelweis-Klinik in Währing findet ab 3. Juli das Amadeus Festival Wien an acht Tagen unter anderem mit Opern-Mezzo Angelika Kirchschlager, dem Janoska-Ensemble, den Musikkomödianten Igudesman & Yo sowie dem Geiger Yury Revich statt!

Niavarani und Hoanzl haben eine Saison Erfahrung und wissen, was sich verkauft. Mehr noch, sie wissen, was sich leicht verkauft. Die Semmelweiß-Klinik ist mit ihrem Programm keine Konkurrenz für den „Park“, Viktor Gernot schon eher.

Riskant ist es aber in diesem Sommer für alle Seiten. Im Vorjahr hat Aufbruchstimmung geherrscht, man wähnte die Pandemie überwunden. Heuer ist eher depressive Stimmung, die Leute glauben nichts und niemand mehr, die Veranstalter der diversen kleineren Festivals sind verunsichert und lecken noch die Wunden aus dem Vorjahr.

Der Bogen soll auch nicht überspannt werden! Die Menschen haben auch andere Sorgen – und die mit gutem Grund

Private Kulturinitiativen, neue Wiener Staatsopern-Abos

 

Dr. Ulrike B.: Ich sende Ihnen unten 2 Adressen von rein privaten Kulturinitiativen, die zeigen, dass unser kulturelles Leben nicht untergeht, sondern voller Ideen, Pläne und Projekten ist. Nichts Großartiges, keine staatlich subventionierte „Hochkultur“, aber durchaus niveauvoll mit guten Künstlern -wenn auch keine „Stars“-, vergnüglich, kreativ und preiswert.

Mir tut das inmitten all der äußerst bedenklichen Ereignisse und Zustände der letzten Monate gut.

Ich bin auch davon überzeugt, dass es viele derartige Initiativen in den unterschiedlichsten Bereichen gibt, es wissen halt nur wenige davon.

https://www.elfis-kulturkoffer.at/

https://theaterfreunde-salzburg.at/newsletter.html

Bezüglich der Staatsoper gibt es eine betrübliche Nachricht, neue Abos werden nur mehr in den Preiskategorien 1, 2 und 3 vergeben, also sehr teuer. Das Buchen neuer Abos war unter Dir. Meyer sehr unkompliziert, im Gegensatz zu dem „Theater“ unter Dir. Holender. U.B. (Zitat Ende)

Bezüglich Abos muss ich mich auf die Informantin verlassen, die waren für mich nie ein Thema. Ich bin in die Oper gegangen, wenn mich eine Vorstellung interessiert hat, nicht wenn ich als Lückenfüller vorgesehen war!

Mailand
Nach 45 Coronafällen an der Mailänder Scala: Schnelle Impfung aller Künstler gefordert

…Besonders viele positiv auf Covid-19 getestete Personen hatte es in der Ballettkompanie gegeben. Allerdings wurde drei Tage später nur noch ein einziger Fall als positiv bestätigt. Alle anderen Testergebnisse waren negativ.

Der Tänzer Roberto Bolle schrieb auf Instagram: „Ihr wollt mir also sagen, dass durch die Wiederholung der Covid-Tests bei den 35 Kollegen der Scala, die vor drei Tagen positiv getestet wurden, nur noch einer tatsächlich positiv ist und die restlichen 34 negativ sind? Boh.“…

BR-Klassik-de

Köln
Krise der Greensill Bank: Bühnen Köln droht Millionen-Verlust
Die städtischen Bühnen Köln müssen um 15 Millionen Euro bangen: Sie haben ihr Geld bei der kriselnden Greensill Bank angelegt, die mit hohen Zinsen geworben hatte. „Spekulativ“ sei die Anlage nicht gewesen, so Geschäftsführer Patrick Wasserbauer.

Das ging gründlich schief: Die Bühnen der Stadt Köln haben im Januar insgesamt 15 Millionen Euro bei der Bremer Filiale der britisch-australischen Greensill-Bank angelegt. Das Geld sollte ohne Minus-Zinsen aufbewahrt werden, was in diesen Zeiten bei solch hohen Beträgen ungewöhnlich ist. Ein Finanzdienstleister habe garantiert, dass die Einlagen „sicher“ seien, so Bühnen-Geschäftsführer Patrick Wasserbauer in einer Stellungnahme. Tatsächlich hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am 3. März nach einer Sonderprüfung wegen drohender Überschuldung ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot gegenüber der Greensill Bank verhängt. Damit sollen Vermögenswerte gesichert und eine Zahlungsunfähigkeit abgewendet werden. Das Geldinstitut bewarb sich als „dynamisch und innovativ“.
BR-Klassik.de

Kölner Opernmillionen Desaster – Linke mit vielen Fragen – Insider fragt nach Verantwortung
https://www.report-k.de/Politik-Nachrichten/Politik-Koeln/Koelner-Opernmillionen

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 11. – 17. MÄRZ 2021

 

13.3. DER CORREGIDOR (aus Utrecht, Aufnahme v. 15.3.1992) Radio 4Hilversum-19 Uhr
TOSCA (aus Wien, Aufnahme v. 13.12.2020) RNE Classica Madrid-19 Uhr
ANTIKRIST (aus Mainz, Aufnahme v. 3.6.2018) Deutschlandradio-19.05 Uhr
PLATÉE (aus Wien, Aufnahme v. 14.12.2020) ORF Ö1-19.30 Uhr
DER ROSENKAVALIER (aus New York, Aufnahme v. 13.5.2017) BBC 3-19.30 Uhr
I PURITANI (aus Rom, Aufnahme v. 23.1.) RAI 3-20 Uhr
TOSCA (aus Wien, Aufnahme v. 13.12.2020) HR 2-20.04 Uhr
14.3. ROMOLO ED ERSILIA (aus Herne, Aufnahme v. 13.11.2011) WDR 3-20.04 Uhr
17.3. NOTRE-DAME DE PARIS (Live aus Rom) RAI 3-20.30 Uhr

 

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fitz Krammer)

Bologna: ADRIANA LECOUVREUR mit Cristina Opolais. Trailer

ZU INSTAGRAM mit Video

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Riccardo Muti dirigiert Cosi fan tutte in der Regie von Tochter Chiara vorweg mal in Turin, am 11. März 2021 – als Stream. Die Wiener Staatsoper wird noch – immer – als Produktionspartner genannt.

 

Der Stream ist nur für die Italiener

„You seem to be from Austria“, schreiben sie, wenn ich anklicke.

Kann man auch nichts machen. Wäre nur interessant gewesen,  weil es die Inszenierungen seiner Tochter ist, dafür gibt es ja von Meyer noch einen Vertrag, also sollte es theoretisch einmal wohl auch in Wien kommen. Es sei denn, das ist für Kosky weggeschmissen, bevor es noch da war… (R.W.)

Thielemann war für Bruckner im Wiener Musikverein

ZU INSTAGRAM

Wiener Musikverein Von Thomas Prochazka

Angesichts dessen, wie Christian Thielemann und die Wiener Philharmoniker da am Sonntagvormittag im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins Anton Bruckners 5. Symphonie in Klang erstehen ließen, fällt es schwer, an den aktuellen Zeitenläuften nicht auch etwas Positives zu finden. Die (erzwungene) Reduktion der »Dienste« lenkt die Aufmerksamkeit auf die verbliebenen Projekte; — aus musikalischer Sicht ein Gewinn…

 http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=F15D7CDC-C1D3-9A3D-34D40789AC315859

London Royal Opera House Announces Reopening
https://operawire.com/royal-opera-house-announces-reopening/

Amsterdam
Marina Rebeka, Annette Dasch & J’Nai Bridges Lead Dutch National Opera’s Reimagined Spring Season
https://operawire.com/marina-rebeka-annette-dasch-jnai-bridges-lead-dutch-national-operas

TV/ Rock/ Pop

„Amen“ präsentiert. Vincent Buenos Ballade für Rotterdam
„Amen“: Mit einer Powerballade wird Vincent Bueno Österreich heuer im Mai beim Eurovision Song Contest in Rotterdam vertreten. Der dramatische Song, der Mittwochfrüh im Ö3-„Wecker“ präsentiert wurde, handelt vom Loslassen und Abschiednehmen – für den Künstler ein Ausdruck des „inneren Kampfs, den jeder kennt, mit den eigenen Stärken und Schwächen, der in eine helle Zukunft führt“.
https://orf.at/stories/3204590/

Bei den Buchmachern liegt Vincent Buenos Song ziemlich weit hinten. Das hat den Vorteil, dass der Sänger das Feld von hinten aufrollen kann. Außerdem, den Vorteil eines Windschattens kennen Sie wohl!

Song Contest 2021: Russlands Kandidatin ist Alptraum für Konservative
Die aus Tadschikistan stammende feministische Sängerin Manizha startet für Russland beim Eurovision Song Contest. „Fremdenfeindliche und sexistische Russen sind schockiert“, schreibt eine russische Zeitung über ihre Nominierung.
Kleine Zeitung

Nachdem der Song-Contest hochpolitisch ist, hat ein in Russsland höchst umstrittener Song beste Sieg-Chancen!

prechtheater

Wien
Hoher Zuschussbedarf“ bei Werk X-Petersplatz. auf jede verkaufte Karte hat der Steuerzahler (Subventionsgeber) 289 Euro dazugelegt!
Kritik von Stadt-Rechnungshof. Demnach erhielt die Theaterspielstätte je Gast im Durchschnitt rund 289 Euro an öffentlichen Subventionen, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht hervorgeht.
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/2095692-Hoher-Zuschussbedarf-bei-Werk-X-Petersplatz.html

Ausstellungen/ Kunst
Wien/ Theatermuseum: Rudolf Jettmar im Kupferstichkabinett: Dunkle Grafikzyklen

Ein Symbolist an der Wiener Akademie.
Wiener Zeitung

Buchbesprechung:

 

Günter Neuwirth : DAMPFER AB TRIEST
Roman
476 Seiten, Gmeiner Verlag, 2021  

Krimi-Lady Nr. 1, Agatha Christie, hat es gewusst: Sperre Deine Protagonisten ein, und der Täter (denn um Mord geht es immer) wird sich unter ihnen finden – ob im Zug („Mord im Orientexpress“), ob auf einer Insel (in einem Buch, das früher „Zehn kleine Negerlein“ hieß). Flugzeuge und Kreuzfahrschiffe eignen sich gleichfalls bestens als abgeschottete Schauplätze.

Allerdings ist das „Traumschiff“, das Krimi-Autor Günter Neuwirth für seine Geschichte wählt, ungleich reizvoller als alles, was dazu routinemäßig im Fernsehen geboten wird – 1907 von Triest aus in See stechend, ist das ganze Flair der k.u.k. Monarchie dabei, zart verklärend, aber durchaus hinter die Kulissen blickend, Informationen aller Art transportierend. Nostalgisch und doch nicht unkritisch.

Auf der „Thalia“ des Österreichischen Lloyd, einem Luxusliner der damaligen Zeit, bis Konstantinopel zu reisen, war (wenn man nicht zum Personal gehörte) eine Sache der Reichen. Folglich steht auch ein adeliger steirischer Potentat, Graf Urbanau (schon damals hat man in der Steiermark berühmte Waffen produziert – und an alle möglichen rebellischen Parteien verkauft…), im Zentrum der Geschichte- Er hat eine natürlich hübsche, kluge Tochter im Schlepptau, die sich nicht adelig zwangsverheiraten lassen will, und zu den rebellischen Frauen ihrer Zeit gehört, die damals an ihren Fesseln zerrten. Sie hat sich einen armen jungen Schauspieler zum Geliebten gewählt und für ihn die Passage bezahlt, damit sie drei Wochen heimlich zusammen sein können…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Heute jährt sich der Supergau von Fukushima zum zehnten Mal.

Wien/ Theater Arche: Anlässlich dessen möchten wir mit Ihnen unseren Kurzfilm BLACK SWAN teilen:

https://youtu.be/_7ziXloCLQs

er widmet sich den beiden atomaren Katastrophen von Fukushima und Hiroshima.

In unserem Stück ODYSSEE 2021 werden wir diesen Herbst das Thema noch einmal aufgreifen. In einem großen Stationentheater wird dieses Ereignis eine Station, eine Insel darstellen.

Außerdem möchten wir aus aktuellem Anlass mit Ihnen ein paar aktuelle Eindrücke von unserem Gastspiel am 4. März in Luxemburg teilen:

https://www.theaterarche.at/hikikomori-in-luxemburg/?

Profil-Morgenpost: Vertrauensfrage

...Zum anderen hat die Regierung – und das zeigen auch die jüngsten profil-Umfragen – viel an Vertrauen verspielt. Man vertraut keinem, der behauptet, immer recht zu haben und keine Fehler zu machen. Genau diese Unfehlbarkeit suggeriert uns aber die Regierung.

Anstatt das ein oder andere offen zuzugeben und sich auf die Sorgen der Menschen einzulassen, tut die Politik so, als hätte sie alles im Griff. Es ist nicht schwer zu erkennen, dass dem nicht so ist. Wer tut, als wüsste er alles, ohne recht zu überzeugen, macht Verschwörungstheorien die Tür auf. Dahinter stehen rechte Politiker, aber auch Ärzte, die zwar keine Experten für Coronaviren sind, sich aber als solche ausgeben – und die Menschen mit ihren falschen Theorien weiter verunsichern.

https://www.profil.at/oesterreich/profil-morgenpost-es-gibt-in-der-pandemie-keine-gewissheit/401214288

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung

  • Libyens Regierungschef gewinnt Vertrauensabstimmung im Parlament: Im Februar wählte das von der Uno gebildete Forum für politischen Dialog (LPDF) den reichen Geschäftsmann Abdulhamid al-Dbaiba zum Ministerpräsidenten. Doch Korruptionsvorwürfe gegen ihn bedrohten die Regierungsbildung. Am Mittwoch stimmte nun eine breite Parlamentsmehrheit für sein Kabinett. Zum Bericht

    Israels Regierungschef Netanyahu soll erstmals Emirate besuchen: Ein halbes Jahr nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen soll Benjamin Netanyahu an diesem Donnerstag erstmals in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) reisen. Dort werde er Kronprinz Mohammed bin Sajid al-Nahjan treffen, meldeten israelische Medien übereinstimmend. Zum Bericht

    Wirte zu Gastro-Öffnung in Vorarlberg: „Vom Regen in die Traufe“
    Viele Lokale werden am Montag wohl weiter zu bleiben. Die Rahmenbedingungen seien „realitätsfremd“, heißt es.
    Kurier.at

    „Skurrile Ergebnisse“. Volksanwaltschaft kritisiert neuen Corona-Entwurf
    Der neue Entwurf zum Epidemiegesetz und Covid-19-Maßnahmengesetz von Gesundheitsminister Rudolf Anschober löst bei der Volksanwaltschaft herbe Kritik aus: Volksanwalt Bernhard Achitz (SPÖ) fürchtet durch den neuen Veranstaltungsbegriff „skurrile“ Ergebnisse in der Praxis, zudem zweifelt er an der Verfassungskonformität für Ausgangsverbote.
    https://www.krone.at/2361143

    Nach Kritik: Corona-Gesetze werden „überarbeitet“
    Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) steht wegen seiner Corona-Gesetze einmal mehr in der Kritik. Die gesamte Opposition sowie zahlreiche Institutionen halten die geplanten Verschärfungen bei den Ausgangsbeschränkungen, Zusammenkünften von Menschen und Geldstrafen bei Verstößen gegen die Corona-Bestimmungen für überschießend und mit den Grund- und Freiheitsrechten nicht vereinbar. Das Gesundheitsministerium verspricht nun, auf die Kritik einzugehen und die geplante Novelle zu „überarbeiten“.
    https://www.krone.at/2362650

    Die Realitätsferne der Polit-Verantwortlichen ist besorgniserregend. Die „kleinen Wirte“ wären schön blöd, wenn sie unter diesen Bedingungen wieder aufsperren würden. Wer genug finanziellen Atem hat, wartet auf bessere Zeiten, bevor er seine eigene  Insolvenz aufheizt. Leider gibt es zunehmend Atemlose.

    DIE AUFHÖRER!

     

    Ich wünsche einen schönen Tag
    A.C.

 

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